Auf der Suche nach der Wahrheit: Impfen?!

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  • Da erschließt sich mir auch nicht so wirklich, wieso man nicht mit 1 oder 2 Jahren das Kind impfen lässt, sondern wartet, bis eine Infektionswelle durchschwappt, um dann in einer Hauruck-Aktion impfen zu lassen.

    Unser KiA warnte in der Impfberatung davor, erst dann zu impfen, wenn die Infektionswelle da ist. In eine beginnende Maserninfektion reinzuimpfen hielt er für recht gefährlich.

    Wie weit die allgemeine Bereitschaft reicht, ohne eigenen Vorteil unbekannte Einzelpersonen vor gesundheitlichem Schaden zu bewahren, kann man mE recht gut daran ablesen, wie viele einen Organspendeausweis haben. Etwa ein Drittel. . Und dabei geht es darum, Organe zu einem Zeitpunkt bereitzustellen, wenn man sie nun wirklich nicht mehr braucht, um einer unbekannten Dritten das Leben zu verbessern oder zu retten.

    Das ist ein völlig anderes Thema. Hier stellt sich die Frage, wieviele Leute wirklich davon überzeugt sind, zu dem Zeitpunkt ihre Organe nicht mehr zu benötigen. Man braucht sie in dem Stadium nicht mehr lange, aber ich zu dem Zeitpunkt - meine ich - schon noch.

    In der Theorie vielleicht. In der Praxis scheint es in vielen Fällen doch eher so zu sein, dass es super schwer bis unmöglich ist, den Zusammenhang mit der Impfung eindeutig nachzuweisen und dann Impfschäden tatsächlich anerkannt zu bekommen.

    Das auf jeden Fall, zumal viele Ärzte auch bei bestimmten Impfungen statistisch gehäuft auftretende Schäden (auch chrononische Erkrankungen) gar nicht mit der Impfung in der Verbindung bringen.


  • Ich gehöre zu den Verfechtern der Herdenimmunität und möchte jetzt auch mal was dazu schreiben:


    Ich kenne es bei mir und auch aus meinem Freundeskreis so, dass das Schützen von anderen Individuen die Entscheidung maßgeblich beeinflusst und den größten Anteil zur Pro-Entscheidung gegeben hat.


    Beispiel Freunde von mir: Der Säugling wurde gegen Rotaviren geimpft, um eine etwaige Ansteckung der Urgroßeltern mit diesem Keim zu verhindern.


    Meine Hauptentscheidung, mein Kind MMRV (statt nur MMR) impfen zu lassen, war eben die Überlegung, dass eine Windpockenerkrankung kritisch für ungeschützte Schwangere sein kann. Ich wäre meines Lebens nicht mehr glücklich geworden, hätte sich durch meine Entscheidung zum Nichtimpfen eine Fehlgeburt bei einer Schwangeren ereignet. Wie gesagt, eine Freundin hatte erst im Erwachsenenalter die Windpocken und war kurz darauf schwanger geworden, da wurde mir klar, dass das Schicksal auch anders hätte zuschlagen können, wäre sie ein paar Monate später erkrankt. Insofern habe ich persönlich immer ziemliche Bauchschmerzen bei Argumenten wie "mein Mädchen soll die Röteln bitte selbst durchmachen, ist ja keine schwere Erkrankung fürs Individuum", weil das automatisch impliziert dass Schwangere aus der Umgebung einer unnötigen Gefahr ausgesetzt sind - zumal man bereits vor Ausbruch infektiös ist. Denn ganz ehrlich - wer riegelt seine Kinder auf Verdacht und vor Ausbruch ab, sobald sie mit einem Rötelnfall in Kontakt kamen.


    Gäbe es eine Impfung gegen Ringelröteln, würde ich diese auch meinem Kind verpassen (sofern nicht bereits Immunität vorliegen sollte) - um Schwangere im Umfeld zu schützen.


    Zudem bin ich im medizinischen Umfeld unterwegs und kenne im beruflichen wie im privaten Kontaxt Immunsupprimierte und Transplantierte, die es gesondert zu schützen bedarf und sehe mich als gesundes Individuum in der sozialen Verantwortung.


    Wenn es dann trotz Impfung zur Erkrankung kommen sollte, wäre es für mich und mein persönliches Gewissen zumindest so, dass ich alles mögliche getan habe, um das Anstecken des möglicherweise ungeschützten Umfeldes zu vermeiden.


