Einschulungskorridor Bayern

  • In Niedersachsen wurde das, ich glaube, im letzten Jahr eingeführt. Ich finde das auch eine gute Regelung.


    Allerdings war es hier im Ort, und wahrscheinlich fast über all in Niedersachsen, so wie Kalliope es beschreibt. Die Kitas hatten richtig Stress, weil die Regelung so schnell eingeführt wurde und nicht klar war, wo die Plätze für die dann doch nicht eingeschulten Kinder herkommen sollen.

    Hier ist es auch so, dass die jüngsten Kinder als letztes zur Schuluntersuchung eingeladen werden. Nach der Schuluntersuchung haben die Eltern dann eine Woche Zeit, sich zu überlegen, ob das Kind zur Schule kommt oder nicht. Aber teilweise mussten die Kinder dann erst kurz vor den Sommerferien zur Schuluntersuchung. Da haben die Schulen ja normalerweise ihre Klassen schon zusammengestellt.

    Viele Grüße,
    Indian Summer

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  • Die Schulen und Kindergärten hier sind am Verzweifeln deswegen, weil es viel zu kurzfristig kam. Die Kindergartenplätze für die rückgestellten Kinder sind schon vergeben und die Schule bangt darum, ob es genug Schüler für 3 Klassen geben wird. Das wird sich nächstes Jahr relativieren, aber dieses Jahr ist es echt blöd.

    Bedeutet doch dann praktisch, dass Kinder die dieses Jahr eingeschult werden mit etwas Glück von kleineren Klassen provitieren könnten, oder? Fänd ich ganz egoistisch für uns sehr gut. Aber klar, wenn man Pech hat wären die Klassen so klein, dass dann zwei zusammengelegt werden und daraus ne Riesenklasse wird. Oder? Sarsaparille und wer sonst noch Lehrerin in Bayern ist, seh ich das richtig?

    Und wie läuft sowas mit Klassen zusammenlegen wegen zu wenigen Kindern ganz konkret? Ab welcher Zahl pro Klasse würde zusammengelegt, welche Klassengröße dürfte daraus maximal entstehen?

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...


    Die besten Freunde sind nicht die, die Dir schmeicheln sondern die, die Dir die Wahrheit sagen. #blume

  • Die werden durchgeschleust und müssen dann halt evtl. Wiederholen.

    Das sagt mir der Schularzt auch. Wer einmal durch die Schultür gegangen ist, sei eingeschult. Das sei schwierig rückgängig zu machen.

    Ich hatte einen Antrag auf Früheinschulung gestellt, weil mein Kind am 6.10. geboren ist. Ich habe den wieder zurückgezogen, das ist vorher problemlos möglich. Der Schularzt fand ihn noch etwas verträumt und ich war mir plötzlich auch nicht mehr sicher. Seine Erzieherin, als Anthro, ist eh der Meinung, daß niemand vor 7 oder 8 in die Schule sollte #freu, brachte aber ganz gute andere, fundierte Argumente, die mich überzeugt haben

  • Preschoolmum es drohen vermehrt sehr große Klassen, weil der Teiler schwerer erreicht wird. Zumindest scheint das hier in der Gegend zu drohen.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • #haare#kreischen Genau das wollte ich nicht hören.

    Wie groß ist denn der Teiler? Also ab welcher Anzahl kann geteilt werden, ab welcher muss, wie groß darf ne zusammengelegte Klasse höchstens sein, wie groß mindestens?

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...


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  • #haare#kreischen Genau das wollte ich nicht hören.

    Wie groß ist denn der Teiler? Also ab welcher Anzahl kann geteilt werden, ab welcher muss, wie groß darf ne zusammengelegte Klasse höchstens sein, wie groß mindestens?

    Ab 58 Schülern wird geteilt.

    LG, Kalliope


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  • Ab 58 Schülern wird eine dritte Klasse aufgemacht. Sorry, falsch ausgedrückt oben.

    LG, Kalliope


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  • Was ich unerhört finde, ist diese ADHS- Sache. Hätte ich mich nach der Schule gerichtet, bekäme mein Kind Ritalin.

    Dabei war es einfach noch sehr jung und unreif.

    Ich möchte nur kurz reingrätschen - ADHS heißt nicht sofort Ritalin (oder eines der anderen Medikamente, die bei ADHS den fehlenden Botenstoff ersetzen). Es gibt verschiedene Behandlungswege, ein Medikament wird ganz sicher nicht auf Wunsch der Schule verordnet, die Schule kann maximal zu einer Abklärung raten.


