Durchzug als Krankmacher - in Deutschland und anderswo

  • Ich nehme bei diesem warmen Wetter gerne einen Schal mit, wenn ich Zug fahre. Die einen Wagen sind stark klimatisiert: kühl bis kalt und mit Zugluft, ich verschwitzt, da kriege ich ganz leicht Halsschmerzen.


    Das wär sicher auch im Freien so. Dort passiert es aber eher selten. *überleg* zum Wandern nehm ich auch ein Halstuch mit. Beim Aufstieg geschwitzt, auf dem Gipfel windet es kalt - gibt ohne Halstuch Halsschmerzen. (OT: ist "es windet" nur Schweizerdeutsch? Falls ja: "der Wind weht")

  • Nachtkerze ich hatte ja auch was ganz anderes geschrieben.


    Ich schrieb ich bekomme von kalter Luft Ohrenschmerzen. Im Winter/Frühling und Herbst. Während andere ohne Mütze ect. gehen, gehe ich mit. Das ist "wind" (Zugluft) aber das ist eben nicht die warme Luft, die ich jetzt durch die Wohnung jagen lassen.


    Ich habe nie geschrieben, dass ich jetzt Ohrenschmerzen bekomme.


    Ich glaub du hast dir die falsche Person raus gepickt ;) *keks reich* Ich lüfte nämlich die Wohnung, schlafe bei offenem Fenster und fahre lieber mit Fenster offen. Zu kalte Klimaanlage wiederum befähigt mich krank zu werden (dem ich mit einem dünnen Tuch entgegen wirke) Das ist eindeutig familiär, meine Oma hat das auch.

  • Neee neee, Sorry dass ich euch diesen Glauben nehmen muss. In der Türkei ist Luftzug genauso ein Schrecken! Klimaanlage dagegen nicht #nägel


    Mir tun beide nicht gut. Vor allem wenn ich verschwitzt bin.

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • Ich selber bin in der Fraktion : steifer Hals und Ohrenschmerzen bei zu kalt (Radfahren, Klimaanlage die mir ins Genick pustet, etc.).

    Aber dagegen kann ichja was tun: Schlauchtuch, dünner Schal/ Tuch.


    Allerdings kann man von nicht ordentlich gewarteten Klimaanlagen tatsächlich krank werden. Denn z.b. in den Autoklimaanlagen bildet sich ein super Bakterienrasen ... der dann durch die Luft gepustet wird.

    Liebe Grüße
    Martina


    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

  • mich stört Zugluft nicht, allerdings habe ich Kreislaufprobleme in stickigen Räumen. Ich konnte heute meinen Sportkurs auch nicht fertig machen, weil aus Angst vor Zugluft nicht gelüftet werden durfte, ich dafür sehr tatterig wurde. In Seminaren hatte ich das Problem auch schon. Ich finde das schwierig sich da zu einigen. Bisher bin ich dann halt immer gegangen.

    Meisterschülerin mit dem großen Meister(02/11), dem Möppi (09/13), dem Kleinchen (07/15) und


    hebamme4u-Ticker

  • ich kenne das eigentlich auch nicht so extrem mit krankmachendem Zug.

    Aber wohl, dass es unangenehn ist, der hals steif werden kann und die Ohren weh tun.


    Vor längerem hatten wir in internationaler Runde aber das thema, dass einige Kulturen so ihre volkskrankheit haben. Die Deutschen wurden belächelt wegen Zug und Kreislauf. In USA waren es - meine ich - verbreitete nervöse Zustände sie. War sehr spannend.

  • Ich werde vom Ventilator wirklich krank - da reicht eine kurze Zeit. Da ist auch ein große Hitze erträglicher.


    Aber Menschen sind unterschiedlich empfindlich.

  • Wir haben Orchesterproben in einer Schulaula und meine Spielerinnen sind im Schnitt 45-80 und WEHE da ist auch nur ein Festner auf. ICh erstuícke fast und da ich Dirigentin bin bewege ich mich auch viel aber es darf KEINESFALLS irgendwo ein Lüftchen reinkommen was man spürt. Man würde Krank davon und bekäme einen steifen NAcken.

    Also ich glaube schon, dass viel kalte Luft durchaus da Muskeln verhärten können und bei einigen sicherlich dann auch nur schwer lösbar, aber ich glaube nicht, dass jeder Windhauch bei 35 Grad Außentempi das macht.

    Aber das glauben meine Spielerinnen wirklich! Also es sind von 20 Frauen 7 oder 8 die da echt Panik schieben aber der Rest glaubt das tendenziell auch und wenn ich mich dann in der Spielpause ans offene Fenster stelle werde ich panisch gewarnt.

