Das Kätzchen will "zuhause bleiben"

  • Hallo ihr schlauen RabInnen!


    Momentan ergibt sich bei uns folgende Situation immer wieder: Wir wollen unser Kätzchen (wird im Oktober 4) irgendwo hinbringen, zum Beispiel in den Kindergarten oder zur Reitstunde, und sie motzt oder heult (also nicht "weint", sondern kreischt und schreit und haut und tritt und kratzt), dass sie nicht da hin will, sondern zuhause bleiben.

    Wenn sie erstmal da ist (und wir weg sind), gefällt es ihr super gut. Sie hat viele Freunde, mit denen sie auch gerne spielt, sie liebt ihre Erzieherinnen im Kindergarten und die Betreuerinnen bei der Reitstunde, liebt die Pferde und Ponys total,... alles super eigentlich. Wenn wir sie abholen, freut sie sich aber auch und will dann auch gern mit nach Hause kommen.


    Zuhause will sie immer am liebsten Paw Patrol gucken (#rolleyes); spielen oder lesen mit uns kommt erst in Frage, wenn die Flimmerkiste aus ist. Beim Fernsehen sitzt sie aber nicht still vor dem Kasten, sondern springt auf dem Sofa rum, spielt Episoden nach, hüpft auf der Hüpfmatratze,... Also sie ist jetzt nicht so der "Zombie-Fernseh-Typ". ;) Sie setzt die Handlungen ihrer Lieblingsserie auch so im Spiel um (auch mit ihren Freunden, das ist hier grad bei allen total angesagt), erzählt uns alles mögliche über die "Fellfreunde", möchte abends im Bett selbst erfundene Geschichten erzählt bekommen, in denen die Hundchen vorkommen und so weiter.


    Sie ist auch gern draußen, allerdings momentan bei dem Wetter auch nicht sooo unbedingt. Da spielt sie dann im Garten oder wir gehen spazieren oder fahren an den Badesee, auf den Waldspielplatz, ins Schwimmbad,... wir unternehmen schon recht viel. Das ist auch alles kein Problem, da geht sie gern mit. Bloß wenn wir nicht dabei sein werden, kriegt sie die Motten. Das Ganze dauert jetzt vielleicht so vier Wochen an und scheint mir irgendwie schlimmer zu werden. Bisher hatte sie eigentlich keine großen Probleme, sich auch mal von uns zu trennen. Sie ist jetzt etwa vier Monate beim Reiten. Vormittags in der Fremdbetreuung ist sie, seit sie 14 Monate ist, zuerst bei einer Tagesmutter, und nun seit fast einem Jahr im Kindergarten.


    So, meine Frage an Euch: Warum hat sie so eine Abneigung dagegen, zu Aktivitäten zu gehen, die ihr Spaß machen? Wie können wir ihr da helfen? Das ist ja für sie auch alles total stressig (und für uns auch).


    Ich danke Euch jetzt schon für die Hilfe!

    Das Rattenkind

    Kids don't drive you crazy, you were crazy already. That's why you had them.


    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


    giphy.gif


    You say you want a revolution. Well, you know, we all want to change the world.

    But when you talk about destruction, don't you know that you can count me out? Don't you know it's gonna be all right?

  • Hallo,


    meine Tochter hatte das auch. Ich habe sie wählen lassen, was sie will, wann immer es notwendig war, ihr klargemacht, was die Konsequenz ist, und ich habe auch, wenn es sich wiederholt hat, deutlich gemacht, dass eine bezahlte Aktivität schon regelmäßig gemacht werden sollte, dass sie also abgemeldet wird, wenn sie nicht mehr hingeht. Aber natürlich nicht, wenn sie zweimal nicht war.


    Ich würde Tempo rausnehmen und dem Wunsch des Kindes nachgehen. Also fragen, was sie denn lieber möchte, schauen, was passiert, wenn ich sage: Ok, dann bleiben wir heute zu Hause.


    Und beobachten.


    Zu einer Aktivität, zu der sie nicht hingehen will, hätte ich sie nicht hingezwungen, auch wenn sie hinterher zufrieden davon zurückgekommen wäre.


    So war es bei uns, aber Dein Kind ist nicht mein Kind und ich bin nicht Du...

    Fiawin mit d9be2134.gif
    age.png


    Ich habe beschlossen, mich ab sofort vollkommen gesund und süßigkeitenfrei zu ernähren.

    Ich esse nur noch schnell die Reste auf.

    Weltweit.


