Impfpflicht! Impfpflicht?

  • Jep, mag die Wahl vereinfachen... ist aber auch ein Faktor, der die Gesundheitskosten hochtreibt.


    Wir sind so versichert sie Daroan und geniessen die Vorzüge der Vernetzung.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich glaube die schwierige Frage ist, wem nützt die Vernetzung und wem schadet sie. Der Plan derzeit, eine eAkte anzulegen ist abdurd. Alle derzeit laufenden Systeme (banksoftware etc) werde immer wieder geknackt. Unternehmen schließen dafür Versicherungen ab und die Zahlen schlicht die entstandenen Schäden. Das ist im Falle von Gesundheitsdaten nicht möglich. Haben wir bspw die Daten Person x ist an Diabetes erkrankt sind diese Daten ein Menschenleben lang extrem wertvoll und somit begehrlichkeiten weckend (Versicherungen, Krankenkassen, ...). Einmal gestohlen, für immer Risiko. Ich meine in Norwegen ist das System schon einmal abgeschöpft worden. ALLE lebenden Menschen für immer im Radar von allen möglichen Menschen mit Vermarktungsideen von deren Erkrankungen.

    Langer Rede und so, ne Karte auf die ich was drucke, ok! Ein Zettel aus der praxissoftware, super, kostet nur Zeit und die wird im derzeitigen System nicht gegeben.

    Alles andere ist unsagbar schrecklich für die Zukunft.

    Kommt die eAkte tue ich alles dafür weder mich noch meine Familie Gläsern zu Machen

  • Kommt die eAkte tue ich alles dafür weder mich noch meine Familie Gläsern zu Machen

    Ein erschreckender Vortag dazu vom ChaosComputerClub:

    https://ftp.fau.de/cdn.media.c…n_Are_Belong_To_Us_hd.mp4


    Das ist für mich durchaus ein Grund NICHTS speichern zu wollen. Auch wenn der Grundgedanke ein sehr guter ist. Gut gemeint und gut macht sind zwei Paar stiefel.

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

  • Gut zu wissen ist übrigens, es kommt jetzt die TI, also die Struktur zur vernetzung. Die Installations-Infrastruktur ist nicht komplett bescheuert, aber alt. Erstmal werden nur die Karten der Patienten bei jedem Arztbesuch mit den Daten die bei der Krankenkasse liegen verglichen. ABER: alle Praxen werden gerade massiv unter Druck gesetzt, mit Honorareinbußen und fehlender Möglichkeit überhaupt abzurechnen. Das bedeutet wahrscheinlich werden ab spätestens 3. Quartal dieses Jahr die meisten Praxen die man so besucht die TI haben. Der Schritt zur eAkte ist derzeit technisch noch unklar, soweit ich weiß. Aber ich glaube jeder sollte sehr aufmerksam lesen wenn es etwas zu unterschreiben gibt in nächster Zeit. Also was ich sagen wollte, es passiert schon, schrittweise

  • In Deutschland gibt es für einen großen Teil der Versicherten keine Überweisungen mehr. Man kann sich ohne Überweisung beim Facharzt vorstellen. Ist erwünscht, um für die Versicherten mehr Möglichkeiten bei der diagnostik- und therapiewahl zu schaffen

    Das ist bei uns auch so. Ein Hausarztmodell zu wählen ist freiwillig. Man spart ua. auch etwas an Prämien.

    Aber neben der Kosteneinsparung bin auch sonst überzeugt vom Hausarztmodell. Ich persönlich bin der Ansicht, das es für mich gut ist, wenn jemand alle Gesundheitsbefunde für mich bündelt und meine Krankengeschichte kennt.


    Praktisch ist jetzt halt, das es nicht mehr ein einzelner Hausarzt ist sondern eine Hausarztpraxis. Da habe ich quasi mehrer Ärzte gleich zur Hand, wenn ich noch eine Meinung möchte. Aber es kam auch schon vor, dass der behandelnde Arzt noch kurz eine Kollegin beizog um deren Meinung zu hören, wenn er nicht sicher war.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Ich hab auch so ein Hausarztmodell. Vorteile bisher: Null; Nachteile bisher: Mehr Rennerei für die Überweisungen.


