Eifersucht auf jüngeres Geschwister - kann ich da vorbeugend was machen?

  • Wenn meine Kinder nach Hause kommen, ist ihre erste Frage meist: Wo ist X (oder Y) - das Geschwisterkind halt. Das ist die andere Seite der Medaille - sie haben sich. #herzen


    Natürlich hatten wir auch interessante Ich-will-aber-auch-Situationen - der Kleine behauptete mit drei Jahren steif und fest, er sei acht, weil man erst ab 6 Jahren auf das Garagendach klettern durfte um den Ball runterzuholen (und der Kleine wohl auf Nummer sicher gehen wollte ;) ) - hui, das ich das nicht erlaubt habe, fand er absolut nicht witzig und hält es mir heute noch gerne vor...

  • Ganz ehrlich... Es ist nicht so, als würden wir das mit dem "beim Papa einschlafen" nicht immer wieder mal angehen aber es geht wirklich absolut nicht.
    Also "üben" würde bei uns bedeuten, er schreit 3 Stunden panisch, bis er irgendwann vor Erschöpfung umfällt.

    Das ist irgendwie keine Option. Klar, es wäre für mich eine große Erleichterung, wenn ich das öfter mal abgeben könbte, aber da srh ich gerade keinen Weg bei uns.

  • Ganz ehrlich... Es ist nicht so, als würden wir das mit dem "beim Papa einschlafen" nicht immer wieder mal angehen aber es geht wirklich absolut nicht.
    Also "üben" würde bei uns bedeuten, er schreit 3 Stunden panisch, bis er irgendwann vor Erschöpfung umfällt.

    Das ist irgendwie keine Option. Klar, es wäre für mich eine große Erleichterung, wenn ich das öfter mal abgeben könbte, aber da srh ich gerade keinen Weg bei uns.

    Wir hatten exakt diese Situation nur, dass ich dann auch nicht mehr aufstehen durfte, weil das Kind sonst auch nicht mehr geschlafen hat und er hat noch ständig gestillt. Und ja, wir haben, obwohl es blöd war, das bereits in der Schwangerschaft geändert. Weil, wie stellst Du Dir denn die Alternative vor? Spätestens wenn das Baby da ist, wird das so nicht mehr klappen, bei uns jedenfalls hätte es nicht funktioniert. Und dann hätte mein Großer mit Sicherheit die beiden Themen miteinander verknüpft.

  • ja, das hab ich leider auch ganz stark, dieses Gefühl "oh nein, das kann ich dem Großen doch nicht antun". Ich hoffe, das legt sich bei mir.

    Ich verstehe es absolut, wie blöd das für das ältere sein kann. Wahrscheinlich verstehe ich es zu sehr. Das würde ich gerne lockerer sehen können.

    Doch, natürlich kannst Du es ihm antun. Er wird daran ja wachsen. Und es ist doch was Tolles, Geschwister zu haben. Das können die Kleinen halt nur in ihrer Situation noch nicht sehen. So wie er auch nicht sieht, das der Papa Dich ihm nicht wegnimmt. Der Augenblick ist für ihn halt eine Ewigkeit.


    Würde Deine Schwester denn auf Dich verzichten wollen? Meine (jüngere) Schwester war übrigens auch schwer eifersüchtig, aber da hatten meine Eltern durchaus ihren Anteil dran.

    Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es verstehen.


    Konfuzius

  • Also "üben" würde bei uns bedeuten, er schreit 3 Stunden panisch, bis er irgendwann vor Erschöpfung umfällt.

    Bist Du denn tagsüber immer da oder hat er da mal Papa-Zeiten? Bei uns hat die Geburt des Zweiten übrigens der Papa-Kind-Beziehung mit dem Großen so richtig gut getan. Der Kleine und ich mussten unerwartet nach der Geburt ins Krankenhaus und so waren Papa und der 5-jährige drei Tage alleine. Das hat den beiden unendlich gut getan.

    Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es verstehen.


    Konfuzius

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  • Mata non grata  

    Wie habt ihr das denn geändert?

    Ja das war keine leichte Sache und ging natürlich mit Drama und Tränen einher. Mein Mann hat das Kind mit viel Vorlesen versucht zu bestechen, es war trotzdem hart, für uns alle.

    Aber die Vorstellung, das dann direkt nach der Gebburt durchzuziehen, hat uns entsprechend Druck gemacht.

  • Vielleicht brauchst du einfach zwei regelmäßige Abendtermine in der Woche? Solche Änderungen waren hier immer einfacher wenn der jeweils andere einfach nicht da war. Ist ja auch klar: wenn die Mama nebenan sitzt und nicht kommt ist das viel blöder als wenn sie nicht da ist. Ich fand es in den Schwangerschaften auch gut nochmal mit Freunden essen oder ins Kino zu gehen weil das mit Baby ja erstmal wieder wegfällt. Wenn der Papa dann als akzeptable Ins-Bett-Bring-Person akzeptiert ist, geht es auch leichter wenn du zu Hause bist. Auf jeden Fall würde ich solche Änderungen einführen bevor das Baby da ist, damit da für das Kind nicht der Eindruck entsteht, dass er wegen des Babys auf dich verzichten muss. Da ist besser der blöde Sporttermin oder so dran Schuld, mit dem muss es nicht zusammenleben.

  • Ich hab tatsächlich immer das große Kind ins Bett gebracht, auch nachdem das kleine geboren war. Der Papa war bzw ist abends oft noch gar nicht da zur Schlafenszeit. Die ersten 10 Tage nach der Geburt war er da und hat dann tatsächlich das Baby genommen, während ich das große Kind ins Bett gebracht habe. (Die Kleine ist mittags zu Hause geboren, deswegen gibg das tatsächlich vom ersten Tag an) Dann musste das Baby einmal mit und danach hat das große Kind darauf bestanden, dass die kleine Schwester auch mit beim Schlafengehen dabei ist. Wie gesagt, sie liebt sie schon heiß und innig und wollte oft die Exklusivzeit gar nicht so nutzen. Das war tatsächlich bei uns nicht so problematisch.

  • So einen Sportkurs oder einen anderen außerhäusigen Termin wahrzunehmen ist eine gute Idee. Aber falls das auch nicht klappt ist das halt so. Mach dir da nicht zu viel Stress. Manchmal werden Alternativen auch erst akzeptiert, wenn es wirklich nicht mehr anders geht. Oder es findet sich dann doch noch ein Weg. Hier hat sich der Dreijährige immer von mir an den Tisch ran schieben lassen zum Essen. Das war mit großem Bauch auch nicht mehr so prickelnd, ging aber noch. Während der Geburt hat der Rest gefrühstückt und das Kleinchen hat wieder nach mir gefragt zum Ranschieben. Mein Mann meinte dann, das ich noch im Bad bin. Das wurde mit Mamagekreische beantwortet. Mein Mann versuchte es nochmal und sagte, dass jetzt das Baby kommt. Antwort dieses Mal: "Okay, Papa ranschieben."

    Für mich ist aber auch nicht jedes Beschweren, jeder Frust gegenüber dem Geschwisterkind gleich Eifersucht. Für mich ist Eifersucht ein sehr grundsätzliches Gefühl der Ablehnung und der eigenen Kränkung. Natürlich streiten sich die Kinder oder sind auch mal voneinander genervt, aber das gehört da zu. Vom Baby sind noch alle begeistert.

    Der Meister hatte ganz am Anfang eine Phase als er das erste Mal großer Bruder wurde, dass er das Baby gehauen hat. Als der kleine dann Lächeln konnte hat er damit aufgehört und ihn lieber zum Lachen gebracht. Ich hatte damals den Eindruck, dass er einfach eine Reaktion seines Bruders erleben wollte. Und das Baby konnte halt nur Weinen oder Nicht-Weinen.

