Halal-Fleisch in Schulkantine

  • Elektra das "Problem" ist der religiöse Hintergrund und der Wunsch danach sich da nicht anpassen zu müssen. " Die muslimischen Kids können ja dann das vegetarische Menü wählen"#weissnicht


    Ernüchterung trifft es da wirklich gut#crying

  • Ich spreche jetzt mal als "betroffene Mutter".


    In unserer Mensa gibt es ein Hauptgericht, Salatteller, Suppe und immer die gleichen Nudeln mit Tomatensoße.


    Das Hauptgericht besteht in der Regel mindestens 2x pro Woche aus Schweinefleisch.


    Die Salatteller sind groß und meiner Meinung nach eher weniger kinder- oder mindestens weniger grundschüler-tauglich.


    Von der Suppe wird man nicht satt, das ist keine besonders große Portion.


    Mein Sohn hat also, als er noch in der Mensa aß, 2 von 4 x pro Woche Nudeln mit der immer gleichen Tomatensoße gegessen. Manchmal sogar 4x die Woche, wenn die anderen Hauptgerichte ihm nicht gefielen (er hats nicht so mit Gemüse) oder wegen Laktose-Intoleranz eher schwierig waren.


    Ich habe mich dann - auch weil ich damit beruflich zu tun habe und es von anderne Familien auch mitbekommen habe, das Problem - dafür eingesetzt, dass das Essen ETWAS freundlicher ist für die muslimischen SchülerInnen. Und das sind jetzt nicht soo wenige hier.


    Man konnte in der Software auch alle möglichen Allergien angeben und einsehen, was man gewählt hatte, aber "kein Schweinefleisch" war gar keine Option.


    Letztlich ging es so aus, dass das Sekretariat das registriert und der Koch das dann automatisch sieht, wenn ein muslimisches Kind das "Schweinefleisch-Hauptgericht" bestellt. der Koch macht dann eine Alternative.


    So. Jetzt denkt die Schulverwaltung: prima gelöst.


    Für uns ist es aber so:

    - Wir wissen nie, was das Kind dann tatsächlich zu essen bekommt. Wenn da Hackbällchen draufstehen: bekommt er dann welche mit Rind oder Gemüseburger oder Fischstäbchen? Bei Nudelauflauf? Bei Leberkäse? Ich kann mir das nicht vorstellen, dass der Koch da wirklich jeden Tag noch eine vernünftige, gleichwertige Alternative hinbekommt. Zumal wir bis um 9 Uhr bestellen können. Ich bestelle also meinem Kind imerm ein "Überraschungspaket" ohne zu wissen, ob er das dann überhaupt mag oder nicht.

    - Ich kann selbst in dieser Mensa essen und habe das dann getestet. Da lag das Putenschnitzel auf dem gleichen Tablett wie das Schweineschnitzel. Und das geht halt einfach nicht. Das ist religiös ein No-go. Über halal-Fleisch lässt sich streiten und das sieht der eine so und der andere anders (also ob es halal geschächtet sein muss oder halt einfach kein Schweinefleisch), aber wenn das alles zusammen zubereitet und serviert wird... Ist ungefähr so, wie wenn einem überzeugten Vegetarier sein Tofu-Schnitzel in einer Pfanne gebraten wird, in der vorher Leber oder Hackfleisch gebraten wurde.


    Das Ende vom Lied: Uns ist das Essen auf diese Weise zu unzuverlässig. Wir können nicht darauf vertrauen, dass das Kind tatsächlich kein Schweinefleisch bekommt. Und wir wissen nicht, was wir überhaupt serviert bekommen werden.


    Ich gebe meinem Kind jetzt Vesper mit und er geht in die Vespergruppe.

    Ich hätte mir sehr gewünscht, diese Entlastung durch die Mensa einfach auch zu bekommen. Ich könnte mich jetzt weiter dafür einsetzen, dem Koch und der Schulleitung erklären, warum es so einfach shcwierig ist für die muslimischen Kinder .... aber da steht man sofort als Fanatiker und besonders penibel da. Also habe ich aufgegeben.

