Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod .... Und er Dativ tötet auch dem Akkusativ?

  • In Berlin ist Dialekt sprechen schwierig, hier trifft sich die ganze Welt....


    Ich weiß gar nicht, ob ich wenig Dialekt spreche oder deutlichen Akzent spreche...


    Das können bestimmt die nicht Berliner Raben, die mich Mal reden gehört haben einschätzen fibula Sunniva   Preschoolmum   luxa-rosenburg   lieselotte und die anderen

    Bisschen anders als regional hier schon, aber ich fands jetzt nicht extrem

    Lass Dich nicht vom Bösen überwinden sondern überwinde das Böse mit Gutem.

  • hanna in welchem Berlin spricht man denn Englisch?


    Ich höre türkisch, arabisch, russisch, Schwäbisch, polnisch, bosnisch.


    Ja auch Englisch, aber nicht die breite Masse ;)


    Ich arbeite unweit der Gedänkstätte Berliner Mauer, da sind jeden Tag! Italienische Reisegruppen! Jeden Tag, seit drei Jahren sehe ich die da.... Das finde ich immer sehr abgefahren

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • sandra

    Sprachen lernen ist nicht so meins, ja.


    Wobei ich es durchaus interessant finde, wie Sprachen funktionieren, aber ich lernen sie dann nicht sprechen und verstehen.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Shevek ()

  • Doch, das mit den schlechteren Chancen im beruflichen und privaten Bereich ist so. Deshalb versuche ich Dialekt bei meinen Kindern zu vermeiden. So leid es mir tut. Es reicht, ihn zu verstehen. Aber es ist unfassbar schwer, sich ihn abzugewöhnen.

  • Aber Du hattest relativ viel Kontakt in Standardsprache, Shevek? Ich kenne ja - naturgemäss, der Anteil von ausländischen Einwohnern in Zürich ist mit 32% ja nicht klein - recht viele Leute anderer Sprachherkunft. Die meisten lernen den Dialekt notgedrungen verstehen. Ich glaube es hat schon mit der Zeit zu tun, die man der Sprache ausgesetzt ist.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Wattwurm : ich finde das sehr schade, das dies in D so gesehen wird - in Ö oder CH ist das wirklich nicht so.

    Sogar die höchsten Regierungsvertreter sprechen "privat" völlig selbstverständlich Dialekt - was zugegebenermassen bei der neuen Verteidigungsministerin sogar mir einiges an Konzentration abfordert. :D


    Ob jemand switcht oder nicht hängt eher vom Typ ab, manche Menschen können leichter Sprachen annehmen als andere.


    Die zweite Generation spricht hier im Normalfall astreinen Dialekt - natürlich mit dem vielgelobten Einschlag, mit dem dieser Thread gestartet wurde.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Shevek ja, ich verstehe richtiges, echtes Platt. In der Situation, also im direkten Gespräch rutschen mir dann auch einfache Antwortsätze auf Platt heraus, obwohl ich Fremdsprachenlegasthenikerin bin.

    Obwohl ich hier keinerlei familiären oder schwiegerfamiliären Bezug habe, fühlt mein Herz sich hier absolut heimisch, das spielt vermutlich eine große Rolle.


    Bayerische Mundart/Regiolekt-Sendungen verstehe ich auch nicht, und mit Urlaubern aus dem Süden hab ich auch meine Mühe... die meisten versuchen aber, mir entgegen zu kommen...

  • ch verstehe richtiges, echtes Platt.

    da verstehe ich nicht mal den bahnhof :D und 10 jahre köln halfen mir zwar kölsch ein wenig zu verstehen, lesen klappt besser aber richtig nach plappern kann ich nicht, dabei lerne ich gern und schnell fremdsprachen. allerdings lief der alltag mehr oder weniger auf hochdeutsch ab und kölsch gab es bis auf karneval nicht oft zu hören. was ich sehr nett finde, dass man mit der abfärbung des dialekts hochdeutsch spricht.

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • Aber Du hattest relativ viel Kontakt in Standardsprache, Shevek? Ich kenne ja - naturgemäss, der Anteil von ausländischen Einwohnern in Zürich ist mit 32% ja nicht klein - recht viele Leute anderer Sprachherkunft. Die meisten lernen den Dialekt notgedrungen verstehen. Ich glaube es hat schon mit der Zeit zu tun, die man der Sprache ausgesetzt ist.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Ja, schon, also unsere meisten Bekannten haben Standartsprache, mit ein wenig schwäbeln gesprochen. Auch beruflich war das Standartsprache.

    Einige haben auch gefragt, und ich fand gar nicht, dass sie so geschwäbelt haben, also verstanden habe ich sie. Aber da haben sie schon bewusst mit mir gesprochen und nicht ihr Schwäbisch.




    Shevek ja, ich verstehe richtiges, echtes Platt. In der Situation, also im direkten Gespräch rutschen mir dann auch einfache Antwortsätze auf Platt heraus, obwohl ich Fremdsprachenlegasthenikerin bin.

    Obwohl ich hier keinerlei familiären oder schwiegerfamiliären Bezug habe, fühlt mein Herz sich hier absolut heimisch, das spielt vermutlich eine große Rolle.