    Mit dem Ehefrauenvergleich kann ich nicht soviel anfangen. Eine Paarbeziehung ist ja für gewöhnlich darauf ausgelegt nur aus zwei Leuten zu bestehen. Der Status als Kind nicht. Ein Geschwisterkind zu haben ist ja nun nicht ungewöhnlich. Auch mit dem Entthrohnungsgedanken habe ich so meine Schwierigkeiten. Euer Kind bleibt ja euer Kind. Es ist das Erstgeborene und auch daran ändert sich nichts. Bisher hattet ihr noch keine weiteren Kinder, aber so wie eines das erste sein muß, wird auch irgendein Kind das Letzte sein und keine jüngeren Geschwister mehr bekommen. Habt ihr im Umfeld Familien, die schon mehrere Kinder haben? Hier war es irgendwie ganz selbstverständlich, dass noch mehr Kinder dazu kommen, sowohl bei uns, als auch bei anderen Familien.

    Meisterschülerin mit dem großen Meister(02/11), dem Möppi (09/13), dem Kleinchen (07/15) und


    hebamme4u-Ticker

  • Du hast schon viele gute Tips bekommen, noch eines zum Thema Insbettbringen: Ich habe beide ins Bett gebracht.

    Das war immer ein Jonglieren zwischen "Ritual" und "flexibel auf beide Kinder eingehen". Aber es geht. Und es kann auch echt schön sein.

    Wenn die Große gerade stillt und die Kleine weint und die Große unterbricht, damit ich mich kümmern kann. (Und nein, das lief nicht jeden Abend so, aber alles in allem findet man sich da echt gut rein.)

    (Das ist übrigens immer noch so, dass ich beide ins Bett bringe, aber inzwischen ist es einfach eingespielt.)


    Und sonst: Natürlich tust Du dem großen Kind etwas an: Es ist eine riesige Veränderung. Aber das muss nichts Schlechtes sein. Ein Geschwisterkind kann etwas supertolles sein oder etwas, woran man sich einfach gewöhnt.

    Die Entscheidung ist doch eh gefallen - Ihr bekommt ein 2. Kind. Also Verständnis für die Probleme, die im Laufe der Zeit auftreten können beim Größeren, gepaart mit ganz viel "das ist jetzt so, lebe damit" und "was können wir machen, um es allen recht und schön zu machen".

    Und möglichst ohne schlechtes Gewissen. Das nützt niemandem was.


    Im Gegensatz zu Meisterschülerin ist Eifersucht für mich aber nichts Grundsätzliches. Ich kenne durchaus selbst das Gefühl, eifersüchtig auf etwas oder jemanden zu sein, ohne dass da ein grundsätzliches Gefühl der Ablehnung hinter steht. Das können ganz banale Dinge sein.

    Teilweise haben das beide auch schon geäußert, dass sie gerade wütend sind, weil die andere aber xy durfte / hatte / bekam, sie aber nicht (und sei es nur, dass sie der Meinung war, immer würde ich zuerst das Buch der anderen vorlesen). Inzwischen kann man darüber reden.

    Am Anfang musste man da ganz viel raten und ausgleichen. Einfach weil eine 2-Jährige das oft noch gar nicht versteht, warum sie jetzt wütend wird oder es ihr so wichtig ist, genau jetzt (!) zu bekommen - oft genug nur, weil die andere gerade Aufmerksamkeit bekam.

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  • Ich konnte nicht alle Beiträge genau lesen.


    Wir hatten jeweils auch diesen Abstand. Und wir haben nur einen, der manchmal eifersüchtig ist. Und das ist das jüngste Kind. Aber das ist einfach noch zu klein, zum Teilen und braucht immer dringend Mamamilch, wenn eines der anderen auf meinem Schoß sitzt.


    Aber sie haben sich alle jeweils von Anfang an heiß und innig geliebt und sind bis auf die üblichen Streitereien ein tolles Team, zu zweit und zu dritt.


