Vertrauensbruch durch 10,5jährige - wie damit umgehen?

  • Hallo ich bräuchte mal eure Gedanken. Kurz zum Hintergrund: Die 10,5jährige ist relativ selbstständig, geht auch alleine zur Schule und zurück, darf gewisse Sachen alleine erledigen. Die ersten drei Grundschuljahre hatte sie Klavierunterricht, dann keine Lust mehr. Nach einem Jahr Pause wollte sie Keyboard lernen. Wir haben sie an der örtlichen Musikschule bei einer anderen Lehrerin angemeldet, seit Sommer war sie dort, mit der Absprache, dass sie das min. 1 Jahr macht. Nun, die Lehrerin dort macht auch "nur" Klavier, uncool für meine Große. Sie hat auch nie geübt. Wir haben das dann akzeptiert und sie abgemeldet, allerdings geht das immer bis zum Ende des Semesters. Bis Ende Februar sollte sie also noch gehen, kostet ja auch nicht grad wenig Geld. Letzte Woche war Schneesturm, da hatte ich ihr erlaubt zu Hause zu bleiben.


    Heute ist sie dann zur üblichen Zeit los, nach 20 Minuten rief die Lehrerin an, ob sie bald kommen würde (Gehweg 10min). #eek Ihr Handy lag auf ihrem Schreibtisch. Mein Mann ist losgegangen, sie suchen, wir waren dann nach einer knappen Stunde fast soweit, die Polizei zu rufen. Da kam sie dann zur üblichen Zeit angetrabt... Ende der Geschichte: Sie war auf dem Markt (auch nicht zum ersten Mal), hat dort die Zeit rumgebracht. Ihrer Klavierlehrerin wollte sie absagen, hat die SMS aber an die Festnetznummer geschickt (die Jugend von heute #stumm). Sonst wäre das gar nicht rausgekommen.


    Und nun bin ich irgendwie sprachlos. Sie war bisher immer ein relativ braves Mädchen. In der Schule faul, aber mit guten Noten. Und nun sowas... Ich bin ziemlich traurig (und natürlich aber auch froh, dass nichts Schlimmeres passiert war), dass sie sowas macht. Und sie ist erst 10,5, was soll das dann noch werden? Sie hat uns schon immer mal angelogen, aber das war heute wirklich ganz schön krass, auch für die Nerven...

  • Da muss man drüber reden, keine Frage. Aber mittlerweile (vor zwei Jahren hätte ich hyperventiliert) habe ich gemerkt, dass sowas dazu gehört. Und wenn ich an mich denke.. damals... ^^.


    Wir hatten hier schon heftigere Dinge und im Nachhinein war es immer harmlos, nachvollziehbar und einfach pubertätsbedingt.


    Jedes Mal wieder geht mein innerer Alarm an, aber am besten war es immer, locker zu bleiben und ruhig nachzufragen. Manchmal auch erst etwas später, wenn die Emotionen runtergekocht waren. Also meine.


    Dafür habe ich hier auch eine 14-Jährige, die zwar plötzlich sehr selbstständig und eigen ist, aber trotzdem täglich mit mir kuschelt und viel erzählt. Wenn manchmal auch nur auf Nachfrage, aber Geheimnisse müssen wohl sein..


    Deine Tochter hat wohl erkannt, dass es möglich ist etwas anderes zu machen, als das Abgesprochene. Man MUSS nicht tun, was die Erwachsenen sagen. Ich glaube, das ist so eine der Haupt-Erkenntnisse, die einem irgendwann kommen :D.

    Eine sehr wichtige Erkenntnis. Das es da noch zu differenzieren gibt, wird sie auch noch lernen.

    Mäh!

    Einmal editiert, zuletzt von Mio ()

  • Mit dem "sie ist erst 10,5, wie soll das noch werden" wäre ich vorsichtig. Aus meiner Erfahrung als ehemals 10,5-Jährige ist es am ehesten erfolgsversprechend, wenn Ihr mit ihr redet. Mit ihr besprecht, was Vertrauen heißt, wie das zu einer Familie dazugehört. Wie eine Familie nur so funktionieren kann. Auch wenn das heißt, dass man mal unangenehme Dinge ansprechen und eventuell durch unangenehme Dinge durch muss. Ganz ohne das ganz große Fass aufzumachen.
    Ihr werdet noch mehr Fehltritte erleben.

    Schwingt Ihr jetzt die ganz große Keule, werdet Ihr sie doch eher nur dazu bringen, beim nächsten Mal besser aufzupassen.

  • Was hätte sie denn tum sollen? Sie muss zum Unterricht, obwohl sie nicht will. Klar ist das teier und so. Aber lernt man was wenn man null Bock drauf hat?