    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

  • (hihi noch eine paw petrol (hier wird es peppa shaw ausgesprochen ;) ) schauerin )


    Ich kann dir leider nichts helfen ich kann dir nur sagen dass meine 5 jährige genauso ist. Druck bringt ja gar nichts. Wenn sie nicht will dann geht sie eben nicht. Nur beim Ponykurs musste sie hin weil der echt teuer war und extra einen Freundin wegen ihr hin ist. Jetzt gibts aber keine Verlängerung. Ich hadere auch immer wie sehr ich sie zu ihrem Glück zwingen kann...

    Seit du da bist sind alle Lichter an
    Marc Forster

  • Ich erinnere mich, dass das häufig vorzukommen scheint, wenn das kleine Geschwisterchen aktiver und mobiler wird und mehr als Persönlichkeit wahrgenommen wird. Dann hat das große Kind nämlich tatsächlich das Gefühl, zuhause was zu verpassen. ^^ Könnte das bei euch hinkommen?

  • Ich kenne das ein bisschen ähnlich. Meine Kleine (gerade 3 geworden) will manchmal nicht mal tolle Sachen machen (also Schwimmbad, Spielplatz, o.ä.), wenn ich sie frage. Sie will dann lieber daheim bleiben.

    Ebenso möchte sie oft nicht nach Hause, wenn wir bei Oma / Freunden, etc. sind "hier ist es viel schöner".


    Ich führe das auf folgendes zurück:

    Sie lebt im hier und jetzt. JETZT möchte sie etwas anderes machen, dieses Spiel zu Ende spielen, etc. Sie kann sich nicht vorstellen, dass wir zu Hause, woanders, etc, auch was Schönes machen werden. Sie hat ja auch noch kein echtes Zeitgefühl. Also wie lange dauert es bis nach Hause, bis ins Schwimmbad,... Langweile ich mich auf dem Weg dahin? Ist es dann dort so, wie ich es mir jetzt gerade vorstelle? Sagt Mama dann wieder "nein" zu irgendwas,...


    Und in ihren Augen kann sie das andere ja auch "später" noch machen. Es ist für sie nicht klar, dass es nur einen gewissen Zeitraum gibt, in dem man z.B. ins Schwimmbad kann. Und wenn man jetzt nicht geht, kann man eben nicht um 19 Uhr noch gehen. Dann gibt es Abendessen. Aus ihrer Sicht ist das ja reine Willkür. Wann endet der Tag? Wann muss Mama kochen? Wann muss ich ins Bett? All das kann sie noch nicht abschätzen. Also versteht sie auch nicht, warum sie nicht erst spielen, dann xy, dann z, und dann ins Schwimmbad kann, und warum Mama dann "zu spät" sagt und "ich muss kochen"


    Und ja, Flimmerkiste ist hier ein grosses Thema. Dafür lässt sie sogar das Schwimmbad sausen. Keine Ahnung, warum das so eine riesige Faszination hat.


    Also ich denke nicht, dass es etwas mit den kommenden Aktivitäten als viel mehr mit dem hier und jetzt und dem fehlenden Zeitgefühl und der fehlenden Zukunftsperspektive zu tun hat.


    Ich hoffe, es ist einigermassen verständlich.


    Was hier hilft: Einfach machen. "Wir gehen jetzt zu xy" oder ein bisschen die Uhr lernen "Wenn der grosse Zeiger auf der 10 ist, gehen wir los"

    Und die Konsequenz aushalten, wenn es dann eben zu spät ist für die tolle Aktivität. Ich hoffe da auf einen gewissen Lerneffekt (den ich bisher noch nicht beobachten konnte #zwinker)

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)


  • So, meine Frage an Euch: Warum hat sie so eine Abneigung dagegen, zu Aktivitäten zu gehen, die ihr Spaß machen? Wie können wir ihr da helfen? Das ist ja für sie auch alles total stressig (und für uns auch).

    Hört sich für mich nicht so an, als hätte sie eine Abneigung gegen die Sachen, die ihr eigentlich Spaß machen, sondern "nur" gegen den Übergang mit dem Wissen, dass sie da dann "alleine" ist. Dazu muss man dann ja vielleicht auch etwas aufhören, was man gerade auch gerne macht, also z.B. noch gemütlich im Bett liegen vorm Kindergarten oder die Fellfreunde gucken.

