Fläche fairteilen - Petition zur Umverteilung öffentlichen Raums

  • Ich hab das Gefühl es geht bei dem Thema nicht um persönliches richtig machen. Es ist doch eher die grundsätzliche Entscheidung in welche Richtung Anreize und in welche Erschwernisse gesetzt werden. Das kann doch nur gesamtgesellschaftlich und global entschieden werden. Autos in Innenstädten reduzieren macht für alle die dort leben gesündere Luft und insgesamt Reduktion der Klimagase etc. Ob ich mein Auto behalte entscheide ich und es ist insgesamt auch Wurscht. Nur die Menge an Menschen die sich’s Auto spart oder nicht macht ne Unterschied.

  • Mir kommt das sehr pubertär vor, dieses fast schon stolze: "ICH lasse mir doch nicht vorschreiben...."

    ist wahrscheinlich wieder mal das Problem, dass sich die falschen user angesprochen fühlen....


    Bislang verteidigt die dorffraktion ihr Auto, die Städter ihr autofreies Leben. Die Städter, die mit dem Auto den km zur Arbeit fahren haben sich bislang nicht geoutet. Gibt es vielleicht bei den Raben auch nicht so viele von..

  • Ich bin ja strikt dagegen, dass in den Städten immer mehr Wohnraum geschaffen wird.

    Das halte ich für ein wesentlich größeres Problem, als die Autos.

    Es gibt genug Wohnraum im Umland.

    Die Städte sind voll, sie müssen nicht noch voller werden.

  • Ich bin ja strikt dagegen, dass in den Städten immer mehr Wohnraum geschaffen wird.

    Das halte ich für ein wesentlich größeres Problem, als die Autos.

    Es gibt genug Wohnraum im Umland.

    Die Städte sind voll, sie müssen nicht noch voller werden.

    Im Umland ist man aber nicht so zentral an die Arbeitsplätze und sonstige Infrastruktur angeschlossen. Der entscheidende Faktor warum wir innerstädtisch leben, da uns Pendelzeit zu kostbar ist.

  • Mir kommt das sehr pubertär vor, dieses fast schon stolze: "ICH lasse mir doch nicht vorschreiben...."

    ist wahrscheinlich wieder mal das Problem, dass sich die falschen user angesprochen fühlen....


    Bislang verteidigt die dorffraktion ihr Auto, die Städter ihr autofreies Leben. Die Städter, die mit dem Auto den km zur Arbeit fahren haben sich bislang nicht geoutet. Gibt es vielleicht bei den Raben auch nicht so viele von..

    Hm, also ich schrieb schon, dass ich kein Auto bräuchte, aber immer noch den Komfort des geteilten Autos genieße.


    Mondschein , ich bin da generell eher für mehr in die Höhe als weitere Flächen zu versiegeln

    Liebe Grüße,


    Ich, mit Tochter (2/06) und tochter (12/07).

  • Ich bin ja strikt dagegen, dass in den Städten immer mehr Wohnraum geschaffen wird.

    Das halte ich für ein wesentlich größeres Problem, als die Autos.

    Es gibt genug Wohnraum im Umland.

    Die Städte sind voll, sie müssen nicht noch voller werden.

    Im Umland ist man aber nicht so zentral an die Arbeitsplätze und sonstige Infrastruktur angeschlossen. Der entscheidende Faktor warum wir innerstädtisch leben, da uns Pendelzeit zu kostbar ist.

    Ja siehst du, jeder hat so seinen Grund warum x geht und y nicht.

    Andere pendeln eben und brauchen dafür ein Auto.

    Usw.


    Die Städte werden durch immer mehr Wohnraum zerstört.

    Parks abgeholzt, Wiesen zugebaut, Flüsse umgeleitet usw.

    Das halte ich tatsächlich für wesentlich schlimmer, als ein Auto.


    CaRoSo es gibt aber Wohnungen, die leer stehen.

    Es gibt keinen Grund irgendwo mehr zu bauen.

