Auf der Suche nach der Wahrheit: Impfen?!

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  • Meine enge Bekannte z.B. hat ein Kind welches nach einer FSME Impfung eine drastische Krankheit erlitt (Gottseidank wieder komplett gesund jetzt). Die Geschichte wurde auch so gemeldet, weil die Ärzte einen Zusammenhang für möglich hielten. Das steht auch so beschrieben im Beipackzettel des Impfstoffes. Es gibt bei dem Kind aber auch einen weiteren Erklärungsansatz, der im Grunde mindestens ebenso wahrscheinlich ist als Erklärung. Das ist schlicht und ergreifend nicht klärbar, ob es wirklich die Zeckenimpfung war oder nicht. Das ist für die Familie schon schlimm, weil die jetzt auch unsicher sind, wie man mit speziell diesem Kind weiter verfährt, was die Impferei betrifft. Und womöglich ist es eben doch reiner Zufall und es war gar nicht die Impfung.

    Ich bin hier nicht auf dem aktuellen Stand, aber die FSME-Impfung war zeitweise richtig übel und die Wahrscheinlichkeit, heftige Impfwirkungen zu bekommen, größer, als sich anzustecken. Dabei heilt FSME bei Kindern aus. (Bei Erwachsenen sieht es anders aus.) Unser alter KiA hatte in seinem Wartezimmer eine Info aufgehängt, dass er Kinder grundsätzlich nicht gegen FSME impft. Einige Zeit später wurde der Impfstoff zeitweise aus dem Verkehr gezogen.


  • Miriam und AstridK


    mein paar monatiges altes Kind hat bei der nächsten Impfung ganz deutlich auf die Situation reagiert... es war für mich ganz offensichtlich, dass sie sich an die Spritze / Schmerzen erinnert.

    Die Ärztin wollte mir das nicht glauben :-)

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Miriam und AstridK


    mein paar monatiges altes Kind hat bei der nächsten Impfung ganz deutlich auf die Situation reagiert... es war für mich ganz offensichtlich, dass sie sich an die Spritze / Schmerzen erinnert.

    Die Ärztin wollte mir das nicht glauben :-)

    Ich habe meine Kinder immer während des Impfens gestillt - es gab so fast keine Tränen.

  • Guten Abend!


    Entschuldigt bitte die späte Rückmeldung. Ich schaffe es erst jetzt mal wieder an den PC. Ihr kennt das sicher...


    Ich danke Euch für eure Rückmeldungen, Erfahrungen, Denkanstöße. Ich bin schon etwas schlauer als vorher, werde aber unseren Arzt auch noch mit unseren Fragen und Sorgen löchern und mich weiter belesen. Aber ich fühle mich schon nicht mehr so verloren und hilflos in dem Thema! Wenn ich für mich alles sortiert habe, würde ich gerne nochmal auf Euch zurückkommen. Ich wollte eure Antworten bis dahin aber nicht unkommentiert lassen.


    MfG Mamaherz

  • Es gibt leider keine neutralen Quellen so wie ich das sehe. Und wenn ich immer hier lese, dass der Hirte empfohlen wird... well.... der verdient wohl ganz gut mit seinem Buch - nehme ich mal an und mich stört wirklich, dass er immer wieder angepriesen wird als neutral.

    Mir haben die Argumente darin auch nur eingeschränkt geholfen. Vieles ist mir nicht ausreichend medizinisch begründet. Und das Argument, daß mit den Impfstoffen Geld verdient wird... nun gut. Vielleicht wird noch mehr Geld verdient, wenn man die kranken Kinder gar nicht behandeln muß, sondern impft. Aber so richtig überzeugend als Argument, daß es medizinische Nachteile für mich, oder mein Kind, haben kann, ist das ja nun auch nicht.

    Dann wäre da noch der Herdenschutz, das war ein gutes Pro Argument für mich.

    Da ich das Risiko minimal eingeschätzt habe, daß das Zuhause betreute Baby sich Masern, Mumps und Röteln gleichzeitig (oder hintereinander) einfängt, haben wir später geimpft.

    Dann kamen auch die wesentlich niedriger dosierten Erwachsenenimpfstoffe infrage.

  • Was vielleicht auch noch eine Überlegung wert ist, ist die Frage, ob Du generell eher ein ängstlicher Mensch bist, in Bezug auf Krankheiten.
    Wenn dich das wahnsinnig stresst, dass du ständig Angst hast, dein Kind könnte irgendwas haben, dann bringt es dir vermutlich mehr zu impfen.


    Dieses Gefühl "wenn was passiert, bin ich schuld" das ist natürlich richtig schlimm, aber ich finde, das hat man, egal, wie man sich entscheidet.