    Bei sowas hat bei uns nur einigermaßen (und manchmal) eine Vorbereitung geholfen. Also morgens beim wecken sagen, was gleich passiert bevor es zum Kindergarten geht oder am Nachmittag sowas wie "du kannst jetzt noch dieses und jenes machen und dann geht es los zum Reiten". Das ist aber wahrscheinlich das, was man eh als erstes ausprobiert, also sorry für den wenig hilfreichen Hinweis.


    Ist bestimmt nur eine Phase. Pfotenversprechen (sorry, konnte ich mir nicht verkneifen...bin auch Paw Patrol geschädigt #freu)

    Mit der Großen (2011), dem Mittleren (2014), dem Ministernchen (2015) und der Kleinen (2018)

  • ich hab, als mein grosses kind 4 war, YouTube (wir hatten keinen Fernseher) ganz klar reglementiert, davor war es eher so sporadisch ein bisschen und nicht fix nach Zeiten. Auch heute sind die Zeiten, in denen sie Fernsehen dürfen ganz klar abgesteckt, davor und danach gibt es nichts, und ich hab auch aufgehört mit den Ausnahmen.

    Ich finde es kann nicht sein, dass Kinder nichts tun können, ohne zu konsumieren. Und so war das eine Weile bei uns - bzw. wurde dann enormst gestürmt, dass sie jetzt fernsehen wollen. Jetzt wissen sie genau, sie brauchen nicht stürmen. Fernsehen gibts nur zu der und der zeit und sonst nicht. Und bei meiner grossen führte das eine zeitlang dazu, dass sie nichts machen wollte, weil dann könne sie ja sonst nicht fernsehen. Aber hallo?!? Daher gibts fernsehen bei uns nur abends, und nur 20min, am Wochenende vielleicht mal ein film oder so. fertig. keine Diskussionen. In der restlichen Zeit machen wir andere Dinge. (und natürlich sind sie mittlerweile viel in der Schule).

    Für uns haben fixe Zeiten also sehr geholfen.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Zustandsänderungen sind doof.

    Is'so ;)


    Lösung: keine wirkliche.

    Lang genug ankündigen, also z.B. schon Abends beim ins Bett bringen über den Tag reden und was am nächsten Tag grob geplant ist. Also z.B. morgen ist wieder Kindergarten und Nachmittags gehen wir xymachen.

    Früh beim anziehen oder Frühstück wieder darüber reden, ...


    Vor dem losgehen sagen: wir müssen gleich ..., du kannst noch 5..10 Minuten fertigspielen. Teilweise auch mit wecker, der dann klingelt.

    Das funktioniert echt gut.

    Auch beim Abholen aus dem KiGa. Denn da heißt es dann teilweise auch: "Ich will noch hierbleiben!"

    Dann sage nur, du kannst noch 5 Minuten "fertig" spielen, ich warte /hole deine Sache/...


    Es gab auch das Gegenteilige: "Wann fahren wir eeeeendlich nach/zu xy!" Da das meist nicht genau in dem Moment war folgte: *heul-kreisch*

    Wir hatten dafür ein paar Monate einen Kalender am Kühlschrank in Kinderhöhe hängen.

    Die Kindergartentage wurden anders markiert als die WE/Feiertage.

    Jeder Tag, bekam dann früh einen Stempel.

    Besondere Sachen wurden eingetragen. Z.B. Übernachtung - kleines Haus; Geburtstag - Herzchen; Arzt - Kreuz; ...

    So sah Kind, wie lange es noch dauert bis xy-passiert, die Tage bis xy wurden gezählt und sich gefreut.


    Achso, Fernsehen/Youtube gibts aktuell gar nicht.

    Über den Winter leider doch, wegen inhallieren müssen - da dann bis zu 3x täglich, aber max jeweils 15 Minuten. Also ganz klar Regel. Das klappte gut.

    Liebe Grüße
    Martina


    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Kontextfrei ()

  • ainu daran überlege ich im Moment auch herum. Eigentlich dachte ich, ich mache es, wie mit vielen Dingen bisher: Einfach laufen lassen, nach gewisser Zeit regelt es sich von selbst. Aber es wird aktuell auch hier etwas übermächtig mit diesem "Video". Vielleicht wäre da eine klare Zeit hilfreich. Ich wollte fast schon einen Thread dafür aufmachen.


    Sorry fürs OT.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Eventuell weniger machen?

    Hat sie genug Zeit zu Hause, um wirklich frei zu spielen?

