Nerf, Computerspiele - ja oder nein, ab wann,...

  • Hallo,


    ich habe den Lasertag-Thread und über Computerspiele und den Umgang damit gelesen und ich merke, ich bin damit etwas überfordert.


    Mein eigenes Erziehungswertesystem hilft mir nicht weiter, weil das komplett verdreht war. Ich hatte echte Waffen, bevor ich Spielzeugwaffen hatte, sie waren in meiner Kindheit überall präsent und ich habe gelernt sie zu nutzen, bevor ich lesen gelernt habe. Niemand hätte sich gefragt ob es richtig ist, Lasertag zu spielen oder ob man Computerspielezeiten oder Computerspiele oder Fernsehen kontrollieren oder limitieren sollte. Das hat mir große Stücke meiner unbeschwerten Kindheit genommen, ohne das ich das überhaupt gemerkt habe. Ich habe auch sehr lange gebraucht, um ein gesellschaftsfähiges Wertesystem bei mir zu etablieren.


    Bisher bin ich bei meinen Kindern (7 und 4) deshalb sehr streng. Sie bekommen keine Waffen, keine Nerf, auch nicht zu Fasching und bei Wasserpistolen achte ich darauf, dass sie nicht wie Waffen aussehen.

    Computerspiele dürfen sie nicht spielen, auch bei Freunden nicht, ab und an mal eine kleine App auf dem Handy, sowas wie Maus oder Matheapp.


    Einerseits bin ich nicht dafür, dass sie sowas verherrlichen, andererseits wird es umso interessanter, umso weniger sie es dürfen. Und spätestens jetzt, wo mein Großer an der Schule ist, sind diese Ding auch im Leben vieler Mitschüler normal. Ich merke, ich werde die Regeln wohl lockern müssen, aber mir fehlt eine sinnvolle Linie.


    Wie handhabt Ihr das denn? Was dürfen die Kinder ab welchem Alter, ist es irgendwie limitiert und vor allem, warum dürfen sie es/warum dürfen sie es nicht? Und habt Ihr das Gefühl, sie bekommen das selbst in den Griff?

  • Hier gibt es eine Nerf, die mein Kind von einem seiner Freunde geschenkt bekommen hat.

    Dieses Kind hat ganz viele Waffen und trägt viel Camouflage.


    Ich habe für mich gesagt, dass Waffen nicht gänzlich verboten sind. Allerdings mag ich keine Maschinenpistolen o.ä. hier haben. Ein Ritterschwert fände ich völlig OK. Da geht es auch ein bisschen mehr um Fechten/kämpfen mit Technik und nicht nur ballern.

    Und es gibt klare Regeln: es wird nicht auf Lebewesen gezielt! Weder im Spass noch als Spiel.

    Mir war wichtig, dass das Kind weiss, dass es Waffen gibt und weiss, wie man damit umgeht. (Hört sich blöd an, weiss nicht, wie ich es besser formulieren soll).

    Ich spreche mit dem Kind darüber, wo echte Waffen eingesetzt werden und dass ich Waffen (also diese Ballerwaffen) doof finde. Und ich froh bin, dass in unserem Land Frieden ist.

  • Ich finde das klingt beängstigend, was du über deine Kindheit mit Waffen schreibst.

    Aber ich habe das Gefühl dass du nun das Pendel in die Gegenrichtung genau so weit schwingst.

    Ich kenne die aktuellen Computerspiele nicht, meine Mädels interessieren sich nicht dafür. Aber irgendwann wollte die große Tochter mal eine Pistole mit der man so schaumstoffpfeile verschiesst. Durfte sie vom Taschengeld kaufen.

    Und natürlich klare Ansage dass man niemals nicht auf Menschen zielt.

    Verbieten ohne wenn und aber finde ich schwierig, aber begleiten und die Kontrolle nicht der peer Group überlassen könnte funktionieren.

    Schoko

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • wünschen es sich deine Kinder den? Es gibt auch Jungs die kein/ bzw. kaum Interesse an Waffen haben.

    Bei meinen Grundschulkindern kam die Frage nach Spielen mit Waffen nie auf- auch bei Filmen mögen sie es nicht.

