Impfpflicht! Impfpflicht?

  • Frankreich hat ja auch eine impfpflichtig für alle seit 2017 geborenen kinder für vieles, da ist MMR dabei. Die TdaP Impfung ist da schon ganz lange Pflicht für alle

    We know our children best, when we know ourselves best;

    they chose the most authentic version of who we are.

    ~a.joy~

  • Verstehe ich das richtig: in Frankreich kann Masern auch nicht einzeln geimpft werden?


    Meine Große wurde noch mit dem Einzelimpfstoff geimpft, Mumps hatte sie bereits durchgemacht (Titer getestet).

    Jetzt steht die Auffrischung an und ich vermute es macht keinen Sinn den Röteltiter bestimmen zu lassen, da eh nur MMR möglich ist.

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  • soweit ich weiss, ist der Abstand egal, also man kann Jahre dazwischen haben.

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    ~a.joy~

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  • d.h. wenn man sich mit dem Einzelimpfstoff impfen lässt, bekommt man bei eventuellen Impfschäden keine Entschädigung?

    Meines Wissens bekommt man eh kaum eine Entschädigung, egal bei welchem Impfstoff, weil Impfschäden selten als solche anerkannt werden.

    Für mich ist es so, als ob man eine Schulpflicht einführt und dann, weil es eben keine Internat-freien Schulen gibt, verlangt, daß alle Kinder verpflichtend in ein Internat gehen müssen.

    Guter Vergleich, danke! #ja

  • Hallo,


    d.h. wenn man sich mit dem Einzelimpfstoff impfen lässt, bekommt man bei eventuellen Impfschäden keine Entschädigung?

    Meines Wissens bekommt man eh kaum eine Entschädigung, egal bei welchem Impfstoff, weil Impfschäden selten als solche anerkannt werden.


    Wenn denn die Reaktion überhaupt irgendwo in den Akten auftaucht und somit überhaupt mit der Impfung in Verbindung oder in Statistiken aufgenommen werden kann (und nicht etwas von "zufällig(!) zeitgleicher allergischer Reaktion" drinsteht...) .

  • Hallo,


    Dafür wiederum müsste es eine sinnvolle Impfberatung-/aufklärung geben, denn sonst weiß man nicht, ob bestimmte Sachen mit der Impfung zusammenhängen können.


    Und gerade um diese Impfberatung mache ich mir Sorgen, denn vielerorts ist sie ja eh schon kaum vorhanden. Und wozu beraten (lassen), wenn man eh keine Entscheidung treffen darf?

  • d.h. wenn man sich mit dem Einzelimpfstoff impfen lässt, bekommt man bei eventuellen Impfschäden keine Entschädigung?

    Meines Wissens bekommt man eh kaum eine Entschädigung, egal bei welchem Impfstoff, weil Impfschäden selten als solche anerkannt werden.


    Wenn denn die Reaktion überhaupt irgendwo in den Akten auftaucht und somit überhaupt mit der Impfung in Verbindung oder in Statistiken aufgenommen werden kann (und nicht etwas von "zufällig(!) zeitgleicher allergischer Reaktion" drinsteht...) .

    Also ich vermute, da wäre unser Arzt ggf. schon sehr hinterher und auch unterstützend tätig, wenn es einen Impfschaden gäbe, dass das dann auch dokumentiert und anerkannt wird.


    Die Praxis ist ziemlich impfkritisch (selbst für mich manchmal fast ZU impfkritisch), impft zwar auf Wunsch natürlich nach StIKo-Empfehlungen (bzw. alles, was man geimpft haben will), aber generell eher spärlich.

    Sie bieten z.B. auch 1x im Jahr ein Impf-Aufklärungsgespräch für alle Interessierten an.

    Der Kinderarzt meinte auch (also als wir mit den Kindern damals neu in die Praxis kamen), dass sie, FALLS jemand tatsächlich die Masern kriegen sollte, sehr engmaschig begleiten und man dann in dem Fall auch Tag und Nacht auf einem Notfallhandy anrufen könne.


    Der Gesetzesentwurf wird dort nur kopfschüttelnd und negativ kommentiert.


    Und von denen hatte ich vorab die Info, dass es zwar wohl einen Masern-Einzelimpfstoff gibt, dass man aber im Falle eines Impfschadens dann keine Entschädigung bekommt.

  • Ob die Meldung „berechtigt“ ist, muss man ja zum Glück nicht selbst entscheiden.

    Wenn eine Meldung kommt, wird geschaut, ob es die gleiche Meldung schon einmal gab, wenn ja -> Statistik. Wenn nein -> ist es plausibel wg. Wirkmechanismus oder bekannter Klasseneffekt?

    Wenn nein -> genaue Untersuchung der Begleitumstände, ggf. Aufruf für weitere Meldungen in der Fachpresse, Überprüfung weiterer Meldungen.

    Wer da was untersucht hat, welche Eventualitäten geprüft wurden etc. wird alles öffentlich dokumentiert.

  • Die Frage ist, wenn es jetzt soweit käme, nur rein theoretisch... Also da ist z.B. ein Schüler/seine Eltern und die möchten eigentlich keine Impfung, lassen sich aber durch die Umstände zur Masernimpfung überreden. Und es gibt keinen Einzelimpfstoff. Ergo lehnen sie ab. Dann käme auf die Eltern die entsprechende o.g. Geldstrafe ins Haus. Wenn die Eltern dann Klage erheben würden, weil kein Einzelimpfstoff zur Verfügung steht und es keine Impfpflicht gibt gegen Röteln und Mumps... Ich würde mich nicht wundern, wenn man den Eltern dann Recht geben würde. Eben weil es ja nicht sein kann, dass auf diese Methode eine 3 fach Impfung durch die Hintertür kommt. So würde sich das für mein Rechtsempfinden anfühlen. Aber das heißt natürlich gar nichts.

