Wieviel Aufwand mit Stoffwindeln?

  • Ich bin erst beim dritten Kind und über windelfrei zu Stoffwindeln gekommen und fand es in dieser Kombination (also windelfrei mit Stoffwindeln als Backup) definitiv viieel weniger aufwändig als Dauerwickeln mit www wie wir es bei Kind 1 und 2 gemacht haben.

  • Wir hatten bei beiden kindern stoff und ich war zwischendurch mal angestrengt, kein Trockner und Wäsche auf dem Dachboden aufgehängt. Allerdings haben wir nach kurzer Zeit www auch wieder mit Stoff angefangen. Der Geruch war deutlich schlimmer und mir war das einkaufen und entsorgen schlussendlich auch nervig. Und die Unfälle mit total vollge**ktem Kind waren Mega bäh, das gabs mit Stoff echt nie. Für uns keine deutliche Erleichterung durch www.

    So insgesamt waren es bloß 1-2 Wäschen mehr in der Woche, selbst mit zwei Wickelkindern. Ich würde es immer wieder so machen.

  • Vielen Dank schon mal an alle. #danke

    Wir haben jetzt am Freitag eine Stoffwindelberatung zusammen mit meiner Schwägerin (ihr 2. Kind kommt im Mai). Da wir ja aufs Dorf ziehen, denke ich, sind Stoffwindeln definitv die bessere Alternative. Ich kann ja nicht jedes Mal 10 km fahren, weil die Windeln zu neige gehen und waschen muss ich mit 2 Kinder sowieso. Und da mein Mann Handwerker ist, muss sowieso mindestens einmal die Woche 60° gewaschen werden. Dann ist die Maschine wenigstens mal voll. #cool

    Ich habe nur ein bisschen Hemmung wegen Kindergarten, Großeltern und Co. Da ist man vermutlicher eher gezwungen die AIO zu nutzen, weil die mit den anderen Systemen vielleicht nicht klar kommen. Ich habe aber auch die Hoffnung, dass der Große dann endlich öfters das Bedürfnis hat aufs Klo zu gehen, statt einfach alles in die Windel zu machen. Zurzeit klappt das mit Trockenwerden hier nämlich gar nicht. Da hatten wir schon bessere Zeiten, wo er wenigstens ein, zwei Mal am Tag aufs Klo ging und auch was kam.

  • Ich habe nur ein bisschen Hemmung wegen Kindergarten, Großeltern und Co.

    Das kann ich nachvollziehen, und da hab ich leider auch keine hilfreichen Ideen. Meine Kinder waren beide trocken, als sie in den KiGa kamen (Missy kam mit knapp 3 rein, MiniMissy mit 2,5 Jahren). Und Großeltern haben wir nich in der Nähe. Die paar Male, als die Großeltern mal gewickelt haben, ging das mit Stoffis, meine Mutter kennt das ja noch von früher. Die fand eher die neuen Systeme praktisch, weil sie früher wirklich nur Mullwindeln ohne diese schicken Funktionen hatte. Also die normalen Stoffwindeln mit Einlagen und ÜH fand sie sehr gut händelbar. Und AIOs sowieso.

    Wenn meine Kinder in der Betreuung Windeln gebraucht hätten, hätt ich vermutlich ein paar AIOs in der Kita deponiert.

    Dieser Beitrag kann eine eigene Meinung enthalten. Im Idealfall ist es die des Verfassers. :evil:

  • Ich nehme für die Kita Höschenwindeln mit einer PUL-Schlupfhose, hab ich mir überlegt. Die Windeln sind genauso selbsterklärend wie WWW, und die Überhose auch.

    Julia und Tochter (11/04) und Tochter (04/08) und Sohn (06/17)

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.



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  • IdR bleibt man eh nicht dauerhaft bei einem System. Schon die Neugier treibt einen dazu, dann doch mal gebraucht ein paar Höschenwindeln zu besorgen - dann hat man schon was einfaches für KiTa und Babysitter. Experimentieren ist ohnehin ein guter Rat - nicht bei jedem Kind ist jedes System gleich gut.

    Bei uns war das kein Problem. Meine Kinderfrau war mit den Faltwindeln geschickter als ich und in der KiTa gab es AIOs oder fertig gestopfte Pocketwindeln und einen Wetbag dazu, den ich dann einfach täglich mit nach Hause genommen habe.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Bei uns dauert das vorspülen der Kaka-Windeln am längsten. Ich mag die nicht so dreckig in die Waschmaschine werfen...

    Da hat das Abhalten hier gut geklappt: Nach dem Muttermilchstuhl landete das große Geschäft im Topf (so gut wie, es gab natürlich Phasen, wo das nicht gewünscht wurde). Ich habe den Topf immer nach/ vor dem Schlafen (morgens, mittags und vor dem Zubettgehen mit Spielzeug) angeboten. Als sie noch Babys waren, habe ich sie über diesen speziellen Babytopf gehalten. Das spielte sich dann bei allen 3 so ein, daß sie sehr früh nur noch den Topf für's große Geschäft genutzt haben.


    Das hat an Arbeitserleichterung einiges gebracht, geht aber natürlich auf's Zeitkonto. Wegen der Wartezeiten.


    Gefaltet habe ich die Mullwindeln erst kurz vorm Wickeln, das Vorzubereiten habe ich nicht geschafft.


    Ich würde denke, ich brauchte 15-30 min zum Aufhängen der Wäsche und zum Abnehmen und Verräumen genau so lange. Wie oft ich gewaschen habe, weiß ich nicht mehr.

    Das Stoffis weniger aufwändig sind, kann ich für uns nicht sagen. Das wären da WWW schon gewesen.

    Es lohnte sich eher an anderer Stelle.

  • Ich habe eine Stunde angekreuzt. Wie bei vielen hier war das Aufhängen bei uns unter Einbezug des Kindes möglich (anfangs mit ihr im Tuch, später "half" sie mit), das Falten fanden wir ganz entspannend. Und Kacke landete wegen Windelfrei eigentlich nie in der Windel, weil sie das doch recht zuverlässig anzeigte, im Gegensatz zum Pullern. Wir hatten normale Mullwindeln und Woll- bzw. Polyesterüberhosen, später dann auch AIO, die aber nur Windelfrei-Backup waren.