    Im Kindergarten haben sie mal mit Schwertern gekämpft. Das war aber nur kurz.


    Je nachdem wie der Wunsch der Kinder ist und wie du dazu stehst würde ich gucken welche Grenzen ihr setzt.


    Meine Grenze ist definitiv auch nie auf Menschen zu schießen sei es mit Gegenständen oder auch es zu rufen. Als sie klein waren habe ich es kurz kommentiert und bin raus gegangen. Aber so wirklich spannend war es dann letztlich doch nicht.

    xy

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Nasenbär ()

  • Also mein großes Kind wünscht es sich und wenn er es bekommt, wird der Kleine es auch wollen.


    Er wünscht sich sehnlichst eine Nerf, will von diesen Heften immer die mit Waffen, die paar kleinen Dolche, die er aus solchen Heften hat, sind sein absoluter Schatz. Seine Schulfreunde schreiben mir fast täglich (total süße) Briefe, ob er nicht doch mit Ihnen an der Konsole zocken darf und dass diese Spiele gar nicht gefährlich seien. Wenn ich dann aber lese, was manche hier über Fortnite schreiben, dann muss ich an meine eigenen Zocker-Zombie-WG-Zeiten denken und ich will auf gar keinen Fall, dass meine Kinder jetzt schon so werden.

  • Das mit den Waffen in deiner Kindheit ist schon heftig.

    Also mein Mann war schon immer ein Gamer. Andere gehen in die Kneipe, er spielt. Ich kann dann schlecht ganz streng mit Spielen sein wenn mein Mann vor allem am Wochenende viel spielt. Das sind dann vielleicht schon Mal andere Voraussetzungen als bei anderen.

    Mein Sohn hat angefangen zu spielen als er mit 11 die PS4 bekommen hat, zuerst viel Minecraft, was ich nicht schlecht finde und dann Fortnite. Ich lass mir die Spiele immer zeigen und schau eine Weile mit. Er hat mit einigen aus seiner Klasse online gespielt, hat durch das Spielen auch andere Jungs kennengelernt aus der näheren Umgebung. Z.zt. sind Ark und StarWars Battlefront seine Lieblingsspiele, aber insgesamt hat die PS4 den Reiz verloren. Er hat wieder mit Lego bauen angefangen #rolleyes.

    Ich hab ihm vielleicht drei oder vier Mal das Kabel der PS4 weggenommen, als ich mitbekommen hab, dass er länger gespielt hat am Wochenende. Aber ansonsten ist das ganze relativ entspannt. Er muss seine Sachen für die Schule erledigen, mit dem Hund raus gehen, dann darf er zocken. Ich verurteile das nicht so.

    Wir sitzen doch auch alle am Handy bzw. PC...

    holly mit großer Tochter (07/03) und kleinem Sohn (06/06)

  • Ich denke auch, man muss aufs Kind gucken. Ich weiß gar nicht, warum manche Jungs so verrückt danach sind. Mein Großer, war total fixiert auf möglichst echt aussehende Waffen. Ich habe es nicht komplett verboten, habe aber mein Missfallen geäußert. Er ist heute ein ganz friedlicher 23jähriger, der sich nicht mehr für Waffen interessiert.

    Der kleine ist nicht so an Waffen interessiert, würde aber gerne Fortnite spielen. Das haben wir aber verboten. Wenn er zu Freunden geht, dann spielen sie es dort mal, damit kann ich leben. Ich glaube Fortnite hat auch FSK 12, oder? Fände ich auf jeden Fall sinnvoll. Ich kann nicht verstehen, dass das inzwischen so viele Grundschüler schon spielen dürfen.

  • Es gab ja viele Threads dazu, allgemein zum Computerspielen ect.

    Daher antworte ich einmal, lasse dir Links da und bin dann raus. :)


    Computer gehören zu unserem Alltag und wie alle anderen Geräte/Sachen bin ich dafür verantwortlich, den Kindern einen guten Umgang darin zu vermitteln. Ich für meinen Teil lasse meine Kinder daran spielen, ebenso wie mit anderen Spielen.

    Wir reden über Wirkung, Spaß ect. und spielen es sogar zusammen. (Computer bspw.)