    Hepatitis kann theoretisch auch auf Kleinkinder übertragen werden. Etwa durch Speichelkontakt. Mir ist klar dass dies eher ein Ausnahmefall ist aber Kinder sind nicht allein dadurch gefeit dass sie z.B. keine Sexualpraktiken durchführen. Bei Hepatitis sehe ich aber auch nicht so die Gefahr im Sinne einer unkontrollierten Epidemie, weil nicht so infektiös wie z.B. Windpocken und es eines direkten Kontakts der infizierten Flüssigkeiten bedarf, dies kann ein jeder kontrollieren.


  • Danke Drahtesel

    Und bzgl. Hepatitis B sagt ja auch die Stiko, dass die Impfung nur aus praktischen Gesichtspunkten so früh gemacht wird. Ziel ist es, die Gesamtbevölkerung komplett zu impfen. Das ist aber weder organisatorisch noch finanziell drin. Also steckt man die Impfung mit zu den im Kindesalter empfohlenen, weil man weiß, dass man so den großen Teil des Jahrgangs erwischt. Für alle anderen impfwilligen wird die Impfung i.A. auch übernommen, im schlimmsten Falle über die Einzelerstattung.

  • Hallo,


    Zum Thema Keuchhusten und DDR möchte ich einen weiteren Aspekt einbringen.


    Damals wurde sehr viel schneller auch stärkere Medikamente bzw. AB gegeben. Wenn ein Kind einen hartnäckjigen Husten hatte, gab´s mal fix einen Husteblocker oder/und ein AB. Dann war es relaiv egal, ob es Keuchhusten oder etwas anderes war, getestet wurde da nix.


    Heuzutage ist man damit zurückhaltender, was ich ja grundsätzlich gut finde.

    Aber dafür erkennen heute offenbar viele Ärzte einen Keuchhusten gar nicht mehr oder zumindest zu spät. So geht der kranke Mensch herum und verteilt fröhlich weiter.


    Das hatte ich in der erweiterten Familie (da dauerte es über ein halbes Jahr(!) ehe derArtz über Bronchitis, Allergie... mal auf die Idee Keuchhusten kam (obwohl bei mir als absoluter Laiin schon bei den allerersten Beschreibungen diesbezüglich die Alarmglocken klingelten. Aber nein, KH kann´s ja nicht sein, da geimpft.


    Genau so habe ich an 2 Schulen und einem Kindergarten erlebt, daß Kinder mit unbehandeltem Keuchhusten noch längere Zeit kamen, da er eben nicht ganz so heftig ausgeprägt und das Kind schließlich geimpft war (spannenderweise haben es sich auch nur geimpfte Kinder aufgesammelt..., warum auch immer) .


    Übrigens - wenn es heißt, in der DDR gab es kaum Allergien, Neurodermitis usw. muss ich auch immer etwas müde lächeln.


    Ich hatte damals in jeder Kindergartengruppe Kinder mit "Ekzem". Immer gab es ein oder mehrere Kinder, die wir jeden Mittag vor dem Mittagsschlaf an verschiedenen Stellen oder auch ganzkörperlich eingecremt haben, oft mit Cortisoncrem (mit bloßen Händen, niemand hat uns gesagt, daß das vielleicht nicht ganz so toll ist). Ich kenne auch jede Menge Kinder, die ein Spray dabei hatten. Das hieß dann halt in den Krippenpapieren "empfindliche Lunge" oder "kindlicher Dauerhusten" und nicht Asthma, "Hautunreinheit" oder auch besonders schlimm: "ungepflegter Zustand" bzw. "mangelnd elterliche Hautpflege"...


    Allein in meiner Klasse gab es mindestens 5 Leute, die auf Grund von Haut- oder Atembeschwerden für ihren Wunschberuf nicht zugelassen wurden. Nannte sich halt nur anders.


    In meiner Familie hatte angeblich nie jemand Allergien, ich hab mich gewundert, woher das bei meinen Kindern so sehr kommt. Wirklich nur aus der Familie meines Mannes?

    Aber daß Kinder über einen längeren Zeitraum "unreine Haut" hatten und die u.a. mit Cortisoncrem behandelt wurde, war nicht unüblich. Aber "schlimmen Wetterhusten" (bei bestimmten Wetterlagen oder z.B. im Frühling in der Frühblüherzeit) oder auch mit Cortison behandelter "Husten" auch...