  • Ich würde das schweren Herzens (Schächten ist nicht schön, noch unschöner wenn es nicht 100% beherrscht wird, ich weiß wovon ich spreche, ich habe ein amtsrietärztluches Praktikum gemacht und dieser hat damals die Ausnahmeregelungen überprüft und wer da alles einen „Sachkundenachweis“ hatte und auf dem Hinterhof zum Feiertag ein armes Schaf metzeln dürfte war eine Ungeheuerlichkeit- und nein, ich habe auch ein Schlachthoforaktikum gemacht, war vielleicht ein guter Schlachthof, aber das war kein Vergleich) vom konkreten Bedarf abhängig machen.

    Ansonsten finde ich schweinefleischfrei ausreichend und würde rein vegetarisch absolut präferieren.

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf


    Men det finns sätt att leva och inte bara överleva - Lena Hallengren 2020

  • Wenn Ihr schon so zerstritten seid, hilft es vielleicht einen Schritt zurück zu gehen und zu überlegen, was das Schulessen sein soll, und erst im nächsten Schritt über die Umsetzung nachzudenken.


    1.) die Kinder sollen satt werden

    2.) es soll den Kindern schmecken

    3.) es soll gesund sein


    Darauf lassen sich vermutlich alle Eltern ein.


    4.) auch Kinder mit Allergien / Unverträglichkeiten sollen mit essen können


    Punkt 5.) Es sollen möglichst alle Kinder mit essen können. (Auch die mit Allergien und die mit religiösen Speisevorschriften)


    Ist vermutlich schwierig. Erstens nicht zu erreichen, zumindest was jüdische Kinder betrifft und auch was Zöliakie-Kinder betrifft.


    Aber ich glaube, wenn man Punkt 1-3 abarbeitet und sich da an die Empfehlung der DGE hält: 2 mal die Woche Fleisch, einmal Fisch. Dann gibt es schon mindestens drei Tage wo sich die Frage nach Halal nicht stellt.

  • Ich fände es falsch. Denn halal ist ja mehr als nur kein Schwein. Das muss geschächtet sein und eigentlich auch zertifiziert. Das ist aber für mich die völlig falsche Richtung. Prinzipiell sollte es immer ein vegetarisches Angebot geben, meinetwegen auch eines mit Fleisch das dann aber Bio. Dieses Fleisch kann in der Regel dann auch kein Schwein sein, wenn doch sollten die Kinder darauf hingewiesen werden.

    Schoko

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Andere Option - kann in der EU produziertes Fleisch Halal sein?


    Ich frage mich das ernsthaft!

    Und dann die nächste Frage: möchte ich, Dass mein Kind Fleisch ist, dass tierschutzrechtlich fragwürdig produziert wird?

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • Hier liefert der caterer ziemlich viele Schulen, in denen Kinder mit Migrationshintergrund und in vielen Supermärkten gibt es halal-Fleisch. Vielleicht hat er einen Zulieferer?


    Ich muss meine Aussage oben korrigieren, weil das Menü eigentlich ohne Schweinefleisch ist, ob Halal weiß ich doch gar nicht. Sorry, wir sind halt nicht religiös daher stellt sich die Frage nicht wirklich. Aber viele höchstwahrscheinlich moslemische Kinder essen in der Mensa.


    Ich Schau mal auf der Webseite nach ggf schreibe eine Mail. Aus Neugierde

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
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    Ernst Ferstl

  • Vergessene Option: ich find es richtig, wenn es vielen Kindern hilft, essen zu können.

    Tierschutzrechtlich sehe ich das Problem, aber das ist bei jedem anderen Fleisch, sofern es nicht gutes Biofleisch ist, auch so. In Europa (Deutschland) wird idR mit Betäubung geschächtet, so die Verbraucherzentrale..und dass Tiere nicht halal sind, wenn sie aus Massentierhaltung stammen (ob das aber jemand überprüft?).

    Ich habe aus deinen Schilderungen den Eindruck, es geht weder um Tierschutz noch um Geschmack oder sonsondern um ein "wir passen uns denen doch nicht an"? Und da wäre für mich der Punkt, an dem ich diskutieren würde, weil es nicht mehr um die Sache, sondern um Ressentiment geht.