    Ich finde ihr Verhalten total normal und echt pfiffig. Sie hat sich was einfallen lassen.


    Hier hat das Kind auch ausprobiert. Schach und Fußball. Wenn er nicht mehr wollte, sollte er noch 3x hingehen und wenn es ihm dann keinen Spaß mehr macht, kann er es lassen. Egal was ich dafür ausgegeben habe.

  • Dahinter steckt vermutlich, das sie keine Lust hat auf die Lehrerin/den Unterricht.

    Entstehende Kosten an zeitliche Bedingungen binden löst das Problem nicht und fördert nach meiner Erfahrung keine Motivation.

  • Ich habe in dem Alter, oder etwas älter, genau dasselbe geliefert. Ich bin trotzdem eine sehr verlässliche Person geworden.

  • Wir hatten ähnliches mit Maxi, auch in dem Alter. Ich bin, als es rauskam ganz gepflegt ausgerastet.

    Als wir uns beide wieder beruhigt hatten (Maxi aufgehört hatte zu weinen und ich mit Hyperventilieren) saßen wir bis nach Mitternacht da und haben darüber geredet. Warum ich das nicht gut fand, was mich so zum ausrasten gebracht hat und warum Maxi das gemacht hat und ob es nicht einen besseren Weg gegeben hätte. Und dann auch noch, wie wir in Zukunft handeln wollen.


    War ein richtig gutes Gespräch. Und eine Woche später mußte ich den nächsten Vertrauensbruch feststellen. So schnell konnte ich nicht aus meiner Haut, also - same procedure again.


    Seit dem geht es wieder. Maxi kommt und spricht mit mir statt einfach eigenmächtig zu handeln - und ich gehe erstmal an die frische Luft und atme tief durch, wenn wieder mal was nicht ok ist.

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

  • Da kann ich nur in das gleiche Horn blasen.


    Mein Sohn hat sich in dem Alter unerlaubt aus der Nachmittagsbetreuung abgeseilt, ist spazieren gegangen, nach hause gegangen, hat seine Freunde besucht und ist dann wieder in dir Nachmittagsbetreuung reingeschlüpft. Aufgefallen ist das erst, als ich für ihn unerwartet zuhause war und er plötzlich im Zimmer stand. Den Erzieherinnen war das entgangen.

    Da war ich auch entsetzt, weil das ein absolutes NoGo an der Schule ist logischerweise.


    Wir haben dann ausführlich mit unserem Kind gesprochen und es zeigte sich, dass die Situation für ihn so schwer tragbar war (alle seine Freunde mussten nicht mehr in die Bereuung und hatten frei, er langweilte sich alleine dort). Die Erzieherin hat mit ihm nochmal ganz sachlich geklärt, warum sein Verhalten sie in persönliche Schwierigkeiten bringt und hat mit ihm einen Kompromiss ausgehandelt.

    Für meinen Sohn war das halt schlimm. Auch wenn ich das als Erwachsene jetzt nicht so unsäglich schrecklich fand, wenn er dort hin muss. Und dann kommt der Reiz auch mal was unerlaubtes zu tun und es klappt auch noch.


    Vielleicht waren wir auch gar nicht so viel anders? Ich erinnere mich, dass wir in Klasse 5 morgens absichtlich zu spät zur Schule fuhren. Einfach nur um auszuprobieren, ob und was wohl passiert. Usw usw

    LG Miriam mit 2 Jungs (2004 und 2006)

  • Ich habs nicht ganz verstanden, sie wollte keyboard machen aber das wird nicht (mehr?) angeboten und deswegen muss sie jetzt Klavier machen? Gibt es da kein Sonderkündigungsrecht?

  • Danke euch. Wir haben kein Fass aufgemacht, sondern unsere Sorge ausgedrückt und ich habe auch nochmal mit ihr über Vertrauen etc. geredet. Sie hatte jetzt auch nie explizit gesagt, dass sie den Unterricht ganz furchtbar finden würde oder so, wir haben sie jetzt nicht gezwungen dahin zu gehen. Sondern es war die Abmachung, dass sie halt zumindest eine gewisse Zeit hingeht, immerhin wusste sie ja auch, was Klavierunterricht bedeutet und das man da Üben sollte und so. Sie hatte auch eine Probestunde anfangs und hat sich dafür entschieden. Und wir haben sie ja sobald wie möglich abgemeldet, es ist ja nun nicht so, dass sie seit Jahren gezwungenermaßen hingeht ;-) .


    Übrigens habe ich sowas tatsächlich nie gebracht, ich kann mich nicht an "Verfehlungen" erinnern und auch meine dazu befragte Mutter meint, dass ich immer sehr verlässlich war (obwohl ich durchaus auch viele Freiheiten hatte).