    Es gibt besprochene Regeln: Wir spielen nur, wenn wir draußen waren. Wir spielen nicht um jeden Preis. Es gibt Tage, die sind voll, da gibts keine Zeit zum spielen. Ganz ohne das man das sagen muss. Hausis gehen vor.


    Es gibt zig schöne Spiele, es gibt zig Sachen die man da machen kann. Es ist nicht nur spielen. Und es ist an uns, den Kindern das zu vermitteln. Bspw. gibt es viele Lernmöglichkeiten für Programmieren - für Kinder. :)


    Unerzogen - Gespräche für die, die es "probieren"


    Geschenk-Alternative für NERF-begeisterten 4Jährigen


    Lasertag, Paintball, Lightstrike, Nerf, VR&Co (Achtung u.U. Trigger)



    wieso durch Computerspiele dein Wertesystem verdreht wurde, verstehe ich nicht. Das halte ich für eine krasse These. Ganz ehrlich. Ich würde mir dann eher Sorgen machen, in welchem Umfeld du aufgewachsen bist. Denn dieses verdreht deine Werte, nicht das Computerspiel O_o ...

  • Mein Sohn ist acht, er hat mehrere Nerf Gewehre und spielt (kontrolliert) Computer und Switch. Er spielt Minecraft, die Lego Spiele am PC und gerade hat er Zelda auf der Switch durchgespielt.


    Ich bin da sehr entspannt was das alles angeht. Er hat ein großes Interesse an allem möglichen Waffen, Bomben etc. Allerdings rein wissenschaftlich, also die Fakten. Als ich ihm mal sagte das ich das bedenklich finde bekam ich folgende Antwort: Mensch Mama, ich weiß das man mit Waffen Menschen töten kann.

    Aber darum geht es nicht, ich finde das einfach interessant. Beruhig dich!

    Wir sind quasi immer im Austausch über das Thema, auch beim zocken. Ich speile auch mal mit, helfe ihm oder Google Lösungen wenn er nicht weiterkommt.

    Ich kann und will es ihm nicht verbieten, ich will keine extreme in dieser Familie, egal in welche Richtung.

    Ich wollte übrigens immer in den schützenverein als Kind und durfte nicht.

    Wer bin ich - und wenn ja wieviele?

  • Ich könnte Computerspiele nicht verbieten, selbst wenn ich wollte. Mein Mann und ich sind beide Gamer. Das heißt, den Kindern da irgendwas zu beschränken, was wir Erwachsene gerne tun käme mir sehr unehrlich und aufgesetzt vor. Sie dürfen spielen (altersangepasste Spiele natürlich), sehr beliebt ist hier Super Mario in allen Varianten und Yoshi. Außerdem stehen sie auf Zelda. Der Zugang ist unbeschränkt und das klappt erstaunlich gut. Vermutlich würden sehr viele Leute finden, dass meine Kinder viel zu viel Zeit mit den Konsolen verbringen, aber sie gehen nach wie vor gern raus. Der Große will grad lieber Geschichten erzählt bekommen (die zwar im Zelda Universum spielen sollen, aber er mag lieber, dass wir uns gemeinsam was ausdenken, statt zu spielen), gestern waren wir lang im Garten etc. Schule ist bei uns noch kein Thema, das wird dann ab Herbst spannend.


    Zu den Waffen: Ich erlaube es. Die Jungs haben Lichtschwerter, normale (Plastik!) Schwerter und mein Mann hat ihnen Schilde gebaut. Ach ja, eine kleine Armbrust fliegt auch noch irgendwo rum. Auch da wieder, zu uns passt das. Mein Mann und ich gehen gern in Gewandung auf Mittelalterfeste und klar wollen die Kinder dann auch Schwerter haben. Es gibt klare Regeln, vor allem für die Armbrust, die gibt's zB nur wenn ein Erwachsener dabei ist.


    Ich hab von meinen Brüdern (Spielzeug) Gewehr, Revolver und Pfeil und Bogen geerbt. Bis dato hatte ich noch nie eine echte Waffe in der Hand und wir (meine Brüder und ich) wurden alle 3 Pazifisten. Meine Brüder haben sogar den Militärdienst verweigert und waren stattdessen bei der Rettung.


