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  • Hallo,


    Grammatik hier (in der Regelschule, an der ich arbeite) auch ab Klasse 1.


    Satzzeichen und die dazugehörigen Satzbezeichnungen (Fragesatz, Ausruf, Aussagesatz...), Komma bei reinen Aufzählungen, Großschreibung am Satzanfange, Wortarten (Substantiv, Verb, Adjektiv Artikel...), daß in einen vollständigen Satz mindestens ein Subjekt (wurde aber glaub ich noch anders bezeichnet) und ein Tätigeitswort/Verb gehören usw. waren definitiv in Klasse 1 Thema. Einzahl, Mehrzahl, die Veränderung von Verben, je nach Bezug (gehen - ich gehe, er geht ... ), auch wenn´s noch nicht "Singular und Plural" sondern eben Einzahl/Mehrzahl oder "deklinieren" sondern schlicht "verändern" hieß.


    In Klasse 2 haben sie noch mal Wortarten, außerdem Jetzt, Vergangenheit, Zukunft, (Ich glaub noch ohne Fremdworte dafür, bin mir aber gerade nicht sicher) , die Tatsache, daß sich die Artikel sich je nach Satz veränden können (Das gehört DEM Hund, DER Hund frisst, das ist der Napf DES Hundes, ich führe DEN Hund aus ...) , ob das schon Fällen zugeordnet wird, weiß ich grad auch nicht. Adjektive auf verschiedene Weise werden thematisert (der Ball ist rund - ein runder Ball) usw. , letztens war was zu bestimmten und unbestimmten Artikeln...


    Eigentlich so, wie ich es aus meiner Kindheit auch noch kenne, nur gab´s bei mir kein "Wie-Wort" oder "Tun-Wort oder "Begleiter", das hieß von Anfang an Adjektiv, Verb, Artikel, aber das ist glaub ich ziemlich egal.


    Bei meinen Kinder (Montessorischule) gab´s definitiv auch von Anfang an Grammatikmateriel zur Satzbildung, die Zeichen und Begriffe für die Wortarten...

  • Ich freu mich ja, dass es anderswo anders gehandhabt wird. Und denke noch ein Grund das zu vereinheitlichen.


    Und meinem Kind werde ich weiterhin heimlich Grammatik beibringen.

    Nothing is permanent.

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  • du wohnst doch jetzt noch nicht lange wieder in D? O_o ich find das immer so... spannend^^... wie man alles kennt.. ich würde mir auch nicht anmaßen zu sagen, wie es in Bayern ist.

  • Ich habe Habsucht erstmal nur von einer Begegnung mit verschiedenen Deutschlehrern geschrieben. Die eine meinte auch, dass Grammatik wie wortartbestimmungen nicht Teil des 1.klasse Lehrplans sei - nachgeprüft habe ich das nicht. Und dass sie auch 2.klasse Grünzüge früh hält. Die lokale gymnasiale Deutschlehrern meinte zeitgleich, dass die Kinder nicht mehr viel grammatik könnten. Mehr schrieb ich nicht und wollte ich nicht sagen, außer dass mich das erstaunte. Durch Nichten und Neffen weiß ich schon auch, dass es anderswo in deutschland anders ist. Meinletzter Kommentar war nur freundlich gemeint. Ich wollte bestimmt nicht ganz Deutschland über einen Kamm scheren und ich weiß auch nicht ob es in einer anderen Gegend im gleichen Bundesland nicht doch ander ist.

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  • in Baden Württemberg lernen die Schüler Grammatik.

    Während es bei mir noch hauptwort und tunwort hieß in der grundschule, heißt es bei meinen Kindern von Anfang an Nomen und Verb. Usw natürlich.



    Dafür kann ich mich an keinen Fetzen Geschichte erinnern. Weder aus meiner grundschulzeit, noch aus der meiner Kinder.