    Und ja, vegetarisch wäre die einfachste Lösung, aber ich nehme an, dass das auch nicht lässt für viele.

    Liebe Grüße,


    Ich, mit Tochter (2/06) und tochter (12/07).

  • @Leslie so gesehen, darf das Fleisch nur bio sein (was die beste Alternative wäre) ich denke, das wird dann zu teuer

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    Ernst Ferstl

  • Ich glaube ehrlich auch, dass es bei so Diskussionen vielen Leuten nicht ums Tierwohl oder gar die Möglichkeit allgemein weniger Fleisch anzubieten geht...

    Historisch gesehen ist der Widerstand gegen kosheres und halal Schlachten äusserst interessant: die erste Volksinitiative in der Schweiz war das klar antisemitisch gemeinte Schächtverbot.


    Ob Bio oder nicht ist meiner Meinung nach in der EU tierrechtlich ziemlich wumpe (die EU-Bio Verordnung entspricht in der Schweiz ungefähr den Bedingungen der konventionellen Haltung). Immerhin, die Fütterung wäre besser.


    Ich bin ja sehr grosser Fan von religionsfreier Schule - aber ich bin auch der Meinung, dass Kinder Schulessen bekommen, dass ihren (und den elterlichen) Wünschen entspricht. Und da ist es mir ehrlich gesagt völlig wurscht, ob die Eltern aus religiösen, gesundheitlichen, ethischen oder klimasensiblen Gründen möchten, dass das Kind vegetarisch isst - oder halal oder schweinefrei... Diese "Zwangsbeglückung" mit unserer "richtigen Kultur" (aka Schweinebraten) macht mich sauer. Und ehrlich, was soll es bringen? Das Kind isst jahrelang nur Bruchteile des Schulessens - da überlegen sich die Eltern sicherlich: "Ach komm, lass uns Christen werden." #rolleyes


    Und sorry, so schwer kann das nicht sein - der hiesige Schulcaterer versorgt täglich x-tausend Kinder: halal, vegetarisch, allergenfrei... (warum zum Beispiel Zöliakie nicht möglich sein soll, ist mir schleierhaft, mein Kind wird seit mehr als 5 Jahren glutenfrei versorgt, genauso sein Klassenkamerad nussfrei).


    Von daher: gute vegetarische Alternativen täglich, weniger Fleisch als Grundsatz und ansonsten ja, halal als Option finde ich einer heutigen Schule angemessen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Oh ja, und zur religionsfreiem Schule: Weihnachten, Ostern, Adventskalender, alles schon abgeschafft? ;) Oder wollen sie das doch gerne beibehalten. Wäre mein erstes Argument...

    Liebe Grüße,


    Ich, mit Tochter (2/06) und tochter (12/07).

  • Naja, aber wenn man zu einer Lösung kommen will, ist auf Konfrontation mit der "anderen" Seite zu gehen nun nicht hilfreich.


    Im Grunde sollen doch alle Kinder gesundes, leckeres Essen bekommen, das sie auch essen wollen.


    Und auf die Schiene würde ich gehen.


    Ich glaube die Geschichte mit halal-Fleisch ist unter Muslimen genauso divers wie mit kein Fleisch in der Fastenzeit bei Christen (oder jeden Freitag) und das Essen von Juden bei nicht-Juden.


    Den einen reicht es, wenn es kein Schwein ist, der nächste will ein halal-,Zertifikat, der dritte eines, aber nur ein bestimmtes und der vierte nur in einer extra-Pfanne.

    Hat alles seine Berechtigung. Keine Frage.


    Wie groß wäre denn der Bedarf an halal-Fleisch bei Euch überhaupt?

    Kann man Einzelfalllösungen finden oder hätten gerne 30% der Schülerschaft halal-Fleisch?

