Krankenversicherung Beamte - gibt es Gründe, nicht privat versichert zu sein?

  • Mein Mann läge auch insgesamt bei über 800 €.

    4.537,50 Euro Höchstgrenze für freiwillige Versicherung, aktueller Beitragssatz meiner KV 15,58%, macht 706,95 €

    Plus 3,05% Pflegeversicherung macht 138,39 €.

    Sind zusammen fast 850 €...

  • Das mit dem Nachteil bei Teilzeitarbeit ist noch interessant, danke, ihr helft alle sehr. Ich mag ihr hier nichts rauskopieren, ohne Euch alle zu fragen, deshalb gebe ich nur Stichpunkte weiter.

    Verbeamtet wird sie jetzt noch nicht, startet ja erst ins Ref, aber ja, danach besteht die Möglichkeit und große Wahrscheinlichkeit...

    Aoide das mit dem Neustart ist auch interessant, daran habe ich noch nie gedacht! Allerdings betrifft sie das hoffentlich nicht, das Lehramtsstudium war schon Neustart ;-)

  • Aoide , warum hättest du die Alterssicherung verloren, wenn du den Beamtenstatus aufgegeben hättest? Wären dir nicht zumindest die Jahre bis dahin angerechnet worden, oder ist dann tatsächlich alles weg?

  • ich war bereits im Ref verbeamtet.

    Und wenn sie im Ref bei der PKV noch in den Ausbildungstarif fällt, stehen ca. 90€ in der PKV (unabhängig von Familienstand und Kinderzahl, wenn Kinder beim Mann versichert) gegen >200€ in der GKV (abhängig von Familienstand und Kinderzahl).

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

  • Mein Mann läge auch insgesamt bei über 800 €.

    4.537,50 Euro Höchstgrenze für freiwillige Versicherung, aktueller Beitragssatz meiner KV 15,58%, macht 706,95 €

    Plus 3,05% Pflegeversicherung macht 138,39 €.

    Sind zusammen fast 850 €...

    Genau. Danke JamieSue.

    Ich war die letzten Jahre freiwillig gesetzlich und habe inkl. Pflegeversicherung so 830€ bezahlt im Monat (voll krass eigentlich, wenn ich mal gegenrechne, das ich jetzt in einem Jahr in der PKV mit 4 Personen nur knapp 1000€ Arztkosten im ganzen Jahr hatten8o)

  • Aoide , warum hättest du die Alterssicherung verloren, wenn du den Beamtenstatus aufgegeben hättest? Wären dir nicht zumindest die Jahre bis dahin angerechnet worden, oder ist dann tatsächlich alles weg?

    Angerechnet wird erst sb soundsovielten Dienstjahren und die Kurve verläuft parabolisch. Da bleibt bei einem Ausstieg in der Mitte des Lebens fast nichts.

  • Ich bin freiwillig gesetzlich versichert da ich mit den mitversicherten Kindern günstiger laufe als mit der privaten. Zudem entfällt der ganze Papierkram den man als privater hat. Du gibst deine Karte ab, fertig. Auch eine Mütterkur habe ich ohne weiteres bekommen.

    Nachteil sehe ich wirklich daran, dass meiner Meinung nach Privatpatienten die besseren Karten haben, schnellere termine, andere und mehr Medikamente werden verschrieben (aber dann von der Beihilfe nicht immer bezahlt), bessere Leistung und mehr Komfort im Krankenhaus....

    Ich wäre gerne privat versichert.

    Zudem muss man in der gesetzlichen einmal im Jahr alles offenlegen, also Steuerbescheid abgeben, dann wird alles neu berechnet, denn es gibt Einkommensgrenzen die die Familienversicherung. Auch der Beitrag wird neu berechnet. Und man muss wirklich alles Einkommen angeben, also auch Miete oder Zinsen.

    Ich würde jedem der sich als Beamter freiwillig versichern will ans Herz legen in jungen Jahren eine grosse Anwartschaftsversicherung abzuschließen!!

    Ganz wichtig

  • Aoide , warum hättest du die Alterssicherung verloren, wenn du den Beamtenstatus aufgegeben hättest? Wären dir nicht zumindest die Jahre bis dahin angerechnet worden, oder ist dann tatsächlich alles weg?

    Angerechnet wird erst sb soundsovielten Dienstjahren und die Kurve verläuft parabolisch. Da bleibt bei einem Ausstieg in der Mitte des Lebens fast nichts.

