• In unserem KITA Garten soll Kunstrasen verlegt werden, weil der normale Rasen nur noch Erde ist und sich nicht lange hält. Ich finde das furchtbar und ein absolutes "no go" für einen Kindergarten:

    - Schadstoffe

    - Feinstaub

    - Versiegelung (in den 70gern gab es Betonspielplätze, nun sind sie wohl aus Plastik?)

    - geht wohl auch schnell kaputt hab ich gelesen (nach 10 Jahren Komplettaustausch, weil sich die Plaste dann abgerieben hat (und wahrscheinlich im übrigen Sand verteilt hat))


    Leider fehlt mir eine gute Alternative. Beton hat zwar weniger Schafstoffe, das kann es ja aber auch nicht sein. Rindenmulch hatten wir - hat halt auch nicht so lange gehalten, da es durchwühlt wurde und vielleicht auch nicht genug war.

    Wie seht ihr das mit dem Kunstrasen und wie ist das bei Euch? Was ist Euer Belag?

  • Unser Kiga hat die Sache mit dem Rasen auch aufgegeben.#freuJetzt gibt es Hackschnipsel.

    Gruß Conny
    mit 2 Großen *93 und *95, Zwergi *03.07 und Minimaus *01.12
    #kerze #kerze

  • Kunstrasen gibt furchtbare Schürfwunden, wenn man hinfällt.

    Genau das. Schon die Minifußballer (5-6 Jahre alt) ziehen beim Anblick einen Kunstrasenplatzes die Stutzen möglichst weit über die Knie. Ich hab da echt schon sehr böse Schürfwunden gesehen.


    Irgendwann ist das Kunstgras auch abgerubbelt und übrig bleibt eine Gittermatte mit kleinen harten Kunststoffkrümeln dazwischen. Das ist echt fies. Die kann man dann aus den Schürfwunden puhlen #stumm


    Und noch ein Thema. Kunstrasen heizt sich im Sommer heftig auf. Dann fängt auch älterer Kunstrasen (5 Jahre minimum alt) an ganz schrecklich nach Plaste zu stinken. Ich will gar nicht wissen, was da alles an Chemikalien freigesetzt wird.


    Für ab und zu ein Fussballspiel drauf geht das schon klar. Aber täglich würde ich das für meine Kinder nicht wollen.

  • Ich erinnere mich, dass der nur gewässert einigermaßen erträglich war, wenn man drauf gefallen ist. Ansonsten fiese Verletzungen, fast Verbrennungen wenn man drüber rutscht. Beide Varianten nicht so toll für Kinder #crying

  • unser kleiner KiGa in der Stadt hatte gar keinen Gaten- d.h. zweimal täglich ab auf den öffentlichen Spielplatz.

    also evtl. durch Rausgehen das Gelände entlasten.


    Kindergartenkinder sind schlimmer als Hühner.


    zusätzlich würde ich vorschlagen:

    -ein Teil versiegeln, evtl. eine in Form einer Strecke durch den Garten für Fahrzeuge wie Kettcar usw.

    -eine Teilfläche pflastern (für Gruppenktivitäten)

    -Rest ist Sandlandschaft und oder Hackschnitzel- muss natürlich jährlich gereinigt und aufgefüllt werden.


    und übrigens- was ist denn an der Erde so schlimm- außer, dass die Erwachsenen den Ärger mit dem Dreck im Haus haben.

    Die Welt besteht auch sonst schon viel zu viel aus künstlichen Oberflächen.

    annalin mit Nr 1 M 9/2003 und Nr2 W 3/2006

    Einmal editiert, zuletzt von annalin ()

  • Schlimm!!!

    Ich finde auch, dass das gar nicht geht!!

    Der Abrieb und diese Gummikügelchen bleiben Jahrhunderte in der Umwelt.

    Die Kinder sollen später verantwortungsvolle Erwachsene werden uns nachhaltig konsumieren. Und werden in einer Plastikwelt gross??

