Erstklässler und stifthaltung, druck, linkshänder

  • wie doll drücken eure denn mit dem Stift aufs Papier?

    Ich habe immer leicht verkrampft geschrieben und frage mich, ob das normal ist, dass sie noch recht doll aufdrückt, oder ob sie da jetzt drauf achten müsste?

    Und wenn ja wie?


    Und an die linkshänder: sie hat ihr Heft liegen wie ein rechtshänder, das gibt sicher Probleme, wenn der füller kommt.

    Kennt jemand diese Unterlagen mit Linie zum heftanlegen? Bringt das was? Gewöhnt sie sich da noch um, wenn der füller dann kommt?


    Klingt nach glaskugelfragen, weiß ich. Eigentlich möchte ich eure Erfahrungen erfahren.

  • Zum zweiten: grundsätzlich ist die Lage des Hefts auf diesen Unterlagen super.

    Meiner Tochter war es aber peinlich, die zu benutzen, sie möchte nicht anders sein als andere. Sogar zu Hause verweigert sie das.

    Inzwischen ist sie in der dritten und schreibt länger Füller. Klappt einigermaßen, aber sie könnte es leichter haben...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von kiddo ()

  • Nur persönliche Erfahrung.


    Mein Linkshänder hat das Blatt auch so liegen, wie wir. Diese Unterlagen hatten wir mal, haben aber nichts gebracht.

    Kind fand das blöd.


    Füller war okay, aber nicht optimal.


    Seitdem es keine Pflicht mehr gibt mit dem Füller zu schreiben haben wir den Yoropen.


    Der hat hier tatsächlich den Durchbruch gebracht, was entspanntes Schreiben angeht.

    Seitdem wir viel mehr geschrieben, weil es einfach leichter geht.


    Die Sache ist nicht ganz günstig, aber in dem Fall ist es das wirklich wert.


    Der ist für Links- und Rechtshänder und lässt sich gut schreiben.

  • Unterlage findet Kind auch blöd. #rolleyes


    Drehen sollte man das Heft trotzdem.

    Ist sie Erklärungen gut zugänglich?

    Dann einfach mal vormachen und nachmachen lassen.


    Stiftdruck:

    Mal mit verschieden Stiften experimentiere.

    Wichtig auch bei Buntstiften. Es gibt ganz weiche, die schnell decken (Lyra Superferby, Lamy) und harte bei denen man echt fest drücken muss (Faber Castell)

    Schreiben in Sand und Knete etc. kann helfen.

    Wir haben noch einen Tintenroller, der leuchtet, wenn man zu fest drückt.


    Schau mal bei Lafüliki.de.

  • Zum Glück gibt es hier von der Lehrerin nur die Vorgabe "Füller oder Tintenroller". Wir haben letztens mal wieder einen Füller getestet und ich hab ihn schreiben/drücken gehört, ob wohl ich mein Ohr nicht rangehalten hab.. das kann nicht gut für die Feder sein. Das Kind ist jetzt Ende der zweiten Klasse. Unterlage hatten wir nie, ich hab nur drauf geachtet, dass seine Handhaltung beim Schreiben entspannt ist, also nicht so merkwürdig nach innen gedreht.


    Der kleine Bruder schreibt jetzt schon deutlich entspannter mitm Füller.. der ist aber Rechtshänder.


    Wir haben den Stabilo-EasyStart Tintenroller. Ich mag den. (und das Kind auch ;) )

  • Ich bin Linkshänder und habe bis heute eine seltsame, krampfige Haltung die auch gutes Zureden und ergonomische Füller mir nicht austreiben konnten. Und ich hatte mein Heft auch immer gerade liegen. War nicht ideal, aber diese schräge Lage war noch krampfiger als eh schon.

    Kitten (36) with Tiger (35) and Tiger-Cub, the biting (5)


    Lachen macht lustig.8o


  • Ich würde darauf achten, dass sie keine Hakenhaltung macht beim Schreiben. Füller ist doof, weil man mit links viel mehr schieben als ziehen muss, als wenn mit rechts geschrieben wird, sagt meine Tochter. Aber wenn man so schreiben darf, wie es für einen selbst ergonomisch ist, ist das kein Problem mehr, sagt meint sie. Also beim Schreiben der Buchstaben, meine ich.

    Jetzt schreibt sie sehr gerne mit dem Füller, und das auch lieber als mit Tintenroller, weil der, sagt sie, mehr schmiert. Sie hat eine schöne Handschrift, das Handgelenk gerade, und das Heft liegt etwas schräg.

    Fiawin mit d9be2134.gif
    age.png


    DSC_0459_zps3belkjmj.jpg


    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Wer Extremitäten hat, kann keine Kugel sein.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

  • Nur kurz: Es gibt inzwischen Linkshändigkeitsberatungen, die bei solchen Fragen helfen können. Ich habe auch schon mal kleine Kurse gesehen wo mit LH-Kindern die günstigste Stifthaltung eingeübt wird.

  • Hallo,


    Mein LH-Kind:


    Heftlage: Haben wir vor der Schule geübt, anfangs hat er sie auch verwendet, irgendwann wollte er es nicht mehr, aus Angst aufzufallen. Fand ich Mist, konnte mich aber ja nicht in der Schule danebensetzen und ihn drängen.


    Druck: War sehr groß, allerdings nicht alleine durch die Linkshändigkeit, sondern durch generelle graphomotorische Schwierigkeiten, die sich dann auch auf das Aussehen der Schrift und die Rechtschreibung ausgewirkt haben.


    Füller: Ging bei meinem Sohn anfangs gar nicht, ich bin froh, daß er an einer Schule war, in der es den Lehrerinnen wichtig war DASS die Kinder schreiben lernen und das "womit" zweitrangig war. SO ein Tintenroller brachte dann deutliche Verbesserung. Interessanterweise hat er als Erwachsener dann zeitweise wieder einen Füller genommen, aber am liebsten schreibt er mit einem weich schreibenden Kugelschreiber (geht natürlich meistens erst ab Klasse 7 oder so)


    Das Gleiche gilt für die Schrift, die Schulausgangsschrift war eine einzige Quälerei für ihn, irgendwann durfte er die VA probieren und es wurde deutlich besser.


    Wenn sich Probleme zeigen, würde jemanden draufschauen lassen. Ergotherapie hat meinen beiden Söhnen mMn einiges gebracht, auch wenn man natürlich die Erfolge nicht messbar wiedergeben kann.