Wie geht abstillen? Es klappt nicht.

  • Hallo,


    Für mich ist der Zeitpunkt zum mindestens teilweisen Abstillen definitiv gekommen. Ich wollte erst bis zum Sommer warten, aber es muss nun was passieren.


    Erstens bin ich gesundheitlich überhaupt nicht auf dem Damm, habe immer wiederkehrende Infektionen, zweitens will er nach wie vor bis zu stündlich stillen, sowohl nachts als auch tagsüber, und mich macht das langsam "ungehalten". Also ich merke das es mich nervt #schäm


    Ich würde ihn weiter zum einschlafen mittags und abends stillen, aber das muss es dann auch gewesen sein. Ich bin einfach fertig. Es wird ja nicht weniger.


    Leider ist er kein Kind was sich ablenken lässt o ä. Er hat heftige Wutanfälle wenn ich ihn nicht stille. Oder er weint extrem und zerrt die ganze Zeit an meiner Kleidung rum. Mir ist das zuviel. Es tut mir wirklich leid das ich das so nicht weiter kann. #crying


    Aber wie gehe ich da vor? Ich wollte irgendwie etablieren das wir nur noch im Bett stillen. Aber das wird so ein Theater geben. Wie kann ich ihm das leichter machen? #hilfe


    Flasche mit Milch nimmt er nicht, Schnuller leider auch nicht mehr.

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    Midna2 ist Midna nur in schusselig #rolleyes

    Schon länger dabei

  • Liebe Midna,


    ich hatte damals den Kampf mit meiner Großen. Sie habe ich bis 2,5 gestillt. Ich wurde dann krank und hab im Urlaub mit ner eitrigen Mandelentzündung vor mich hinvegetiert. Mein Mann hat die Große damals übernommen. Als wir wieder zu Hause waren wusste ich ja, dass es ohne Stillen geht. Wir haben dann noch einmal zum Abschied gestillt und dann wars das.


    Bei den Twins war es sehr schwer. Die habe ich bis 3,5 Jahren gestillt, obwohl ich schon lange nicht mehr konnte und wollte. Die haben danaks zu zweit so ein Theater gemacht, dass ich die Kraft zum Abstillen nicht hatte.

    Ich hätte mir da gewünscht, dass mir jem. die Twins mehr abnimmt. Erst als ich völlig hinüber war, hab ich mich einfach verweigert.


    Also so im Nachhinein würde ich sagen, es geht nicht ohne Hilfe von anderen.


    Viel Glück

  • Hallo Midna2,


    wie alt ist dein Kind denn?

    Ich habe hier ein 16,5 Monate altes Kind und überlege auch manchmal, wie ich teilweise abstillen könnte. Denn grundsätzlich wollte ich länger stillen, bin aber oft von seiner wild zerrenden Art soooo genervt....


    Was bei uns gut funktioniert:

    - oft Getränke anbieten (schonbevor er trinken will), denn stillen ist für ihn einfach nach wie vor die einfachste Antwort auf Hunger und Durst

    - einschlafen mit Papa. Bei uns leider nur selten möglich, da mei Mann meist sehr spät heim kommt. Wenn er ihn aber abends ins Bett bringt, geht es ohne stillen und er lässt sich von ihm auch nachts recht lang beruhigen. Tagsüber schläft er bei Papa sowieso im Kinderwagen

  • So wie du deinen kleinen schilderst, glaube ich nicht, dass er sich auf "Verhandlungen" einlässt. Ich glaube du musst ganz abstillen#hmpf

    holly mit großer Tochter (07/03) und kleinem Sohn (06/06)

  • Ich habe ab zwei ungefähr weniger erlaubt und auch vertröstet und dann auch direkt angesprochen. Also mit zwei am tag war stillen noch: ohne bett: nach/während schmerzen und nachmittags beim abholen aus der kita

    Ansonsten nur noch im bett und habe ich aufs Bett vertröstet.


    Und wenn sie dann älter werden, brauchen sie eben nicht mehr bei jedem schmerz ein Schlückchen und nach der kita konnte ich irgendwann auch vertrösten. Es hat sich dann ausgeschlichen. Nur kind ein musste aus milchmangel wegen Schwangerschaft stark reduzierten und hat dann nach ankunft vom baby wirklich aufgehört. Kind zwei so mit 3 1/4 und kind drei erst mit 4 1/2.