    Was mir wichtig war: Wir hatten auch gerade beim ersten Kind das Problem, dass sie sich nur von mir hat ins Bett bringen lassen. Ich habe durchweg totale Mama-Kinder, was nur langsam besser wurde und wird. Wir wollten auch, dass das Insbettbringen durch den Papa deutlich vor der Geburt des zweiten Kindes klappt. Aber da habt ihr ja auch noch viel Zeit. Zu diesem Zeitpunkt wäre das bei uns auch noch nicht möglich gewesen. In dem Alter kann das alles aber in ganz wenigen Monaten schon ganz anders aussehen.


    Ich habe aber auch bald nach den Geburten dann jeweils zwei bzw. drei Kinder gleichzeitig ins Bett gebracht. Oft ging das einfach auch wegen Terminen meines Mannes nicht anders. Aber ich hab jeweils ein Kind gestillt und das andere Kind hatte ich im anderen Arm, oder es hat sich an mich gekuschelt oder ich hatte das dritte Kind in der Trage, auf dem Arm oder an der Brust und hab bei den anderen gesessen, gelesen, gesungen, streichelt. Das ging alles irgendwie. Ich war oft erstaunt, dass sie selbst dann einschlafen konnten, wenn das kleine geschrien hat.


    War mir noch wichtig war: Wir haben den großen jeweils immer gesagt, wie toll die kleinen sie finden werden und finden, was die alles von ihnen lernen können, wie froh die sein können, so tolle große Geschwister zu haben, was eben sonst noch so toll daran ist, Geschwister zu haben. Wir haben immer betont, worin ihre Privilegien bestehen, was sie ja schon alles tun und essen dürfen und die kleinen nicht (natürlich nur ganz am Anfang, solange die kleinen noch gar nicht verstehen).


    Mir war wichtig, dass der Alltag der großen möglichst schnell möglichst so weitergeht, wie er vorher war. Dass die Termine wie Krabbelgruppe, Musikkurs, Kindergarten etc. nicht durch das neue Kind beeinträchtigt werden. Das neue Kind braucht oft ja erst mal nur Nähe und Milch. Beim Stillen hab ich dann vorgelesen. Ansonsten hat gerade am Anfang das kleine viel in der Trage oder im Laufgitter geschlafen. Die großen haben manchmal gefragt, wo das kleine gerade ist. Sie haben nicht bemerkt, dass es in der Trage ist oder mitten im Raum schläft. Das ist alles natürlich nur unter relativ idealen Bedingungen möglich, das ist mir klar.


    Die großen haben jeweils ein Geschenk von uns bekommen, als das jeweils kleine geboren wurde. Und auch der Besuch sollte sich jeweils erst mal um die großen kümmern und auch eher für die ein Geschenk mitbringen. Die kleinen brauchen ja meistens nichts, bzw. sind das ja eh immer Geschenke für die Eltern.


    Wie gesagt: Eifersucht hatten wir quasi nie. Erst jetzt - mit 6 - äußert die große hin und wieder den Wunsch nach Exklusivzeit. Aber ich glaube, den Floh habe ich ihr ins Ohr gesetzt. Wenn ich sie also mal mit zum Einkaufen nehme z. B., dann reicht ihr das aber auch schon.

  • also was das ins Bett bringen angeht, stress ich mich jetzt noch nicht, sondern dann wenn es soweit ist.