    Ich vermute daher eher, dass es beizeiten wieder den Einzelimpfstoff geben wird, um das o.g. Problem zu umgehen. Aber letztlich sind das alles Vermutungen und ich wäre auch verärgert, wenn ich jetzt in dieser Situation wäre, weil da keine Rechtssicherheit besteht, solange diese Frage vor Gericht eben nicht geklärt ist.

    Auch die Pläne zur verpflichtenden Impfung von in bestimmten Bereichen tätigen Erwachsenen halte ich für äußerst realitätsfern. Es gibt so viele Leute, deren irgendwann Mal erfolgte Impfungen nicht richtig dokumentiert sind, deren Impfpass abhanden kam, die eine durchgemachte Erkrankung nicht belegen können oder die keine Masern-Impfung haben. Ein erheblicher Teil derer möchte sich nicht MMR impfen lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Risiko eingegangen wird, dass ab einem Stichtag Kliniken, Kindertageseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen usw. so viel Personal wegbricht.

  • rheinländerin : glaub ich nicht. Wer seine Masern-Impfung nicht nachweisen kann und keinen Titer bestimmen lassen möchte (muss man vermutlich auf eigene Kosten machen lassen), der muss sich halt impfen lassen. Kaum jemand wird es sich leisten können, seinen Job zu kündigen, nur weil er eine Impfung verweigert.

  • Hallo,


    rheinländerin : glaub ich nicht. Wer seine Masern-Impfung nicht nachweisen kann und keinen Titer bestimmen lassen möchte (muss man vermutlich auf eigene Kosten machen lassen), der muss sich halt impfen lassen. Kaum jemand wird es sich leisten können, seinen Job zu kündigen, nur weil er eine Impfung verweigert.


    Und genau das ist das unglaublich fiese daran - hat man gegen Masern keinen Impfnachweis bzw, ausreichenden Titer MUSS man sich bzw, sein Kind gegen Dinge impfen lassen, die man ggf. schon hatte oder die - eigentlich - gar nicht Pflicht sind, einfach weil einem keine andere Möglichkeit gelassen wird.


    Ich finde, hier ward massiv das Persönlichkeitsrecht untergraben - denn besteht man auf sein RECHT, nämlich sich genau das impfen zu lassen, was verpflichtend ist und nicht mehr (davon, sich nach einer sinnvollen(!) Impfberatung selber entscheiden zu können, reden wir ja gar schon nicht mehr), hat man trotzdem keine Chance. Denn dann wäre man eben arbeitslos und auch im Beruf nicht mehr vermittelbar ...

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  • rheinländerin : glaub ich nicht. Wer seine Masern-Impfung nicht nachweisen kann und keinen Titer bestimmen lassen möchte (muss man vermutlich auf eigene Kosten machen lassen), der muss sich halt impfen lassen. Kaum jemand wird es sich leisten können, seinen Job zu kündigen, nur weil er eine Impfung verweigert.

    Der Arbeitnehmer müsste doch auch gar nicht seinen Job kündigen, sondern eine Kündigung würde in dem Fall ggf. vom Arbeitgeber ausgesprochen. (Das wäre aber meines Erachtens auch nur möglich, wenn der Arbeitsvertrag zuvor insoweit geändert worden wäre, dass das Merkmal "Masern-Impfung" als vertraglich geschuldet vereinbart wurde. Ansonsten könnte der AG zunächst verpflichtet sein, den AN mit Aufgaben ohne "Kundenkontakt" zu betrauen.) Kündigungen durch Arbeitgeber halte ich für sehr unwahrscheinlich, da Kliniken, Kitas, Pflegeheime etc. es sich nicht leisten können, Personal zu verlieren, da es schwer bis nahezu ausgeschlossen ist, Ersatz zu finden. Die Aufrechterhaltung des Betriebes muss gewährleistet bleiben bei jetzt schon äußerst dünner Personaldecke.

  • Hallo,


    Das würde gehen, wenn die Leute sich einig wären. Dann gäbe es sicher ganz schnell andere Regelungen oder wenigstens einen Einzelimpfstoff.


    Sie sind aber nicht einig. Die meisten werden denken "Was soll ich tun, ich will mich zwar eigentlich nicht derart verar...en lassen, aber auf meinen Job kann ich noch weniger verzichten. Also beiße ich in den Apfel, auch wenn er mir zu sauer ist".

    Und die, die auf ihrem Recht(!) bestehen, stehen dann schnell alleine da und werden zusätzlich zum Druck von oben noch von den Kollegen und Eltern angemacht. "Weil du dich so hast, muss ich für dich mitarbeiten", "Weil die sich so hat (und auf dem besteht, was eigentlich ihr gesetzliches RECHT ist), fehlt sie als Betreuung für unser Kind".


    Das wird dann noch gefördert (Teile und herrsche) . Das habe ich leider schon bei verschiedenen anderen Sachen so erlebt (man erinnere sich an die diversen Streiks usw..


    Und das ist genau das, womit gerechnet wird (wie ich das finde, schreibe ich lieber nicht). #hmpf

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