    Aber ich danke euch für eure vielen Beispiele aus euren Familien, das beruhigt mich tatsächlich etwas. Ich musste mich jetzt auch erstmal sammeln, wie ich darauf reagieren soll.

  • Wie oft hat sie das denn gemacht?


    Ich hab hier auch so ein Kind, das öfter mal was Neues ausprobieren will und dann nach der Anmeldung und dem Kauf von teurem Zubehör keine Lust mehr hatte.


    Ca. mit 10 Jahren hab ich dann vor der Anmeldung genau besprochen, wie lange die Kündigungsfrist ist, dass das Kind dann so lange dorthin muss. Was das kostet und welche Beteiligung ich erwarte, wenn das Kind nicht geht.


    Ich finde das können 10 Jährige ein Stück weit überblicken und müssen dann die Konsequenzen mittragen.


    Nicht bei einmal, zweimal, aber dauerhaft schon.


    Persönlich fänd ich es aber auch etwas schräg, wenn es für die Lehrerin ungeprüft okay ist, wenn deine Tochter immer absagt.

    Da hätte ich dann doch gerne einen Hinweis gehabt.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Ich habs nicht ganz verstanden, sie wollte keyboard machen aber das wird nicht (mehr?) angeboten und deswegen muss sie jetzt Klavier machen? Gibt es da kein Sonderkündigungsrecht?

    So ungefähr. Unsere Provinzmusikschule hält das wohl für das Selbe #rolleyes. Aber du hast recht, ich werde da nochmal hinschreiben. Deklariert war es als Keyboard, die Lehrerin sagte halt, sie würde erstmal mit Klavier beginnen (Aber die Klaviergrundkenntnisse beherrschte das Kind ja schon.). Und dann blieb es bei Klavier...


    Töchterlein wollte halt fetzigere Sachen spielen, die modernen Lieder der Klavierlehrerin waren aber z.B. von ABBA #blink.


    Du hast recht, ich werde da auch nochmal an die Musikschule schreiben. Und wenn es nur ist, um meinen Unmut zum Ausdruck zu bringen #rolleyes.


    Übrigens, im schulischen Musikunterricht spielt sie wohl immer mal Klavier vor und kassiert gute Noten dafür - hat für ihre Motivation aber auch nix genützt :-) .


  • Geschwänzt hat sie zweimal (das zweite Mal hat sie dann heute zugegeben). Dort war sie seit September und hatte ja vorher auch schonmal drei Jahre Unterricht bei einem Lehrer, so dass sie wusste, was es bedeutet. Wenn es heute nicht rausgekommen wäre, hätte sie es nächste Woche wahrscheinlich wieder so gemacht. Das ärgert mich halt auch schon ein bisschen.

  • Ja das kann ich gut verstehen.


    Ich wäre da wohl auch deutlich geworden.

    2 Mal geht ja noch.

    Aber reden würde ich da auch.

    Geht sie denn nächste Woche nochmal hin?


    Unsere Klavierlehrerin spielt ganz verschiedene Stücke mit den Kindern, auch moderne.

    Die Kinder dürfen sich auch selber aussuchen, was sie spielen.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Ich denke, es ist ein recht typisches Symptom für die Nutzung der erweiterten Freiheiten in dem Alter.

    Bei meinem Großen war es auch so, dass er Mitte/Ende der 5. Klasse erkannt hat, dass sich sein räumlicher und zeitlich unbeobachteter Radius erweitert hat und er versucht hat, diesen auszuloten. Ich habe damals auch einen Thread hier zum Thema Zuverlässigkeit und Vertrauen gestartet. Bei ihm war es so, dass er nach der Schule nicht mehr direkt nach Hause gekommen ist und wir teilweise nicht wussten, wo er war und ihn auch über das Handy nicht erreichen konnten.

    Es ist einfach so, dass man in diesem Alter, meist auch zusammen mit dem Start in der weiterführenden Schule, in bestimmten Bereichen als Eltern keine Kontrolle mehr hat, was das Kind tut. Man kann Absprachen treffen, aber viele Kinder probieren aus, diese auch mal zu umgehen bzw. in ihrem Sinne auszulegen. Es benötigt vieler Gespräche, um sich gegenseitig klar zu machen, wem was besonders wichtig ist und warum.

    Die meisten Kinder haben überhaupt nicht auf dem Schirm, dass die Eltern sich Sorgen machen könnten, wenn sie zu spät kommen/nicht erreichbar sind. Sie verschweigen lieber Dinge, von denen sie denken, dass sie die Eltern auf die Palme bringen oder zu ewigen Diskussionen führen. Sie spüren, dass der eigene Wille nun einfacher durchgesetzt werden kann.