    Jetzt ist meine Medikation nicht so kompliziert, kann ich mir gut merken und ich habe nur gefühlt 100.000 Krankheiten. Für ältere Leute oder Leute mit wirklich 3 gravierenden Erkrankungen ist es sicher hilfreich.


    Blöd nur, dass der Austausch nicht auch andersrum geht. Mein Hausarzt bekommt zwar z.B. einen HNO-Bericht, der HNO kann aber z.B. nicht in das Blutbild des Hausarztes rein schauen und was Augenarzt, Frauenarzt und Zahnarzt machen weiß keiner. Also so richtig durchdacht ist der Spaß nicht

  • Blöd nur, dass der Austausch nicht auch andersrum geht. Mein Hausarzt bekommt zwar z.B. einen HNO-Bericht, der HNO kann aber z.B. nicht in das Blutbild des Hausarztes rein schauen und was Augenarzt, Frauenarzt und Zahnarzt machen weiß keiner. Also so richtig durchdacht ist der Spaß nicht

    Das ist in meinem Fall eben ein Netzwerk. Das besteht aktuell aus 4 Hausarztpraxen mit Kinder- und Jugendmedizin und dazu noch Fachärzten wie Gynäkologie, Dermatalogie, Kardiologie, Orthopädie, Neurochirurgie, plastische Chirurgie, Urologie...


    Und die können dann alle auf die selben Daten zugreifen. Ich wenn ich will, kann ich auch zu einem anderen Facharzt. MUss nicht zwingend zu jemandem der der Hausarztpraxis abgehört gehen. Aber bei der Gyn mache ich das, habe ja nichts akutes mehr nur noch alle 2 Jahre kurz Kontrolle.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Daroan Das klingt wirklich praktisch.


    Ich kann mich erinnern, dass mein Opa, wenn er zu einem neuen Arzt musste, immer gleich eine ganze Mappe mit alten Befunden und der Krankheitsgeschichte mitgeschleppt hat. Ansonsten hätte sich da keiner aus gekannt.

  • Das ist meiner Erfahrung nach null Rennerei mit Überweisungen: bei Beschwerden gehe ich zum Hausarzt (der unsere gesamte Familie behandelt), wir überlegen gemeinsam, was es braucht und dann werde ich (wir) überwiesen. Das gibt dann meist auch schnell Termine.


    Frauenarzt, Augenarzt sind eh auch im Hausarztmodell ohne Überweisung möglich.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Was ist denn dieses Hausarztmodell?


    Ich habe ja schon eine Hausarzt, und ein paar Erkrankungen, wegen denen ich regelmßig zum Spezialisten muss, und echt anderes zutun, als mir vorher immer eine Überweisung zu holen, oder das groß mit dem Hausarzt zu diskutieren.

    Trotzdem gehen die Berichte immer an den Hausarzt.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

  • In Deutschland heißt Hausarztmodell nach meinem Verständnis, dass man für (fast) alles eine Überweisung seiner Hausarztpraxis braucht, also nicht einfach ohne Überweisung zu einem Facharzt kann. Bei uns haben das einige Familienmitglieder in der privaten Krankenversicherung, wo das bei dem Anbieter etwas günstiger ist als ohne Hausarztbindung. Ob es das in der GKV auch gibt, weiß ich nicht. D.h. es müssten alle Berichte von anderen Ärzten zentral beim Hausarzt auftauchen, es gibt aber wohl normalerweise keinen Informationsfluss in die andere Richtung.


