mathe abi bayern petition

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  • Ich kann es jetzt nur von meinem Unterricht sagen: Sowohl zu meiner Schulzeit wurden die Vor- und Nachteile des Kommunismus diskutiert und ich rede mit meinen Schülern auch darüber. Gerade zur Zeit ist durchaus Interesse an alternativen Wirtschaftssystemen - und da ist die Planwirtschaft eine Variante.


    Ich wurde durchaus von Alt-68ern unterrichtet, die sich in ihren Studententagen mehr oder weniger intensiv mit dem Kommunismus auseinandergesetzt hatten. Wobei durchaus ein Unterschied zwischen der reinen Lehre und der Umsetzung gemacht wurde und da natürlich auch über die Verfolgungen und Unterdrückungen in den fünfziger Jahren geredet wurde.

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

    ---

    demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen

    Willy Brandt, 1969

  • ich müsste jetzt etwas ausholen, um zu verdeutlichen, wie verzerrte weltbilder auch in die andere richtung funktionierten und funktionieren.

    Das widerspricht doch nicht der Tatsache, dass in der DDR verzerrte Weltbilder vermittelt wurden. Und wenn Du vehement behauptest, was in meinem Heimatkundeheft steht, das nebenan im Schrank liegt, und in meinen Kinderbuch steht, das nebenan im Regal steht, könne darin gar nicht stehen, dann hilft das nicht.

    Ich denke, dass ein idealisiertes DDR-Bild der Sache nicht hilft, sondern schadet.

    "Stay afraid, but do it anyway. What’s important is the action. You don’t have to wait to be confident. Just do it and eventually the confidence will follow." Carrie Fisher

    LG Matilda mit Tochter (08/2004) und Sohn (09/2015)

  • Hallo,


    Hermine Das scheint aber nicht allgemein üblich gewesen zu sein, oder?


    Zumindest hatte ich wie gesagt bei realen Begegnungen ganz oft das Gefühl, daß es ziemlich einseitiges (und teilweise auch krass falsches) Bild von der DDR herrschte. Gerade auch bei jungen Leuten in unserem Alter, die ihr Wissen sicher zumindest zum teil aus der Schule hatten. Und auch im Ost/West-Strang staune ich bei texten und auch Links regelmäßig über das, was andere an "Wissen" haben bzw. daß bei verschiedenen Geschichtsthemen die DDR scheinbar gar nicht existiert.


    Manchmal hieß es - und vor allem heißt es auch heute noch manchmal "In Deutschland gab es/gab es nie", "In Deutschland war es soundso" obwohl es nur auf WESTdeutschland zutrifft. Hab ich erst heute wieder in einem Artikel so gewesen und mich sehr gut daran erinnern können, daß es in meiner Kindheit ganz eindeutig anders war als in "Deutschland", obwohl ich immer noch in der gleichen Stadt (also demzufolge in "Deutschland" lebe. Und wenn man das dann sagt, gibt es großes Staunen...

  • während der westliche Imperialismus unerwähnt bleibt.

    Echt? Die haben nicht die Kolonialzeit behandelt? Das ist an sich schon Teil der Bildungspläne.

    Sorry, ich bezog mich auf den Nachkriegsimperialismus. Aber das Kind lässt mich auch sehr wenig wissen, was es in der Schule lernt, also ist mein Bild sehr unvollständig.

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    LG Matilda mit Tochter (08/2004) und Sohn (09/2015)

  • Natürlich gab es Unterschiede - wenn dein Geschichtslehrer ein in der Wolle gefärbter CSUler war, hat er vermutlich ein anderes Bild von der DDR vermittelt. Allerdings würde ich Unwissen über die DDR in allererster Linie bei einem profunden Desinteresse der meisten westdeutschen Schüler, die nach *pimaldaumen* 1960 geboren sind, vermuten. Die DDR war gefühlt WEIT weg. Und wenn wir uns für Kommunismus interessierten (den fanden wir spannend) dann nicht für die Art und Weise, wie er in der DDR umgesetzt wurde -> das ist MEINE Erinnerung an mich als Schülerin. Vor der Wende. Danach sah das ganz anders aus.