    Es gibt diesen Spruch zum langzeitstillen: „Selten anbieten und selten ablehnen.“ daran hatte ich mich orientiert. Beim vertrösten habe ich dafür dann später angeboten, bzw wenigstens darauf hingewiesen, dass es jetzt besser passt als vorhin.

  • Ich befürchte, das hängt stark vom Kind ab.


    Bei meiner Nr. 1 ging nur ganz oder gar nicht. Nur tagsüber z.B. hat er nicht verstanden. Er ist sehr willensstark. Vorher hat er nachts auch so im 1-2 Stundentakt gestillt, zum Einschlafen, Aufwachen, Weiterschlafen und tagsüber auch immer wieder. Beim Einschlafen (auch nachts) hat der Papa ihn dann getragen, bei mir ging das gar nicht (auch weil ich ihn aufgrund von Schwangerschaft einfach nicht mehr tragen konnte). Es gab auch langes und wütendes Geschrei, Ablenken ging (zumindest nachts) kaum. Tagsüber war es einfacher, weil immer was los war (Spielplatz z.B.). Ich habe mich damals auch hier ausgeheult. Es hat glaube ich so 1 bis 2 Wochen gedauert, bis das Gröbste durch war. Das Einschlafen ist aber weiter schwierig geblieben.


    Nr. 2 habe ich erst nachts und dann kurze Zeit später komplett abgestillt. Und war überrascht, wie leicht es sein kann. Sie hat zwar das erste Mal auch über eine Stunde geweint (in meinem Arm), sich aber immer mehr beruhigt und ist dann wieder eingeschlafen. Beim nächsten Mal war es schon deutlich kürzer. Sie hat sich dann einfach aufs kuscheln verlegt. Dafür durfte ich ihr nicht mit dem Papa kommen, das machte es nur schlimmer. Sie wollte bei mir sein. Ich wundere mich immernoch, wie leicht sie mir das gemacht hat. Das Alter der beiden war ähnlich beim Abstillen (ca. 17 Monate).


    So einen richtigen Tipp habe ich leider nicht für dich. Dafür ganz viel Mitgefühl. Ich weiß, wie anstrengend es sein kann, wenn die Kinder genau wissen was sie wollen und nur das akzeptieren. Rede mit ihm, erkläre ihm was du vor hast. Sie verstehen ja doch schon erstaunlich viel in dem Alter. Und dann trösten, wenn es soweit ist. Du, der Papa, ein Geschwister vielleicht?

    Ablenken durch viele Unternehmungen klappt auch nicht? Um es wenigstens erstmal zu reduzieren tagsüber?

  • Ich kann auch nur von mir berichten und denke, das hängt wirklich ganz stark von Mama und Kind ab;)


    Ich habe auch beim Großen probiert mit nur noch Nachts stillen oder nur noch am Morgen - und es hat überhaupt nicht funktioniert. Irgendwann hatte ich den Punkt erreicht, dass ich absolut nicht mehr mochte - da war er ca. 2 Jahre und 3 Monate und immer noch Stilljunkie, das heißt Nachts gerne so drei, vier Mal und tagsüber auch gerne öfter - da habe ich von jetzt auf gleich einfach aufgehört. Ich habe ihm gesagt, dass die Milch alles ist, - drei, vier tage war das schwer, - er war traurig, ich irgendwie auch - und dann war alles wieder gut. (Er hat aber nachts trotzdem noch schlecht geschlafen#rolleyes;))


    Bei der Kleinen habe ich das dann genauso gemacht, als sie ca. 2 3/4 war - das war aber grundsätzlich nicht so schweirig, da sie viel weniger gestillt hat und nachts geschlafen hat - da habe ich tatsächlich aufgehört, weil es sich einfach richtig für mich anfühlte, der "Leidensdruck" war aber geringer.