    Ansonsten kenne ich das auch - ich habe frühzeitig angekündigt und mehrfach, aber nicht zu oft. Also z.b. am Abend vorher, dann morgens nochmal und kurz vor dem losgehen. Den Übergang erleichtert, indem ich klar kommuniziert habe, was passiert (auch, wenn sie es schon kannte). Habe.im zweiIdealfall auch erklärt, dass xy sich freut und man nicht 5 min vorher absagt,weil “keine Lust mehr“. Habe über Unsicherheit geredet, darüber, dass das Spielzeug nachher noch da ist oder es mit ins Auto genommen.

    Hier sind Übergänge echt schwer, also habe ich oft das Kind auch einfach genommen, wenn ich mir sicher war, dass es das eigentlich will.

    Versucht, den Übergang positiv zu gestalten, geguckt, was es dem Kind erleichtert.

  • Zu einer Aktivität, zu der sie nicht hingehen will, hätte ich sie nicht hingezwungen, auch wenn sie hinterher zufrieden davon zurückgekommen wäre.

    Ja, beim Reiten haben wir auch schon darüber nachgedacht. Aber wenn sie dann da war, ist sie halt auch immer so begeistert und für mich fühlt es sich ein bisschen an, als würde ich ihr das "wegnehmen", wenn sie nicht mehr hingeht. Dass das jetzt für ein halbes Jahr bezahlt ist, naja, es wäre schon schade um das Geld, aber wenn sie da unglücklich wär, wär mir das dann auch egal. Bloß ist sie da ja nicht unglücklich, gar nicht... bloß auf dem Weg dahin.

    Und was den Kindergarten angeht... Das geht halt nicht anders. Mein Mann geht ja bald wieder zur Uni, ich arbeite... und ich kann sie ja schlecht mit zur Schule nehmen. ;)

    Ich erinnere mich, dass das häufig vorzukommen scheint, wenn das kleine Geschwisterchen aktiver und mobiler wird und mehr als Persönlichkeit wahrgenommen wird. Dann hat das große Kind nämlich tatsächlich das Gefühl, zuhause was zu verpassen. ^^ Könnte das bei euch hinkommen?

    Absolut! Der kleine Kater kann jetzt an Möbeln laufen, sitzen, quasseln,...

    Anschlussfrage: Und was mach ich jetzt?


    Und: Wird das dann im August von allein besser, wenn sie zwei in den gleichen offenen Kindergarten /KiTa gehen? ;)

    Ja, das kenn ich auch alles. Wobei sie weiß, dass man nicht mehr rein darf, wenn man zu spät zum Kindergarten kommt - und darauf hat sie heute spekuliert. Aber wir könnten echt mal eine Uhr aufhängen (ich mag das eigentlich nicht, weil es mir ein Gefühl von "ich bin zu spät" vermittelt, deshalb hängt hier bislang keine).

    Konsequenz ist schwierig, weil sie es nicht schlimm findet, wenn sie nicht zum Reiten oder zum Kindergarten geht. Dass es da schön hätte sein können, kommt ihr so nicht in den Sinn.

    Hört sich für mich nicht so an, als hätte sie eine Abneigung gegen die Sachen, die ihr eigentlich Spaß machen, sondern "nur" gegen den Übergang mit dem Wissen, dass sie da dann "alleine" ist. Dazu muss man dann ja vielleicht auch etwas aufhören, was man gerade auch gerne macht, also z.B. noch gemütlich im Bett liegen vorm Kindergarten oder die Fellfreunde gucken.

    Bei sowas hat bei uns nur einigermaßen (und manchmal) eine Vorbereitung geholfen. Also morgens beim wecken sagen, was gleich passiert bevor es zum Kindergarten geht oder am Nachmittag sowas wie "du kannst jetzt noch dieses und jenes machen und dann geht es los zum Reiten". Das ist aber wahrscheinlich das, was man eh als erstes ausprobiert, also sorry für den wenig hilfreichen Hinweis.

    Das haben wir tatsächlich schon (erfolglos) ausprobiert. Je eher man es ansagt, desto länger dauert nur die "Ich will da nicht hin!"-Phase. :( Ich freu mich trotzdem über jeden Hinweis!

    Aber ja, es ist nur der Übergang, der das Problem darstellt.


    Edit: Man, seid Ihr schnell! *nachlesen geht*

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    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


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  • Hier gibt's das auch morgens oft. Da ist es glaube ich das nervige Drumherum, anziehen, losgehen, hinfahren, ankommen. Da erscheint dann mein "Im Kindergarten kannst du XY treffen" einfach viel zu weit weg.

