Impfpflicht! Impfpflicht?

  • Ich bin darüber vorhin auch schon gestolpert und habe mich aufgeregt. Erstens die Geschichte mit dem Einzelimpfstoff und zweitens der Punkt, dass wieder nur auf den Kindern herumgeritten wird wo man schon sehr nah an den 95% dran ist. Meines Wissens nach braucht man die Durchimpfungsrate von 95% in allen Altersklassen und ist bei den Erwachsenen meilenweit davon entfernt. Ich habe noch nichts gehört, wie man diese Lücke zu schließen gedenkt.

  • Es will mir einfach nicht in den Kopf, dass manche Leute meinen, nur weil SIE etwas besser fänden (was ja durchaus berechtigt sein mag), könne man mal so eben das Grundgesetz beiseite schieben. Mich ärgert sowas jedes Mal.

    Da unterschreibe ich ganz fett.

    Völlig schwachsinniges Argument. Das hat was von "für dumm verkaufen". #flop

  • Wir waren gerade beim KinderArzt, wegen was völlig anderem, der Impfstoffs wurde aber überprüft und es wurde bemängelt, dass meine Kinder nur eine mir plus titercheck hätten. Letzteres zähle ja nicht. Und überhaupt lässt die Menge an Antikörpern immer nach und deshalb muss man entweder jetzt möglichst bald die zweite Impfung geben oder jährlich den toter checken. Mit der zweiten Impfung muss man aber den Tiger dann nicht mehr checken. #confused

    We know our children best, when we know ourselves best;

    they chose the most authentic version of who we are.

    ~a.joy~

  • Mit der zweiten Impfung muss man aber den Tiger dann nicht mehr checken.

    Wer will auch schon einen Tiger checken.#freu


    Herrje...#haare Es ist schade, dass es so wenig seeriöse Beratung gibt.

    Fiawin mit d9be2134.gif
    age.png


    Ich habe beschlossen, mich ab sofort vollkommen gesund und süßigkeitenfrei zu ernähren.

    Ich esse nur noch schnell die Reste auf.

    Weltweit.


    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

  • :D Ach der spellchecker mal wieder.


    Ich bin mir nicht mal sicher ob der Arzt das selbst glaubte oder ob es nur darum ging mich zum Impfen zu überreden.

    We know our children best, when we know ourselves best;

    they chose the most authentic version of who we are.

    ~a.joy~

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Nachtkerze ()

  • Solche Geschichten wie die von Nachtkerze jetzt sind es halt auch immer wieder, die einen wirklich an den "Experten" zweifeln lassen. Wenn ich den Eindruck hätte, dass Ärzte meist gut informiert wären und ihr Handwerk verstehen würden, würde ich schon auch gerne darauf vertrauen, was eine Ärztekommission wie die Stiko empfiehlt - Ist aber leider nicht so und führt bei mir zu einer (teilweisen) Impfskepsis.

  • Wie schwierig das mit der Datenerhebung und der Statistik aussieht, steht ganz aktuell im https://www.rki.de/DE/Content/…dBull/epid_bull_node.html Epidemiologischen Bulletin.

    Die Masern-Impfquote bei den Grundschulkindern ist sinkend, aber noch ausreichend gut.

    Ein bestimmtes neues Impfschema (andere Standartimpfungen) wird durch die Erfassungsbögen als „unvollständig“ erfasst, obwohl vom Hersteller so zugelassen (aber noch nicht von der STIKO abgesegnet).

  • Wir waren gerade beim KinderArzt, wegen was völlig anderem, der Impfstoffs wurde aber überprüft und es wurde bemängelt, dass meine Kinder nur eine mir plus titercheck hätten. Letzteres zähle ja nicht.

    Ich habe gerade eine ähnliche Erfahrung gemacht. Wir haben heute die erste MMR impfen lassen. Ich sprach die KiÄ darauf an, dass ich gerne den Titer anschließend bestimmen lassen würde, um zu entscheiden, ob wir eine zweite Impfung machen. (Es geht mir dabei in erster Linie um Masern).

    Die Ärztin argumentierte, das könne man machen, aber die Labore würden immer darauf aufmerksam machen, dass der Titer keine zuverlässige Aussage über bestehende Immunität sei. Ob das Gesundheitsamt einen Titernachweis statt einem zweiten Impf-Stempel gelten lassen würde, wenn ein Schulausschluss drohe, sei auch unklar.