    Aber worum es ja eigentlich ging, war die Frage der Indoktrination. Und nachdem ich auch gerade eine Staatsbürgerkunde aus der siebten Klasse vor mir liegen habe - doch das war in der DDR deutlich ausgeprägter.

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

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    Willy Brandt, 1969

  • Ich erinnere mich, dass der Focus darauf lag, dass eben alle Mitglieder aller möglichen Gruppen verhaftet wurden (kurz gesagt alle Gegner - auch Gewerkschafter usw.).


    Heimatkunde hatte bei uns einen starken regionalen Bezug inkl. Klassenfahrt ins nächstgelegene Naturschutzgebiet. Die Antike hatten wir sehr ausgeprägt, wir hatten nämlich eine Geschichtslehrerin, die einige Jahre in Kairo war und da stundenlang erzählte, das war schon 5. Klasse, was ja aber hier immer noch als Grundschule durchgeht. #cool

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

  • Ich kann mich auch an recht linke Geschichtslehrer mit positiver Einstellung zum Kommunismus (wenn auch nicht unbedingt zur DDR) erinnern. Das heißt aber dann nicht unbedingt, dass wir deswegen recht viel über die DDR gelernt haben. Ich glaube, das liegt ein bisschen in der Natur der Sache. Es sind halt zwei Stunden Geschichte die Woche und doch schon eine recht lange Geschichte... Ich glaube immer wenn man sich mit einem Thema auch nur ein bisschen genauer beschäftigt hat oder gar in dem entsprechenden Land länger gelebt hat, kommen einem Informationen aus dem Standard Geschichtsunterricht wahnsinnig reduziert vor. Ich habe mich z.B. auch ziemlich über das Dekolonialisierungskapitel in unserem Geschichtsbuch (und da besonders über den Absatz zu Südafrika) geärgert. Das war nicht per se falsch aber halt sehr reduziert und so sehr in dem einzigen Frame von Dekolonialisierung geschrieben, dass es schon fast wieder falsch war obwohl die Lehrerin natürlich Mandela super fand und sicher gegen Apartheid war und so, war die sachliche Info halt doch unterkomplex. Also da hielte ich es für falsch von reduzierten Inhalten auf die Einstellung der Lehrkraft zu schließen. Es sind halt auch alles komplexe Themen und es gibt immer wieder Themen wo ich mit meinem Schul-Geschichtswissen ankomme und das dann irgendwoanders präsentiert bekomme und feststelle wie sehr das Thema im Schulunterricht nur durch eine Brille betrachtet wurde. (Also z.B. wurde der Dreißigjährige Krieg bei uns vor allem als Religionskrieg gelehrt und es ging viel um Katholiken und Protestanten. Ich habe sehr gestaunt, dass man das auch in erster Linie als Unabhängigkeitskrieg der Niederländer von der spanischen Krone betrachten kann. Das kam vielleicht in einem Habsatz vor oder gar nicht, aber war sicher kein relevanter Inhalt in meinem Schulunterricht). Wenn man dann noch abzieht, dass sich durchschnittliche SuS nur einen Teil merken, wundert es mich nicht, dass die Leute keine Ahnung von der DDR haben. (Wobei mir das Wissen zu Westdeutschland in den 70ern ähnlich dünn scheint.)


    Im Westen kommt noch dazu, dass viele Erzählungen gerade kurz nach dem Mauerfall über den Osten von Menschen kamen, die kurz nach der Wende in den Westen sind. Das sind dann aber oft die, die sehr froh waren, der DDR den Rücken zu kehren und entsprechend auch eher negative Erzählungen hatten. Z. B. habe ich eine gute Freundin, die - im totalen Gegensatz zu vielen Stimmen hier im Forum - den DDr-Unterricht furchtbar fand. Sowohl den Fokus auf unproduktives Schönschreiben (das wurde im Forum schon öfter bedauert, dass das nicht mehr die Wichtigkeit hat) und dass sie trotz ewigem Russischunterricht kein Russisch sprechen kann und alle anderen Fremdsprachen, die sie so gerne gelernt hätte, so stiefmütterlich behandelt wurden etc. pp.