  • Ein bisschen Grammatik kommt in der GS hier dran. So in der Art "das wurde mal behandelt und Kind hat sicherlich irgendwo eines dieser schicken losen Arbeitsblätter zum Thema rumfliegen". Das Prädikat ist die Satzaussage. W-Fragen. So in der Art. Check und Haken. Behandelt.

    Einen Satz zu analysieren und die einzelnen Bestandteile sicher markieren zu können, das kam leider nicht dran. Pronomen zB wurden jeweils einzeln durchgenommen, aber in der Anwendung im großen Ganzen eher nicht mehr. Auch Relativsätze und die Vielzahl an Konjunktionen wurden nur kurz angerissen.


    Ich kann mich aus meinem (DDR-)Deutschunterricht daran erinnern, dass mehr als eine Klassenarbeit geschrieben wurde, in der wir bereits in den unteren Klassen komplexe Sätze bearbeiten mussten. Inkl. längerer adverbialer Bestimmungen mit zeitlichem, örtlichem oder kausalen Aspekt. Wir sollten das in unterschiedlichen Farben markieren. Und natürlich wird nebenbei dann auch eingebaut, dass der Satzbau wechseln kann, dass man Teile voran- oder nach hinten stellen kann.


    Die Satzstruktur vollständig zu erfassen - das lernt meine Tochter jetzt in Latein.

  • Hier aktuell Bayern zweite Klasse: es gibt definitiv Grammatikunterricht. Aktuell sind die Wortarten dran (mit lateinischen Begriffen). Satzzeichen, Satzbau etc war in der ersten Klasse dran. Diktate werden auch bereits ab Klasse 2 geschrieben.

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Hier Bayern 3. Klasse und sie haben jetzt Personalpronomen kennengelernt, identifizieren Subjekt und Prädikat in Sätzen. Die Wortarten heißen Adjektiven, Nomen und Verben.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Saarland, 4. Klasse: durchgenommen seit der 1. Klasse wurden Wortarten (lateinische Bezeichnungen), deklinieren, konjugieren, Satzteile bestimmen, Pronomen, Präpositionen, alle Fälle, Groß- und Kleinschreibung, etc.

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.

  • Berlin unterrichtet auch Grammatik.


    Aber eigentlich versteht sich das von selbst. Es gilt ja das Prinzip des Spiralcurriculums: was im Lehrplan steht, muss auch in den Jahren davor angebahnt werden. Noch nicht immer explizit, aber due Grundlagen müssen geschaffen werden. Manchmal auch schlicht in den anderen Fächern. In Geo muss ich z.B. wissen wann Dezimalzahlen genutzt werden können.


    Mein Sohn hatte vor kurzem die Photosynthese und Zellatmung in Bio mit Formeln - ohne die entsprechenden Grundlagen zur Schreibweise in Chemie gehabt zu haben. Das ist dann sehr ungünstig. Auch da fände ich Absprache/Einheitlichkeit sehr erleichternd.

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

  • Und meine Konsequenz ist bei all dem geschrieben eben, dass ich zur Uebermutter werde und mit meinen Kindern das ausserhalb der Schule nachholen werde. Denn ich weiss nicht, ob wir nicht in 3-4 Jahren nochmal umziehen werden.

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  • Eigentlich so, wie ich es aus meiner Kindheit auch noch kenne, nur gab´s bei mir kein "Wie-Wort" oder "Tun-Wort oder "Begleiter", das hieß von Anfang an Adjektiv, Verb, Artikel, aber das ist glaub ich ziemlich egal.

    Bei uns hieß es früher bis Klasse 4 Tuwort, Wie-Wort und dann bekamen die Schüler, die aufs Gym gehen sollten, in der 4. die lateinischen Begriffe nachgereicht. Hat auch funktioniert.