    Sie sagte dazu noch, dass es ja gerade bei Masern vor allem um zelluläre Immunität gehe #confused. Der Unterschied ist mir ja ein Begriff, aber warum gelten dann die Zulassungsstudien der Impfstoffe als aussagekräftig, bei denen der "Wirksamkeitsnachweis" ja durch den anschließend gemessenen Titer geführt wird? Wieso geht man davon aus, dass die zelluläre Immunität nach zwei Impfungen ja höchstwahrscheinlich da sei? Warum bestimmt man in der Schwangerschaft (oder vorher) einen Rötelntiter und geht da dann davon aus, dass "Immunität anzunehmen" ist (oder ggf. nicht)?


    (Falls jemand Antworten auf diese Fragen hat - ich wäre sehr dankbar).


    Mir kommt es so vor, als ob Kinderärzte Handreichungen zur Überzeugung impfkritischer Eltern bekommen und dann - wenn sie nicht selbst anderer Meinung sind - danach handeln.


    Mich lassen solche Erfahrungen immer mehr zweifeln. Leider inzwischen nicht mehr nur an der Stiko, sondern auch an unseren Kinderärzten:(. Meine oben gestellten Fragen stelle ich der Ärztin so nicht, weil immer eine unterschwellige Atmosphäre von Zeitdruck herrscht und ich fürchte, dass ich dann als unverschämt und unbelehrbar wahrgenommen werde).

    Vielleicht schreibe ich jetzt mal das Gesundheitsamt an - sollen die mir mal erklären, warum bei Masern der Titernachweis nicht zählt.

    Grüße von der bärin


    "Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben." A. Gide

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von bärin ()

  • was ich bei diesem Appell nicht verstehe:

    - es geht mir nur um röteln und windpocken! -


    Fakt ist, die Mehrheit der Kinder macht diese Krankheiten im Grunde ohne große Komplikationen durch [...]

    Ist das so, dass Röteln bei Euch so viele durchmachen? Ich weiß niemanden persönlich, der Röteln hatte.

    Ringelröteln gehen hier immer mal wieder um, aber "normale " Röteln eher nicht.

    Nona mit großer (03) und und kleiner (05) Tochter und kleinem Sohn (2008 )

  • Ist das so, dass Röteln bei Euch so viele durchmachen? Ich weiß niemanden persönlich, der Röteln hatte.

    Ringelröteln gehen hier immer mal wieder um, aber "normale " Röteln eher nicht.


    Röteln werden nicht immer erkannt, gerade wenn der Ausschlag nur flüchtig (und z.B. nachts) auftritt.

    Ich selber hatte angeblich als Kind keine Röteln und hatte in der ersten Schwangerschaft trotzdem einen völlig ausreichenden Titer.


    Von daher fände ich Titerbestimmungen sinnvoll, auch wenn sie tatsächlich keine 100%ige Aussagekraft haben - aber auch keine Impfung hat 100% Wirkung.


    Am, Ende sollten es mMn die Eltern entscheiden dürfen. Genau so wie sie mMn entscheiden können sollten "Mehrfachimpfstoff oder lieber einzeln" und nicht zwischen "X gar nicht oder nur gleich zusammen mit Y und Z mehrfach weil Einzelimpfstoff nicht erhältlich", sollten sie auch entscheiden dürfen "XY gar nicht, nach Titerbestimmung oder auf jeden Fall auch ohne Titerbestimmung impfen lassen".

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Trin ()

  • In den letzten Jahren weiß ich nur von einem einzigen Kind das die Röteln hatte.

    Ich hatte sie als Kind und kann mich auch noch gut daran erinnern.

    Mein Titer hält sich seit Jahren stabil bei 1:128.


    Eine unabhängige Impfempfehlung zu bekommen ist hier unmöglich egal ob anthroposophischer Arzt o. normaler Kinderarzt, was ich sehr schade finde.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von CeraD ()

  • Ich Frage mich immer, was von einer unabhängigen impfempfehlung erwartet wird - aktuelle Kenntnisse von jetzt, weil möglichst aktuell? Von vor einem Jahr, weil da schon ein bisschen mehr Empirie drin ist? Von vor 5 oder 10 Jahren, weil man über den längeren Zeitraum natürlich mehr Erfahrungen sammelt?