    Also doch, es hängt sehr vom Umfeld ab, was ein Kind draus macht. Strikte Verbote finde ich auf mehreren Ebenen schwierig. Bei beiden Themen.

  • Wenn ich dann aber lese, was manche hier über Fortnite schreiben, dann muss ich an meine eigenen Zocker-Zombie-WG-Zeiten denken und ich will auf gar keinen Fall, dass meine Kinder jetzt schon so werden.

    Fortnite ist ab 12. Klein-Ronaldo hat einen Jungen in der Klasse der 11 ist und Fortnite nicht spielen darf, darauf wird Rücksicht genommen. VOn ihm und auch von mir, wenn er bei uns ist.


    Meine Meinung zu Games, Handys, Youtube, etc. Solange wie es möglich ist nicht erlauben. Im Alter von 7 und 4 sollen Sie spielen und das nicht an der Konsole.


    Nerf war bei meinem sohn auch ein riesen thema. Zwischen 6 und 10 ca. das war eigentlich ganz cool. sie haben draussen nerf schlachten gemacht. bewegten sich, hatten spass, soziales miteinander.

    sonja mit Eisprincess (03) + kleinronaldo (06)

  • Wenn ich dann aber lese, was manche hier über Fortnite schreiben, dann muss ich an meine eigenen Zocker-Zombie-WG-Zeiten denken und ich will auf gar keinen Fall, dass meine Kinder jetzt schon so werden.

    Aber von "mit Freunden an der Konsole daddeln" bis zu Zombiezocken ist es ein langer Weg, den nicht alle beschreiten. Und selbst wenn er beschritten wird: Vielleicht darf man das einfach auch mal durchgemacht und überlebt haben? Ich kenne wirklich viele, viele Hardcoregamer, die alle möglichen langen Zombiephasen hatten, und alle sind supertolle Menschen.


    lg roma

    Toleranz ist der Verdacht, dass der Andere Recht hat - Kurt Tucholsky

  • Ich hab glaube ich fast 1,5 Jahre Wow gesuchtet. 🤷🏼‍♀️


    Ich finde, der Umgang sollte so früh wie möglich gelernt werden. Die Dosis macht das Gift.

    Wer bin ich - und wenn ja wieviele?

  • Iverna : spannend.


    Hier an unserer Schule sind schon 9 jährige stundenlang am fortnite spielen.

    Es ist vorallem für die Altersgruppe 10-14 interessant. genau weiss ich es aber nicht.

    sonja mit Eisprincess (03) + kleinronaldo (06)

  • Ich finde, der Umgang sollte so früh wie möglich gelernt werden.

    Meine Meinung zu Games, Handys, Youtube, etc. Solange wie es möglich ist nicht erlauben.

    Ich habe es halt bei mir so erlebt, dass Dinge die ich als Kind gern getan hätte, aber nicht konnte, weil es das daheim nicht gab, dann als Jugendliche/junge Erwachsene erst mal sehr exzessiv betrieben hab. Bei mir hat also das Verbot/so lang wie möglich fernhalten, genau das Gegenteil von dem bewirkt was sich viele erhoffen.


    Drum halte ich es jetzt eher so wie Utopia und lasse sie sich früh ausprobieren, damit sie möglichst bald einen guten Umgang lernen.


    (Ganz abgesehen davon, dass diese Dinge ja nicht verschwinden, nur weil wir sie nicht gut finden. Sie sind da und man muss sich irgendwie damit auseinander setzten.)

  • meine durften mit 4 und 7 ein wenig auf der WII Mario Kart spielen.

    Jetzt mit fast 11 und 13 haben wir weiterhin nur die alte WII, die Spiele wurden angepasst...aber mehr auch nicht.


    Wir hatten nie Nerfs o.Ä., da die Beiden nicht danach gefragt haben...ebenso wird auch kein Fortnite gezockt auf ihren Handys. Ob sie das mal bei Freunden spielen, keine Ahnung.


    Ich bin auch mit echten Waffen aufgewachsen, mein Vater war Trainer in nem Schießsportverein...mein Hobby war Sportschießen und ich war da sehr erfolgreich...daher hab ich einen anerzogenen Respekt vor Waffen und ihren Gefahren. Dies hab ich an meine Kinder weitergegeben und irgendwie haben sie dies auch verinnerlicht...ohne je eine echte Waffe in den Händen zu halten.