    Zum Kannkind-Thema: In meiner letzten Kita hatten wir ein Kind, geboren am 1.7. - Muss-Kinder in Hessen sind alle bis 30.6. geborenen Kinder. Kannkind 1.7. - 31.12. Der Junge hatte echt Glück, einen Tag früher und er hätte eingeschult werden MÜSSEN, das wäre in die Hose gegangen. Ich fünde eine "Kann" Regelung auch nach vorne sinnvoll, also, keinen Ahnung, wer bis 31.3. sechs wird MUSS in die Schule, wer bis 30.6. sechs wird, kommt auch ohne Entrag in die Schule, und wer bis 31.12. sechs wird kann einen Antrga stellen.

    Aber irgendwo muss eben ein Cut gemacht werden, komplett willkürlich nach Elternwille geht ja auch nicht. Ich denke da an die Familie, die eine Rückstellung beantragt hatten, mit der Begründung: Im Kindergarten ist die Betreuung besser, die Mama kann wegen fehlender Deutschkenntnisse nicht bei den Hausaufgaben helfen und außerdem können wir dann nochmal 3 Monate die Großeltern im Ausland besuchen. das ging tatsächlich durch und der Junge tat mir echt leid im Kindergarten, wir haben unser bestes getan, aber wir sind eben keine Grundschule.....

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    Was ist besser als eine Tasse Kaffee??? - zwei Tassen Kaffee!
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  • Ein Kind, dass bereit ist fuer die Schule, sollte auch die Möglichkeiten haben zur Schule zu gehen und lernen zu duerfen. Finde ich. Da sollte man eher an den Schulen arbeiten.


    Insgesamt ist es ja schon so, dass wenn man einfach alle Kinder eines Jahrgangs gemeinsam einschult, dass man dann das ganze Spektrum vertreten hat und damit sollte eine normale Grundschule doch umgehen koennen. Das Verschieben der Daten ist doch nur dann wichtig, wenn die Schulen nicht das breite Spektrum handeln koennen. Aber es wird immer Kinder geben, die noch weiter zurueck sind, oder schon mehr wissen - irgendwie habe ich das Gefuehl, dass mit den ganzen Datumsverschiebereien das eigentliche Problem nicht wirklich besser werden wird.

  • Ab 58 Schülern wird eine dritte Klasse aufgemacht. Sorry, falsch ausgedrückt oben.

    Uff! Du hast mich jetzt echt geschockt! Hab schon 57 SChüler in einer Klasse gesehen. Ok, heißt also maximal 28 SChüler - so wars früher bei uns auch. Im Idealfall 19 - 20 SChüler. Das wär natürlich prima. Aber egal was - im Kiga sind grad 25 Kinder in einer Gruppe, ich denk das packt Sohni so oder so. Ist ja mehr Ruhe und Struktur in der SChule als im Kiga. Beruhigt mich schon mal.

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...


    Die besten Freunde sind nicht die, die Dir schmeicheln sondern die, die Dir die Wahrheit sagen. #blume

  • Insgesamt ist es ja schon so, dass wenn man einfach alle Kinder eines Jahrgangs gemeinsam einschult, dass man dann das ganze Spektrum vertreten hat und damit sollte eine normale Grundschule doch umgehen koennen. Das Verschieben der Daten ist doch nur dann wichtig, wenn die Schulen nicht das breite Spektrum handeln koennen. Aber es wird immer Kinder geben, die noch weiter zurueck sind, oder schon mehr wissen - irgendwie habe ich das Gefuehl, dass mit den ganzen Datumsverschiebereien das eigentliche Problem nicht wirklich besser werden wird.

    Wenn Lehrer die Kapazitäten haben darauf einzugehen mag das klappen. Aber das ist oft nicht der Fall. Nicht alle Lehrer wollen oder können so differenzieren , als dass das aufgefangen werden könnte.Und auf die Schnelle ist da der Einschulungszeitpunkt halt doch einfacher zu ändern als das System.



    Das System ist doch eigentlich schon flexibel ausgelegt in Deutschland - wer will kann frueher (kann Kinder), wer nicht will, kommt spaeter dran - Zurückstellung. Dass beides nur mit Beratung moeglich ist, finde ich eigentlich ganz vernünftig.