    Bayerische Mundart/Regiolekt-Sendungen verstehe ich auch nicht, und mit Urlaubern aus dem Süden hab ich auch meine Mühe... die meisten versuchen aber, mir entgegen zu kommen...

    Ja, mein Herz ist auch hier, ich liebe den Norden, ich mag auch das Plattdeutsch, das klingt, ich verstehe es nur ganz wenig. :)

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    (Big Bang Theory)

  • Ob man eine Sprache/Dialekt sprechen lernt liegt ja auch daran, ob man sie benutzt.

    Dialekt verstehen kann schnell gehen, wenn man ihn ständig hört, aber wenn man andersherum auf Hochdeutsch verstanden wird, lernt man nicht unbedingt den Dialekt zu sprechen.

    There is a crack in everything. That's how the light gets in.
    - Leonard Cohen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von jascha ()

  • Ich finde es trotzdem praktisch, wenn ich die Leute einfach sofort verstehe.

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    (Big Bang Theory)

  • Nach längeren Auslandaufenthalten geniese ich dieses ohne Anstrengung alles verstehen schon auch - aber das Fernweh packt mich dann doch immer wieder ;)


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Reinen Standard sprechen glaube ich ARD-Nachrichtensprecher. Da ist es äusserst erwünscht, dass man keine Herkunft heraushört.

    Und das ist sozusagen meine Standardsprache und auch die Sprache, die eigentlich alle Hamburger verstehen. Viele ältere Leute können noch gut Platt sprechen und über den SPitzen STein STolpern.


    Das im Hamburgisch-Link genannte Deern sag ich nicht, ich sage Mädchen, etc. Bangbüx kenne ich natürlich, sage aber eher Angsthase oder Schisshase, etc.
    Viele andere Worte, die dort aufgelistet sind, sind mir geläufig, aber ich verwende sie nicht, weil das hier keine Alltagssprache ist. Die Worte erinnern teilweise schon eher an Plattdeutsch, wie zB. "Klock" für Uhr, aus dem Englischen entlehnt. Aber niemand, den ich kenne, sagt das im Alltag. Echt nicht.


    Und das ist glaube ich das, was Shevek auch meint: Das, was in Hamburg im Alltag gesprochen wird, ist zu 80-90% Standard-Hochdeutsch der ARD-Nachrichtensprecher. Das kann jeder sprechen und jeder verstehen.

    Darüber hinaus können noch einige Ältere AUCH Platt, aber im Gegensatz zu anderen Regionen Deutschlands, ist das hier nicht der dominante Dialekt.

    Und wenn hier jemand "daddelt" oder "tüdelt", dann wird das in das normale Standarddeutsch eingeflochten, es sind einzelne Worte, aber alles drum rum ist Standarddeutsch.


    Und das "Digga", was im Hamburg Lexikon aufgelistet wird... dazu schweige ich lieber ;-)

    Ebenso wie zu den Straßennahmen "Reeperbahn", "Herbertstraße" und allgemein der Bezeichnung "Kiez". Soweit ich weiß, gibt es auch einen Berliner Kiez, ist also nichts hamburg-spezifisches.

    Das Hamburg-Lexikon liest sich für mich, als gebürtige Hamburgerin, schon ziemlich touri-mäßig ;-)


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Die Worte erinnern teilweise schon eher an Plattdeutsch, wie zB. "Klock" für Uhr, aus dem Englischen entlehnt.

    Ich glaube kaum, dass das aus dem Englischen entlehnt ist. Platt ist deutlich mit Englisch verwandt und es gibt eine ganze Reihe an Wörtern, die dem Englischen näher sind als dem Deutschen.

  • Der Berliner Kiez ist was anderes, man wohnt in seinem Kiez, also jeder hat einen anderen. In Hamburch is das doch das Zentrum oder so?

    In Hamburg ist der Kiez das Amüsier- und Sexviertel (St. Pauli / Reeperbahn).

    Mir ging es nur darum, aufzuzeigen, dass der im Hamburg-Lexikon gelistete "Kiez" nun kein Hamburger Dialekt ist, sondern eher eine Ortsbezeichnung, die es auch in anderen Städten gibt.


    OK, wenn man in Hamburg sagt "Lass uns heute Abend auf den Kiez gehen", dann ist schon klar, wo genau man hin will. Als Zugereister oder Touri ist das vielleicht nicht klar, deswegen ist der "Kiez" da vielleicht auch mit aufgelistet?

    Aber letztlich ist Kiez kein hamburg-spezifisches Wort bzw. kein Dialekt.


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Die Worte erinnern teilweise schon eher an Plattdeutsch, wie zB. "Klock" für Uhr, aus dem Englischen entlehnt.

    Ich glaube kaum, dass das aus dem Englischen entlehnt ist. Platt ist deutlich mit Englisch verwandt und es gibt eine ganze Reihe an Wörtern, die dem Englischen näher sind als dem Deutschen.

    So meinte ich das, dann ist "entlehnt" wohl der falsche Ausdruck dafür.


    Die platte "Waterkant" ist als Küste auch dem Englischen näher als dem Deutschen und es gibt viele andere Worte, bei denen das ähnlich ist.


    Edit: Dein Nick ist auch ein norddeutscher Mädchenname ;-) Meine erste Puppe hieß so.


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

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