Notruf System für Senioren

  • Das Armband hier (Johanniter) sendet problemlos durch Türen und Wände. Das scheint ja nichts tolles zu sein, wenn es nichtmal eine Tür schafft? Hol dir da nochmal andere Angebote ein. Ich mein, man liegt ja auch nicht unbedingt so, dass das Armband in dirkter Linie zu dem Gerät im Flur ist, da ist ja sicher trotzdem oft eine Wand zwischen.

    So ein Handy mit Notrufknopf hatte Schwiegermutter hier vorher schon, aber das stand hauptsächlich in der Ladeschale auf der Arbeitsplatte in der Küche. Als sie vor 2 Jahren vom Stuhl gefallen ist und sich das Bein gebrochen hat im Wohnzimmer, kam sie da nicht mehr ran. Letztendlich hat sie über 1 Stunde gebraucht um sich Hilfe zu holen. Seitdem fand sie so einen Notrufknopf ziemlich gut und trägt das Armband auch wirklich immer zuhause.

  • Ich muss hier das nochmal hochholen, weil es bei uns momentan aktuell ist : Situation ist so das Mutter im nächsten Jahr dreimal operiert wird, d. H. mindestens eine Abwesenheit von drei Monaten zusammen. Vater ist in dieser Zeit alleine, wir sind zu weit weg. Er will weder mit zur Reha noch zu uns. Er möchte alleine bleiben und sich selbst versorgen. Gut, er ist noch rüstig, aber trotzdem bleiben für mich offene Fragen.

    Da kam ich auf die Idee einen Notruf zu mieten. Kann ich da jeden Anbieter nehmen oder ist das örtliche unterschiedlich?

    Wird da immer gleich der Arzt gerufen? Sonst drückt er nämlich nie aus Angst ins Krankenhaus zu müssen.

    Gibt's da auch ein Urlaubs Paket, also Nutzung nur für einen Monat?

    Und wie bringe ich ihn dazu sowas zu nutzen?

  • Frage : hat er eine Pflegestufe.

    Dann könnte Verhinderungspflege beantragt werden.


    Zum hausnotruf: kommt immer drauf an.

    Es gibt definitiv Systeme, wo nur ein MA vorbei kommt.

    Liebe Grüße
    Martina


    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

  • Meine Eltern hatten schon mal den Hausnotrufknopf über die Johanniter und haben jetzt zu einem anderen Anbieter gewechselt, weil günstiger. Bei beiden wird nach Betätigung des Knopfs erstmal zurückgerufen, auch mit so einer Freisprecheinrichtung, falls man wegen Sturz etc nicht an das Telefon kann. Da wird dann geklärt, ob ein Mitarbeiter vorbei kommen muss oder direkt Notarzt.

    Aber wie gesagt... Preise vergleichen lohnt sich.

    Viele Grüße von Ina mit großer Miss (02/03) und etwas kleinerem Kerlchen (04/06) #blume

  • Nicht nur Preise vergleichen, auch genau das Angebot.

    Es gibt welche, da ruft der Anbieter einmal am Tag an und fährt hin, wenn keiner abnimmt. Ansonsten wird bei Drücken des Knopes angerufen und hingefahren, wenn keiner abnimmt.
    Es gibt wohl recht neu auch einen mit Sensor im Knopf. - Fällt der Mensch hin, wird ein Alarm ausgelöst.

    Ansonsten liegt der im schlimmsten Fall halt 23h und 59 rum, bis der nächste Anruf kommt ...

  • Bei uns bietet die örtliche Sozialstation einen kostenlosen (!) Hausnotrufknopf an. Wissen aber viele nicht und sind bei Malteser, Johanniter & Co.

  • Wir machen das grad für meinen Vater, der hat Pflegegrad 3 und meine Mum muss dringend auf Kur.

    Das läuft bei uns über die Malteser

  • Die Oma von meinem Mann hatte auch so einen Senioren-Notruf. Sie hatte ein Armband mit Knopf dran und wir konnten selbst Telefonnummern einspeichern, die dann nacheinander angerufen wurden, bis jemand hingegangen ist. Das war sehr praktisch. Dafür hat man eine Handy-Sim-Card gebraucht.

    Sie hat den Knopf nur ein paar Mal ausversehen gedrückt, was aber nicht so schlimm war, weil die erste Nummer eh die meiner Schwiegereltern war, die ein Stockwerk drüber wohnen. Das mit dem Notruf selbst wieder deaktivieren hat sie allerdings nicht hinbekommen... Da musste dann immer jmd runter gehen.