    In Bayern verläuft die Kurve schon seit längerer Zeit linear (ist das in NRW echt anders?), insofern hätte man bei einem vorzeitigen Ausstieg proportional angespart und wäre ganz gut versorgt - dummerweise kann man in Bayern nicht aussteigen, ohne seine Pensionsberechtigung komplett zu verlieren. Der Staat zahlt dann zwar irgendwie was in die Rentenversicherung ein, aber verglichen mit der bis dahin erworbenen Pension ist das ein Witz.

  • Ich hatte privat versichert öfter das Gefühl, dass unnötige Sachen (Behandlungen, Medis) gemacht werden, die nicht gemacht worden wären, wäre ich in der Gesetzlichen gewesen. Nachfragen hat nicht soviel geändert, da hieß es dann, doch klar sei das nötig/ wäre schon hilfreich.


    Bei vielen Dingen musste ich erst abklären, ob oder wieviel der Kosten übernommen wird, das ist viel unkomplizierter in der Gkv.

    There is a crack in everything. That's how the light gets in.
    - Leonard Cohen

  • Ja das habe ich auch schon gehört.

    Da werden oft Behandlungen gemacht, die man in derGKV nicht bekommt.

    Oder man muss davor erst nachfragen, ob die Beihilfe das zahlt.

    Trotzdem würde ich gerne in die private. Ich habe es als gesetzliches Mitglied manchmal so satt: dieses Warten auf einen Termin (beim hautarzt bekam ich mal ein halbes Jahr später einen Termin, obwohl ich ein blutende Muttermal hatte), dieses Betteln um Physiotherapie, die miese Behandlung beim Orthopäden (da lag ein Zettel auf den Tisch mit dem Hinweis wieviel Zeit mir der Arzt widmen kann, weil ich gesetzlich versichert bin. Als Behandlung bekam ich ein Infoblatt mit Bildern von Gymnastik Übungen)

  • Zudem muss man in der gesetzlichen einmal im Jahr alles offenlegen, also Steuerbescheid abgeben, dann wird alles neu berechnet, denn es gibt Einkommensgrenzen die die Familienversicherung. Auch der Beitrag wird neu berechnet. Und man muss wirklich alles Einkommen angeben, also auch Miete oder Zinsen.

    Ich kenne beides, freiwillig gesetzlich versichert und privat mit Beihilfe. Freiwillig gesetzlich ist vieeeeel weniger Aufwand, auch wenn man die Einnahmen jährlich angeben muss. Privat würde ich mich nur versichern, wenn der Beamtenstatus und die Beihilfe dafür sprechen.

  • Der Aufwand ist bei der gesetzlichen ganz klar geringer. Man muss aber trotzdem darauf achten nicht über die Einkommensgrenzen zu kommen, sonst fällt man aus der Familienversicherung raus und muss nachzahlen.

  • Aoide , warum hättest du die Alterssicherung verloren, wenn du den Beamtenstatus aufgegeben hättest? Wären dir nicht zumindest die Jahre bis dahin angerechnet worden, oder ist dann tatsächlich alles weg?

    Angerechnet wird erst sb soundsovielten Dienstjahren und die Kurve verläuft parabolisch. Da bleibt bei einem Ausstieg in der Mitte des Lebens fast nichts.

    In Bayern verläuft die Kurve schon seit längerer Zeit linear (ist das in NRW echt anders?), insofern hätte man bei einem vorzeitigen Ausstieg proportional angespart und wäre ganz gut versorgt - dummerweise kann man in Bayern nicht aussteigen, ohne seine Pensionsberechtigung komplett zu verlieren. Der Staat zahlt dann zwar irgendwie was in die Rentenversicherung ein, aber verglichen mit der bis dahin erworbenen Pension ist das ein Witz.

    Das war mir tatsächlich nicht klar. Dann verstehe ich die Aussage mit dem "goldenen Käfig" des Beamtentums besser...

  • hmm, das verstehe ich nicht, wir sind alle gesetzlich versichert, mein Mann verdient sehr gut, wir müssen nur manchmal die Angaben zu den Kindern aktualisieren bzw. versichern, dass sie unsere sind, zur Schule gehen etc. Nach Einkommen wurde da noch nie gefragt? Ich bin allerdings nicht familienversichert, da voll berufstätig. Und auch ich wurde noch nie von der Krankenversicherung nach meinem Einkommen gefragt.


    Es gibt doch keine Gehaltsgrenze für die GKV, ich kenne auch einen wirklich reichen Anwalt, der gesetzlich versichert ist.....

    Zudem muss man in der gesetzlichen einmal im Jahr alles offenlegen, also Steuerbescheid abgeben, dann wird alles neu berechnet, denn es gibt Einkommensgrenzen die die Familienversicherung. Auch der Beitrag wird neu berechnet. Und man muss wirklich alles Einkommen angeben, also auch Miete oder Zinsen.