    Ich glaube, es wird auch oft von den Eltern nicht wahrgenommen, wenn Grammatik gemacht wird. Mir ist eingefallen, dass meine Kinder doch in Klasse 1 schon Grammatik hatten. Da wurden die Satzteile irgendwie personalisiert. Ich meine mich an eine schwarze Dame und sowas zu erinnern...


    Wichtig ist, dass erst die Fähigkeiten da sind und dann der Name dazu kommt. Mir scheint, dass erstens nicht mehr viel gelesen und vorgelesen wird, mag auch sein dass die Kommunikation weniger oder anders geworden ist. Jedenfalls ist der Sprachumsatz mit korrekter Sprache einfach teilweise zu gering, um daraus dann guten, nachhaltigen Sprachunterricht machen zu können. Das fängt beim Nicht-Kennen des Präteritums an und hört beim Nicht-Kennen des Akkusativ-Ns (Wen möchtest du sprechen? HerrN Müller?) immer noch nicht auf.#rolleyes

  • cashew - meine Kinder wollen ja lernen und fragen nach - aber vielleicht fokussiere ich da eher auf Projekte, als auf Grammatik. Andererseits sind wir da wieder beim Gesellschaftlichen, familiäre und Umfeld- Druck, den ich durchaus spüre.


    krebbel - Kinder sind ja auch unterschiedlich, wer was wann lernt.


    Ich kann mit dem Spirallernen sehr viel anfangen. Immer mal wieder das alte Thema aufgreifen und vertiefen - so war Geschichtsunterricht frueher auch - ersteinmal so ein grosser Durchlauf und dann in der Oberstufe alles vertieft mit Quellen.

    Beim Sprachenlernen kenne ich es auch so, wenn man sich von A1, A2, B1, B2, C1 vorarbeitet.

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  • Ersetze Saarland durch NRW....

    Saarland, 4. Klasse: durchgenommen seit der 1. Klasse wurden Wortarten (lateinische Bezeichnungen), deklinieren, konjugieren, Satzteile bestimmen, Pronomen, Präpositionen, alle Fälle, Groß- und Kleinschreibung, etc.

    es wurde alles besprochen, gelernt und in benoteten Arbeiten abgefragt...

    Zeichensetzung .(.?!:"-)...... und die einfachen Kommaregeln (Haupt/Nebensatz). Es wurden Briefe, Referate, Rezepte und (gelernte) Diktate geschrieben und benotet.


    Trotz allem war ich gerade für meinen Sohn eine fast tägliche Nachhilfe....nach den ersten beiden Jahren fast ohne Korrektur (und vier verschiedenen Lehrkräften) war Deutsch doch recht viel Arbeit.

    LG paulina mit paula (11.05)
    + paul (04.08)

  • Nachtkerze , wenn deine Kinder mit dir lernen wollen, ist es doch prima.


    Bei meinem Kind waren weitergehende Erklärungen problematisch. Die Grundschullehrerin war eine sehr wichtige Bezugsperson (und sie war auch wirklich nett u wurde sehr gemocht, nur gelernt haben sie halt nicht so arg viel. In der Parallelklasse- andere Lehrkraft - war das durchaus etwas anders). Parallel etwas anderes zu erzählen brachte mein Kind in Konflikte. Schon bei der Rechtschreibung. Ich habe dann versucht mich zurückzuhalten, erst jetzt mit den Erfahrungen am Gym, wo Lehrer zunehmend differenzierter im Positiven und Negativen gesehen werden, erkennt sie rückblickend selbst, was nicht so toll lief.


    Inzwischen hab ich manchmal sogar ne Chance, auf offene Ohren zu stoßen.

  • Kam eigentlich was raus bei den Korrekturen? War’s viel schlechter?

    Auch wenn ihr schon lange bei der gs und deutsch seid...

  • Wir lernen alle gerne zusammen - das war irgendwie noch nie ein Problem, dass man sich gegenseitig was beibringt. Dass das anders sein kann, weiss ich erst hier ausm Forum.

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