„E-Petition Tempolimit 130“ / Parentsforfuture

  • Myrte, wir grausam...


    Vom Klima abgesehen wird das Fahren einfach stressfreier (und wohl auch staufreier) wenn die Tempo-Differenz nicht mehr so hoch ist.


    Das fand ich in den Jahren in der Schweiz sehr angenehm. Das allgemeine Tempolimit und wirklich fette Geldstrafen. So haben sich dann auch alle dran gehalten. Ich habe mich da als eher langsame Fahrerin nicht mehr so „gejagt“ gefühlt auf der Autobahn.

    es grüßt rosarot mit himmelblau (* april 09) und kunterbunt (*märz 11)

  • In der Diskussion um das Tempolimit werden gern 2 Dinge miteinander vermischt: Leute, die schnell fahren und sich dabei nichts zuschulden kommen lassen und Leute, die schnell fahren und dabei dicht auffahren oder lichthupen oder telefonieren oder sonstwas. Man muss das sauber trennen. Ich lasse mir gefallen, dass ich als Raser gelte, aber ansonsten mache ich nichts von all dem anderen erwähnten.

    180 und schneller ist tatsächlich anstrengender, das ziehe ich auch nicht stundenlang am Stück durch. Ich finde, es muss sogar Tempowechsel geben, denn gleich, ob ich konstant 80 oder 130 oder 200 fahre, die Aufmerksamkeit sinkt und man wird eingelullt. Das ist auch gefährlich.


    "Freie Fahrt für freie Bürger" erinnert mich immer an die Amerikaner und ihre Forderung, Schusswaffen tragen zu dürfen. Damit will ich nichts Spezielles sagen, ist aber auch so ein emotionales Thema.


    Ist die Mehrheit wirklich dafür? Im Autoland Deutschland kann ich mir das gar nicht vorstellen.

    Das Wissen von heute ist der Irrtum von morgen.

  • Sakura , wohl sehr knapp mit 51% dafür;) aber das ist eine Statistik, eine andere würde vllt was anderes ergeben.

    Wie die einen sagen, dass das Tempolimit den Verkehrsfluss behindert, die andern sagen, er fördert.

    Dass du eine nette Raserin bist, glaub ich dir;) nur muss man halt auch mit den Fehlern anderer rechnen, und bei 200 ist die Reaktion einfach so minimal, zumindest minimaler als bei 130.

    Und klar ist eine Monotonie am Steuer ermüdend, aber das hat für mich nichts mit dem Tempo zu tun. Viele sagen ja, sie schlafen bei 130 am Steuer ein, weil es so langweilig ist. Im umkehrschluss sind 200 aufregend . Ich weiß jetzt nicht , was besser ist , aber ich fahr lieber ganz ohne Aufregung :)


    Für die einen ist das Glas halbleer,
    für die anderen ist es halbvoll,
    und ich freu mich schon, wenn überhaupt etwas drin ist !!
    :D

  • Myrte Das ist ja eine furchtbare Geschichte.


    Ich hab jetzt auch unterzeichnet, OBWOHL ich gern schnell fahr (grad mit dem Firmenwagen vom Termin zurück ins Büro an die 200 km/h) und immer gegen ein Tempolimit auf Autobahnen war.

    ABER die Fridays for future Demos und die Diskussion drum haben mir sehr deutlich gemacht, dass jetzt dringend was passieren muss und das auch unbequem für den Einzelnen wird. Isso.

    Dennoch finde ich, ein Tempolimit auf Autobahnen fürs Klima ist nur die halbe Miete. Da müsste mehr passieren. Strengere Regeln für den Flotten-CO2-Ausstoß der Autofirmen, Entwicklung alternativer Antriebe forcieren, Öffentliche Verkehrsmittel stärken...


    Das ist so ähnlich wie die Fahrradhelmkampagne für mehr Sicherheit für Fahrradfahrer.

    Wer nicht zuweilen zu viel und zu weich empfindet, der empfindet gewiss immer zu wenig.
    Jean Paul

  • Myrte was sich mir nicht aus deiner Geschichte erschließt, weil du "ratet mal" geschrieben hast.... wer ist denn jetzt verurteilt worden? Deine Freundin? Weil der andere war ja tot .. O_o

  • Pamela , ja, das Tempolimit ist wirklich keine große Einsparung, aber halt eine von ganz vielen. Wenn ganz viele kleine Einsparungen zusammen kommen , ist das ja auch schon mal gut.


    Edit: super, dass du unterschrieben hast! In meiner Broadcast Gruppe von WhatsApp haben gleich zwei gesagt, dass sie weiterhin rasen wollen ( ausgerechnet mein Vater und mein ExSchwager, zumindest ehrlich, der Rest traut sich vllt nicht #rolleyes) und einer war so genervt von meinen Postings von F4F, obwohl ich mich echt zurückhalte und nur wirklich wichtige Infos weiterleite , vllt alle zwei Wochen . Er meine o-Ton: Bitte keine Nachrichten mehr davon... nicht mein Tema. Danke #blink

    Ich hab geantwortet:

    Klimawandel ist kein „Thema“ , er betrifft jeden einzelnen und jeder einzelne trägt auch dafür die Verantwortung !