    Rückblickend kann ich sagen, dass diese Zeit des Loslassens nicht so einfach war und wir auch sehr viel über die damit zusammenhängenden Themen diskutiert haben. Aber in letzter Zeit (Sohn ist nun 14) ist es kaum noch ein Thema. Es hat sich eingespielt.

    Also klar, es ist erstmal ein Schock, ging mir auch so, aber ich glaube, der gehört in der einen oder anderen Weise zur Entwicklung des Kindes dazu.

  • Ich wuerde hier auch einfach drüber reden. Und dabei klar stellen, dass du es schade findest, dass das Geld verschwendet wird. Dass du lieber darueber diskutierst, als dass sie sich heimlich irgendwo versteckt (mir zumindest waere es lieber, sie bliebe dann halt gleich zu Hause).


    Ich wuerde darueber nachdenken, wie die letzten Stunden fuer sie besser sein könnten. Als ich mit dem Klavierunterricht aufhörte, bat mir meine Lehrerin an Akkordfolgen und Begleitungen in den letzten Monaten zu ueben. Und das ist das was mir noch am Meisten bedeutet; weil ich zu (Fast) jedem Lied/Melodie eine einfache Begleitung dazuspielen kann. Oder vielleicht gibt es ein zwei Lieder, die sie noch gerne lernen wuerde?

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Ich würde erstmal bei mir schauen: Warum versuche ich mein Kind zu bringen, etwas zu machen, was es nicht machen will, nur weil ich so oder so Geld dafür bezahlen muss. Wenn sie ohnehin damit aufhören will (noch dazu, wenn es etwas anderes ist, als das, was sie machen wollte), warum muss sie noch hin? Wäre es für das Kind angemessener gewesen, ihm die Freiheit zu geben, nicht mehr dorthin zu müssen? Habe ich an das gedacht, was für das Kind angemessen und gut ist? Oder habe ich irgendwelche Prinzipien verfolgt, die ich für richtig halte, und wie richtig sind diese Prinzipien? Wie passend für den Menschen, der mein Kind ist? Was hätte ich mir in einer vergleichbaren Situation für mich gewünscht? Wie hätte es sich für mich angefühlt? Wie hat es sich für mein Kind angefühlt? Warum hat sich das Kind nicht an mich gewandt und mir gesagt, wie wenig es dort hin möchte? Was habe ich ggf. bei dem Thema ausgestrahlt, dass es sich nicht an mich gewandt hat, sondern einen anderen Ausweg gesucht hat?

    Da Du sie ansonsten als zuverlässig zu erleben scheinst, muss der Widerwille sehr groß gewesen sein.

    Was soll aus mir noch werden als Mutter, wenn das Kind erst 10,5 ist und mir sowas passiert, wie soll ich da in der Pubertät angemessen für mein Kind da sein?


    Und dann würde ich einen großen Schwamm nehmen, einmal drüber wischen, meinem Kind sagen, dass es da nicht mehr hin muss, sagen, dass es mir leid tut, dass es es vorziehen musste zu lügen, anstatt offen mit mir zu reden, dass ich das aber auch nicht gut von ihm finde, wenn es mich täuscht, und dass ich mir wünsche, dass wir in Zukunft besser miteinander reden, damit sowas für beide Seiten nicht wieder passiert.


    Ich würde so machen, aber ich bin nicht Du, und ich weiß nicht, ob es passt.

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


  • Ich bin in dem Alter beim Instrumentalunterricht gewesen, der in der Stunde bar bezahlt wurde.

    Das war noch besser: ich bin nicht hingegangen und habe die Kohle behalten :D


    Aber wenn meine Kinder das machen würden, fände ich es nicht lustig.

  • Und nun bin ich irgendwie sprachlos. Sie war bisher immer ein relativ braves Mädchen. In der Schule faul, aber mit guten Noten. Und nun sowas...

    es wurde ja schon viel geschrieben, aber das hier stößt mir auf: Es klingt so, als sei "brav sein" und "gute noten bekommen" etwas höchst erstrebenswertes und das gegenteil, also selbst denken/entscheidungen treffen und nicht jeder note hinterherzurennen, um die erwartungen anderer (der lehrpersonen) zu erfüllen, sei schlecht.

    ich kann verstehen, dass du dir große sorgen gemacht hast, hätte ich auch, aber ich kann auch verstehen, dass sie nicht zu diesem unterricht gehen will, auf den sie keine lust hat. gut, wenn ihr darüber sprechen könnt.

    Es ist gut, den Glauben zu bewahren, dass alles viel wunderbarer ist, als man fassen kann; denn das ist die Wahrheit. (Vincent van Gogh)[/font][/size]
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