    Das hat man, wenn man nicht impft und das Kind kriegt eine Krankheit mit Komplikationen. Das hat man aber auch, wenn man impft und das Kind hat Nebenwirkungen. Mit dem Unterschied, dass du meist am Ende nicht weißt, ob dein Kind nun die Auto-Immunkrankheit hat oder Autistisch ist, weil es irgendwann mal geimpft wurde. Das ist halt schwer nachzuvollziehen. Aber ein blödes Risiko bei dieser Entscheidung gibt es immer und dadurch eine riesige Bürde, die man als Eltern trägt. Egal ob so oder so. Wenn was passiert, wird man sich sehr schlimme Vorwürfe machen. Die Wahrscheinlichkeit, dass was wirklich schlimmes passiert, ist vermutlich aber so oder so nicht so extrem hoch.

  • Was vielleicht auch noch eine Überlegung wert ist, ist die Frage, ob Du generell eher ein ängstlicher Mensch bist, in Bezug auf Krankheiten.
    Wenn dich das wahnsinnig stresst, dass du ständig Angst hast, dein Kind könnte irgendwas haben, dann bringt es dir vermutlich mehr zu impfen.

    Guten Abend!


    Dieser Punkt lässt mich nun wahrscheinlich doch früher impfen, als ich es eigentlich vor hatte. Leni hat eine große Schwester im Kindergarten und jedes Mal, wenn dort Krankenzettel an der Tür hängen, habe ich Sorge, dass wir etwas davon abbekommen. Grundsätzlich habe ich keine Angst vor Krankheiten, aber seit meinem "Impfchaos" davor, dass aus einem Husten plötzlich ein Keuchhusten, aus etwas Fieber plötzlich die Masern werden. Es ist wahrscheinlich völlig überzogen, aber ich merke schon, dass es mich etwas kribbelig macht, wenn wir z. B. mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind oder gar beim Kinderarzt waren. Da greife ich dann schon auch mal zum Desinfektionsmittel.


    Ich habe unseren Arzt nun um einen Termin für eine ausführliche Impfberatung gebeten, um nicht nur kurz während der Us darüber zu sprechen. Er steht dem Ganzen sehr offen gegenüber. Jetzt muss ich nur noch meinen Fragenkatalog erstellen und bin dann hoffentlich bald an einem Punkt, der mich wieder ruhig schlafen lässt.


    MfG Mamaherz

  • Vielleicht noch als Lesetipp: "Gesundheit für Kinder" von Renz-Polster u.a. Da werden auch die einzelnen Krankheiten erläutert und wie wichtig oder auch verzichtbar Impfungen dafür sind. Es ist schon pro Impfung aber doch abwägender als das allgemeine "Einfach nach Stiko".

    Wir haben uns auch vom Kinder- und Hausarzt beraten lassen. Und deshalb auf Rota und Windpocken verzichtet und den Rest ab einem Jahr geimpft. (Windpocken würde ich später noch machen, wenn er sie nicht bekommt).

    Wir leben im FSME Hochrisikogebiet und ich hab mich jetzt auch impfen lassen. Beim Kind haben wir aber aufgrund der allgemein eher schlechten Verträglichkeit drauf verzichtet, obwohl er jeden Tag im Wald ist.

  • Beim Kind haben wir aber aufgrund der allgemein eher schlechten Verträglichkeit drauf verzichtet, obwohl er jeden Tag im Wald ist.

    Meines Erachtens ist auch nicht nur ausschlaggebend, ob man in einem FSME-Risikogebiet wohnt und wie oft man im Wald ist (oder generell in der Natur - Wiesen sind ja auch nicht ohne, so zeckentechnisch), sondern noch vielmehr, ob die Zecken einen überhaupt lecker finden. Meine Kinder waren früher viel im Wald und im Garten, und während ich von jedem Ausflug zwischen 2 und 4 Zecken mitgebracht habe, hatte jeder von ihnen in seinem Leben jeweils eine. Auch mein Freund hat praktisch nie welche, ohne jegliche Vorsichtsmaßnahme. Dafür fände ich eine Impfung völlig überzogen.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Jette, das ist ja heiß. Das kannte ich noch nicht, dass sich die Anfälligkeit für Zecken so schnell ändern kann. Dass sich das allgemein ändert kenne ich aus eigener Erfahrung: Obwohl ich als Kind dauernd in Wald und Garten war, hatte ich nur ein einziges Mal eine Zecke. Seit ich um die 20 war bin ich Zecken-Lieblingsspeise, und das konnte ich erst mit meiner Zeckenschutzhose einbremsen. Mein Freund war auch als Kind schon uninteressant. Mal hoffen, dass meine Jungs es bleiben...