    Den Tipp, dass Papa ihn auf einmal ins Bett bringen kann, wenn ich richtig weg bin, hab ich schon öfter bekommen aber bei uns ist das nicht so. Wenn ich weg bin schreit er so lange bis ich nach Hause komme. Egal wie lang das ist. Das ist für mich grad keine Option, daher lass ich es auf mich zukommen. Vielleicht klappt es bis dahin anders oder der Papa kann das Baby ins Bett bringen oder ich kann beide ins Bett bringen. Ich weiß es nicht. Ich stress mich wirklich immer wegen vielen Dingen (siehe dieser Thread ;-) aber ich hab auch gelernt, manches abzuwarten. Ich weiß, ich hab in einigen Dingen kein super einfaches erstes Kind und bin regelmäßig am verzweifeln. Vor allem in einem Umfeld mit vielen "unkomplizierten" Kindern. Ich hör oft, wie, du kannst abends nicht weg? Wie, dein Kind bleibt mit 1,5 noch nicht bei der Oma? Wie, du stillst noch? Wie, dein Kind schläft noch bei euch im Bett? Etc. Aber vieles erübrigt sich ja tatsächlich von alleine und ich hab gelernt, auch hier durch die tolle Unterstützung der Raben, das gelassener zu sehen


    Diesem Ehefrauenvergleich kann ich auch nur teilweise zustimmen. Ich seh das ähnlich wie Meisterschülerin , eine Partnerschaft ist ja in unserer Kultur meist monogam und Geschwister sind per se nichts negatives.An eine Zweitfrau würden sich in unserer Kultur die meisten auch nach längerer Zeit oder besserer Vorbeteitung nicht gewöhnen oder ihr etwas positives abgewinnen.


    Was ich auf jeden Fall interessant finde, wie viele hier berichten, dass ihre Kinder wenig Eifersucht haben bzw wo auch eher die jüngeren Kinder eifersüchtig sind! Es ist wahrscheinlich wirklich sehr individuell... Danke!!!!! #herz#herz#herz

  • Was mir noch eingefallen ist (ich hab immer noch nicht alle Beiträge gelesen, deshalb - sorry, falls es schon genannt wurde): Ich habe meine großen immer auch noch Baby sein lassen und mache das heute noch so. "Wie als Baby" sagt auch die 6jährige noch, wenn sie zu müde ist, um sich alleine anzuziehen z. B. Ich weiß ja, dass sie es kann. Das reicht mir. Ich möchte aber nicht, dass meine großen dann ständig groß und vernünftig sein müssen, sobald ein kleines da ist, auf das sie natürlich auch mal Rücksicht nehmen müssen. Ich nehme sie also auch oft noch auf den Arm und sage zu ihnen "mein Baby" und lasse sie mal kurz wieder so richtig klein sein. Das genießen sie sehr. Wir Erwachsenen genießen es ja auch, wenn uns der Partner einen Kaffee bringt und uns mal umsorgt, auch wenn wir das alles selbst machen könnten.

  • Ich habe meine großen immer auch noch Baby sein lassen und mache das heute noch so.

    Stimmt, das machen wir auch so. Sie ist ja auch erst dreieinhalb. Aber grad der Papa trägt sie viel rum und sie spielt öfter mal Baby, liegt im Maxi Cosi oder im Laufstall und brauchte mit der Geburt des Bruders plötzlich auch wieder einen Schnulli (als "Requisit" quasi). Sie hat auch wieder öfter mal in die Hose gemacht, aber das ist ja alles kein Drama.

    Kids don't drive you crazy, you were crazy already. That's why you had them.


    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


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    You say you want a revolution. Well, you know, we all want to change the world.

    But when you talk about destruction, don't you know that you can count me out? Don't you know it's gonna be all right?

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  • Hier hat auch der Papa das Baby übernommen und ich hab die Große erst mal ins Bett gebracht. Dass es ohne mich ging / gehen würde, wusste ich, ich war situationsbedingt während der Schwangerschaft 3 Monate lang je drei Tage / Abende pro Woche nicht da, Kind und Mann haben in der Zeit bei meinen Eltern gewohnt. Es musste ohne mich gehen und es ging irgendwie auch. Aber es ging auch, dass mein Mann dann nach der Geburt mit dem Kleinen so lange durchs Wohnzimmer geschlappt ist, bis die Große endlich schlief. Vielleicht hätte er viel besser geschlafen, wenn wir nicht - da Kind 2 - davon ausgegangen wären, dass er genau wie seine Schwester gefühlte 7 km lang in den Schlaf getragen werden möchte sondern einfach seine Ruhe wollte... ;)


    Lass es auf euch zukommen. Es wird schon werden!

