Dringend. Abstillen wegen Medikamenten... Hilfe bitte

  • Huhu

    Durch ne ziemlich heftige Erkrankung muss ich heute meine kleine erbse abstillen.

    Sie wird nächste Woche ein Jahr alt und stillt eigentlich noch dauernd.

    Isst aber auch eigentlich alles was sie findet.


    Brauch ich da noch Fläschchenzeug? Welches? Wie geht das?


    Kann ich sie in 2 Wochen weiter stillen? Platzen nicht bis dahin die brüste?

    Mir geht es total schlecht damit

  • Ich musste meine Mädels auch spontan mit ca 12 Monaten abstillen. Sie haben dann einfach gegessen, ich hab mir da keine Gedanken machen können. Aber mit Milchflasche da noch anzufangen, würde ich vermeiden. Wenn sie sich umgewöhnen muss, ist es m.M.n. egal wohin. Danach habe ich auch nicht wieder angefangen zu stillen. Ich war einfach am Ende meiner Kräfte. Das hat sich dann alles einfach ergeben.


    Ich wünsche dir gute Besserung und viel Kraft.

  • 1 Jahr ist ja zum Glück nicht mehr ganz klein. Ich hatte bei meinen mit 1,5 Jahren noch Fläschchen mit Kuhmilch angeboten, zumindest vorübergehend, dauerhaft wollten sie das nicht


    Ist es denn gesichert das Du abstillen musst? Hast du mal nach dem Wirkstoff bei embryotox geguckt? Oder vielleicht gibt es sogar eine Alternative?

  • ich habe 3 monate stillpause gemacht, weil ich nervlich so runter war, dann haben wir noch über ein jahr weiter gestillt

    nur mut!

    ... mit Anna 2011, Sven 2014, Elsa 2015 & Olaf 2018

  • Das ist bestimmt hart für dich, wenn das so plötzlich und unfreiwillig kommt.


    Wenn du nach den zwei Wochen weiterstillen möchtest, würde ich dir empfehlen, während der Zeit abzupumpen und die Milch wegzukippen.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Du kannst, wenn du nicht abstillen willst, nach 2 Wochen weiterstillen und bis dahin abpumpen.

    Wende dich am besten an eine Stillberaterin und frag mal hier bei Denise im Stillforum nach.


    Gute Besserung!

    Mit großem Kind (2008) und kleinem Kind (2018)


    Meist vom Handy aus im Forum unterwegs. Tippfehler sind garantiert.

  • Hast du bzw. Dein Arzt Rücksprache mit Embryotox gehalten ?

    Wirklich angerufen und nachgefragt ?

    Wenn nein , dann halt dem Arzt die Telefonnummer unter die Nase und lass ihn dort anrufen!

    Die öffentliche Datenbank gibt nur einen Teil wieder.


    Wenn es nur 2 Wochen sind, ist es recht wahrscheinlich , dass es stillverträgliche Alternativen gibt.


    Ansonsten: ja du brauchst Ersatzmilch fürs Kind . Ob es diese in der Flasche, Becher, Schnabeltasse nimmt ist egal. Stillfreundlich wäre kein Sauger.


    Du müsstest darauf achten, dass deine Brust nicht schmerzhaft voll wird.

    Viel kühlen, ggf. ausstreichen oder abpumpen . Salbeitee trinken .

    Liebe Grüße
    Martina


    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

  • ich habe keine Tipps. Möchte aber anmerken


    #kreischendie Erbse wird schon 1 Jahr alt?? #kreischen


    Alles Gute für euch!

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Unbedingt eine gute Stillberaterin suchen! Wenn Du auch Beratung über Skype machen möchtest/würdest, kann ich Dir per PN eine ganz, ganz liebe empfehlen. Wenn es eine IBCLC Stillberaterin ist, kann auch sie für dich bei Embryotox anrufen.


    Ansonsten wurde das wichtigste ja schon gesagt. Wenn die Erbse jetzt noch sehr viel stillt macht es vermutlich schon Sinn Ersatzmilch anzubieten. Für Dich unbedingt Salbeitee und viel Zeug zum Kühlen, nicht dass Du einen Milchstau bekommst, danach weiter zu stillen sollte eigentlich ganz gut möglich sein, wenn auch die Erbse das möchte. Mein Großer hat mal 4 Wochen Pause gemacht (da war er schon 2) und danach ganz problemlos wieder weiter gestillt.


    #knuddelAlles Gute!

  • ich hab meinen Großen mit knapp 2 wegen massiver Übelkeit in der Schwangerschaft abgestillt. Ca. einen Monat später ging es mir besser und ich habe wieder angefangen. Er war zwar verwirrt, Ernährungstechnisch war es aber kein problem.

  • 2 Wochen abpumpen und Flasche anbieten würde ich machen. Du kannst ja dann nach 2 Wochen überlegen, ob du wirklich nochmal stillen magst. Also dagegen spricht ja nix...


    Gute besserung!!

    Wyrd bið ful aræd!