    Zudem gibt es Hinweise, dass der Mist krebserregend ist


    Link

  • ja, Hackschnitzel sind besser als Rindenmulch (der stinkt übrigens auch furchtbar)-

    Hackschnitzel halten länger und verrotten/schimmeln nicht so schnell.

    annalin mit Nr 1 M 9/2003 und Nr2 W 3/2006

  • Ich frage mich allerdings, was die Kinder bei euch machen? Bei uns sind fast 100 Kinder in einem übersichtlichen Garten - da sieht noch nix schlimm aus. einzelne Stellen ja, aber nicht so, dass man was ändern müsste.

  • "Kindergartenkinder sind schlimmer als Hühner" Das unterschreibe ich. Als mein großer noch im Garten war, haben sie nach und nach und ganz versehentlich die Holzplanken (dicke Baumstämme) ausgegraben, die einzelne Bereiche abgegrenzt hatten. Innerhalb weniger Monate waren die vollkommen verlagert. Der mühsam erbaggerte Hügel ist nach 2 Jahren nun praktisch auch nicht mehr vorhanden :-D Einige Jungs rasen halt gerne mit ihrem Kipplastern durch den Garten und spielen in einer Ecke Fußball.


    Danke für Eure Argumente und Erfahrungsberichte. Ich fasse zusammen:

    - Kunstrasen (mit aufgeschütteten Kügelchen) enthalten evtl. krebserregende Schadstoffe. (im Internet wird viel dagegen argumentiert. Aber so ganz sicher kann man sich da nicht sein)

    - Die Kügelchen und der Abrieb verteilen sich im Garten. Dann hat man überall Mikroplastik (wird evtl. eingeatmet, gegessen...)

    - Es gibt böse Schürfwunden. Teilweise nur gewässert erträglich (stimmt das? Das wird doch dann noch rutschiger, oder?)

    - Im Sommer heizt er sich stark auf. Wenn er dann im Sommer heiß ist, stinkt er auch nach 5 Jahren noch nach Plastik. --> Giftstoffe?

    - Kinder sollen zu verantwortungsvollen Erwachsenen erzogen werden mit einem Umweltbewusstsein, das wir uns für sie wünschen. Da gehört es nicht dazu, auf Kunstrasen zu spielen und das zu akzeptieren, dass die Entsorgung aufwändig ist und Müll produziert.

    - Bei starker Beanspruchung ist er irgendwann abgerubbelt und hat kleine fiese Knubbel, an denen man sich auch verletzen kann. Dann muss man ihn aufwändig austauschen.


    Sonst noch was?

  • Spiegel


    Leider ein bezahl Artikel, ich habe den damals im Heft gelesen.

    Da geht es um die Entsorgung, die teuer und ebenfalls extrem umweltbelastend ist.

    Vielleicht kann man den Artikel einzeln kaufen?

  • Hallo,


    Sicher, daß es Kunstrasen ist und nicht Rollrasen? Ich hab auch schon gehört, daß Leute angeblich in ihrem Garten großflächig "Kunstrasen" auslegen wollten und dann festgestellt, daß zum Glück Rollrasen gemeint war.


    Zur Frage, wie die Kinder das machen... Die Außenfläche ist mMn üblicherweise VIEL zu klein berechnet. Ich habe gerade keine m²-Zahlen im Kopf, aber ich sehe es ja im Hort täglich. Da müssen sie gar nichts "machen". Allein durchs drüberrennen wird der Boden so verfestigt, daß das Wachsen schwer fällt., Dar nächste Regen verbessert das nicht sondern spült auch noch die Wurzeln frei, die dann wieder zertrampelt werden...


    Je nach Bodenart geht das halt langsamer oder schneller. Es gibt sicher Bodenarten, die da mehr aushalten, aber viele sind dann schnell hinüber. Der letzte Sommer mit seiner extremen Trockenheit war da sicher auch nciht gerade hilfreich.


    Eigentlich müsste man regelmäßig größere Flächen absperren, den Boden auflockern, neu einsähen und dann täglich wässern und es über mehrere Wochen anwachsen lassen. Nur welche Kindereinrichtung hat den Platz dafür? 2, 3 Wochen genüge da nicht.