  • Leider bietet nur ein einziger Verein hier am Ort einen Pflegedienst zum Notruf an. Sonst würde immer der Rettungsdienst kommen. Oder als Alternative würden wir angerufen, aber das ist keine Lösung, wir sind zu weit weg und können nicht jedesmal fahren.

    Leider ist dieser Verein nicht gerade günstig.

    Zudem habe ich irgendwie die Befürchtung, dass meine Eltern meinen das alles so hinzu bekommen. Ohne fremde Hilfe, also nur mit unserer Hilfe. Aber das will und kann ich nicht leisten. Ich verstehe das nicht, warum man sich nicht helfen lassen will...

    Im Endeffekt muss ich das ganze wieder ausbaden. Darüber reden ist auch sehr schwierig, entweder weichen sie aus, oder man bekommt schwammige Antworten oder es werden erst mal 100 andere Leute gefragt... Und im Endeffekt machen sie es dann genau so wie sie es wollen, ohne Rücksicht auf den Rest. Mich macht das oft so wütend.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von RosaRosi ()

  • Gäbe es denn irgendwelche Nachbarn, die im Notfall nachschauen könnten?

    Oder ihr werdet angerufen und dann versucht ihr erstmal, deinen Vater telefonisch zu erreichen. Wenn er nur versehentlich gedrückt hat, wird er ja ans Telefon gehen. Wenn wirklich ein Notfall ist und er nicht ans Telefon geht, könntet ihr ja den Rettungswagen hinschicken... Nur so ne Idee, weiß nicht ob das umsetzbar ist...


    Das ist natürlich echt eine schwierige Situation, wenn ihr so weit weg wohnt. Bei der Oma meines Mannes war es einfach, Familie des Sohnes und Familie des Enkels im gleichen Haus, beide Töchter nur 10 Autominuten entfernt, und der Sohn hat sogar im gleichen Ort gearbeitet. Also, da wäre immer jemand in der Nähe gewesen, um schnell mal nachzuschauen.

  • Nein, das mit den Nachbarn entfällt, da sie in einer Einöde wohnen. Ich denke das mein Vater niemals den Notruf drücken wird - ausser natürlich in einer absoluten Notlage - aus lauter Angst der RTW kommt. Da würde erst die Frau im KH angerufen, dann ich....

    Habe jetzt auch rausgefunden, das der Notruf über eine Freisprecheinrichtung funktioniert. Das ist ja blöd, sein Haus ist riesig, der Garten auch. Wie soll ihn da jemand hören, wenn er im Bad, das geht hinten ist, nur umgeknickt ist? Oder ihm wird im garten schwindlig, also nichts bedrohliches?

    Er hat auch öfters Kreislauf Beschwerden, da braucht er nur jemanden der ihm einen Tee kocht und einen Traubenzucker bringt. Da muss dann kein RTW kommen. Was ist in so einem Fall, wenn die Freisprecheinrichtung nicht weit genug geht? Dann kommt ja wieder der RTW, dann muss er in das KH.... #haare

    Hach es ist zum Mäuse melken.

    Jetzt überlegt meine Mutter auch eine ambulante Reha zu machen, dann wäre sie wenigstens Abend und am Wochenende zu Hause.

    Da weiss man nicht was besser ist

  • Ach Mensch, das ist ja echt blöd!

    Hat er denn ein schnurloses Telefon, dass er das auf jeden Fall immer dabei hat, solange er allein ist? So könnte er in so einem Fall wie umgeknickt oder schwindelig einfach jemanden anrufen. Und nur für den absoluten Notfall (gestürzt und nicht mehr in der Lage zu telefonieren) bekommt er so einen Notfallknopf, wo dann der RTW kommt. Was dann ja in dem Fall auch sinnvoll ist.

  • beim Dienst, den meine Mutter jetzt hat, und bei dem, den sie vorher hatte (Johanniter) gibts auch eine Freisprecheinrichtung.

    Wird der Knopf gedrückt und sie reagiert auf Ansprache über die Freisprecheinrichtung nicht, dann kommt jemand vorbei. Kein (!)RTW sondern jemand von dem Dienst, mit dem hinterlegten Schlüssel.

    Und dann wird gemeinsam mit ihr entschieden, wie es weitergeht.

