hebammengeleiteter Kreißsaal

  • Ich hatte beim ersten Kind einen Kaiserschnitt, da war der Kreißsaal am Ende weniger wichtig als die Wochenbett-Station... Daher fühl ich mich ein bisschen als Anfängerin.


    Jetzt stecke grad in den Überlegungen, wo ich entbinden will und wollte mal fragen, ob jemand in einem KH mit hebammengeleiteten Kreißsaal war?

    Ich lese gerade das Geburtsbuch von Nora Imlau und da wird das so als erste Wahl dargestellt. Für mich mit nachvollziehbaren Argumenten, weil Hebammen eher in eine natürliche Geburt vertrauen als Ärzte, die schneller zu medizinischen Maßnahmen greifen. Hört sich gut an.


    Ich hab jetzt Termine für 2 Anmelde-Gespräche. Das eine KH ist ganz groß, viele Geburten, hebammengeleiteter Kreißsaal, allerdings weit weg, 40min Autofahrt minimum.


    Das andere ist näher, ca 15min, es ist relativ klein und die Geburten sind begrenzt, man muss sich rechtzeitig anmelden und dadurch ist der Personalschlüssel wohl besser als in manchen anderen KH.


    Für mich ist die Entfernung schon ein Argument, weil ich am liebsten nicht so lange im KH sein will und dann ggf noch mal nach Hause fahren kann, wenn mir gesagt wird, ich soll noch ne Runde spazieren, es dauert noch...


    Aber vielleicht hat ja eine von euch schon den Vergleich gemacht und kann berichten, ob ein Hebammengeleiteter Kreißsaal wirklich so nen großen Unterschied macht?

  • Ich habe den Vergleich nicht, weil ich nur die Variante hebammengeleitete Geburt kenne. Aber für mich war es definitiv die richtige Umgebung, ich habe mich sicher und gut aufgehoben gefühlt.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich habe zweimal in einem hebammengeleiteten Kreißsaal geboren (wir sprechen wohl von der selben Klinik?) und würde es jederzeit wieder tun, trotz des wirklich langen Anfahrtswegs (ca. 50 Minuten). Zwar fehlt mir der Vergleich zu einem nicht von Hebammen geleiteten Kreißsaal, während beider Schwangerschaften wurde ich jedoch zwischenzeitlich auch in anderen Kliniken betreut und habe da wenig mit Hebammen zu tun gehabt und das Vertrauen in die Natürlichkeit von Geburt und Schwangerschaft teilweise schon vermisst.

    Ich hab mich auch auf der Wochenstation der Klinik gut aufgehoben gefühlt.

  • Wenn du das Kkh mit den 14,x % Kaiserschnitten meinst, ich glaube, da war ich bei zwei Geburten.

    Mit gemischten Erlebnissen. So richtig weiterempfehlen kann ich es nicht. Aber sicher gibt es auch Frauen, die viel Positives zu berichten haben. Vor allem die Wochenstation war nicht soooo toll. Ich habe damals einen eigenen Thread deswegen eröffnet.


    Schlimm, wie die Geburtshilfe heruntergewirtschaftet wurde.

    Die Entfernung würde für mich nicht den Ausschlag geben.

    Julia und Tochter (11/04) und Tochter (04/08) und Sohn (06/17)

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.



  • Huch hat sich das geändert? Die Hebammen leiten doch immer den kreiß Saal. So haben die mir das damals erklärt....

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • redet ihr über H.? Dann ist das kein hebammengeleiteter Kreissaal. Wenn ich richtig informiert bin, gibt es den nur am St.J. in T.

  • Ich kann nur etwas tun Abfahrtszeit sagen. Solche distanzen hatte ich jedes Mal in den USA zum nächsten kreissaal, zT sogar noch länger (75min). Es war dort eben normal.


    Allerdings war die fahrt unter Wehen, die im 2-3min Abstand kamen wirklich kacke. Du bist angeschnallt und kannst dich nicht bewegen wie du willst. Das war doch sehr unangenehm und ein Grund von vielen warum eineteure hausgeburt bei weiteren Kindern sehr attraktiv war.

    We know our children best, when we know ourselves best;

    they chose the most authentic version of who we are.

    ~a.joy~

  • redet ihr über H.? Dann ist das kein hebammengeleiteter Kreissaal. Wenn ich richtig informiert bin, gibt es den nur am St.J. in T.

    Ja, in letzterem hatte ich nur mit Hebammen zu tun, bis es medizinisch wurde. Das hat aber nicht die Hebamme entschieden...

    Weihnachtskind 2013
    ________


    Bin auch #einrabe
    hier und dort im Rabenflohmarkt zu finden #rabe

  • Ich habe mich in einem angemeldet (inkl. Beleghebamme). Es war nur eine Geburt, ich habe keinen Vergleich. Aber bei mir hieß das lediglich, dass vorerst kein Arzt kam. Ich hatte viel CTG dran, durfte nicht in die tiefe Hocke (wie ich wollte), weil dann das CTG verschoben wurde. Vorbei war hebammengeleitet dann als sie mir AB gegeben haben (ich hatte einen Blasensprung und erst Stunden später Wehen). Letztlich wurde es dann (wie so oft in diesem Krankenhaus) ein Kaiserschnitt wegen Geburtstillstand + PDA vorher.