    Helfen würde nur eine komplette Umgestaltung und die Einteilung in verschiedene, mit Hecken o.ä. getrennte Spielbereiche. Dann kann man schauen, wo Hartboden, wo Rindenmulch und wo Wiese angemessen ist. Außerdem würde die Abgrenzung einerseits mehr ungestörte Spielmöglichkeiten schaffen, anderseits das "drüber rennen" etwas lenken.


    Nur wer kann sich so eine komplette gärtnerische Umgestaltung leisten (zu der ja dann auch noch eingereichte Pläne, ggf. TÜV-Abnehmen usw. gehören) ...?

    Pause machen, an die Luft und nicht in die Luft gehen und dann irgendwann weitersehen...

    Einmal editiert, zuletzt von Trin ()

  • Wir haben für die Masse an Kindern einen minikleinen Garten. Das mit dem Rasen haben wir aufgegeben. Stattdessen hat sich der Sandkasten ausgebreitet. Das Pflaster wird ab und zu gekehrt, ansonsten haben wir echt nur Sand. Selbst unsere Büsche überleben nicht sonderlich lang. Und jetzt hat die Stadt auch noch fast alle Bäume abgesägt und baut uns stattdessen ne Turnhalle direkt hinter den Zaun. #kreischenWir hoffen jetzt darauf, dass wir als "Wiedergutmachung" ein paar Quadratmeter vom Pausenhof bekommen, die dann von der Schule eh nicht mehr genutzt werden können, wenn die Halle Mal steht.

  • Ich muss das Thema nochmal aufgreifen, weil es mich immer noch beschäftigt.


    Das Problem in unserer KITA ist primär der Staub, der entsteht, wenn die Kinder im trockenen Erdboden toben. Wir haben hier eine sehr feine Erde, vermischt mit Sand gibt das eine prima Staubmischung.


    Wenn sich Pflanzen nicht halten, weil Kinder schlimmer sind als Hühner - alles durchwühlen, zerlegen, ausgraben; und wenn wir die Versiegelung der Flächen durch Hartboden (Beton, Kunstrasen, Pflastersteine, Gummimatten) schlecht finden - dann gibt es eigentlich nur die Alternative den Boden zu verändern, damit er so beschaffen ist, dass er nicht mehr so staubt, oder?


    Hat da jemand Erfahrung, wie man das erreichen kann?


    - Hackschnitzel (wurde hier vorgeschlagen) aufbringen - bindet das auch irgendwie den Staub? Arbeitet sich das mit der Zeit in die Erde ein und verbessert so die "Staubeigenschaften"? :-D

    - Rindenmulch? Hält nicht so lange? Staubt trotzdem?

    - andere Ideen?

  • Frag doch wie Trin schon vorgeschlagen hat nochmal nach, ob die nicht Rollrasen meinen? Rollrasen ist echter Rasen, der nur nicht erst angesäht werden muss sondern unter optimalen Bedingungen wächst und dann abgehoben und auf die neue Fläche aufgelegt wird.

    So grossflächig Kunstrasen kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.


    Hackschnitzel sind nix als Komplett-untergrund und auch Rindenmulch nicht. Wenn die Kids permanent drüberrennen ist das binnen kürzester Zeit mit dem Staub vermischt. Ausserdem lieben Kinder es, die Teile einzusammeln, in den Sandkasten zu kippen,....

    Hier gibts einige Spielplätze und Kigä die sowas als Fallschutz unter der Schaukel haben, das ist grundsätzlich nach paar Tagen überall verteilt

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.


  • Hackschnitzel helfen nicht gegen Staub, im Gegenteil. Wir haben die hier auf vielen Spielplaetzen und der Staub ist abartig. Ob die Belastung durch Schadstoffe und Feinstaub geringer ist als bei Kunstrasen, weiss ich nicht. Holzstaub ist auch nicht ohne. Rindenmulch stinkt fies und kann alles Moegliche sein.


    Einen Teil versiegeln, den anderen Teil mit hochwertigem, etwas groeberem Sand bedecken?


    Kunstrasen mit Kuegelchen kenne ich nicht. Die besseren Hockeyfelder sind hier aus Kunstrasen und als solche recht extremen Belastungen ausgesetzt. Die Plaetze werden allerdings gewaessert und sind nicht rutschig. Die Abschuerfungen vom Hallenfussball sind deutlich schlimmer.