    Wir haben zur Mediennutzung angesprochene Regeln, die je nach Alter und Spielverhalten angepasst werden.

    In der Schulzeit wird dies strenger kontrolliert als in der Ferienzeit.

    LG paulina mit paula (11.05)
    + paul (04.08)

  • Iverna : spannend.


    Hier an unserer Schule sind schon 9 jährige stundenlang am fortnite spielen.

    Es ist vorallem für die Altersgruppe 10-14 interessant. genau weiss ich es aber nicht.

    Ja, du hast deinem Sohn das Spiel auch deutlich früher als mit 12 erlaubt. Ich erinnere mich an Threads dazu.


    Und? Das ist ja dann deine Verantwortung. Ich kenne auch genug Kinder die in der 1. Klasse ein eigenes Tablet haben, ein Handy und die Switch ohne Kontrolle der Eltern bedienen.


    Meine Kinder dürfen das "nicht". Sie dürfen es anders. Ich würde sogar sagen, dass mein und bspw. Almarna s Ansatz im Vergleich zu den von mir geschilderten - besser ist.



    Wir hatten da ja mal den unerzogen Thread, und da haben wir das auch besprochen. Ich hab das - glaube ich - nicht verlinkt, weil ich keine Lust hab, dass man dann wieder und wieder zerissen wird. Ich als Elter habe meinem Kind gegenüber eine VErantwortung. Computerspielen/benutzen heißt nicht, dass ich die abgebe. Heißt aber auch nicht, dass ich jede Minute kontrolliere.

  • Bei uns gibt es PC-Spiele, Smartphone usw. so spät wie irgend möglich. Jede/r hat ja andere Informationen und Interessen dazu, und nachdem, was ich bisher darüber gelesen und -mit anderen Jugendlichen- beruflich jahrelang selber erlebt habe, in Richtung Internet-Sucht u.a., sind wir hier zu diesem Schluss gekommen. Bislang (Kind ist 11) klappt es sehr gut - ohne Ausgrenzung oder exessives Spielen bei Freunden.

    Wir sprechen allerdings auch viel über dieses Thema, er weiß z.B. von E. Snowden und schaut auch selber mal mit uns in die Nachdenkseiten oder in Bücher von Lankau, Welzer, Spitzer (ja, auch der :)) usw.


    Im übrigen gehört auch Alkohol zu unserer Gesellschaft dazu, deswegen würde ich den Umgang damit trotzdem nicht im Kindergartenalter "einüben".

  • Alkohol ist da aber echt ein sehr schlechter Vergleich. Alkohol ist nämlich ein Gift. So, rein von der Chemie her ist Alkohol schädlich für Lebewesen. Das heißt, wann immer ich mich dazu entscheide Alkohol zu trinken weiß ich (oder sollte ich wissen), was das mit mir macht und dass es neben dem angenehmen Geschmack, ziemliche Nebenwirkungen gibt. (trotzdem finde ich die Gesetzeslage hierzulande besser, wie zB in Länder in denen bis 21 ein striktes Alkohol Verbot herrscht).


    Wenn man Mediennutzung mit anderen süchtig machenden Tätigkeiten vergleichen will, dann bitte mit etwas, das nicht an und für sich schon mal schädlich ist. Sondern eher mit so etwas wie Kaufsucht.

    Einkaufen ist etwas was die meisten Menschen machen. Einige haben das sehr gut im Griff und kaufen wirklich immer nur das, was sie grad brauchen. Andere schlagen ab und zu über die Stränge. Sie müssen das dann ausbaden und eventuell an andere Stelle verzichten, aber es ist noch nicht wirklich problematisch. Und dann gibt es tatsächliche Kaufsucht, die wirklich üble Auswirkungen hat. Trotzdem würde wohl niemand seinen Kindern kein Taschengeld geben, weil sie eventuell mal Kaufsüchtig werden könnten, sondern man erklärt ihnen, dass man genau überlegen sollte was man kauft und dass man nicht mehr Geld ausgeben kann (sollte), als man einnimmt.