    Einmal editiert, zuletzt von Iverna ()

  • Hat dein Arzt da mit Embryotox Rücksprache gehalten?

    Mit Aciclovir muss(te) - Achtung: mein Wissen ist schon ein paar Jahre alt-man nicht notwendigerweise abstillen. Zumindest vor ein paar Jahren konnte man da, abhängig vom Alter des Kindes und Stillhäufigkeit noch weiterstillen.


    edit: Tine war schneller

  • Also das sagt Embryotox dazu:


    Stillzeit

    Pharmakokinetik

    HWZ: 2-4 h, Neugeborene: 3,8h; Proteinbindung: 9-33%; molare Masse: 225; relative Dosis: max. 7%; Anteil einer therapeutischen Säuglingsdosis von 20 mg/kg/d: 5%; M/P-Quotient: 0,6-4; orale Bioverfügbarkeit: 10-30%.

    Klinik

    Obwohl Aciclovir in geringen Mengen im Serum gestillter Kinder nachweisbar war, wurden in keinem Fall irgendwelche Auffälligkeiten bei den Kindern beschrieben. Therapeutisch wird Aciclovir auch bei Neugeborenen eingesetzt und ist im Allgemeinen gut verträglich.

    Empfehlung

    Bei einer lokalen oder systemischen Therapie mit Aciclovir kann uneingeschränkt weiter gestillt werden.


    *Quelle


    Mit dieser Info würde ich, wenn ich vorsichtig sein will, mal mit einer IBCLC Stillberaterin telefonieren und dann wohl ganz entspannt weiterstillen...

  • Es wurde ja schon gesagt, daß du auf Embryotox nicht abstillen musst.


    Aber ist es nicht traurig, wie schnell und offenbar ja auch sehr glaubwürdig das Abstillen alternativlos geraten wurde?

    Wieviele wohl "brav" schweren Herzens abstillen, obwohl es gar nicht nötig gewesen wäre....

  • Es wurde ja schon gesagt, daß du auf Embryotox nicht abstillen musst.


    Aber ist es nicht traurig, wie schnell und offenbar ja auch sehr glaubwürdig das Abstillen alternativlos geraten wurde?

    Wieviele wohl "brav" schweren Herzens abstillen, obwohl es gar nicht nötig gewesen wäre....

    Sehr wahr.

    Mir wurde das Rezept für Aciclovir von der Hautärztin übrigens verweigert, weil ich deswegen nicht abstillen wollte. Auch nach meinem Hinweis auf die Empfehlung von Embryotox und der Bitte, dort halt kurz selbst anzurufen. Erst ihr Chef, der Praxisinhaber hat das dann verordnet und sie hat dann noch im Hintergrund etwas von "Kund vergiften auf eigene Verantwortung" (meine Tochter war damals 2! ) gemurmelt. #flop. Sorry fürs off topic.

  • Gummibärchen Bei der Reprotox kannst Du Dich auch selbst beraten lassen. :-)

    "...Mit Hilfe eines speziellen Datenbanksystems erfassen wir Informationen über die Folgen einer Medikamenten- oder Schadstoffexposition. Dadurch können wir Ihnen schnell und umfassend aktuelle Erkenntnisse über den Einsatz von Medikamenten in Schwangerschaft und Stillzeit sowie über fruchtschädigende Umweltfaktoren zur Verfügung stellen..."



    Telefon0731 500-58655

    Telefax0731 500-58656

    E-Mailpaulus@reprotox.de

    Sie erreichen uns telefonisch:

    Mo bis Do: 09.00 - 18.00 Uhr

    Fr: 09.00 - 16.00 Uhr

    https://www.uniklinik-ulm.de/f…medikamentenberatung.html

    "Über besorgte Bürger wusste er Bescheid. Wo auch immer se sich aufhielten: Sie sprachen immer die gleiche private Sprache in der "traditionelle Werte" und ähnliche Ausdrücke auf "jemanden lynchen" hinaus lief." Terry Pratchett: Die volle Wahrheit
    LG Bryn mit Svanhild (*01), Arfst (*02), Singefried (*09) und Isebrand (*12)

  • Danke euch. Jetzt geht es mir wieder viel besser.


    Da der Arzt embyotox kennt und ewig im Computer nach Alternativen gesucht hat bin ich echt davon ausgegangen das das nicht geht. Warum sagt der sowas?

    Das Medikament nicht nehmen kommt halt überhaupt nicht in Frage, mein Auge ist totale matsche und ich mag wieder sehen können.


    Jetzt sind mann und Kinder weg und ich schlafe erstmal ne runde

  • Oh shit!


    Also klar: weiterstillen.

    Und ausreichend Schmerzmittel nehmen bitte. Nicht nur bei Schmerz, sondern auch bei Missempfindungen. Es gibt auch Aciclovir-Augengel, falls es wirkllich auch im Auge ist.


    Der Arzt hat vermutlich nur in die Fachinformation geschaut (=Absicherung des Herstellers) und nicht bei Embryotox (unabhängige Wirkstoffdatenbank).