  • Halal-Fleisch stammt von geschächteten Tieren und verstösst damit gegen das zumindest in der Schweiz gängige Tierschutzverständnis. Das möchte ich nicht essen, ich möchte nicht, dass das meine Kinder essen und ich möchte nicht, dass diese Prozedur in der Schweiz gefördert wird. Daher bin ich klar gegen halal-Mahlzeiten in Kantinen. Schweinefleischfrei und ein gutes, abwechslungsreiches vegetarisches Angebot finde ich ein sinnvoller Kompromiss. Wem das nicht passt, muss sein Essen halt von zu Hause mitnehmen - sei es nun Schweinebraten oder Halal-Fleisch.

    nicht links - nicht rechts - selber denken

  • Halal wird in der Schweiz tierschutzkonform geschlachtet nach vorhergehender Betäubung. Es ist durchaus möglich.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich staune, was möglich ist bei Euch, Talpa. Und eigentlich finde ich es völlig normal.... Und ein wichtiges Signal, dass alle Menschen angemessen versorgt werden und nicht nur die, die halt gerade das "normale" Essen vertragen/essen wollen.

    In den 7 Jahren unserer Schulkarriere war es nie möglich, auf "Extrawünsche" einzugehen. Man konnte natürlich nur einzelne Komponenten essen, aber ein ganzes Menue war nicht erhätlich mit Sonderwünschen. Ok, wir haben eine kleine Schule, wurden aber schon von sehr verschiedenen Diensten bekocht.

    Also grundsätzlich finde ich auch, daß Schulernährung vegetarisch sein sollte, wenn es nicht zu kompliziert sein soll, weil dann einfach alle mitessen können. Man könnte ja evt. Fleisch oder Vegetarische Würstchen oder als Beilage ab und zu anbieten, wenn es unbedingt sein muss.

    Aber bei Euch ist die Grundlage ja schon schlecht, wenn der Caterer zufrieden ist mit seinem vegetarischen Essen und die Kinder es nicht mögen. Sonst könnte man ja einen Versuch machen, und einen Monat lang leckere vegetarische Menues anbieten und dann nochmal gucken, ob es vielleicht doch für viele gut war.

  • Bei uns ist genau dieses Thema hochaktuell, jedoch würde hier niemand laut dazu äußern, wohl aber unter vier Augen.

    Wir wohnen am Stadtrand einer kleinen Großstadt, an der Grundschule gibt es keinen einzigen muslimischen Schüler (das weiß ich auf Nachfrage ganz genau). Das Essen ist laut Aussage der Schulleitung "natürlich halal", auf meine Nachfrage beim Caterer, was das genau bedeuten würde, habe ich leider bis heute keine Antwort erhalten.

    Ich habe grundsätzlich ein Problem mit der Menge an Fleisch, die in Schulmensen ausgegeben wird, das vorweg. Meiner Meinung nach täte eine ausgewogen vegetarische Ernährung deutlich besser gut (ich erwähne nur am Rande, dass es an der Schule, an der ich unterrichtet habe, massig an Süßigkeiten wie Schokoriegel und Eis zu kaufen gab...), aber damit stehe ich ziemlich auf einsamen Posten.

    Warum das gesamte Schulessen halal sein soll, wenn es von niemandem in Anspruch genommen wird, ist mir einfach schleierhaft. Sollte damit die durch Ausnahmeregelung erteilte religiöse Schlachtung ohne Betäubung erforderlich gewesen sein, finde ich das ehrlich gesagt ziemlich übel.
    Es handelt sich doch hierbei nicht um feste bauliche Veränderungen, die beispielsweise bei der Barrierefreiheit nötig sind. Es müsste doch leichter eine passende Verpflegung zu bestellen sein, wenn es SuS betreffen sollte, es gibt ja auch viele Allergiker, die man in Schulkantinen versorgen muss. Dass alle SuS halal essen, stösst mir auf, weil dann müsste es auch koscher sein und vegetarisch, um keinen Menschen in seiner religiösen Lebensweisen zu diskriminieren.

  • Ich geh das mal von der anderen Seite an. Wird denn Nahrungsmittelunverträglichkeiten auch Rechnung getragen? Wird da auch Rücksicht drauf genommen? Die wiegen doch mindestens so schwer wie religiöse Gründe, oder nicht?