    Ich kenne beides, freiwillig gesetzlich versichert und privat mit Beihilfe. Freiwillig gesetzlich ist vieeeeel weniger Aufwand, auch wenn man die Einnahmen jährlich angeben muss. Privat würde ich mich nur versichern, wenn der Beamtenstatus und die Beihilfe dafür sprechen.

    Wir sind das Gegenteil von traurig!


    Einling und Zwillinge #dance

  • Muss mein Mann auch nicht, trotz Selbstständigkeit. Also zumindest nicht der GKV.


    Ich bin wie Flickan auch in der GKV eigenständig versichert (aber mit anstellung). Ab und an kommt ein Bogen mit Angaben zu den Kindern.

    es grüßt rosarot mit himmelblau (* april 09) und kunterbunt (*märz 11)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von rosarot ()

  • Joanna , ja er ist angestellt. Wie ganz sicher die Mehrzahl aller gesetzlich Versicherten. Daher hat mich diese pauschale Aussage, man müsse in der GKV so viel offenlegen, irritiert.

    Wir sind das Gegenteil von traurig!


    Einling und Zwillinge #dance

  • Ich bin freiwillig versichert, die Kinder bei mir. Ich muss jedes Jahr Angaben zu meinem Einkommen machen. Wegen Familienversicherung und Beitragshöhe.

    Nein, pauschal werden diese Nachweise nicht verlangt, denke nur für freiwillig Versicherte und wenn sie Kinder mitversichert haben.

  • Mit Beihilfe habe ich keine persönliche Erfahrung, aber es geht inzwischen ja auch ein bisschen allgemein um gesetzlich vs. privat versichert, und da kann ich nur sagen, dass ich heilfroh bin, wieder gesetzlich versichert zu sein, und das garnimmernienicht ändern will.


    Ich war nämlich für 9 Jahre privat versichert (Ausland und zwischenstaatliche Einrichtung) und habe danach keine gesetzliche Versicherung gefunden, die mich genommen hätte. Ja, alle PKVs müssen heutzutage einen Tarif zu GKV-Konditionen anbieten - aber sie müssen nicht jeden nehmen. Und mich wollten sie nicht. Wegen (in meinen Augen) Kinkerlitzchen. So war ich letztendlich ein Jahr ohne Krankenversicherung. Das war echt kein Spaß.


    Ich habe dann wieder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angenommen, so dass meine GVK von vor den PKVs mich nehmen musste. Jetzt bin ich da freiwillig versichert und muss in der Tat jedes Jahr mein Einkommen bzw. eine Einschätzung und - sobald vorhanden - den Steuerbescheid hinschicken. Beim letzten Mal habe ich nachgefragt, wieso das nötig ist, wenn man doch sowieso freiwillig versichert ist und den Höchstbetrag zahlt, aber die Erklärung fand ich unbefriedigend und habe sie schon wieder vergessen.


    Über die Versorgung kann ich mich bislang nicht beschweren. Aktuell habe ich die erste etwas nervigere Abklärung/Behandlung, das läuft wie am Schnürchen: Am Tag, als ich zur Hausärztin gegangen bin, bin ich ziemlich schnell drangekommen. Sie wollte eine orthopädische Abklärung und hat noch für mittags am selben Tag einen Termin beim Orthopäden ausgemacht. Der hat bei US und Röntgen nichts gefunden, also gleich wieder zur Hausärztin und dort am nächsten Tag (weil schon zu spät für Labor) Blut abgenommen. Als die Hausärztin da nichts gefunden hat, hat sie sich mit dem Orthopäden kurzgeschlossen, der jetzt noch im MRT schauen will. Der Termin ist aber noch nicht ausgemacht, das dauert vermutlich länger, wenn ich mich daran erinnere, wie das bei meinem Freund war, der nur mit Glück einen zwei Tage später ergattern konnte.


    Die Behandlung und Kostenerstattungen bei der Privatversicherung fand ich auch OK, Überbehandlungsversuche habe ich (hoffentlich) ganz gut erkannt und abgebügelt.


    Ich war auch als Privatversicherte nie bei Ärzten, die gesetzlich Versicherte offensichtlich benachteiligen, sowas wie getrennte Wartezimmer und ähnliche Absurditäten, von denen ein paar von euch hier in einem anderen Strang mal erzählt haben, und die ich ausgestorben glaubte. Und ich hatte auch nie bei telefonischen Terminvereinbarungen so ein "ach, Sie sind privat versichert. Ja, na dann haben wir natürlich doch noch einen Termin nächste Woche". Das fände ich blöd und würde solche Praxen nach Möglichkeit meiden. Subtileres bekomme ich aber u.U. nicht mit.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05