  • Ich hab das Gefühl es geht bei dem Thema nicht um persönliches richtig machen. Es ist doch eher die grundsätzliche Entscheidung in welche Richtung Anreize und in welche Erschwernisse gesetzt werden. Das kann doch nur gesamtgesellschaftlich und global entschieden werden. Autos in Innenstädten reduzieren macht für alle die dort leben gesündere Luft und insgesamt Reduktion der Klimagase etc. Ob ich mein Auto behalte entscheide ich und es ist insgesamt auch Wurscht. Nur die Menge an Menschen die sich’s Auto spart oder nicht macht ne Unterschied.

    Da stimme ich dir zu. Deshalb bin ich auch der Meinung solche Petitionen sind wichtig, denn nur eine gute Infrastruktur hilft, diese Entscheidung individuell zuungunsten des Autos zu treffen.

    #herzKleiner Zwerg 07/14

    #herzMinizwerg 06/17

    ticker?TT=bdy&TT1=bdy&CL=&CT=&CG=F&O=m_chick&T=t_b14&D=2017-06-07&M1=&D1=&T2=&T1=Minizwerg&T3=&CC=0&CO=FFFFFF&CO2=&W=&TS=&R=A&SC=green

  • Ich fahre schon lange nicht mehr mit dem Auto in Innenstädte zum Einkaufen oder Shoppen, nein, ich bestelle es im Internet, da fahren dann stattdessen mehr Post-Lkws und DHL-Wagen, das ist dann aber auch nicht recht, weil man ja dem Einzelhandel schade... #weissnicht


    Und bevor die Diesel abgeschafft werden, bitte die total überflüssigen Kreuzfahrtschiffe abschaffen, die sind richtige Dreckschleudern, aber das ist gut betuchtes Wählerklientel, da trauen sich die Politiker nicht ran.


    Hier werden gerade Kleinstädte nachverdichtet, das Verkehrschaos nimmt zu, denn natürlich wird an der Infrastruktur nichts geändert...

  • Mondschein das verstehe ich nicht ganz. Es ist doch besser, etwas dichter in der Stadt zu wohnen als draussen noch mehr Flächen zu versiegeln, oder? Die Menschen sind ja so oder so da, und ich dachte, es wäre gesamt effizienter für den ökologischen Fussabdruck, in Städten zu wohnen als in vielen kleinen Siedlungen auf dem Land?


    Hier in Frankfurt finde ich zB, sie sollten mal prioritisieren, die Autobahn zu umbauen, so dass man den Lärm nicht hört. Damit würde auf einen Schlag viel zusätzlicher exzellenter Wohnraum frei, der gut angebunden etc ist.

  • Ja, das sehe ich auch so wie Jono und nisub. Ich habe diese Petition hier eingestellt, weil ich eine Vision habe. Einen Traum. Ich stelle mir eine autoarme Stadt als sehr viel lebenswerter vor, auch für die, die gern mal Auto fahren. Und ich hätte gern, dass die Politik da in die Puschen kommt, die Rahmenbedingungen zu schaffen. Und wenn die geschaffen sind, dann sollte es, so mein Traum, in den ländlichen Regionen weiter gehen. Damit man dort autofrei leben und Urlaub machen kann. *träum*

    Ich denke, dass es nicht darum gehen kann, sich gegenseitig Egoismus vorzuwerfen. Ich sehe ja, dass individueller Verzicht nicht funktioniert, die zitierten Grünenwähler sind da ein gutes Beispiel. Ich bin in 11 Jahren ein Mal geflogen (und die andere Strecke 36 Stunden mit der Bahn gefahren) - aber ich bin in meinem Umfeld die Ausnahme. Und an anderer Stelle tue ich sicher Dinge, die ökologisch nicht vertretbar sind (beispielsweise an einem stromintensiven PC im Forum zu hängen). Es stimmt, dass der ökologische Fußabdruck armer Menschen viel kleiner ist als der Wohlhabender. Auch in D. Und natürlich wäre es unfair den Armen gegenüber, zu fordern, dass Fliegen wieder teurer wird. Obwohl es ökologisch gut wäre, weil weder Arme noch Reiche eine zweite Erde haben. Für mich zeigt sich hier, wie die Probleme (ungleiche Verteilung von Ressourcen und Klimawandel) zusammenhängen. Weiter oben schrieb jemand, sie wolle nicht in einer Ökodiktatur leben. Ich weiß nicht, ob ich das will. Ich bin mir sicher, dass die aktuelle (wenig soziale) Marktwirtschaft nicht zukunftsfähig ist. Ob eine Diktatur von Ökooligarchen das wäre, weiß ich nicht. Ich halte es aber nicht für unmöglich und wäre froh, über andere Konzepte, wie es gehen könnte. Wirklich demokratisch ist unsere derzeitige Regierungsform jedenfalls meines Erachtens nicht.