    Aber Allergien? Ne, die gab es nicht, die würde nie einer in einer Statistik Neurodermits "Allergie" oder "Asthma" o.ä. angeben. Zumal Neurodermitis lange den Beiklang von "nervlich bedingt" (= hypochondrische Reaktion oder auch Reaktion auf falsches Elternverhalten) hatte/hat(?). Wer mag so was von sich bzw, seinem Kind sagen?


    OK, vielleicht nicht so viele wie heutzutage, aber auch nicht so wenige wie gerne mal gesagt wird.

  • Trin Das war dann vermutlich regional sehr unterschiedlich mit Allergien etc. Bei uns an der Ostsee habe ich das nicht so erlebt wie du es beschreibst, aber bei uns war die Luft ja auch deutlich weniger belastet als in anderen DDR regionen.


    Ich habe vor kurzem einen Film gesehen (den auch jemand hier im Forum verlinkt hatte). Da war eine Westärztin, die wohl ab 1990 eine länger dauernde Vergleichsstudie zwischen Ost und0nd Westkindern gemacht hat. Danach waren die ganz erstaunt, dass es im Osten so viel weniger Allergien gab. Da hätte ich jetzt schon erwartet, dass sie das vernünftig untersucht haben und aich nicht nur auf Fremdbefunde verlassen haben.


    Und wurde in der DDR wirklich so viel AB gegeben? In meiner Wahrnehmung tauchen ABs erst nach der Wende auf - aber vielleicht bin ich da auch einfach zu jung um das beurteilen zu können.

  • Danke Drahtesel

    Und bzgl. Hepatitis B sagt ja auch die Stiko, dass die Impfung nur aus praktischen Gesichtspunkten so früh gemacht wird. Ziel ist es, die Gesamtbevölkerung komplett zu impfen. Das ist aber weder organisatorisch noch finanziell drin. Also steckt man die Impfung mit zu den im Kindesalter empfohlenen, weil man weiß, dass man so den großen Teil des Jahrgangs erwischt. Für alle anderen impfwilligen wird die Impfung i.A. auch übernommen, im schlimmsten Falle über die Einzelerstattung.

    ich dachte, ein weiterer Grund ist, dass Hepatitis bei kleinstkindern mit höherer wahrscheinlich chronisch wird.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Jetzt müsste ich den genauen Wortlaut der Begründung noch mal nachlesen... jedenfalls ist mir das oben geschriebene in Erinnerung geblieben, vermutlich, weilich die Ansteckung im Kindesalter für wenig wahrscheinlich halte (wobei ich einen Mitschüler hatte, der es im Kindesalter von seinem Vater übertragen bekam).

  • Jetzt müsste ich den genauen Wortlaut der Begründung noch mal nachlesen... jedenfalls ist mir das oben geschriebene in Erinnerung geblieben, vermutlich, weilich die Ansteckung im Kindesalter für wenig wahrscheinlich halte (wobei ich einen Mitschüler hatte, der es im Kindesalter von seinem Vater übertragen bekam).

    Ich vermute, dass die praktischen Erwägungen ausschlaggebend sind. Aber ich hab auch im Hinterkopf, dass die Erfolgsrate in jungen Jahren etwas höher sei als kurz vor der Pubertät.

  • DOK aus Österreich


    Eine aktuelle Dokumentation des ORF.


    Bericht aus der Schweiz

    (nur für Menschen, die Dialekt verstehen)


    Sehr spannend finde ich ja, dass die MMR-Durchimpfungs-Rate in der Schweiz in den letzten bei Kindern gestiegen ist (als mein Sohn in dem Alter war, galt dieses Land ja noch als Masernschleuder Europas...) - und auch die Fachleute vor allem die schlechte Impfrate bei den Erwachsenen als das grösste Problem sehen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • ich habe grade nicht viel Zeit, komme aber nicht umhin noch eines einzuwerfen...


    Würden die Menschen nicht alle Nase lang krank in der Gegend umher laufen, würden sich generell viel weniger Krankheiten verbreiten.


    man ist einen Tag wieder auf dem Damm (Kinder ja vor allem gern schon am nächsten Tag wieder erstaunlich munzer), zack geht es zur Arbeit/Kita.


    Wir leben ja nunmal nicht mehr in Kleinstgruppen, so wie es evolutionär eigentlich gehört.

    Also wäre Herdenschutz in meinen Augen, wenn kranke Menschen einfach mal so lange zuhause bleiben, wie sie krank und ansteckend sind.


    Sich da hinter Impfungen zu stellen und zu sagen, ich hab aber geimpft-also schütze ich alle um mich herum, das alleine zählt nicht.