    Muss man die entsprechenden Publikationen dazu kennen? Soll man lieber seine eigenen Erfahrungen einspielen lassen? Oder offiziellen stellen vertrauen, weil man natürlich mir seiner privaten Statistik nicht so weit kommt?

  • Ich erwarte von einer guten Impfberatung, dass man mir die verschiedenen Möglichkeiten darlegt und mich nicht in eine Richtung drängt oder mir aufgrund eigener Präferenzen irgendeine Information, die man hat, gezielt unterschlägt. Zudem erwarte ich, dass man sich in regelmäßigen Abständen in dem Bereich schlau gemacht hat, wenn man Impfberatung anbietet. Eigene Erfahrungen interessieren mich weniger, wenn sie nicht fachlicher Natur sind.

    Nett ist es natürlich, wenn man sagen kann: Das hier sind neue Erkenntnisse, da fehlt die Empirie. Und wenn man sagen kann: Seit 10 Jahren beobachtet man dies und das, aber auch jenes.

    Und ich erwarte, dass die individuelle Situation berücksichtigt und respektiert wird.

    Zudem erwarte ich, dass man mir offen sagt, wenn man in einem Bereich keine Auskunft geben kann oder unsicher ist oder evtl. veraltete Information hat.
    So ungefähr wie bei jeglicher kompetenten Beratung in jedwedem Fachbereich.


    Meine Tochter hat die Röteln vor knapp acht Jahren gehabt.

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    Ich habe beschlossen, mich ab sofort vollkommen gesund und süßigkeitenfrei zu ernähren.

    Ich esse nur noch schnell die Reste auf.

    Weltweit.


    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

  • Und was sind regelmäßige Abstände, in denen man sich schlau machen sollte? Es erscheinen regelmäßig (ich denke monatlich) mehrere Zeitschriften zum Thema Impfen. Was sich daraus durchsetzt findet wahrscheinlich irgendwann auch mal den Eingang in die einfacher zugänglichen deutschsprachigen Magazinen. Muss man die lesen? Oder nur die deutschen, in dem Wissen, dass sie weniger aktuell sind? Oder reicht es -nachdem impfen ja nur eins der vielen Themen ist, in dem ein Haus- oder Kinderarzt firm sein sollte - eben die Infomration der Fachkommissionen zu lesen, auch wenn man weiß, dass manche Mitglieder dort wirtschaftsnah sind?


    Ich finde das schwierig. Und bekomme auf meine ehrliche Aussage, dass ich von der Impfung, nach der ich immer wieder mal gefragt werde, wenig Ahnung habe und nur die Krankheitsverläufe kenne, die meist böse sind immer nur die Reaktion, dass die Patienten trotzdem meine Einschätzung haben wollen (um danach in ihrem Bekanntenkreis darüber herzuziehen, wie schlecht informiert ich bin....)

  • Hallo,


    Ich erwarte von einer guten Impfberatung, dass man mir die verschiedenen Möglichkeiten darlegt und mich nicht in eine Richtung drängt oder mir aufgrund eigener Präferenzen irgendeine Information, die man hat, gezielt unterschlägt. Zudem erwarte ich, dass man sich in regelmäßigen Abständen in dem Bereich schlau gemacht hat, wenn man Impfberatung anbietet. Eigene Erfahrungen interessieren mich weniger, wenn sie nicht fachlicher Natur sind.

    Nett ist es natürlich, wenn man sagen kann: Das hier sind neue Erkenntnisse, da fehlt die Empirie. Und wenn man sagen kann: Seit 10 Jahren beobachtet man dies und das, aber auch jenes.

    Und ich erwarte, dass die individuelle Situation berücksichtigt und respektiert wird.

    Zudem erwarte ich, dass man mir offen sagt, wenn man in einem Bereich keine Auskunft geben kann oder unsicher ist oder evtl. veraltete Information hat.
    So ungefähr wie bei jeglicher kompetenten Beratung in jedwedem Fachbereich.


    Ja.


    Oder es wenigstens akzeptiert, daß man sich selber informieren möchte, wenn man das GEfühl hat, daß obiges nicht so gegeben ist und man daher nicht sofort dem (eventuell veralteten oder auf persönlichen Tendenzen beruhenden) Rat des Arztes folgt.


