Eitel bis zum dahinaus

  • Jetzt komme ich noch mit einem anderen Thema daher: Töchterchen, 4,5, verbringt ihre Zeit am liebsten vor dem Spiegel. Nicht jetzt erst gerade, sondern schon seit Monaten. Weniger wird es nicht, eher mehr. Sie macht sich gefühlte 15 mal am Tag eine neue Frisur und da Übung ja bekanntlich den Meister macht, hat sie es echt schon drauf mit Zöpfen und ihren Haarbändern usw. Ständig muss ich meine Bürste suchen, weil sie sie sich immer schnappt. Ich dachte eigentlich, das kommt dann so mit 14, nicht schon mit 4 8o #gruebel:D Sie macht sich auch abends immer eine Nachtfrisur und wenn man sie dann nicht schnell genug ins Bett bringt, werden weitere, andere Nachtfrisuren gemacht. Sie findet es sehr wichtig, schön zu sein. Sagt sie auch. Sie sagt auch mir recht oft, dass ich schön bin #applaus Das ist natürlich auch toll #super Auch sonst findet sie vieles sehr schön, Blumen, den Himmel, alles mögliche. Selbstbewusst ist sie, da mangelt es ihr nicht.

    Trotzdem frage ich mich, ob das normal ist, in dieser extremen Ausprägung? Von mir hat sie das so jetzt nicht. Ich mag meine Cremes und alles, aber ich schminke mich nur ab und zu und im Alltag habe ich halt auch einfach einen Pferdeschwanz und fertig.

    Wie ist das bei euren Mädels?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Mali ()

  • Wie ist das bei euren Mädels?

    Ähnlich.

    Also, an die Haare darf ihr niemand, sie hasst kämmen und alles.

    Aber die Klamotten müssen perfekt abgestimmt sein, nach ihrem persönlichen Geschmack. Sie zieht sich mehrmals am Tag um, am liebsten hat sie ganz lange Kleider. Hosen gehen maximal Leggins.

    Von mir hat sie das definitiv nicht, das kommt bei uns nachweislich aus dem Kindergarten.

    Ihr ist es auch sehr wichtig, dass sie schön aussieht. Das höchste Kompliment an mich ist auch "Schöne Mama!"

    Also das Schön-sein spielt schon eine große Rolle.

    Wer nicht zuweilen zu viel und zu weich empfindet, der empfindet gewiss immer zu wenig.
    Jean Paul


  • Meine Vierjährige ist ganz anders, trägt fast nur Hosen und liebt die vom großen Bruder ererbten Sachen. Bislang hatte sie auch keine Prinzessinnenphase oder so. Ich glaube, das liegt zum einen am Kindergarten, in dem derartiges keine große Rolle zu spielen scheint, zum anderen am Einfluss des großen Bruders und ist ganz bestimmt auch Typsache. Sie spielt auch gleichermaßen mit Jungen und Mädchen. Ich glaube nicht, dass das was darüber aussagt, wie emanzipiert oder eitel sie später wird...

  • Das gibt's auch bei Jungs *winkt in die Runde* #zwinker soll heißen, hier auch, aber mangels kurzer Haare keine extra Nachtfrisur


    edit: wobei ich deine Überschrift so nicht unterschreiben würde, hier ist es eher das in-Einklang-bringen von innerem und äußerem Bild

    Was A über B sagt, sagt mehr über A als über B.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von wegwarte ()

  • Hier das gleiche :) es werden niemals Hosen angezogen, die Haare müssen immer gemacht sein, wenn ich mich Creme usw steht sie neben mir mit großen Augen #love

    Seit du da bist sind alle Lichter an
    Marc Forster

  • Hallo,


    Ich glaube, es gibt Kinder, bei denen gehört diese Phase dazu, es gibt Kinder, die lassen sie weg (meine z.B. da ging in dem Alter kein Rosa, Röcke waren bis auf seltene Ausnahmen eine Zumutung, weil die beim toben störten usw., )


    Ich würde ihr einen Korb mit Bürsten, Haarzeug, kindgerechten Ketten... zurechtmachen, einen großen Spiegel aufhängen und einige Regeln aufstellen: Die Sachen in diesem Korb gehören dir (Bänder, Bürsten..) , willst du an meine Sachen wird erst gefragt. Das ist ja auch bei anderen Sachen so. Kleidung wird nicht nach 2 Stunden tragen auf den Boden geworfen, die kommt hier in den Korb (zur mütterlichen Durchsicht) .

    Und ansonsten machen lassen.


    Im Alltag würde ich mich gemeinsam an Schönen freuen, dabei auch bewusst auf ungewöhnliche Schönheit hinweisen, auch ein zackiger Stein kann schön sein, ein alter struppiger Hund wunderschöne Augen haben, ...

    Wichtig wäre mir,. daß sich "schön nicht zu sehr mit "etwas wert sein" verknüpft, weder im materiellen sinne noch auf Menschen bezogen. Also auch erwähnen, warum man andere Menschen mag, für ihre Freundlichkeit, für ihre guten Ideen, für ....