    Ich weiß auch nicht, ob es schlau wäre, bei Neubauten keine Parkplätze mehr zu fordern. Es müsste ja geplante Alternativen geben, wie in den auch schon benannten autofreien Vierteln. Ich möchte nur darüber nachdenken. Und hoffe, dass es Leute gibt, die da schon drüber nachgedacht haben und die Lösungen finden. Die Petition sehe ich als Aufforderung, danach zu suchen. So wie in dem oben verlinkten Film, wo eine Kreuzung umgestaltet wurde.

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  • Mondschein das verstehe ich nicht ganz. Es ist doch besser, etwas dichter in der Stadt zu wohnen als draussen noch mehr Flächen zu versiegeln, oder? Die Menschen sind ja so oder so da, und ich dachte, es wäre gesamt effizienter für den ökologischen Fussabdruck, in Städten zu wohnen als in vielen kleinen Siedlungen auf dem Land?

    Das Problem liegt doch woanders.

    Es gibt freien Wohnraum, nur da will keiner etwas für die Infrastruktur tun.

    Stattdessen wird so getan, als hätten wir Wohnungsnot und müssten immer mehr die Städte zubauen.


    Also während Punkt a zugebaut wird, zerfallen an Punkt B die Wohnungen.


    Das Problem ist aber, dass in den Städten dann die letzten grünen Flächen versiegelt werden.

    Das ist umwelttechnisch und klimatechnisch eine große Katastrophe.

  • Ist das so bei Euch, dass städtische Wald- und Parkflächen umgewidmet werden in Bauland? Ich kenne das eher aus dem Umland, wo Brachflächen bebaut werden. Und vom Aspekt der Versiegelung ist ein Hochhaus mit vielen Bewohnern günstiger als das Einfamilienhaus.

  • Ja leider.

    Es ist zum kotzen. Der Widerstand der Bevölkerung ist groß, er wird aber wohl leider nicht ausreichen..

  • Na ja, im Grunde kann man die Situation auf dem Dorf aber auch nicht mit der Sitauation in Großstädten vergleichen. Auf dem Dorf geht es noch lange nicht ohne Auto, aber da herrscht auch kein Platzdruck.

    Nur arbeiten die Leute oft nicht im Dorf, sondern pendeln in die Stadt und müssen ihr Auto irgendwo hinstellen.

    Bei uns gibt es im übrigen relativ zentral eine ganze Wohnsiedlung, die alle ohne Autos leben müssen. Ist Bedingung für den Einzug dor

    Wie wird das überprüft und welche Sanktionen gibt es, wenn die Leute sich dann doch ein Auto anschaffen?

    Ich hab das Gefühl es geht bei dem Thema nicht um persönliches richtig machen. Es ist doch eher die grundsätzliche Entscheidung in welche Richtung Anreize und in welche Erschwernisse gesetzt werden. Das kann doch nur gesamtgesellschaftlich und global entschieden werden

    Ich denke auch, hier braucht es eine gesamtgesellschaftliche Lösung. Die Weichen müssen von oben gestellt werden. Und ich denke, hier gibt es Möglichkeiten. Schaut Euch doch mal die vielen Fußgängerzonen in den Städten an und vergleicht das dann mal mit alten Fotos von vor ein paar Jahrzehnten, als noch Autos durch diese Straßen fuhren.

    Die Städte werden durch immer mehr Wohnraum zerstört.

    Parks abgeholzt, Wiesen zugebaut, Flüsse umgeleitet usw.

    Das halte ich tatsächlich für wesentlich schlimmer, als ein Auto.