    Mein Sohn kann in keiner Schulkantine essen, er hat Zöliakie und Fructoseintoleranz. Ein Essen für ihn bereitzustellen ist in der Kantine unserer Schule nicht möglich (warum auch immer). Es gibt für alle Kinder genau ein Gericht. Auch an der Schule letztes Jahr war eine Berücksichtigung seiner Einschränkungen nicht möglich (größerer Caterer, verschiedene Essen).

    Ich wäre mehr als nur angesäuert, wenn ich erfahren würde, dann religiöse Gründe berücksichtigt würden, nicht aber die gesundheitlichen Gründe.

    Also wenn man solche Ausnahmen angeht und denen Rechnung trägt, dann aber allen, nicht nur einzelnen.

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Ich engagiere mich als Mitglied des Elternrats an der Grundschule meines Kindes.

    Ein reines vegetarisches Angebot wird von der Elternschaft aber leider abgelehnt

    Wenn ich du wäre und Mitglied des Elternrats, würde ich mich stark machen ein rein vegetarisches Angebot durchzusetzen. Dafür engagiert man sich doch, finde ich. Du bist doch nicht nur der ausführende Arm der "Elternschaft", sondern du hast da eine Schlüsselposition.


    Kann natürlich passieren dass du es nicht durchbekommst, aber dann kannst du auch sagen: Na dann regelt ihr das halt, und kannst dich rausziehen (wenn du willst).

  • Gwynifer meines Wissens obliegt dies der Entscheidung von Seiten der Schulleitung oder des Schulträgers. Ich finde es sehr schade, dass Kinder mit Unverträglichkeiten nicht am Schulessen teilnehmen können, bei meinem letzten Arbeitgeber haben die Köche immer ein Alternativessen zubereitet, aber die haben auch eine eigene Schulküche bewirtschaftet. Mich erstaunt immer wieder wie unterschiedlich damit verfahren wird.


    Kennt ihr überhaupt eine Schulkantine, an der eine rein vegetarische Verpflegung durchgesetzt werden konnte? Ich habe dahingehend schon viele Bestrebungen wahrgenommen, aber unterm Strich scheiterte es an der Bereitschaft der Eltern tiefer in die Tasche zu greifen, wenn das Schulessen nicht ständig aus Milchreis, Gries und Pfannkuchen bestehen, sondern vollwertiger sein sollte.

  • Ich weiß jetzt nicht wieviele Essen bei euch gegessen werden.

    Bei uns sind es einmal ca. 150 und einmsl ca. 300 pro Tag.


    Da halte ich dieses Vorgehen für kaum machbar.

    Der Koch muss dann bei jedem Kind gucken, was es nicht essen darf und eine Alternative kochen.

    Die Zeitfenster sind ja auch sehr knapp bemessen.



    Was ich beim Halalthema etwas merkwürdig finde ist, dass es so plötzlich aufkommt.

    Ich hatte viele muslimische Freunde, da reichte es, wenn es kein Schweinefleisch war.

    Auch die Eltern haben bei uns immer ganz normal mitgegessen.

    Ja Pfannen in denen Schweinefleisch gebraten wurde waren kein Problem.


    Dann kam es auf, dass es nicht mehr der selbe Grill usw. sein durfte und jetzt muss es halal sein.


    Hier gibt es kein Schweinefleisch in der Mensa.


    In der kleineren Mensa gibt es ein Gericht und 1 bis 2 mal pro Woche mit Fleisch.

    Dazu immer Salat und Rohkost.


    In der größeren Mensa gibt es zwei bis drei Gerichte. Darunter einmal Fisch/Fleisch-Gericht, einmal vegetarisch und einmal vegetarische Beilage und zu allen Gerichten Salat/Rohkost.


    Mir persönlich wäre es auch egal, ob das Fleisch halal (ohne Schächten) ist, sofern das überhaupt wirklich möglich ist.

    Und auch rein vegetarisch ist völlig in Ordnung.


    Ich denke aber, dass die Mischung hier gut ist für alle.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen