Der Morgen nach der Zeitumstellung. Gäähhhn

  • Zitat


    Und dann noch eine Frage an die, die sich den ganzen Sommer über nicht umstellen können - was passiert denn, wenn ihr in eine andere Zeitzone reist? Oder im Sommer nach Skandinavien? Geht es euch besser näher am Äquator, wo es abends immer dunkel ist?

    skandinavien fänd ich zum wohnen tatsächlich nicht so schön, was das betrifft (andere dinge schon). im winter zu dunkel, im sommer zu hell. als urlaubsfeature ist das ganz interessant, dauerhaft will ich das eher nicht unbedingt. bin schon ganz froh, auf dem breitengrad etwa der südlichen bretagne zu leben.

  • VivaLaVida : Mein schlafbedarf sinkt bei genug Sonnenlicht, habe das auch von einigen anderen schon gehört.

    ist bei mir anders. ich brauche immer mindestens 8 stunden, um normal drauf zu sein.


    Ich finde schon dass Licht einen Einfluss auf das Schlafen hat. Als wir mal Urlaub auf einem Bauernhof mitten im nirgendwo gemacht haben fiel uns erst auf dass es nachts dunkel ist. In meinem Umfeld gibt es sonst immer irgendwo Licht. Eine strassenlaterne, ein vorbei fahrendes Auto, Fenster der Nachbarschaft. Dort war es stockfinster und ich hatte das Gefühl tiefer zu schlafen, nachdem ich ein paar Tage zur Eingewöhnung brauchte

    Schoko

    definitiv. das schöne ist, eigentlich ist es hier total dunkel nachts vor unserem fenster. da ist nur wald.

  • skandinavien fänd ich zum wohnen tatsächlich nicht so schön, was das betrifft (andere dinge schon). im winter zu dunkel, im sommer zu hell.

    Mein Eindruck in meinem Umfeld ist, dass manche das ganz problemlos vertragen, während andere sowohl im Sommer (zu lange hell) als auch im Winter (nicht genug Licht) Probleme mit dem Schlaf haben. Es würde mich echt interessieren woran das liegt, irgendwie muss der Körper da unterschiedlich funktionieren...

    Liebe Grüße
    Achillea
    #sonne


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  • Die Belastung durch Zeitumstellung glaube ich gern, auch wenn ich darunter eher nicht leide.


    Trotzdem habe ich eine Frage an die Verfechterinnen der Chronobiologie:


    Inwiefern ist es für den menschlichen Organismus und Biorhythmus zuträglicher, wenn der Sonnenhöchststand eine halbe Stunde vor dem sozialen Mittag liegt (was hier an meinem Wohnort zur Winerzeit der Fall ist) als wenn der Sonnenhöchststand eine halbe Stunde nach dem sozialen Mittag liegt (was hier bei Sommerzeit der Fall ist)?

    Wir weichen doch in beiden Fällen eine halbe Stunde ab von dem was sich einstellt, wenn wir alle Uhren ignorieren und unserem Organismus erlauben, sich nur an den Lichtverhältnissen zu orientieren - nur in verschiedene Richtungen.

  • Und dann noch eine Frage an die, die sich den ganzen Sommer über nicht umstellen können - was passiert denn, wenn ihr in eine andere Zeitzone reist? Oder im Sommer nach Skandinavien? Geht es euch besser näher am Äquator, wo es abends immer dunkel ist?

    Wenn ich verreise, dann ist Urlaub und ich kann mir in aller Regel meine Zeit gut einteilen. Das geht im Alltag nicht. Da geht alles andere zu den Uhrzeiten los, wie vor der Umstellung eben auch. Außerdem ist man nach 2 Wochen wieder zurück. Deshalb ist es für mich nicht so schwierig, mich da einzustellen, zu Hause fällt es mir aber auch schwer.

    Leben in Skandinavien stelle ich mir für mich auch schwer vor eben wegen der langen Sommertage.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Achillea : Das hat etwas mit dem Melatoninspiegel zu tun. Pubmed ist voll von Artikeln dazu.


    Hinzu kommt: Je dunkler es ist, umso mehr Melatonin wird produziert, umso weniger hoch ist z.b. das Risiko für Krebs und andere. Blinde Frauen erkranken signifikant seltener an Brustkrebs.


    Hier mal der Link zu mehr als 4000 Artikeln zum Thema Schlaf und Melatonin: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=melatonin+sleep


    Und hier der Link zu mehr als 2000 Artikeln zum Thema Krebs und Melatonin: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=melatonin+cancer

  • Ich liebe die sonnigen warmen Sommerabende. Die Mittagshitze kann man innen verbringen aber abends bekommt man dann trotzdem noch gut Sonne ab. Das tut meiner Psyche verdammt gut.