    Wenn es sich für Dich richtig anfühlt und mit reduzieren schwierig ist, würde ich daher zum Abstillen raten, wenn sich das für Dich richtig anfühlt:)

  • Mein erster Sohn wurde mir in dem Alter diesbezüglich auch zu intensiv, es ging einfach so nicht mehr. Eigentlich war das zurückfahren des Stillens dann aber gar nicht sooo dramatisch. Mein Kind war 2-3x richtig richtig wütend, als ich nicht stillen wollte. Aber ansonsten war es danach tatsächlich möglich Kompromisse zu finden. Ich habe dann nicht mehr immer gestillt, sondern nur noch, wenn es für mich auch okay ging. Stillen aus Langeweile oder nur aus Durst heraus wollte ich nicht mehr, sondern nur noch bei echtem Kuschelbedürfnis. Es wurde dann von selber deutlich weniger. Wir haben im wesentlichen nur noch im Bett gestillt und nicht mehr überall. Die Nächte wurden trotzdem dann auch ruhiger.

    LG Miriam mit 2 Jungs (2004 und 2006)

  • Wenn der Leidensdruck wirklich groß genug ist, dann kannst Du eine Menge durchsetzen.

    Dann wütet er und ist traurig. Begleite das, aber bleib dabei. - Wenn er es auch nach ein paar Tagen nicht akzeptiert hat, kannst Du überlegen, wer mehr leidet.

    Wenn Du dann zurückrudern willst, dann aber auch richtig.

    Also kein rin-in-die-Kartoffeln-raus-aus-den-Kartoffeln, wo Du ihm ankündigst, jetzt wird nur noch auf dem Bett gestillt, jeden Tag aber 3 Ausnahmen machst.

  • ich würde, wie du es auch vorhast, stillen auf einen ort zu beschränken. nur im bett (und) nur zum einschlafen (und zum aufwachen?) beim großen hies es hier, erst wenn es wieder hell draußen wird.


    und seine frust aushalten. ja das wird nicht leicht aber jetzt ist es ja auch total nervig. solches verhalten (kein vorwurf!) auch noch stündlich würd mich richtig agressiv machen.


    kann dein mann ihn nachts übernehmen? du schläfst wo anders?


    schlechtes gewissen brauchst du nicht zu haben, zum stillen gehören nun mal zwei und er ist kein baby mehr.

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • Huhu,


    bei uns hat es geklappt als er in die Betreuung ging - da wollte ich so gern stillen nachdem wir zu Hause waren und was war ... das Kind (13 Monate) wollte nicht mehr (tagsüber bzw. nachmittags und jaaaaa ich hab ihn oft versucht anzulegen und ihm das Stillen quasi förmlich aufgedrängt -er wollte partout nicht) spielen war und ist viel wichtiger!


    Ich hbe das so übernommen -manchnal fragt er heute wenn es zum mittagsschlaf geht "Mama ich Mils chrinka daaf" ich lache dann fröhlich und sage ihm dass ich noch gar keine Milch fertig gemacht habe und diese erst fertig ist wenn er Abends ins Bett geht! Es ist ja erst Mittag und so schnell bin ich nicht mit Milch machen - erst Abends bin ich soweit. Dann lacht er mit und sagt "okkeee". Er hat sein Schmusetuch und schläft dann selig ein.


    Nachts würde er gern mehr trinken -da ich jedoch gemerkt habe wie angenervt ich bin - weiler 2 Jahre ein Katstrophenschläfer war und ich in der Schwangerschaft schon nicht gut schlafen konnte- muss mein Mann übernehmen.


    Auch ich muss leistungsfähig sein und bleiben -also darf er bitteschön auch mitmachen - er nimmt den Mini dann nach dem letzten Stillen gegen 1 Uhr Nachts mit ins Wohnzimmer und baut ihm da ein süßes und kuscheliges Nest- hier wird bis ca. 06:30 geschlafen ... 8o


    Ich war sehr klar - habe erklärt und stand voll dahinter. Zum Aufwachen stillt er auch gerne ich hole ihn jeim ersten Mucks morgens sofort hoch .. da freut er sich aufs "Kuseln und Mils" #applaus Heute morgen stand er nch dem Stillen auf und sagt " Fetiiiggg jetzt Ei kocha und Bötsa essa" #blink


    Ich kann nicht einschätzen wie kompromissbereit Euer Mini ist! Aber wenn ich mich recht erinnere - hatter ihr nicht auch ab April eine Betreuung! Ich würde da eine Chanche für einen Umbruch sehen.

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  • Hier ein Kind, das auch nur ganz oder gar nicht konnte. Daran erinnert mich dein Kleinster auch.


    (Bei #2 habe ich vor der Woche nachts abgestillt, bin ganz geflasht davon, dass "sowas" also auch geht. Hätte bei #1 nie geklappt.)