  • Und auch im Ost/West-Strang staune ich bei texten und auch Links regelmäßig über das, was andere an "Wissen" haben bzw. daß bei verschiedenen Geschichtsthemen die DDR scheinbar gar nicht existiert.

    Den Strang habe ich pausenbedingt in letzter Zeit nicht verfolgt, aber in meinem Geschichtsunterricht West kam die DDR in der Tat kaum vor. Mittelalter zum Gähnen (ein Heinrich und noch ein Heinrich und oh, ein Heinrich; sicherlich auch noch andere Namen, es war schrecklich langweilig). Reformation und Dreißigjähriger Krieg, Französische Revolution natürlich und in der Oberstufe Nationalsozialismus - beinahe volle zwei Jahre in diversen Aspekten, jetzt inkl. Weimarer Republik gerechnet.

    Nachkriegszeit so gut wie gar nicht, weder Ost noch West.

  • und dass sie trotz ewigem Russischunterricht kein Russisch sprechen kann und alle anderen Fremdsprachen, die sie so gerne gelernt hätte, so stiefmütterlich behandelt wurden etc. pp.

    Das stimmt allerdings - der Fremdsprachenunterricht war nicht so der Hit, im Gegensatz zum naturwissenschafltichen Unterricht.


    Das lag auch an der Lehrer/innen/ausbildung. Heute scheint es absurd, dass berufstätige Englischlehrerinnen Muttersprachler nur vom Band kannten.


    Aber auch für Russisch durften nur wenige, ausgewählte Studierende in die Sowjetunion - die haben dann auch einen wesentlich besseren Russischunterricht gemacht. Manche Russischlehrerin konnte schlicht nicht wirklich gut Russisch.#weissnicht

    Aber auch hier waren private Kontakte in die Sowjetunion (oder auch schlicht zu den vor Ort stationierten russischen Soldaten), auch eher nicht erwünscht.

  • Nachkriegszeit so gut wie gar nicht, weder Ost noch West.

    #schäm


    Zugegebenermaßen kann ich mich mit manchen Klassen da einreihen. Denn die Themen kommen immer am Schuljahresende dran. Und dann hat man zwischendurch doch länger gebraucht, Stunden sind wegen XYZ ausgefallen, dann noch hier eine Aktion zum Schuljahreschluss und da ein Ausflug - schwups hüpft man von der neuen Ostpolitik zur Wende. Und für alles nach 1990 bleibt kaum noch Zeit. #heul


    Mein Sohn hat gerade verwundert festgestellt, dass sie laaaange über den Zeitraum 1933-39 geredet haben, eine Stunde zum Krieg im Osten - und zack: Potsdamer Konferenz.

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

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    demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen

    Willy Brandt, 1969

  • Das stimmt allerdings - der Fremdsprachenunterricht war nicht so der Hit, im Gegensatz zum naturwissenschafltichen Unterricht.


    Das lag auch an der Lehrer/innen/ausbildung. Heute scheint es absurd, dass berufstätige Englischlehrerinnen Muttersprachler nur vom Band kannten.

    Aber auch für Russisch durften nur wenige, ausgewählte Studierende in die Sowjetunion - die haben dann auch einen wesentlich besseren Russischunterricht gemacht. Manche Russischlehrerin konnte schlicht nicht wirklich gut Russisch, um es höflich zu sagen.

    Unterschreib. Das große Problem war halt, dass weder Lehrer noch Schüler eine ernsthafte Chance hatten, eine Fremdsprache wirklich mal selbst in der Praxis zu erleben. Meine Motivation war da auch eher unterirdisch.


    Was die Vermittlung der Grundlagen angeht sowie Mathe/Naturwissenschaften war das DDR-Schulsystem top. Und ich denke, es hat sehr viel mehr Kinder mit problematischerem Hintergrund mitgenommen als das heute der Fall ist. Ich finde es wirklich gruselig, wie früh hier das Abhängen von Kindern losgeht und dass man dann quasi nur noch mit viel Zeit und Geld eine Chance hat, das was die Schule nicht geschafft hat, dem Kind auf anderen Wegen beizubringen (z.B. Nachhilfe, Therapien)

  • in Frankreich gibt es ab der 1.Klasse Grammatik, und dann schnell mehr.