    Mir fällt das jede Probe im Sommer wieder auf und ich wundere mich ebenso über die Vehemenz.


    Also kurz: DIe Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte, es ist sicher auch individuell, aber die Angst davor ist schon hier echt groß...ich denke größer, als der wirkliche Schaden von Zugluft.


    Ich selber liebe Zug. Kenne die Ohrenschmerzen manchmal in Kälte und sehr viel Wind auch aber stört mich nicht.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Bei ganz großer Kälte kenne ich auch Ohrenschmerzen, aber da sprechen wir von -15 Grad und tiefer...

    Viel schlimmer sind die Ohrenschmerzen wenn ich scharf esse (ja kein Scherz). DAS nervt wirklich. Ich kenne bislang auch nur meine Schwester mit dem gleichen Phänomen.

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Viel schlimmer sind die Ohrenschmerzen wenn ich scharf esse (ja kein Scherz). DAS nervt wirklich. Ich kenne bislang auch nur meine Schwester mit dem gleichen Phänomen.

    Das finde ich ja mal interessant! ich bekomme Druck auf den Ohren (als würde jemand von außen gegenpressen), wenn ich Zwiebeln schneide. Das ist so unangenehm und niemand kennt das!

  • Interessant, vielen Dank für eure zahlreichen Erfahrungen! fibula scheint ja bisher mit der Türkei das einzige andere Land mit ähnlicher Panik vor Zugluft beigesteuert zu haben.


    An das steife Genick hatte ich noch gar nicht gedacht. Da ist der Wirkmechanismus ja mE noch plausibler und da finde ich es dann noch spannender, dass es das in den meisten anderen Ländern nicht so zu geben scheint. Ob das irgendwie mit einer positiveren Einstellung, Training von Kindesbeinen an und damit dann an mangelnden schlechten Erfahrungen liegt? Ich finde das echt faszinierend.

    Vor längerem hatten wir in internationaler Runde aber das thema, dass einige Kulturen so ihre volkskrankheit haben. Die Deutschen wurden belächelt wegen Zug und Kreislauf. In USA waren es - meine ich - verbreitete nervöse Zustände sie. War sehr spannend.

    Das hätte ich auch spannend gefunden.

    Viel schlimmer sind die Ohrenschmerzen wenn ich scharf esse (ja kein Scherz). DAS nervt wirklich. Ich kenne bislang auch nur meine Schwester mit dem gleichen Phänomen.

    Ich finde es durchaus vorstellbar, dass Dämpfe vom scharfen Essen in die Eustachische Röhre vordringen und da die Haut reizen. Wenn ich richtig scharf koche, kriege ich immer, wenn ich Chilis, Sambal Oelek o.ä. in die Pfanne mache, einen Hustenanfall. Das Zeug, das da verdampft, kann bestimmt auch ein Ohr reizen. Aber interessant, dass das Problem scheinbar nur wenige haben.


    Ich habe auch ein Problem in dem Bereich, das außer mir nur T zu haben scheint: Wenn ich gerade etwas Flüssiges im Mund habe und arg lachen muss, bekomme ich einen Krampf in den Kaumuskeln. Das tut abartig weh. Geht dann zum Glück nach dem Runterschlucken schnell wieder weg.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Ich war gerade 4 Tage in meinem alten Zuause. Übers Wochenende mit den Wahnsinnstemperaturen. Und natürlich kamen da auch ein paarmal die Durchzugdebatte auf.

    Es ist unglaublich wie engstirnig die Deutschen sein können!

    Wenn es heiss ist, und es keine Klimanlage gibt, macht man natürlich die Fenster auf und versucht ein bisschen Luft reinzubekommen.

    Das machen wir seit Jahren so. Egal wo auf diesem Planeten und noch nie ist einer von uns krank geworden.

    Oder haben wir solche Diskussionen geführt.

    Woher das kommt werde ich oft gefragt und die Antwort kenne ich nicht.

  • Ich denke die Ohrenschmerzen kommen von einer Überreizung der Nerven. Dämpfe glaube ich nicht. Ich kann ewig lange Dämpfe von Chili etc einatmen, da hab ich keine Probleme. Bei mir scheinen die Nerven des Mittelohres sehr stark mit dem Rachenraum verbunden zu sein. Oder aber der Vagus-Nerv wird im Magen von der Schärfe gereizt und die Enden (im Mittelohr) reagieren mit. Eins von beidem wird dafür verantwortlich sein.

