Einschlafstillen, Familienbett und erneute Schwangerschaft

  • Hallo ihr Lieben,

    Anfang November soll unser 2.Baby auf die Welt kommen. Unser Großer wird dann 3 Jahre alt sein. Bisher schlafen wir alle zusammen im Bett und ich stille meinen Sohn zum Mittagsschlaf, abends zum einschlafen und nachts noch. Auf einer Bettseite steht sein Bett als Rausfallschutz. Hier schlafen aber eigentlich nur die Katzen drin, da er die ganze Nacht Körperkontakt möchte.

    Nun bin ich schon am überlegen wir das mit dem Baby dann wird. Wir könnten auf die andere Seite den Babybalkon stellen, das wäre nicht das Problem. Eher wie bekomme ich es abends hin zwei Kinder schlafen zulegen, wenn der Große such so an mir hängt? Soll ich vorher schon probieren mehr Abstand beim schlafen zwischen uns zu bekommen? Abstillen wollte ich eigentlich nicht, von meinem Mann lässt er sich nicht ins Bett bringen.

    Hat jemand eine Idee oder einen Tipp?

    Danke

  • Grundsätzlich siehst Du das eh erst, wenn das Baby da ist. Aber so ganz allgemein: den Mann in die Pflicht nehmen. Das hilft nämlich auch sonst bei zwei Kindern und besonders am Anfang. Soll er anfangen, das bettritual mitzugestalten.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Bei uns ist es ein bisschen leichter, Zwetschke hat sich in der 6. SSW selbst abgestillt. Da war sie knapp 4. Davor hatte ich schon das nächtliche Stillen (mit ca. 3, glaube ich) abgestellt, das hat nicht mehr gepasst. Au h das Einschlagstillen war damals nur mehr ein 10Minuten nuckeln und dann kuschelnd einschlafen.

    Ich gaube, das nächtliche Abstillen würde ICH in deiner Situation tatsächlich aktiv angehen. Abends kann man vielleicht gut aushandeln, aber die Chance dass nachts dann ein Baby und ein dreijähriger gleichzeitig stillen wollen und einer von beiden dann losbrüllt und alles weckt wäre mir, als absolute "Schlaf geht über fast alles"-Person zu heikel.

    Bei uns ist es jetzt wenn ich beide ins Bett bringen so: Ich versuche, die Gute-Nacht-Geschichte irgendwie hinzubekommen (notfalls im Auf und Ab Gehen vor dem Bett mit Baby am Arm), dann darf Zwetschke auf Papas Seite vom Bett mit Kopfhörern leise Kinderlieder hören bis Kirschlein schläft und dann kuschelt sie sich zu mir. (Dann hab ich eine links, eine rechts, Kirschlein hat beim Einschlafen immer eine Cluster-Phase) Selten schläft Zwetschke schon beim Musik hören ein. Ich bin zwar grundsätzlich selbst Kinderliedern als Einschlagbegleitung gegenüber etwas kritisch eingestellt (Medienkonsum halt), aber sie muss ohne Körperkontakt im relativ dunklen Zimmer ruhig warten, bis das Baby, das ständig Angst hat was zu verpassen und daher bei Geräuschen gleich wieder auf schaut, schläft. "Lieg einfach ruhig" wäre ziemlich gemein, finde ich.

    Später legt mein Mann sie in ihr Bett und nachts kuschelt sie sich an ihn, ich muss Kirschlein auch auf die andere Seite legen können ohne dass sie von unserem kleinen Propeller aka Zwetschke erwischt wird.


    Wenn mein Mann zu Hause ist, macht er das Abendritual mit Zwetschke. Wenn Kirschlein schon schläft, bis sie ins Bett kommen darf Zwetschke sich aussuchen, ob sie mit ihm oder mit mir kuschelt.

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  • Bis November ist noch soviel Zeit, ich würde das auf mich zukommen lassen. Ich hatte auch 3 Jahre Abstand zwischen meinen Kindern, war abends meist alleine und habe beide, oder die beiden jüngsten dann immer zusammen ins Bett gebracht. Das ging meistens sehr gut, mit 3 Jahren sind sie ja auch schon recht verständig, mach dir mal keine Sorgen. Wenn es doch nicht so gut klappt kannst du immer noch etwas ändern. Jetzt schon eine Veränderung herbeizuführen halte ich nicht für klug, es sei denn du willst es unbedingt, die Kinder ändern doch eh immer ihre Vorlieben.

