Welche Gedichte könnt ihr heute noch auswendig

  • Alleine und sicher kaum eines, aber mitsprechen ganz viele. Osterspaziergang, Zauberlehrling, Erlkönig, die Füße im Feuer, die Rede in Julius Caesar auf Englisch, Teile von der Odyssee, Herr von Ribbeck und noch viele mehr.

    Bei Liedern sieht es besser aus, die kann ich mir leichter merken.

    Auswendig gelernt habe ich übrigens fast nichts davon, nur durch das gemeinsame Sprechen.

  • Den Ribbeck auf Ribbeck im Haveland (ein Birnbaum in seinem Garten stand).#herzen

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif


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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


  • Ich kann noch den Merkspruch zu den Himmelsrichtungen (wir mussten wissen, was in welcher Richtung liegt von der Schule aus gesehen), das müsste 4. Klasse gewesen sein.


    Im Rathaus geht die Sonne auf.

    In der Alten Veste steigt sie hoch hinauf.

    Am Europakanal wird sie untergehen.

    In der Polizeiwache ist sie nie zu sehen.

  • durch, für, ohne, um, sonder, gegen, wider, mit, nach, nächst, nebst, samt, bei, seit, zu, zuwider, gegenüber, binnen, gemäss, zunächst

    Unweit mittels kraft und während laut vermöge ungeachtet(das ging noch weiter, aber ich hab's vergessen)


    Die Präpositionen. Mussten wir in der 5. Klasse auswendig lernen... sind immer noch da. Den fehlenden Teil konnte ich schon damals nicht.

  • Aus meiner DDR-Schulzeit aus der Fibel:


    Heute ist das Wasser warm, heute kann es nicht schaden, schnell hinunter an den See, heute gehen wir baden.


    Eins, zwei ,drei , die Hosen aus, Stiefel, Wams und Wäsche, und dann schwupps ins Wasser rein, gerade liege ich Frösche.


    Und der schöne Sonnenschein brennt uns nach dem Bade, Brust und gucken knusprig braun, braun wie Schokolade.



    Die letzte Strophe würde heute wohl nicht mehr so gut ankommen in Zeiten von Sonnenschutz und so.

    Ring the bells that still can ring
    Forget your perfect offering
    There is a crack in everything
    That's how the light gets in.
    -Leonard Cohen-

    Einmal editiert, zuletzt von Mandelbaum ()

  • „Bolle reist zu Pfingsten, nach Pankow war sein Ziel, da verlor er seinen Jüngsten ganz mitten im Gewühl. Ne volle halbe Stunde hat er nach ihm gespürt, aber dennoch hat sich Bolle ganz köstlich amüsiert....“


    Und

    „Dunkel war’s, der Mond schien helle...“


    Dann klassisch:

    Der Zauberlehrling

    Die Glocke

    Der Erlkönig

  • Zwei Füße in der Glut - das fand ich toll.


    Auswendig kann ich es trotzdem nicht. Genauso wenig wie den Belsazar, den ich mir in der 12ten ausgesucht hatte. Aber ich hab auch ein echt mieses Gedächtnis....

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

    ---

    demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen

    Willy Brandt, 1969

  • Der Frühling läßt sein blaues Band ... Eduard Möricke

    Den Erlkönig, den kann ich sogar singen

    Die Bürgschaft kann ich in weiten Teilen

    und ein bisserl was vom Zauberlehrling


    Ich hab Gedichte immer sehr gemocht und lange Zeit selber welche geschrieben. Auswendiglernen von Gedichten ging mir immer sehr leicht von der Hand. Leider war das in der Schule gar nicht mehr so üblich.

  • Zu Ostern in Hersfeld die Mutter spricht:

    „Bald ist es Zeit fürs Festtagsgericht.

    Drum gehe, Mariechen, hinab in den Keller,

    und fülle mit Sauerkraut hier diesen Teller.“

    „Oh Mutter, oh Mutter, mir träumte neulich

    von einem Mann, der Mann war abscheulich.

    Lass uns den Keller vergessen.

    Woll‘n wir was anderes essen.“

    ...


    Oder noch was anderes von Heinz Erhardt:


    Hinter eines Baumes Rinde

    wohnt die Made mit dem Kinde.

    Sie ist Witwe, denn der Gatte,

    den sie hatte,

    fiel vom Blatte,

    diente so auf diese Weise

    einer Ameise als Speise.

    ...

    mamaraupe (*1973) mit paparaupe (*1969), großer raupe (*06/06), und kleiner raupe(*02/10)

  • John Maynard

    Herr von Ribeck


    Morgen, Kinder, wird's nichts geben,

    Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.

    Mutter schenkte euch das Leben,

    das genügt, wenn man's bedenkt.

    Einmal kommt auch Eure Zeit,

    morgen ist's noch nicht so weit.

    Doch ihr dürft nicht traurig werden,

    Reiche haben Armut gern.

    Gänsebraten macht Beschwerden,

    Puppen sind nicht mehr modern.

    Morgen kommt der Weihnachtsmann,

    allerdings nur nebenan.


    Lauft ein bisschen durch die Straßen,

    dort gibt's Weihnachtsfest genug.

    Christentum, vom Turm geblasen,

    macht die kleinsten Kinder klug.

    Kopf gut schütteln vor Gebrauch!

    Ohne Christbaum geht es auch.

    Tannengrün mit Osrambirnen -

    lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!