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Wenn sich das Kind zum Zeckenfänger entwickelt, würde ich vielleicht über eine Impfung nachdenken. Bisher hatte es noch keine, war aber in den ersten beiden Lebensjahren auch nicht sooo oft im Wald.

  • ich grüble seit der Schwangerschaft über dem Thema, mein Sohn wird 2 und ist noch ungeimpft.

    Ich habe eine medizinische Ausbildung und bin als Kind nach Stiko geimpft. Seit der Jugend nicht mehr.

    Bewusst, da ich hochgradige Allergikerin bin und alle wichtigen Titer ausreichend hoch.


    Mein Mann ist ausschließlich DTP geimpft, mit 1 Jahr. Und absolut gesund.


    Ich habe unendlich viel gelesen. Individuelle Impfentscheidung ist in meinen Augen die einzig neutrale Seite. Für uns steht DTP und Masern auf dem Plan. Wobei mein Mann lieber nicht impfen würde.

    Zur nächsten U haben wir um erneute Impfberatung gebeten und gehen gemeinsam hin.

    Das wir vor 1 nicht impfen, war sehr früh klar. Und bisher schieben wir die Entscheidung immer weiter auf. Fühlen uns so Aber auch wohl.


    Unsere KiÄ ist für impfen ab frühestens 1 Jahr. Und hat bekannte Impfstoffe so auch da. Neben den üblichen 5 und 6fach Impfstoffen.


    Sie sagte damals "Bedenken Sie, rein geht der Impfstoff jederzeit, raus nie mehr. Also überlegen Sie genau, was Sie für Ihr Kind möchten"

  • meine Tochter hat sich eine Zecke geholt als sie vom Weg kurz ins kurze Gras abgebogen ist.

    Auch im Garten sind jede Menge. Hat also nix mit Wald zu tun.


    Unser Arzt sagte mir, dass es noch keinen Fall gab bei Kindern, deswegen in jungem Alter keine FSME Impfung.

    Ich habe das allerdings nicht überprüft :-)

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Josy: was für eine unseriöse Beratung von eurer Ärztin... der Spruch geht ja mal überhaupt nicht.


    mei ich merke gerade wieder wie mir der Blutdruck steigt... wie meine Antroposohen Freunde: schön darauf ausruhen, dass die anderen Deppen impfen.

    Klar kann man sich mit der Entscheidung nicht zu impfen wohl fühlen, bislang sind ja genügend geimpft, dass es unwahrscheinlich ist Masern, Polio, Diphterie... soll ich weitermachen zu kriegen.

    Und bevor ich jetzt zu polemisch werde, höre ich lieber auf.

    Grüße von Claraluna


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  • Sie sagte damals "Bedenken Sie, rein geht der Impfstoff jederzeit, raus nie mehr. Also überlegen Sie genau, was Sie für Ihr Kind möchten"

    der Spruch geht ja mal überhaupt nicht.

    Ich vermute mal, das bezieht sich auf den oben zitierten Spruch? Ich finde den sehr gut und sehr richtig. Sachlich gibt es daran mE doch auch überhaupt nichts zu meckern.


    Deshalb vermute ich, dass sich deine Kritik auf das bezieht, was du danach schreibst. Die Beratung der Ärztin hätte, wenn ich dich richtig verstehe, um "seriös" zu sein, dann eher lauten sollen: "Lassen Sie auf jeden Fall impfen, wie die Stiko das empfiehlt, selbst wenn es nicht das ist, was Sie für Ihr Kind möchten, denn es geht schließlich um den Herdenschutz".


    Aber die Herdenschutzschmarotzer-Diskussion wurde hier im Forum ja auch schon zur Genüge durchexerziert, da können wir unser beider Blutdruck ruhig schonen, auch ich will ja nicht polemisch werden ...

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • ich empfinde unsere Ärztin grade deshalb als seriös, weil sie eben nicht blindlings impft wie die super seriöse Stiko empfiehlt.

    Sie ist ja nun leine Impfgegnerin.

    Auf den Herdenschutz werde ich bewusst nicht weiter eingehen.


    Mir sind alle pro und Kontras bewusst.

    Und ein 2 jähriges Kind schmarotzt ja keinesfalls. Zumal er ja durch mich vorerst einen gewissen Schutz hat.

  • ich empfinde unsere Ärztin grade deshalb als seriös, weil sie eben nicht blindlings impft wie die super seriöse Stiko empfiehlt.

    und dieser Spruch zeigt mir, dass Du eben doch nicht so neutral und seriös bist.

    aber gut, lassen wir das. Stiko bashing ist ja ziemlich einfach.

    Grüße von Claraluna


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