    Noch mehr merkt man das bei meinem Mann. Der bekommt im Sommer nach Arbeit wenigstens ein bisschen Sonne ab. Das macht seine Laune deutlich besser.

    wenn ich früh um 6:00 aufstehen muss, muss ich Abends eh um 22:00 Uhr ins Bett... was mir da lange Sommerabende bringen erschließt sich mir echt nicht.^^

    Der Mann geht eh nicht vor 23 Uhr ins Bett. #weissnicht

    Aktuell hockt er abends halt ganz oft vorm Rechner, im Sommer halt gern auch mal mit Freunden im Biergarten.

    Und am Wochenende können wir ausschlafen.

    Iverna : Und ich bin da länger wach und fit. Aufstehen ist immer ätzend, egal wann ich ins Bett gehe.

    Ja, so gehts mir auch.

    “Stelle Dich an den Abgrund der Hölle
    Und tanze zur Musik der Sterne!”
    (Walter Moers)


    Du darfst sein, wer du bist, du darfst dich äußern und wir nehmen das ernst. Da ist immer beides: Wurzeln und Flügel, Bindung und Freiheit.

    (Herbert Renz-Polster)

  • Ich hab weiter vorn schon mal geschrieben, Urlaub ist ein ganz anderes Thema als Alltag.


    Und Skandinavien kenne ich bis dato nur im Sommer und ohne Kinder. Da hat es mir gefallen. Irgendwo zu leben, wo es im Winter noch dunkler ist wie hier, das würde mir vermutlich schwer fallen.


    Ich war auch schon in Äquatornähe, dann allerdings im Februar (also hier eher noch Winter), da ist mir der Sonnenstand nie groß aufgefallen. Ich nehme daher an, dass es mir persönlich vermutlich besser geht, je weiter ich im Süden bin. So von den Lichtverhältnissen her.

  • Mein Eindruck in meinem Umfeld ist, dass manche das ganz problemlos vertragen, während andere sowohl im Sommer (zu lange hell) als auch im Winter (nicht genug Licht) Probleme mit dem Schlaf haben. Es würde mich echt interessieren woran das liegt, irgendwie muss der Körper da unterschiedlich funktionieren...

    Ich denke, wir haben uns als Spezies in Äquatornähe entwickelt und mit dem gleichmäßigen Tages-Nacht-Rhythmus von dort kommen wir alle zurecht. Die Abweichungen davon werden dagegen unterschiedlich gut vertragen, weil wir individuell besser oder schlechter angepasst sind.


    Ich bin schlechter angepasst. Mir ist es im Winter zu dunkel und im Sommer zu lange hell. Wobei mir die lange Dunkelheit im Winter auf die Stimmung schlägt, aber hauptsächlich deshalb, weil es halt nie richtig hell wird. Und im Sommer ist mein Problem weniger die Helligkeit - die ist nur lästig, weil ich die Kinder bei Licht ins Bett manövrieren muss und die da immer ein bisschen uneinsichtig sind. Im Sommer ist das größte Problem die Hitze. Wir wohnen halbwegs kontinental, ohne viel Wind in der Nähe, und hier wird es an heißen Tagen erst über eine Stunde nach Sonnenuntergang so mild, dass man schlafen kann.


    Und wenn ich abends ins Bett muss, solange es noch brüllend heiß ist, und dafür dann morgens das Kind in die Schule bringen muss, solange es noch viel zu kalt ist, dann bin ich von der Abweichung gegenüber der Normalzeit genervt.

    Xenia mit Te (Herbst 04) und Ka (Herbst 07) und Ha (Feb 12)

  • Mein schlafbedarf sinkt bei genug Sonnenlicht

    Das geht mir auch so. In gewissen Grenzen.


    Ich glaube sogar, dass die Leute, die der Meinung sind, dass es ihnen „während der Sommerzeit“ besser geht, eben von diesem Effekt berichten. Also ich vermute, dass es vielen Sommerzeitfans nicht vor allem deshalb besser geht, weil sich das Licht besser auf ihren Tag verteilt, sondern weil es halt insgesamt mehr ist UND weil sie nur im Sommer halbwegs in die Nähe ihres natürlichen Schlafbedarfs kommen.


    Wer mit der Haltung „der Morgen ist eh für den Eimer“ kombiniert mit „Sommerzeit ist schick“ durch die Welt läuft, dem würde ich generell frühzeitigeres Ins-Bett-Gehen empfehlen, auch zur Normalzeit.

    Ausgeschlafensein ist wichtig für das seelische Gleichgewicht und die körperliche Leistungsfähigkeit.


    (Schreibt jemand, der gestern wieder viel zu spät ins Bett gekommen ist und nach weniger als 8 Stunden wieder aufstehen musste. Also ich predige das nur, ich krieg es auch nicht hin. #angst)

    Xenia mit Te (Herbst 04) und Ka (Herbst 07) und Ha (Feb 12)

  • Wir sind heute morgen auch deplaziert gewesen. Nicht mal der Hund wollte raus #ja.


    Und jedes Jahr wollen wir im Sommer den gigantischen Sternenhimmel am Wohnwagen aus der Hängematte heraus bewundern und schaffen es fast nie weil es ewig hell bleibt. Das ist jetzt nicht überlebenswichtig, aber es war zu meiner Kindheit einfach schön

    Darf ich fragen, wann du geboren bist? Die Umstellung auf Sommerzeit gibt es ja jetzt doch schon seit ca 40 Jahren. Ich bin 50 und habe durchaus auch tolle Sternenhimmel gesehen - man sieht sie aber tatsächlich immer schlechter, Problem sehe ich dabei aber weniger in der Sommerzeit, sondern in der Lichtverschmutzung ... (zu viel Streulicht)

  • Und dann noch eine Frage an die, die sich den ganzen Sommer über nicht umstellen können - was passiert denn, wenn ihr in eine andere Zeitzone reist? Oder im Sommer nach Skandinavien? Geht es euch besser näher am Äquator, wo es abends immer dunkel ist?

    Ich bin jemand, der mit der Umstellung keinerlei Probleme hat - selbst mehrere Stunden Zeitverschiebung habe ich eigentlich nach dem ersten Schlaf nach dem Flug gut weggesteckt, ABER ich bin zB nicht gerne in der Gegend am Äquator, es wird mir zu schnell dunkel (und mich irritiert diese Gleichförmigkeit über die Jahreszeiten und den Tagesverlauf) - dafür genieße ich den Norden im Sommer (oder dann, wenn es dort schon/oder noch länger hell ist als bei uns). Ich mag einfach die Abwechslung.


    Ich muss aber auch sagen, dass ich einen Job habe, wo ich nicht vor sieben Uhr aufstehen muss, meist stehe ich später auf. Das spielt sicher eine Rolle, aber ich habe das schon durchaus bewusst so gewählt.

  • ich stehe wegen der kinder und des schulbeginns vor 7 uhr auf (fänd es schräg, im bett liegen zu bleiben, wenn alle anderen raus müssen). das hat ja nicht nur etwas mit dem job zu tun.

  • ich stehe wegen der kinder und des schulbeginns vor 7 uhr auf. das hat ja nicht nur etwas mit dem job zu tun.

    Ich habe den Luxus, dass mein Mann früher zu arbeiten beginnt und Tochter und er gemeinsam frühstücken. Und ja, ich sehe das als Luxus. Dafür stehe ich dann mit Tochter auf, wenn sie mal wirklich früh (wir haben auch immer wieder mal Treffpunkte um 5 Uhr) oder hole Tochter mitten in der Nacht (oder frühen Morgenstunden) irgendwo ab.

  • ich stehe wegen der kinder und des schulbeginns vor 7 uhr auf (fänd es schräg, im bett liegen zu bleiben, wenn alle anderen raus müssen). das hat ja nicht nur etwas mit dem job zu tun.

    ja....ein späterer Schulbeginn würde auch die Sommerzeit leichter verdaulich machen.

  • Genau. Ideal fände ich, wenn nicht die Uhr verstellt wird, sondern sich die Geschäfts-, Schul-, und Arbeitszeiten um eine Stunde verschieben. (Also Schulbeginn um neun statt um acht, aber eben nicht nur.)

    (Mir ist klar, dass das wahrscheinlich ein Wunschtraum bleiben wird. ;) )

    Wer sagt eigentlich, dass die Schildkröte unter dem Panzer keine Flügel versteckt?


    Dechslein: 7/2013

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  • ich stehe wegen der kinder und des schulbeginns vor 7 uhr auf. das hat ja nicht nur etwas mit dem job zu tun.

    Ich habe den Luxus, dass mein Mann früher zu arbeiten beginnt und Tochter und er gemeinsam frühstücken. Und ja, ich sehe das als Luxus. Dafür stehe ich dann mit Tochter auf, wenn sie mal wirklich früh (wir haben auch immer wieder mal Treffpunkte um 5 Uhr) oder hole Tochter mitten in der Nacht (oder frühen Morgenstunden) irgendwo ab.

    könnte ich auch so machen. mein mann steht gg. 6 auf und bereitet für alle das frühstück. er geht kurz bevor die kinder das haus verlassen. aber ich mag das nicht. fänd ich irgendwie ... hab kein wort dafür gerade.

  • Hinzu kommt: Je dunkler es ist, umso mehr Melatonin wird produziert, umso weniger hoch ist z.b. das Risiko für Krebs und andere. Blinde Frauen erkranken signifikant seltener an Brustkrebs.

    Das ist aber doch unabhängig von der Zeitumstellung? Die Gesamt-Belichtung bleibt doch gleich? Oder geht es um den Aufenthalt im Freien vs geschlossenen Räumen?