  • Hallo, ich hatte auch eher Bedenken, was es für meinen großen Sohn bedeuten würde, mit 20 Monaten schon großer Bruder zu werden. Und mein Rat wäre eher schon, dich im Vorfeld damit zu beschäftigen. Natürlich MUSS es nicht zwangsläufig zu Problemen kommen, aber es gibt Dinge, die du aktiv tun kannst, um eine gute Geschwisterbeziehung von Anfang an zu fördern. Mir hat da das schon oft empfohlene „Hilfe, meine Kinder streiten“ von Faber/Maezlish sehr geholfen und empfehlen kann ich auch sehr „Peaceful parents, happy siblings“ von Dr. Laura Markham (letzteres leider nicht ins Deutsche übersetzt). Beide geben ganz praktische, konkrete Tipps und stellen heraus, wie man hilfreich (also der Geschwisterbeziehung zuträglich) auf bestimmte Konfliktsituationen reagieren kann, wie man proaktiv gute Gefühle dem Geschwister gegenüber fördern kann und wie wichtig die Familiensituation in der Hinsicht fürs ganze Leben ist.

    Viele machen das sicher intuitiv gut oder bringen diese Zuversicht mit, dass schon alles gut wird zwischen den Geschwistern, aber für mich war es wichtig, so eine Art Leitfaden zu haben. Bei uns waren die ersten neun Monate mit Baby nicht ganz einfach, sondern sehr anstrengend. Ich war froh, meinen Kindern da extra was Gutes tun zu können.

  • Wir hatten zwar immer einen größeren Altersabstand als ein Baby kam, aber ich habe immer das Kleinkind und Baby zeitgleich ins Bett gebracht. Papa war abends auch meist nicht da, also musste es so klappen. Meist ging das auch ganz gut, entweder habe ich mich mit Beiden ins Elternbett gelegt, Baby wurde gestillt, oder ich habe das Baby durch das Zimmer getragen wo das Geschwisterkind einschlafen sollte.

    Ich würde da jetzt nicht üben und das Kind zwingen beim Papa einzuschlafen, würde wirklich abwarten und mir jetzt nicht den Stress antun, das Kind wird ja auch älter. Außerdem ändern kleine Kinder ja eh gerne ihre Vorlieben, vielleicht ließe er sich jetzt irgendwann von Papa ins Bett bringen, aber wenn das Baby da ist will er wieder nur zu dir.

    Richtig außer Haus war ich auch abends mal, aber das Kind ließ sich nie beruhigen, er war immer völlig außer sich. Übrigens war das 2. Baby dann auch noch ein Schreikind, aber es ging trotzdem beide ins Bett zu bringen.

    Liebe Grüße,


    Sommerwind.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Sommerwind ()

  • hier gibt es ja (aktuell) keine Nr. 2. Ich möchte dir aber trotzdem einen Gedanken mitgeben:


    Eine Freundin von mir hat eine Nr 2 bekommen. Der Ältere ist im Alter meiner Kleinen. Ganz viel von dem Verhalten, das bei ihm ab und zu mal als "Eifersucht" betitelt wird (also wieder klein sein wollen, plötzlich nichts mehr selber machen können, nur Mama darf, etc) hat meine Kleine auch ohne kleines Geschwister.


    Mit 2,5 sind sie eben noch klein. Und nur, weil sie einmal selbst die Hose angezogen hat, heisst das nicht, dass sie nicht plötzlich wieder meine Hilfe braucht. Und das ist eben auch ohne kleines Geschwisterchen der Fall.


    Nur so als Gedanke zum Thema herbeigeredete Eifersucht

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)