    Wie bei euch gibt es bei uns beim Kindergarten kein umgehen. Ist halt so, müssen wir durch. Ich versuche es halt so gut es geht zu begleiten. Und auf die schönen Sachen hinweisen, die da warten.


    Zu den Medien. Wir haben Filmchen auch eher stark reglementiert. Nicht weil ich grundsätzlich dagegen bin, sondern genau deshalb weil mich das Gezetere nervt. Hier gibt's z.B. nach dem Baden zum Fingernägel schneiden zwei Folgen Peppa Wutz. Danach wird auch nicht gequängelt, weil es ganz klar ist, dass es jetzt eben diese zwei Folgen sind. Klappt total gut und im Anschluss spielt er dann wie das Kätzchen die Handlung nach :)


    Mein Mann hat in letzter Zeit viel Minecraft gespielt und das Kind ein paar Mal mitschauen lassen und seitdem ist das auch riesen Thema "Schaaaafe angucken!!" und nix anderes. Deshalb werde ich das jetzt erstmal komplett verbieten.

  • Und bei meiner grossen führte das eine zeitlang dazu, dass sie nichts machen wollte, weil dann könne sie ja sonst nicht fernsehen.

    Darüber hatte ich auch schon nachgedacht, aber sie will auch nicht, wenn sie weiß, dass der Rechner aus bleibt (wir haben nämlich auch keinen Fernseher).

    Für uns haben fixe Zeiten also sehr geholfen.

    Wir denken drüber nach, auch einfach wegen der Rhythmisierung des Tages.

    Ja, Zustandsänderungen sind ganz doof! Egal ob losfahren oder was anderes anziehen oder sonstwas.


    Das mit dem Kalender klingt gut, das testen wir mal.

    Eigentlich dachte ich, ich mache es, wie mit vielen Dingen bisher: Einfach laufen lassen, nach gewisser Zeit regelt es sich von selbst.

    Ja, genauso bei uns. Der Witz ist ja, das ich sogar glaube, dass das ganz gut funktioniert. Sie ließ die Kiste bisher oft einfach mal flimmern und fing an, was anderes zu spielen. Aber Paw Patrol wird hier echt gesuchtet...

    Ja, Zeit hat sie eigentlich genug. Sooo viel machen wir auch nicht. Am Wochenende waren wir z.B. einen ganzen Tag bei Oma und Opa und einen Tag komplett zuhause. Da haben wir bloß einen längeren Spaziergang mit dem Bollerwagen gemacht (das fand sie dann so gut, dass sie direkt im Bollerwagen schlafen wollte...).


    Hast Du Beispiele dafür, wie Du die Übergänge gestaltest? Ich bin da grad so ratlos. :(

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  • Ich hab hier auch so ein Kind, dass schon immer total TV-Fixiert ist.

    Das ältere Geschwisterkind übrigens garnicht.


    Er hat das schon immer gemacht, dass er seine Freizeit um das Fernsehprogramm geplant hat.

    Auch jetzt noch.

    Also mit Freunden verabreden nur bis x Uhr, weil dann kommt y.


    Ich finde das ziemlich schlimm.

    Und ich habe das auch reglementiert und mache es noch.

    Woher das kommt weiß ich nicht, denn wir anderen gucken eher selten.


    Also bei uns wäre das: Wenn du nicht zum Reiten gehst okay, aber in der Zeit wird auch kein TV geguckt.

    Dann ist das Kind nämlich oft trotzdem gegangen.


    Also die Option statt xy zu machen TV zu gucken gab es einfach nicht und gibt es auch heute nicht.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Also bei uns wäre das: Wenn du nicht zum Reiten gehst okay, aber in der Zeit wird auch kein TV geguckt.

    Haben wir versucht, ist egal, sie will nicht hin. Und ich hab auch eigentlich gar nicht so stark den Eindruck, dass es primär ums Fernsehen geht.

    Autofahen ist z.B. auch toll, weil da das Paw Patrol Hörspiel läuft...

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  • Rattenkind die ich will da nicht hin Phase war hier sehr ausgeprägt, wenn ich es zu oft erwähnt habe. Mit maximal 2, 3 mal Erwähnung geht es hier gut. Auf ein einfaches “ich will nicht“ gehe ich kaum ein schon gar nicht mit “du musst aber“ und auch nicht groß mit locken.