    Ob sie z.B. nur Hilfe braucht, weil sie gefallen ist und aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen kann, oder ob doch ein Arzt draufschauen muss, ob das im Krankenhaus stattfinden sollte oder ob sie es alleine zum Arzt schafft, usw.


    Der Hausnotruf ist doch keine versteckte 112, sondern eben genau dazu da, erstmal zu schauen und dann vor Ort zu entscheiden.


    Sie hat den Knopf auch schonmal gedrückt, als sie Kreislaufprobleme (zu hoher Blutdruck) hatte, dann natürlich in der Nähe der Feisprecheinrichtung, um erstmal um Rat zu fragen. Gemeinsam mit der Dame am Telefon hat sie dann beschlossen, dass diese ihr den Notarzt vorbeischickt. Der kam dann, gab ihr die entsprechenden Blutdrucksenker und blieb, bis der Blutdruck wieder im akzeptablen Bereich war. Mit der Auflage, am nächsten Tag beim Hausarzt aufzuschlagen und die Alltagsdosierung überprüfen zu lassen.

    Alles ganz professionell und perfekt unaufgeregt.

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Latie ()

  • So würde ich aber beraten. Meldet sich niemand über die Freisprecheinrichtung wird eventuell noch über das Festnetz versucht einen Kontakt herzustellen, wenn das nicht klappt, kommt der RTW. So hat man mir das gesagt.

  • Wäre ein Seniorenhandy etwas? Das müsste er halt bei sich tragen. Da gibt es welche, die sind wirklich einfach zu bedienen mit großen Tasten.

    Und haben einen "Notrufknopf". Da werden dann der Reihe nach z.B. 5 Nummern durchgewählt, bis bei einer abgehoben wird (allerdings greift hier auch ein AB).

  • Es gibt Uhren mit Notruffunktion. Wenn er da auf den roten Knopf drückt wird automatisch die erste der gespeicherten Nummern angerufen. Wenn dort keiner erreichbar ist die zweite und dann die dritte. Dein Vater kann dann direkt mit demjenigen sprechen. Die eingespeicherten Notfallnummern ( Angehörige) können sich auch zuschalten und mithören was da gerade so los ist in der Wohnung. Die Uhren gibt es zusätzlich auch mit GPS dann kann der Träger der Uhr auch gefunden werden wenn er sich außerhalb des Hauses aufhält. Das ganze geht dann ohne Pflegedienst, über eine Organisation die einen monatlichen Beitrag möchte zusätzlich zur Sim Karte.

    Googel mal Notfalluhren!

    Bei mir war es im Gespräch dass ich soetwas tragen sollte, aber ich finde es sehr uangenehm das sich die drei Menschen die ich dort abspeichern lasse einfach so in mein Leben einschalten könnten. Daher habe ich mich dagegen entschieden und hoffe das ich in einen Notfall noch mein Handy bedienen kann. Aber vielleicht ist das ja eine Lösung für Euch.

    Grüße Jufena


    Alles Große und Edle ist einfacher Art
    (Gottfried Keller)

  • So würde ich aber beraten. Meldet sich niemand über die Freisprecheinrichtung wird eventuell noch über das Festnetz versucht einen Kontakt herzustellen, wenn das nicht klappt, kommt der RTW. So hat man mir das gesagt.

    ja klar kommt dann der RTW. Es könnte ja auch ein realer Notfall vorliegen, da ist das schon richtig. Aber das heißt doch deshalb nicht, dass er direkt ins KH muss. Das hast du garantiert falsch verstanden.

    Viele Grüße von Ina mit großer Miss (02/03) und etwas kleinerem Kerlchen (04/06) #blume

  • Wenn meine Mutter den Knopf gedrückt hatte, konnte sie über das Teil mit der Caritas sprechen. Z.B war sie im Bad gestürzt und hatte Kontakt, bis der Mitarbeiter da war. Ein Schlüsselsafe beschleunigte das Reinkommen, also der nächste Mitarbeiter muss nicht erst in die Zentrale fahren, Schlüssel holen. Vor Ort guckt der dann, ob ein RTW nötig ist. Oft genug hat sich meine Mutter dennoch geweigert, mit ins KH zu fahren. Aber wenn doch, könnte der Caritasmensch die Sanis reinlassen und dann auch die Haustür wieder abschließen, was nicht ganz unwichtig erscheint...