    In Deutschland gibt es das spätestens ab der 2. Klasse. Und meine Kinder haben tatsächlich im Kindergarten auch schon Grammatikvorübungen gemacht. Ist nur die Frage, wie und ob die Eltern das als Grammatik wahrnehmen. Die Kinder sicher noch nicht.


    Man kann sicher vieles früh anfangen, je nachdem, eben didaktisch reduziert. Man muss aber auch nicht. Ich hab z.B. festgestellt, dass Musiktheorie bei Schülern ab Klasse 9 viel besser funktioniert als vorher (ausgenommen Schüler mit Erfahrungen am Instrument oder Kinder, die schnell Systeme erfassen können). Deswegen unterrichte ich es trotzdem auch schon in Klasse 5, allerdings backe ich da eben sehr kleine Brötchen. In der Grundschule fände ich es ob der schlechten fachlichen Qualifikation der Musiklehrer dort echt nicht angebracht.

  • Was die Vermittlung der Grundlagen angeht sowie Mathe/Naturwissenschaften war das DDR-Schulsystem top.

    Ein promovierter Physiker aus meinem Umfeld meinte, sie hätten im Studium entweder mit Lehrbüchern aus der DDR oder aus dem englischsprachigen Sprachraum gearbeitet. Die DDR-Bücher wären einfach deutlich besser gewesen.

    Mein Mann hat in Bayern Abitur gemacht und so manches, was ich in der DDR als Schulstoff in den Naturwissenschaften incl. praktischer Übungen gelernt habe, kam bei ihm erst im Studium. Wir staunen immer wieder, wenn wir so vergleichen.

  • und dass sie trotz ewigem Russischunterricht kein Russisch sprechen kann und alle anderen Fremdsprachen, die sie so gerne gelernt hätte, so stiefmütterlich behandelt wurden etc. pp.

    Das stimmt allerdings - der Fremdsprachenunterricht war nicht so der Hit, im Gegensatz zum naturwissenschafltichen Unterricht.


    Auch das war wieder sehr Schul- und Lehrerabhängig.


    Ich habe nach 4 Jahren englisch besser gesprochen als mancher (West-)Abiturient, mit dem ich später zusammen auf Reisen war.

    Mein Russisch ist zwar eingeschlafen, aber als ich es vor einer weile mal aktiviert habe, habe ich gemerkt, daß selbst nach über 30 Jahren noch ganz viel wiederkommt.


    Unsere Russischleher waren im Studium alle eine Weile in der Sowjetunion und auch unsere Englischlehrer hatten die Möglichkeit, über Sommerkurse mit Muttersprachlern in Kontakt zu kommen. Da finde ehrlich gesagt die Aussprache einer junger Lehrer, die ich kenne, deutlich grausiger... ( "Autum" - so gesprochen wie geschrieben, "Ai Sink" (ohne th gesprochen...) . Zumal wir damals regelmäßig (1x wöchentlich?) "Schulfernsehen" hatten, in dem ausschließlich Muttersprachler zu Wort kamen. Die Typen und Storys fanden wir zwar meist ziemlich lustig, aber gelernt hat man mMn was.


    Und ich finde nicht, daß das heute viel anders ist. Auch da habe ich das Gefühl, daß die Lernleistung unter anderem auch stark lehrerabhängig ist (Meine Kinder haben ab Klasse 7/8 teilweise Filme auf englisch geschaut und Bücher auf englisch gelesen, das schaffen einige Gymnasiasten noch nicht mal nach dem Abi...) .


    Und die wenigsten Schulen haben mehr als 2 oder maximal 3 Fremdsprachen zur Auswahl, so daß man ja doch auf das angewiesen ist, was einem vorgesetzt wird.


    Ich konnte auch zu DDR-Zeiten schon problemlos an der "Volkshochschule" (Abendschule, an der man sich freiwillig für einzelne Fächer einschreiben kann) eine weitere Sprache lernen... Ich weiß nicht mehr, was alles zur Auswahl stand, ungarisch, französisch, tschechisch, polnisch, .. waren auf jeden Fall dabei, eventuell auch italienisch, das weiß ich nicht mehr genau ... englisch auf verschiedenen stufen und in verschiedenen Richtungen (Alltagsenglisch, Geschäftsenglisch...), bei französisch ebenfalls...