    Ich bin der festen Überzeugung, es bräuchte keine Impfungen und wesentlich weniger AB und Co, würden die Menschen Krankheiten annehmen anstatt sie zu verteufeln.


    Ich hoffe ihr versteht, worauf ich hinaus will.


    Für mehr reicht es leider mal wieder zeitlich nicht.

  • zB Windpocken sind am ansteckensten bevor man ueberhaupt Symptome hat. Auch Grippe ist schon vorher ansteckend.

    Nothing is permanent.

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  • Ich bin ein Kinder der 70er...lt meiner Mutter habe ich alle Kinderkrankheiten mitgemacht...


    Allerdings die Windpoken mit 28....Und Röteln gar nicht ....und Mumps wohl doch nur meine Schwester...#rolleyes#hmpf


    Jo...und nun...gegen Röteln wurde ich vor 30 Jahren geimpft (gab es damals als Einzelimpfung)....Ich überlege ernsthaft..MMR nochmal impfen zu lassen..


    Auslöser ist ne Kollegin, die mit ner unerkannten Keuchhustenerkrankung wochenlang zur Arbeit kam ( dagegen bin ich geimpft)...


    Und ich stelle mir gerade vor..alle ungeimpft...solange zuhause bis wieder ganz gesund...... #nägel .....

    LG paulina mit paula (11.05)
    + paul (04.08)

  • Josy da steht für mich so ein romantischer Naturbegriff hinter. So nach dem Motto: der Mensch ist gesund, wenn er natürlich lebt. Leider ist Natur mal so gar nicht romantisch. Lebewesen bekommen viele nachkommen, weil einige sterben. Die „Natur“ kümmert das Individuum mal so gar nicht, arterhaltung ist bedeutend. Allerdings wäre auskurieren sicher hilfreich für alle, ist aber eben auch eine gesamtgesellschaftliche Frage. Nicht jeder kann sich entscheiden, die meisten stehen unter massivem Zwängen aus der arbeitssituation heraus. Wer geht schon freiwillig halb krank oder gibt gerne Halbkranke Kinder ab...

  • Josy ich frage mich schon eine ganze Weile, ob Du hier ein bißchen aufmischen möchtest.....


    Les dich doch einfach mal schlau, wann man sich bei den Kinderkrankheiten ansteckt. Die Windpocken heißen nicht umsonst Windpocken :-) hat Nachtkerze ja schon geschrieben.


    Grippale Infekte und die Krankheiten zu vermischen, gegen die man sich impfen kann, finde ich auch nicht wirklich zielführen. Aber gut :-)

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Josy da steht für mich so ein romantischer Naturbegriff hinter. So nach dem Motto: der Mensch ist gesund, wenn er natürlich lebt. Leider ist Natur mal so gar nicht romantisch. Lebewesen bekommen viele nachkommen, weil einige sterben. Die „Natur“ kümmert das Individuum mal so gar nicht, arterhaltung ist bedeutend. Allerdings wäre auskurieren sicher hilfreich für alle, ist aber eben auch eine gesamtgesellschaftliche Frage. Nicht jeder kann sich entscheiden, die meisten stehen unter massivem Zwängen aus der arbeitssituation heraus. Wer geht schon freiwillig halb krank oder gibt gerne Halbkranke Kinder ab...

    Sorry das kann ich so nicht stehen lassen #pfeif es gibt r und k Strategen und der Mensch gehört zu den k.

    Wieder weg bin ;)

  • Auch in der k-Strategie des Menschen ist Verlust mitgerechnet (den grössten Teil der Menschheitsgeschichte an die 50%). Das geht allen Lebewesen mit dieser Art sich fortzupflanzen so, daran dass nur die Menschen zu verkopft sind, liegt es definitiv nicht.


    Diese romantische Naturvorstellung finde ich immer etwas befremdlich.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • claraluna

    Eine ganze Weile?

    Ich wurde schon für meinen ersten Text den ich schrieb angegriffen und da war nichts aufmischendes zu lesen.


    Ich bin schon sehr informiert und mache weiter, bis ich eine absolute Überzeugung habe.


    Aber die Worte kann kann ich mit hier, wie überall einfach sparen.

    Denn mit Menschen die einfach voll für Impfung sind, lässt sich Erfahrungsgemäß keine anständige Diskussion führen, ohne in irgendeiner Form angefahren zu werden.


    Ich Klinke mich hiermit aus dieser Debatte.

    Und wünsche der TE, dass sie guten Gewissens ihren Weg geht. Welcher auch immer das sein wird.