    Meiner Erfahrung nach läuft es bisher oft so, dass bei auf Elternwunsch abweichenden Einschulzeitpunkt man mit eventuell trotzdem auftretenden Problemen mit eher allein gelassen wird, Also bei einem Kannkind kommt vielleicht ein mehr oder weniger subtiler Hinweis dass das kognitive eben nicht alles ist. Oder bei einem zurückgestellten Kind, das sich dann langweilt der Hinweis, dass es ja eigentlich auch schon eine Klasse höher sein sollte.



  • Salino ich verstehe dich und ich finde es gut, dass es einfacher wird, aber das eigentliche Problem wird damit ja nur bepflastert aber nicht gelöst.

  • Ich glaube, ein flexibler Einschulungskorridor zwischen 5,5 und 7,5 Jahren wäre eine gute Lösung. Am Ende ändert es doch nichts an der Zahl der Kinder, die in die Schule kommen, das gleicht sich ja irgendwie alles aus.

    In Sachsen ist ja (gefühlt schon immer) der 30.06. Stichtag und damit wird hier ja eher spät eingeschult. Ist ja eigentlich auch totaler Blödsinn, dass jedes Bundesland es anders macht, wie so vieles im Schulsystem.

    Freda mit dem Jan-Feb-Mär-Trio (01/05 + 02/08 + 03/12) #love


    Ich kaufe und verkaufe im Rabenflohmarkt

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  • im 2. Jahr ist das kein Problem mehr, klar. Aber das offizielle Schreiben kam halt erst vor 2 Wochen. Es war jetzt halt schon arg kurzfristig.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • #haare#kreischen Genau das wollte ich nicht hören.

    Wie groß ist denn der Teiler? Also ab welcher Anzahl kann geteilt werden, ab welcher muss, wie groß darf ne zusammengelegte Klasse höchstens sein, wie groß mindestens?

    In Bayern dürften Grundschulklassen mit maximal 28 Kinder ins Schuljahr starten. Dabei ist der Stichtag der 1. Schultag des Schuljahres - wenn unter dem Jahr noch welche dazukommen wird erst zum nächsten Schuljahr geteilt. (Mein Großer ist mit 4x28 Kindern in die 1. Klasse gestartet - zur 2. Klasse wurden daraus dann 5 Klassen gemacht)

  • #haare#kreischen Genau das wollte ich nicht hören.

    Wie groß ist denn der Teiler? Also ab welcher Anzahl kann geteilt werden, ab welcher muss, wie groß darf ne zusammengelegte Klasse höchstens sein, wie groß mindestens?

    Bei uns ist der Teiler 32. Ab 32 Schüler wird bei uns in der Schule geteilt.

    Liebe Grüße
    pitcat


    Dumm geborn, dor kanns nix för, Dumm starben dat is'n Malör.

  • Bei uns ist der Teiler 32. Ab 32 Schüler wird bei uns in der Schule geteilt.

    An der Grundschule? Ich dachte, das wäre einheitlich geregelt? Ich glaube auch nicht, dass sich das die letzten Jahre geändert hat?

  • Das System ist doch eigentlich schon flexibel ausgelegt in Deutschland - wer will kann frueher (kann Kinder), wer nicht will, kommt spaeter dran - Zurückstellung. Dass beides nur mit Beratung moeglich ist, finde ich eigentlich ganz vernünftig.

    Hier gibt es regional sehr große Unterschiede und es wird immer mal wieder an den Regeln gedreht - mal in die eine, mal in die andere Richtung. Ich sprach mal mit einer verzweifelten Pflegemutter, die ein kurz vorm Stichtag viel früh geborenes Kind mit vielen Baustellen nicht zurückgestellt bekam, weil in dem Schuljahr gerade die Regel massiv in Richtung "keine Ausnahme" verschärft wurde - und sie hatte Therapeuten, Jugendamt usw. im Boot.

    Keine Toleranz gegenüber Intoleranz!

  • Bei uns ist der Teiler 32. Ab 32 Schüler wird bei uns in der Schule geteilt.

    An der Grundschule? Ich dachte, das wäre einheitlich geregelt? Ich glaube auch nicht, dass sich das die letzten Jahre geändert hat?

    Ja, an der Grundschule. Vor 3 Jahren war es sehr knapp. Es schwankte zwischen 31 und 33. Schlussendlich waren es 33 Kinder und es konnte geteilt werden. Wobei wir auf dem Land wohnen.

    Liebe Grüße
    pitcat


    Dumm geborn, dor kanns nix för, Dumm starben dat is'n Malör.