    Reißt die Bretter von den Stirnen,

    denn im Ofen fehlt's an Holz!

    Stille Nacht und heilge Nacht,

    weint, wenn's geht, nicht, sondern lacht!


    Morgen, Kinder, wird's nichts geben,

    wer nichts kriegt, der kriegt Geduld.

    Morgen, Kinder, lernt fürs Leben,

    Gott ist nicht allein dran schuld.

    Gottes Güte reicht so weit . . .

    Ach, du liebe Weihnachtszeit!



    Und leider völlig unlöschbar Pledge of allegiance

  • Und leider völlig unlöschbar Pledge of allegiance

    Stimmt.


    Das kann sogar ich noch


    I pledge allegiance to the flag of the United States of America.... mit Hand auf Herz. Kam ich mir immer doof dabei vor.

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

    ---

    demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen

    Willy Brandt, 1969

  • Ich könnte ja mal 1 - 2 Gedichte auswendig lernen, um meinen Horizont zu erweitern damit anzugeben.


    Welches sind aus eurer Sicht die ultimativen Gedichte dafür?


    Einmal sollte es gebildet rüberkommen, einmal etwas Lustiges wie das von Schnickschnack erwähnte.

    Wie wäre es mit einem, das dir gefällt? :)

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Ich liebe viele Gedichte, mir hat es als Kind Spaß gemacht, viele davon auch dann auswendig zu lernen, wenn es nicht im Unterricht gefragt war, und die meisten davon kann ich auch heute noch. Bei manchen weiß ich aber den Titel nicht (zum Aufschreiben habe ich nachgeschaut).


    Viele habt ihr schon genannt. Besonders gern mag und kann ich:

    Der Panther

    Im Nebel

    Vergänglichkeit

    Ein Gleiches (Wandrers Nachtlied)

    Nähe des Geliebten

    Ballade vom Brennesselbusch (nicht vollständig)

    Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

    Erlkönig

    Mondnacht

    Das Gewitter

    Der Fischer

    Auf dem See

    An den Mond

    Klage ohne Trauer

    Es klopft bei Wanja in der Nacht (nicht aus Schülerzeiten)

    Der Grüffelo (auch nicht aus Schülerzeiten)

    Advent (die Loriot-Version)

    ...und bestimmt noch ein paar, an die ich im Moment nicht denke.


    Dann kann ich noch einige, die ich nicht sonderlich mag, die aber trotzdem hängen geblieben sind, und noch einige Gedichte in Teilen.


    Und dann gibt es noch welche, die ich eigentlich gerne vollständig können würde, die ich aber nie für die Schule lernen musste und die mir auch erst zu spät begegnet sind (unverständlicherweise), so dass ich sie nie ganz gelernt habe. Da fallen mir ein:

    Der Handschuh (ich finde es sooo genial, wie die Sprachmelodie das Geschehen abbildet - und den Inhalt finde ich auch gut)

    Der Zauberlehrling


    da muss ich mich irgendwann mal dran machen.


    die Weihnachtsmaus

    Danke! Die hatte ich ja schon total vergessen!

    Morgen, Kinder, wird's nichts geben,

    Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.

    Das habe ich erst durch das Känguru kennengelernt.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • huehnchen69 , definitiv. Dann lernt es sich leichter. Wenn wir wieder daheim sind, dann drucke ich mir zwei aus. Muss erstmal alles Genannte hier im Thread komplett durchlesen. Mal sehen für was ich mich entscheide.

    Das Wissen von heute ist der Irrtum von morgen.

    Einmal editiert, zuletzt von Sakura ()

  • Erstaunlich wenig.

    "Hejo, spann den Wagen an"


    Und viele Fragmente, zB aus

    Knecht Ruprecht von T. Storm


    Und einen Reim aus einem russischen Theaterstück:

    Tili tili tili bom,

    bül o koschki nowoi dom.

  • Ich hab vor ein paar Jahren mal im Urlaub John Maynard neu gelernt. Seitdem ist bei uns “Wie weit noch Steuermann? - Er schaut nach vorn und schaut in die Rund. Noch dreißig Minuten, halbe Stund“ fester Bestandteil aller Reisen.


    Ich hab das Balladenbuch von meinen Großeltern geerbt, in dem ich schon als Kind immer so gern gelesen habe. Balladen sind super.


    Und das letzte gelernte Gedicht ist von Marc-Uwe Kling und gehört zu meinen absoluten Lieblingsgedichten:


    Kennen Sie Deutschland?

    Im Süden die Berge,

    Im Norden das Meer.

    Und dazwischen:

    Teer.

    "Stay afraid, but do it anyway. What’s important is the action. You don’t have to wait to be confident. Just do it and eventually the confidence will follow." Carrie Fisher

    LG Matilda mit Tochter (08/2004) und Sohn (09/2015)

  • Der Panther

    Die Erblindende

    Die Weihnachtsmaus

    König Erl ( von Otto)

    Das Büblein auf dem Eis

    Die Made

    Dunkel wars der Mond schien helle

    There was a joung lady in Riga



    Bruchstückhaft

    Die Brück am Thay (leider - würd ich lieber vergessen, ist grausig)

    Erlkönig (ebenfalls)

    Der Zauberlehrling

    Die Glocke

    Advent Advent (von Loriot - ebenfalls leider)

    Belsazar

    Llama llama shopping drama

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.