    Kommt der Widerstand häufiger oder vehementer, überdenke ich das ganze. Ich habe auch von der Situation entkoppelt gefragt, ob sie damit aufhören möchte, weil sie direkt vorher sagt sie will nicht, aber da dann doch Spaß hat. Mit fast 4 konnte man hier darüber reden, ob das ganze doof ist oder nur einzelne Dinge und der Übergang.

  • Ja, das kenn ich auch alles. Wobei sie weiß, dass man nicht mehr rein darf, wenn man zu spät zum Kindergarten kommt - und darauf hat sie heute spekuliert. Aber wir könnten echt mal eine Uhr aufhängen (ich mag das eigentlich nicht, weil es mir ein Gefühl von "ich bin zu spät" vermittelt, deshalb hängt hier bislang keine).

    Konsequenz ist schwierig, weil sie es nicht schlimm findet, wenn sie nicht zum Reiten oder zum Kindergarten geht. Dass es da schön hätte sein können, kommt ihr so nicht in den Sinn.

    Ich glaube eben nicht, dass sie da auf Zeit spielt oder spekuliert. Also ich kann das nicht für deine Kleine sagen, nur für meine. Sie weiss einfach nicht, dass die Zeit vergeht, während sie etwas macht.

    Das wollte ich eigentlich damit sagen.


    Wegen Konsequenz: Bei uns ist es eben einige Male vorgekommen, dass sie dann abends noch ins Schwimmbad wollte, weil es ihr da wieder in den Sinn kam, und wir eben nicht gegangen sind am Nachmittag, weil sie nicht wollte. Aber wenn das bei euch nicht so ist, hilft der Tipp natürlich nichts.


    Ich muss mir oft sagen, dass es für sie doch ziemlich willkürlich scheinen muss. Einmal hat Mama Zeit zum spielen, ein anderes Mal muss sie Essen machen. Warum? Tja, solange man die Zeit nicht kennt, ist das eher unverständlich.


    Ihr seid da schon weiter. Ihr habt Kindergarten und klare zeitliche Struktur. Da habe ich keine Ahnung davon.


    Sie es so: Sie liebt, was sie tut. Es gefällt ihr auch daheim. Das ist doch auch etwas Schönes #freu

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Ich bin ja Profi, gezwungener Maßen, was ein Kind mit Problemen mit Übergangen betrifft, da unser erstes Kind Asperger autismus hat. Vielleicht hilft dem Kätzchen Folfendes:

    Bastel einen Wochenplan für das Kätzchen, entweder malst du Symbole oder druckst Fotos auf Kärtchen, das haben wir gemacht, eine Klammer markiert den Wochentag, dann hängt da das Kindergartensymbol mit dem Foto des Elternteils, was bringt, bei uns. Gibt es Spielebesuch, hängt da das Symbol, für Ausflüge etc. ebenso. Wir haben so Klettband an der Tür und dann die Gegenstücke an den Kärtchen, d. h. tauschen dauernd flexibel


    Genau so kann man auch die Folgenmenge von Paw Patrol visualisieren. Z. B. Pro Folge auf einer Liste abhaken, dann selbst ausschalten, wenn die Liste voll ist. Neben dem Fernseher stehen drei Hunde, weil sie drei Folgen darf und immer, wenn eine vorbei ist, wird ein Hund weggenommen, so ist visuell erfahrbar, wann die Guckzeit vorbei ist und der Übergang kommt nicht so plötzlich. Unser Kind stand auch eine Zeitlang auf eine große Sanduhr undkam sofort, als sue sie abgelaufen war. Vielleicht kann man beim Kätzchen auch anders strukturieren, zB. wenn Lied anfängt, beginnt der Übergang und man muss aus dem Haus sein, bevor es endet. Unser kleines Kind steht auf Wettbewerbe, so ala ich krieg dich bevor du aus der Tür bist und zack wird der Übergang gemeistert.


    Vielleicht macht eure Tochter aber grad einen Entwicklungssprung und braucht viel Sicherheit, die es nun mal zuhause und auch im Rahmen der Lieblingsserie gibt und wenn dieser Sprung vorbei ist, legt sich der Loskommstress wieder für alle.


    Für dich #knuddeldenn das ist so stressig.... ich kenne die Dramen und hab oft früh vor dem Kindergarten geheult oder der Arbeit

    Briefadventskalender 2019 #herz #post-#post-#post-4-5+#post-6-7-8-9-10-11-12-13-14-15-16-17-18-19-20-21-22-23-24 Jedes Jahr wundervoll#herzen!