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Ich bekomme beim Autofahren mit offenem Fenster oder in Zügen in denen man noch die Fenster öffnen kann durchaus Ohrenschmerzen. Das bilde ich mir auch nicht ein.

    holly mit großer Tochter (07/03) und kleinem Sohn (06/06)

  • Als ich jung war, machte mir das alles nichts aus, egal ob Klimaanlage oder Durchzug. Jetzt stört es mich wirklich. Von der Klimaanlage im Auto werde ich krank, meine Schleimhäute werden irgendwie gereizt, ich muss andauernd hüsteln. Die mobilen Klimageräte ertrage ich gar nicht, die sind mir viel zu kalt.

    Offene Fenster stören mich nicht so viel, ich habe im Auto immer Fenster offen.

  • In Norwegen nimmt man Zugluft und Klimaanlagen auch nicht besonders positiv wahr.


    Ich mag beides auch nicht, nicht aus Angst vor Krankheit, sondern einfach weil ich nicht besonders gerne friere und finde, dass Ventilationsanlagen oft viel zu kalt eingestellt sind.

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • Wenn es heiss ist, und es keine Klimanlage gibt, macht man natürlich die Fenster auf und versucht ein bisschen Luft reinzubekommen.

    Ich nicht, denn das Haus ist immer noch kühler (gewesen) als draußen.


    Ich mache über Nacht alle Fenster auf, tagsüber sind sie geschlossen (und sogar noch die Fensterläden davor). #angst


    Klimaanlagen finde ich auch meistens zu kalt, mich erstaunt das auch immer im Auto: 22 °C mit normaler Lüftung sind gefühlt viel weniger kalt als 22 °C mit Klimaanlage, das hab ich noch nie verstanden.

  • mich erstaunt das auch immer im Auto: 22 °C mit normaler Lüftung sind gefühlt viel weniger kalt als 22 °C mit Klimaanlage, das hab ich noch nie verstanden.

    Dafür gibt es mE zwei mögliche Erklärungen: Wenn die Temperaturen draußen über 22° sind, passiert bei der normalen Lüftung nichts. Dann hat die Lüftung ohne die Klimaanlage keine Möglichkeit runterzukühlen und man kann 22° einstellen, wie man mag, unter die Außentemperatur kommt man nicht runter. Die Klimaanlage hingegen zappelt sich echt ab, die Solltemperatur zu erreichen. Dementsprechend kühlt und entfeuchtet sie die Luft.


    Das mit dem Entfeuchten ist ein weiterer Aspekt der eine Rolle spielen könnte. Warme, feuchte Luft wird wegen der Luftfeuchtigkeit mE als wärmer/drückender empfunden als trockene Luft.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Ich bekomme von der Auto-Klimaanlage Ohrenschmerzen und allgemein von Zugluft aller Art riesige Probleme mit meinen Augen bzw. Kontaktlinsen.

    Ich mag Klimaanlagen daher nicht so wahnsinnig gern; was ich aber regelrecht hasse, ist, bei 35 Grad Außentemperatur eine Strickjacke mitschleppen zu müssen, weil ich Bus fahre und damit rechnen muss, dass der Busfahrer die Klimaanlage auf volle Pulle einstellt und mir 45 Minuten lang eiskalte Luft in den Nacken, in die Augen und überall hin bläst.

    Auch im Urlaub in Italien gibt’s inzwischen in jedem Restaurant schlechte Klimaanlagen, die nichts können, außer einem eiskalte Luft ins Gesicht zu blasen. Bei Außentemperaturen von angenehmen 24 Grad gehe ich dann im Sommerkleidchen zum Restaurant - und ziehe drin sofort Strickjacke und Schal an #hammer

    Wenn ich im Sommer eine längere Strecke mit dem ICE fahren muss, packe ich eine dicke Fleecedecke ein, um die ich schon mehrfach beneidet worden bin.


    An die Empfehlung, die Luft nur um ein paar Grad kühler als die Außentemperatur zu kühlen, hält sich gefühlt niemand, dabei wäre das wahrscheinlich für alle am erträglichsten.


    Dass das eine typisch deutsche Empfindlichkeit ist, kann ich mir nicht vorstellen. Ich glaube eher, dass andernorts Klimaanlagen einfach schon länger gängig sind und die Leute sich schon dran gewöhnt haben.

  • Ich kenn auch Nackenschmerzen von kalter Zugluft, meine aber bei mir erforscht zu haben, dass ich dann am nackten Hals friere und dann die Schultern verkrampfe bzw. hochziehe... Wenn ich die Schultern bewusst hängen lasse, passiert mir das so nicht.