    Unsere erste Ärztin war z.B. fest der Meinung, daß es prima wäre, eine Mehrfachimpung in ein massives, teilweise infiziertes Neurodermitisgeschen bei einem zu dem Zeitpunkt untergewichtigem Baby hineinzuimpfen, weil SIE der Meinung war, es würde dem Körper gut tun, wenn er sich "mal mit was richtigem " auseinandersetzen müsste.


    Allerdings war das eben - vermutlich - nur "persönliche" Meinung, Belege dafür hat sie uns nicht vorgelegt. Natürlich darf sie eine Meinung haben, sollte aber auch akzeptieren, daß wir eine andere haben ODER mit echten medizinischen Belegen und Erfahrungen kommen können. Es fiel ihr ganz schwer, zu akzeptieren, daß wir diesbezüglich echte Bedenken hatten. (Übrigens war später kein anderer Arzt, erst recht nicht die dermatologischen und allergologischen Fachärzte, ihrer Ansicht ... )

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Trin ()

  • janos Das muss der/die BeraterIn schon selbst wissen, ich bin nicht die Qualitätsmanagerin dieser Leute. Und diese Thematik gibt es ja nicht nur im Bereich Impfung.


    Wer berät, sollte dies nach bestem Wissen und Gewissen tun, unvoreingenommen sein, individuell betrachten können usw. siehe oben. Wer sich nicht in der Lage sieht, dies zu tun, sollte von Beratungen absehen.

    Fiawin mit d9be2134.gif
    age.png


    Ich habe beschlossen, mich ab sofort vollkommen gesund und süßigkeitenfrei zu ernähren.

    Ich esse nur noch schnell die Reste auf.

    Weltweit.


    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

  • Hallo,


    Wer sich nicht in der Lage sieht, dies zu tun, sollte von Beratungen absehen.


    Ich fände es übrigens völlig OK, wenn ein Arzt sagt: Ich finde die Impfung XY wichtig. Ich biete ihnen an, die Impfung durchzuführen, wenn sie sie möchten und nach meiner Voruntersuchung ausreichend gesund dafür sind. Aber ich kann ihnen keinen aktuellen Stand dazu nennen, meine Informationen nach denen ich diese Impfung befürworte sind von 20XY. WEnn sie möchten, informieren sie sich bitte selber genauer und kommen dann zu mir, wenn sie die Impfung möchten.


    Mir wäre das lieber und sympathischer als wenn jemand so tut als wäre sein Stand der aktuellste und einzig richtige (wobei ich als Patient ja nicht in den Arzt reingucken kann...) Mir würde die oben genannte Satz großes Vertrauen in seine Fachkompetenz geben - einfach weil ich darauf vertrauen kann, daß er auch seine Grenzen kennt und achtet. Das können nämlich manche nur ganz schwer zugeben...


    Ich finde generell, daß man vorgeschlagenen Impfungen bzw. Kombinationen aktiv zustimmen sollen müsste und sie nicht - wie oft bei Kinderärzten gehört und teilweise selbst erlebt - als die Norm gesehen und daher ohne große Beratung einfach gegeben und man ggf. aktiv ablehnen (und dafür schnell sein...) muss.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Trin ()

  • Impfpflicht? Und was passiert mit Kindern, die die Masern durchgemacht haben? Soll dann da draufgeimpft werden? Niemals! So ein *** 8o#rolleyes


    Das mit den Titern ist auch so ne Sache: in meiner ersten Schwaschaft hatte ich erst einen von 1:8, also keinen Schutz und nach drei Monaten war der bei 1:16 und somit okay.


    Gegen Masern wurde ich übrigens als Kind geimpft und hab mich ca. 30 Jahre später doch angesteckt. Zwar atypisch mit "nur" einem Tag sehr hoch Fieber und Ausschlag, aber der Schutz war zu schwach.

    "Alle Fehler, die man hat, sind verzeihlicher als die Mittel, die man anwendet, um sie zu verbergen."

    Francois IV, comte de La Rochefoucauld

  • Ja, weder impfen noch die Masern selbst bekommen bedeutet einen 100% Schutz.


    Nur bringt es schon eine Menge, wenn 95% der Bevölkerung einen Schutz von vielleicht 80% haben.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)