  • Allerdings muss ich sagen, dass das größere Kind nicht mehr gestillt wurde, das hat es dann doch vereinfacht glaube ich.

  • Danke für eure Tipps!

    Mein Mann arbeitet Schicht, ihn da regelmäßig einzubinden wird schwierig. Generell ist er leider nicht so der einfühlsame Typ. Tagsüber liebt unser Sohn ihn, aber sobald er müde wird oder sich weh tut ist nur Mama angesagt. Selbst wenn er momentan nachts aufwacht, weil ich zum gefühlten 100.mal auf Toilette muss, und Papa sagt "komm kuschel dich an mich, Mama kommt sofort" fängt er gleich an zu brüllen.

    Und Abstillen, hm, er ist halt noch so ein absoluter Milchjunkie. Hab da irgendwie kein gutes Gefühl ihm das so weg zu nehmen. Aber vielleicht ändert sich das ja noch in den nächsten Wochen/Monaten.

    Wir dachten auch schon daran es nochmal zu probieren, dass er bei Oma schläft oder sie vielleicht mit ihm hier bei uns Zuhause. Bisher wollte er immer bei Oma schlafen, aber sobald es ins Bett ging wollte er wieder zu Mama. Aber im Gegensatz zum Papa, lässt er sich von Oma wenigstens ins Bett bringen. #gruebel

  • ich hab hier eine ähnliche Situation, der große ist jetzt 2.5 und die kleine 4 Monate. Ich hangel mich von Abend Abend, mal beide gleichzeitig einschlafstillen, mal hintereinander, wenn der Papa da ist und ein Kind nehmen kann, mal darf der große zur Not Fotos auf dem Handy gucken oder die kleine ist wach aber zufrieden und erzählt, während der große einschläft. Es ist oft ein Seiltanz aber eine echte Alternative sehe ich nicht.

  • Und Abstillen, hm, er ist halt noch so ein absoluter Milchjunkie. Hab da irgendwie kein gutes Gefühl ihm das so weg zu nehmen. Aber vielleicht ändert sich das ja noch in den nächsten Wochen/Monaten.

    stillen kann man auch ausschleichen. Ist ja bis November noch ein halbes Jahr.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Grundsätzlich siehst Du das eh erst, wenn das Baby da ist.

    Das einerseits, andererseits würde ich persönlich das nächtliche Stillen und das Einschlafstillen versuchen auszuschleichen. du hast ja dann Nachts auf jeden Fall das Baby zustillen. Und ob du selbst in der Schwangerschaft die zusätzlichen Schlafunterbrechungen gut verkraftest ist auch noch eine Überlegung wert. Vielleicht könnt ihr auf andere Stillzeiten ausweichen, so dass das Stillen zwar erhalten bleibt aber günstiger liegt.

    Meisterschülerin mit dem großen Meister(02/11), dem Möppi (09/13), dem Kleinchen (07/15) und


    hebamme4u-Ticker

  • DeanRuby  

    Ich wollte nur sagen, das könnte von mir stammen. Nur dass das Baby im September kommt und der Große dann erst 2 ist...

    Ich habe in einer Anfangspanik genau das probiert, üben, ob er ggf doch beim Papa einschläft, versucht nachts abzustillen bzw auszuweiten... Und bin in allen Punkten gnadenlos gescheitert, keine Chance.

    Ich weiß, ich bin Dir keine Große Hilfe, aber ich kann nur sagen, versuch Dich nicht zu stressen.

    Wenn du nicht total überzeugt bist, vom jetzt abstillen UND dein Kind ein Stilljunkie ist, wie du schreibst, dann klappt es bestimmt nicht...

  • Als meine Kleine geboren wurde, war der Große fast 3 und hat zwar nicht mehr gestillt, brauchte aber noch Körperkontakt zum Schlafen. Ich habe dann zum Einschlafbegleiten im Bett gesessen, die Kleine an der Brust gestillt und der Große neben mich gekuschelt (auf der Seite, auf die die Füße der Kleinen nicht zeigten). Das ging für alle ganz gut.


    Ich würde eigentlich vor der Geburt nicht auf Biegen und Brechen irgendwas ändern. Wenn es für dich passt, dann stille ihn doch, solange es geht. Vorab schon mal ansprechen, dass die Milch in erster Linie für das kleinste Kind im Haushalt bestimmt ist. Nach der Geburt wäre das dann das Baby.


    Viel Glück, MaFu