    Aber ich nehm dich gern aus dem Verteiler raus ??

    Leute gibts ...zzz... die haben den Schuss noch nicht gehört !


    Für die einen ist das Glas halbleer,
    für die anderen ist es halbvoll,
    und ich freu mich schon, wenn überhaupt etwas drin ist !!
    :D

    Einmal editiert, zuletzt von Nele ()

  • Ich bin bei dem Thema zwiegespalten.

    Einerseits finde ich ein Tempolimit gut, andererseits fahre ich gerne "schnell" (150 / 160 km/h geht bei vielen als "naja-schon-schnell-aber nicht-schlimm-schnell" durch)

    Außerdem fährt man jenseits der 150 km/h nicht mehr mit der Tachonadel, sondern mit der Tanknadel...


    Wenn wir bei Wünsch-dir-was-wären hätte ich gerne ein Tempolimit von 140 km/h, dass bitte auch konsequent kontrolliert wird. Per fest installiertem Bliltzer kostet das auch nicht so viel mehr an Personal.


    Die Petition werde ich trotzdem zeichnen.

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

  • In Frankreich gibt es ja ein Tempolimit und ich habe das Fahren sehr anstrengend gefunden ☹️, irgendwie schlimmer und gefährliche Situationen, weil es doch überholversuche gibt und diese mit der ähnlichen Schnelligkeit schwierig waren ?.

  • Hier auch jemand, der gerne schnell fährt. Ich mag Geschwindigkeit, auch beim Skifahren oder Radfahren #weissnicht


    Dennoch bin ich für ein Tempolimit:

    1. Fällt es mir leichter, es einzuhalten, wenn es von außen vorgegeben ist.

    2. Finde ich das Autofahren in Ländern mit Tempolimit deutlich !!! entspannter.

    Nur hier bringt es halt ohne Limit nicht sooo viel, selbst 130 zu fahren, weil da ständig jemand mit 180 vorbei rauscht. Damit geht der Gesamteffekt ziemlich flöten. Und ich argumentiere hier NUR im Hinblick auf den Fahrkomfort. Dass es auf der individuellen Co2 Ebene was bringt, ist mir klar.

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

    ---

    demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen

    Willy Brandt, 1969

  • Myrte, wir grausam...


    Vom Klima abgesehen wird das Fahren einfach stressfreier (und wohl auch staufreier) wenn die Tempo-Differenz nicht mehr so hoch ist.


    Das fand ich in den Jahren in der Schweiz sehr angenehm. Das allgemeine Tempolimit und wirklich fette Geldstrafen. So haben sich dann auch alle dran gehalten. Ich habe mich da als eher langsame Fahrerin nicht mehr so „gejagt“ gefühlt auf der Autobahn.

    Das kann ich unterschreiben.


    Meine aber mich zu erinnern, dass ein Tempolimit gerade erst abgelehnt wurde?


    Und grundsätzlich habe ich grade das Gefühl es könnte so vieles verändert werden, aber es passiert nichts, weil der Wille nicht da ist (oder politische Interessen / Lobbygruppen zu stark sind). Das ist alles so furchtbar träge #hmpf

    There is a crack in everything. That's how the light gets in.
    - Leonard Cohen

  • . Er meine o-Ton: Bitte keine Nachrichten mehr davon... nicht mein Tema. Danke #blink

    Ich hab geantwortet:

    Klimawandel ist kein „Thema“ , er betrifft jeden einzelnen und jeder einzelne trägt auch dafür die Verantwortung !

    Nee.Betrifft nicht jeden! Die Klassenlehrerin meines Großen hat ihm ganz klar gesagt, dass der Klimawandel sie auch nicht betrifft.

    Schwer da ernst zu bleiben...

  • . Er meine o-Ton: Bitte keine Nachrichten mehr davon... nicht mein Tema. Danke #blink

    Ich hab geantwortet:

    Klimawandel ist kein „Thema“ , er betrifft jeden einzelnen und jeder einzelne trägt auch dafür die Verantwortung !

    Nee.Betrifft nicht jeden! Die Klassenlehrerin meines Großen hat ihm ganz klar gesagt, dass der Klimawandel sie auch nicht betrifft.

    Schwer da ernst zu bleiben...

    ich glaub ja, dass der Klimawandel schwer begreifbar ist, man sieht , hört und riecht ihn nicht. Noch nicht. Hier noch nicht.

    Der Sommer war halt schön warm, aber sonst ? Es werden noch Jahre vergehen , bis die Menschen das begreifen, leider ist es dann teilweise zu spät . In Deutschland betrifft es die Bauern zunächst, die Leute , die an den Küsten wohnen, aber sonst ist der Klimawandel hierzulande kaum spürbar , das sind andere Länder , die bereits jetzt leiden . Umso mehr freut es mich , dass die deutschen Schüler so ein großen Engagement beweisen , obwohl es kaum greifbar ist !