    Die Sprache, die ich aktuell gerne lernen möchte, unterrichtet hier keine Schule und auch an der VHS kann man sie nicht lernen (kann sich ändern, wenn sich mal ein Lehrer findet)

  • interessant, wie sich das thema hier entwickelt hat, habe jetzt vieles nur überflogen (ddr - geschichtsunterricht...)

    meine tochter ist ein absoluter geschichte freak und kauft sich ständig geo epoche, usw. man kann wirklich nicht sagen, dass sich heute niemand für geschichte interessiert. und mit grundschülern ins kz?? warum??

  • Hallo,


    und mit grundschülern ins kz?? warum??


    Das ist mMn eine reine Behauptung.


    Ich kenne jedenfalls keine Schule, die das gemacht hätte. So viel ich weiß, wäre da gar nicht möglich gewesen, daß man da als auch zu DDR-Zeiten schon Schulklasse erst ab einem bestimmten Alter überhaupt rein durfte (14? 16? weiß nicht mehr)

  • Meine Tochter hat in der 9. Klasse das KZ in Dachau besucht. Und weil es so interessant war und sie noch Fragen hatten, ist zwei Wochen später fast die gesamte Klasse an einem freien Nachmittag noch mal mit der Geschichtslehrerin hingefahren. Ich glaube, dass sie da in diesem Alter mehr mitgenommen haben als z.b. als 10jährige.

    holly mit großer Tochter (07/03) und kleinem Sohn (06/06)

  • krebbel. Das freut mich echt, wenn das so läuft und du das so machst. Ich stolpere halt in meinem Leben oft über aussagen, dass Kinder etwas nich nicht Können können und dass man es deswegen gar nicht macht.


    Ich habe heute Abend gelernt, dass es Bei unserer Grundschule grundsätzlich keine Diktate gibt und Noten gibt es auch keine. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich von ersterem halten soll. Letzteres finde ich grundsätzlich gut, nur bin ich dann gespannt ob das wirklich keine Noten sind oder nur versteckte ( also 5 fähigkeitkriterien statt 5 Noten).



    Zur DDR meine Mutter kann noch heute jedes Thema mit dem Satz beende „und der Sozialismus siegt. «

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Hallo,


    Ich glaube, dass sie da in diesem Alter mehr mitgenommen haben als z.b. als 10jährige.


    Kennst du du Leute, die als 10-jährige mit der Klasse ein ehemaliges KZ angesehen haben?

    Ich halte das immer noch für ein Gerücht.

    Edit: ich habe gerade geschaut, das empfohlene Mindestalter (privat) ist 12 Jahre, für Führungen (was Schulen ja in der Regel machen) ist das vorgebene Mindestalter 15 Jahre. So habe ich es auch "von früher" noch in Erinnerung, ich denke nicht, daß das neu ist.

  • in Frankreich gibt es ab der 1.Klasse Grammatik, und dann schnell mehr.

    In Deutschland gibt es das spätestens ab der 2. Klasse. Und meine Kinder haben tatsächlich im Kindergarten auch schon Grammatikvorübungen gemacht. Ist nur die Frage, wie und ob die Eltern das als Grammatik wahrnehmen. Die Kinder sicher noch nicht.


    Man kann sicher vieles früh anfangen, je nachdem, eben didaktisch reduziert. Man muss aber auch nicht. Ich hab z.B. festgestellt, dass Musiktheorie bei Schülern ab Klasse 9 viel besser funktioniert als vorher (ausgenommen Schüler mit Erfahrungen am Instrument oder Kinder, die schnell Systeme erfassen können). Deswegen unterrichte ich es trotzdem auch schon in Klasse 5, allerdings backe ich da eben sehr kleine Brötchen. In der Grundschule fände ich es ob der schlechten fachlichen Qualifikation der Musiklehrer dort echt nicht angebracht.

    Also wir haben Grammtik. Worarten, Satzaufbau, ect. ect. O_o seit der 1. Klasse, immer darauf aufbauend...