    Solange man einen guten Hausarzt hat, dem man vertraut und der "alles macht" was man sich wünscht (natürlich nur sofern sinnvoll), kann ich mir das gut vorstellen. Wenn das aber nicht so ist und er sich weigert, Überweisungen zu Fachärzten zu machen oder Untersuchungen vorzunehmen, stelle ich mir das doof vor. Wenn ich gerade an einige Schilddrüsen-Leidensgeschichten denke (auch hier im Forum) gibt es da ja doch immer wieder auch Fälle, wo die Patienten lange suchen müssen bis sie einen Arzt finden, der ihre Beschwerden ernst nimmt.

  • Das wäre mir echt zu mühsam.


    Und ich will sicher nicht mit einem Hausarzt über ADS diskutieren.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

  • In der Schweiz ist Versicherung immer privat. Es gibt verschiedene Modelle, die auch die Prämienhöhe beeinflussen (da diese nicht einkommensabhängig ist, ist vor allem für Familien jedes Sparpotential beliebt).

    Eines der Modelle - das zweibilligste, billiger ist nur HMO, eine Art Minipoliklinik - ist das Hausarztmodell. Bei "Ersterkrankungen" geht es zuerst zum Hausarzt. Logischerweise muss man nicht vor jedem Spezialistenbesuch bei chronischen Krankheiten vorher zu ihm, sondern ab Überweisung übernimmt der... Bsp. mein Sohn wird einmal jährlich in der Gastroenterologie der Kinderklinik untersucht. Der Hausarzt kriegt den Bericht - und sieht das pumperlgsunde Kind alle Jubeljahre.


    Für Ärztehopper ist es nix - wer gerne eine etwas umfassendere Betreuung hat, ist genau richtig. Durch die lange Betreuung kann der Hausarzt viele Diagnosen viel fundierter treffen, finde ich.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Wieso kannst Du mit einem Hausarzt nicht über ADS diskutieren?

    Klar muss die Hausärztin gut sein - aber seien wir mal ehrlich: die Fachärztin ja auch, die kennt man vorher ja auch nicht...

    Meinen Hausarzt, der übrigens ausgezeichnet ist, kenne ich hingegen. Und nein, ich muss nicht um Überweisungen kämpfen, seine grösste Stärke ist, dass er weiss, was er kann - und wann wer anders her muss.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Das wäre mir echt zu mühsam.

    Das hängt echt von der Praxis ab. Unsere Hausarztpraxis ist da sehr unkompliziert. Viele Überweisungen bekomme ich einfach bei den Damen vorne an der Anmeldung ohne dass mich ein Arzt sieht. Termine bekommt man innerhalb von Tagen (solange man zeitlich halbwegs flexibel ist). Wir sind mit der ganzen Familie da und oft wird dann in einer Untersuchung eines Familienmitgliedes auch schnell noch etwas für ein anderes mit besprochen und z.B. Überweisung erstellt. Ich finde es in der Praxis wirklich angenehm, dass sie auch meine ganze Krankengeschichte der letzten 10 Jahre kennen.


    Aus Erzählungen meiner Mutter weiß ich aber, dass das auch ganz anders geht. Die muss für jeden Pups zur Ärztin rein, immer mit Termin, auf den man ewig warten muss. Da würde mich das auch annerven.

  • Doch, hier schon. Ich bin WG. Allergie beim Allergologen (HNO). Immer dem gleichen. Ich.muss jedes Quartal zum Hausarzt (naja. Zur Anmeldung) um mir eine Überweisung zum HNO zu holen.


    Sehr nervig.

  • Das spricht aber gegen dieses seltsame Quartalssystem - nicht gegen das Hausarztmodell an sich.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich glaub, das Hausarztmodell kann echt prima sein, wenn es darum geht, dass bei einem Arzt / einer Ärztin des Vertrauens alles zusammenläuft und der den Überblick hat. Das ist eigentlich sehr ganzheitlich, finde ich.

    Problematisch ist es, wenn z.B. der Arzt / die Ärztin keine Kapazitäten hat, das zu leisten, oder der eigentliche Sinn dahinter nicht erfasst wird und es zu einem reinen Verwaltungsinstrument verkommt.