    Traurig, dass man das den Lehrern erklären muss #haare


    Für die einen ist das Glas halbleer,
    für die anderen ist es halbvoll,
    und ich freu mich schon, wenn überhaupt etwas drin ist !!
    :D

  • Ich würde dafür plädieren jeden der schnell fahren möchte mal in einen Simulator zu setzen und dann real Life abzuspielen. Radio läuft, Sonne kommt hinter Wolken hervor, Kind will vom Rücksitz aus etwas wissen und selbstverständlich nach einem Arbeitstag.

    Ich glaube die meisten Menschen überschätzen ihr Reaktionsvermögen.


    Schoko

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Myrte

    Ich habe lange überlegt, ob ich das schreiben soll, aber ich finde deine Darstellung etwas schräg. M.E. passt an der Geschichte und ihrer Darstellung (häppchenweise mehr Informationen nennen, die am Ende ein ganz anderes Bild ergeben als am Anfang suggeriert) so einiges nicht.

    Deine Freundin wurde offenbar nicht „von einem Audi abgedrängt“. Sie hat die Spur gewechselt, ohne ausreichend auf den nachfolgenden Verkehr zu achten und hat dadurch einen Unfall mit Todesfolge verursacht. Dafür wurde sie verurteilt.

    Dass sie dadurch traumatisiert ist wundert mich nicht. Trotzdem finde ich es befremdlich wie sie sich offenbar nur als Opfer sieht und wie Du hier ihre Opferrolle beschreibst. Das provoziert dann auch unpassende Kommentare wie „In was für einem Rechtssystem leben wir eigentlich?“. Das Opfer ist in erster Linie der Audi-Fahrer. Er ist gestorben, weil Deine Freundin einen Fehler gemacht hat. Das aber offenbar trotz Verurteilung nach wie vor nicht einsieht.

    Und natürlich sollte sie trotzdem eine Traumatherapie bekommen. Der Weiße Ring ist da allerdings der falsche Ansprechpartner, denn der kümmert sich eben um Verbrechensopfer. Dass sie von Traumatherapeuthen abgelehnt wurde, kann ich mir nicht so recht vorstellen (ich kenne eine privat ganz gut), eigentlich ist das in solchen Fällen ganz einfach eine Leistung der Krankenkasse. Kann aber dauern, einen Therapieplatz zu bekommen. Nur klingt Dein von „etlichen Traumatherapeutin abgelehnt, weil sie als Täterin galt“ eben nicht nach Terminproblemen.

    Dass sie wegen „Totschlags“ verurteilt wurde, glaube ich übrigens auch nicht, dann ginge sie für mindestens 5 Jahre ins Gefängnis. Das wird eher „Fahrlässige Tötung“ gewesen sein.

  • Emmie kein Problem, ich habe gleich gesagt, dass ich da nicht objektiv bin- weil es eben meine Freundin ist. Aber tatsächlich leidet sie sehr darunter, immer noch, sie sieht natürlich ihren Anteil an dem Unfall. Sie wollte auch Kontakt zur Familie aufnehmen, um sich zu entschuldigen.


    Aber ich bleibe dabei: der Typ hat gesehen, dass sie blinkt, und er ist nochmal aufs Gas gegangen, statt abzubremsen. Der hat sich und die Geschwindigkeit völlig falsch eingeschätzt. Und wie gesagt, ich würde mir auch nicht zutrauen können, die Entfernung von jemanden mit 190 km/h richtig einzuschätzen...


    Haft hatte sie nicht, da habe ich mir wohl den Begriff falsch gemerkt. Aber Bewährung und sie gilt als vorbestraft.


    Tja, und es ist ja schön, dass du eine Traumatherapeutin kennst. Ich kann dir sagen, dass es insgesamt nicht sehr viele gibt, die die es gibt, haben nicht immer einen Kassensitz und die, die es gibt, die über die Krankenkasse abrechnen und noch freie Kapazitäten haben... da gab es tatsächlich mehrere, die gleich abgewehrt haben und sagten, sie behandeln keine Täter. Auch wenn du es dir nicht vorstellen kannst. #weissnicht

  • Das ist halt auch das Problem, dass man mit 200 Sachen auf der Autobahn auch mit den Fehlern der anderen rechnen muss und dann ist die Reaktionszeit und die Möglichkeit noch etwas zu drehen einfach viel geringer , als mit 130.


    Für die einen ist das Glas halbleer,
    für die anderen ist es halbvoll,
    und ich freu mich schon, wenn überhaupt etwas drin ist !!
    :D

  • Das ist halt auch das Problem, dass man mit 200 Sachen auf der Autobahn auch mit den Fehlern der anderen rechnen muss und dann ist die Reaktionszeit und die Möglichkeit noch etwas zu drehen einfach viel geringer , als mit 130.

    Und das ist für mich das ausschlaggebende Argument FÜR ein Tempolimit - ob jetzt 130 oder 140 oder auch 150 ist da Nebensache. Das ist der Grund, warum ICH unterschrieben habe.

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)