    Das Zubauen von Grünlagen wird die Städte auf Dauer unattraktiv machen - und mit steigenden Temperaturen wird es in den Steinwüsten kaum noch auszuhalten sein. Aber das wäre auch eine Aufgabe der Politik, das Leben auf dem Land attraktiver zu machen - z.B. mit schnellem Internet (wo Deutschland wirklich hinterherhinkt). Das sind politische Entscheidungen, die getroffen werden müssen / Weichen die gestellt werden müssen. Wenn man dann noch alte Bahntrassen wiederbeleben würde, würde sicher so mancher gerne ein Haus auf dem Dorf übernehmen.


    ...und nein, man muss nicht unbedingt neubauen. Ich habe jetzt schon mehrfach von Projekten gelesen, wo von Gemeindeseite sehr gezielt daran gearbeitet wird, alte Häuser restaurieren zu lassen. Zum Teil werden die Häuser erstmal von der Gemeinde aufgekauft und grundrenoviert und dann an Interessenten weiterverkauft / zum anderen werden gezielt Besitzer/innen von leerstehenden Häusern angesprochen und beraten und auch mögliche Interessent/inn/en beraten und bei der Renovierung begleitet. (So mancher wünscht sich ein altes Bauernhaus und schreckt vor der Aufgabe und baut dann doch lieber auf der grünen Wiese ein Fertighaus.)

    Für mich zeigt sich hier, wie die Probleme (ungleiche Verteilung von Ressourcen und Klimawandel) zusammenhängen.

    Das auf jeden Fall!


    Ich glaube, dass sich viele Lösungen gar nicht individuell finden lassen - das geht wirklich nur gemeinsam.

    Keine Toleranz gegenüber Intoleranz!

  • Mir kommt das sehr pubertär vor, dieses fast schon stolze: "ICH lasse mir doch nicht vorschreiben...."

    ist wahrscheinlich wieder mal das Problem, dass sich die falschen user angesprochen fühlen....


    Bislang verteidigt die dorffraktion ihr Auto, die Städter ihr autofreies Leben. Die Städter, die mit dem Auto den km zur Arbeit fahren haben sich bislang nicht geoutet. Gibt es vielleicht bei den Raben auch nicht so viele von..

    Hm, also ich schrieb schon, dass ich kein Auto bräuchte, aber immer noch den Komfort des geteilten Autos genieße

    stimmt, hast du geschrieben.


    Ich hatte sogar drauf geantwortet, dass es dir ja zB freisteht, auf deinen komfort zu verzichten.


    Der dorffraktion steht es nicht frei. Es ist sicher müßig, Äpfel mit birnen zu vergleichen. Ist mir klar, dass ihr mit dem Aufruf nach Verzicht nicht primär die Dörfler meint. Von der forderung naxh Abschaffung vom Parkraum in der Stadt sind die aber auch sehr konkret betroffen, weil es einfach für die typischen User hier (sprich: mit Kind und kegel) nicht realisierbar ist, von dorf zu einem peripheren Parkplatz zu pendeln und dann dort auf den ÖPNV umzusteigen.

  • Die Städte werden durch immer mehr Wohnraum zerstört.

    Parks abgeholzt, Wiesen zugebaut, Flüsse umgeleitet usw.

    Das halte ich tatsächlich für wesentlich schlimmer, als ein Auto.

    Das Zubauen von Grünlagen wird die Städte auf Dauer unattraktiv machen - und mit steigenden Temperaturen wird es in den Steinwüsten kaum noch auszuhalten sein.

    Dann erkläre das mal den Leuten, die ständig nach mehr Wohnraum in der Stadt rufen, weil sie unbedingt dort wohnen wollen.

    Das kommt nicht an.

    Und wenn sie dann in der Hitze auf ihrem Asphalt sitzen, ist es leider für alle zu spät.


    Bei der Aufwertung der Dörfer durch bessere Infrastruktur bin ich komplett bei dir.

    Das sag ich ja.

  • Statt mehr Asphaltierung könnte man auch in die Höhe bauen. Z.B. Dachgeschossausbau vorantreiben. Und was das Pendeln aus dem Umland betrifft: Auch die Optionen für Park&Ride ausbauen könnte ein Lösungsansatz sein.

  • Es gibt halt nicht nur eine Lösung für alle Probleme und schon gar keine einfache.

    Sicher muss das von mehreren Seiten angegangen werden.

    There is a crack in everything. That's how the light gets in.
    - Leonard Cohen