    Es ist definitiv keins deiner KH und wie ich nun weiß, ist in "meinem" KH eben ein Kaiserschnitt gerne mitgenommen. Es steht und fällt mit dem Personal und der Einstellung.

  • Ich habe keine Ahnung, was ein hebammengeleiteter Kreißsaal ist, hier waren Ärzte und Hebammen, die Ärzte griffen nur bei Bedarf ein (oder wurden gerufen).

    Aber bei den Anfahrtswegen wäre für mich die Wahl klar, wenn nichts Gravierendes gegen die Klinik dichter dran spricht.

    Ich kenne so viele, bei denen die 2. Geburt deutlich schneller war, da wäre mir (!) das Risiko zu groß, unterwegs im Auto zu gebären.

  • redet ihr über H.? Dann ist das kein hebammengeleiteter Kreissaal. Wenn ich richtig informiert bin, gibt es den nur am St.J. in T.

    Ja, ich sprach von ersterem. Und war mir sicher, dass es sich um einen hebammengeleiteten Kreißsaal handelt. Wenn dem nicht so ist, sorry.

    Für mich persönlich käme keine andere Geburtsklinik infrage, das ist aber ein Vertrauensding und somit komplett subjektiv und möglicherweise ungerechtfertigt.

  • Ich habe mein zweites Kind in einer Klinik mit Hebammengeführten Kreißsaal entbunden.


    Bei uns war schon die Kreißsaalbesichtigung deutlich anders als in den anderen Krankenhäusern (der Chefarzt hat recht deutlich gemacht, dass sich die Ärzte aus den Kreißsäälen fernzuhalten haben weil O-Ton: "sie dort nicht gebraucht werden, da die Hebammen das viel besser können").


    Wir hatten letztendlich trotzdem einen zweiten Kaiserschnitt, man hat uns aber auch hier bis zuletzt die Wahl gelassen es weiter zu versuchen (wir waren seit fast 20h im Kreißsaal, hätten geschätzt auch noch 8-10h vor uns, es stand aber aufgrund von Komplikationen immer deutlicher das Wort "Notkaiserschnitt" im Raum).


    Ich kann sagen, das ich den Umgang mit mir als wertschätzender erfahren habe als bei der Entbindung meiner Tochter. So lange wir das Gefühl hatten niemanden zu brauchen hat auch niemand mit Untersuchungen etc gestört. Etwa die ersten 10h hat man uns komplett "machen lassen", wir hätten die Hebamme aber jederzeit bitten können zu uns zu kommen. Sie hat mich ja auch durch die Tür gehört, sie kam recht genau an dem Punkt als ich dachte ich kann nicht mehr #freu.


    Ich wurde bei allem was gemacht wurde im Vorfeld gefragt ob es für mich so ok ist. Die Hebamme war sehr um uns bemüht, sie hatte zu dem Zeitpunkt noch eine weitere Frau zu betreuen die aber nach Wehencocktail noch auf das einsetzen der Wehen wartete. Auch als die Ärztin dazugerufen wurde ist diese eher zurückhaltend gewesen (allerdings ist sie dann später,m als die Hebamme sie erneut dazugerufen hat und der Befund unverändert zu dem vor 2 Stunden war, doch dabeigeblieben - nicht mit im Kreißsaal aber im "Vorraum" - vermutlich wäre sie wieder gegangen wenn es entweder einen Fortschritt gegeben hätte oder es dem Kind bessergegangen wäre).


    Im Gegensatz zu der Entbindung meiner Tochter hatte ich aber gefühlt eine "entspannte Zeit" im Kreißsaal und denke gerne daran zurück.

  • Könnt ihr mir das bitte wirklich mal erklären? Ich war in einer Uniklinik da habe ich nur Hebammen gesehen. Arzt kam wenn gerufen bzw. um Kind anzuschauen

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Ich bin mir sicher, dass H. hebammengeleitet ist. Ich finde aber keine Info auf der Internetseite dazu.

    mia2018 : wie geht es dir? Magst du schreiben, wo du jetzt bist?

    Also meine Überlegung war entweder Maria H., war ich letztes Mal, ist in der Nähe, und hat ja auch nen ganz guten Ruf oder St.J, ist hebammengeleitet.


    Nun ist grad alles anders und ich liege seit Donnerstag mit verkürztem Gebärmutterhals und Lungenreifespritzen im Vivantes Fh.


    M.H. kam nicht in Frage, weil die ja erst ab der 37.SSW aufnehmen und St.J. war mir in dem Fall zu weit weg, weil mein Mann Freitag noch arbeiten musste und meine Schwiegermutter mit meinem kleinen Sohn vorbeikommen sollte und das mit den Öffis irgendwie zu umständlich ist, zumal sie sich in Berlin nicht auskennt.


    Es geht mir ganz gut, bis auf die Lungenreife-Spritzen und CTG ist nicht viel passiert. Ich hab keine Blutungen oder Wehen. Allerdings stehen immer noch Ergebnisse vom Abstrich aus, die entscheiden, ob ich morgen einen Cerclage-Ring bekomme. Ich hoffe noch, dass ich morgen raus kann aber vor dem Abstrich hab ich bammel, weil ich auxh in der Schwangerschaft viel mit Blut und Nitrit imnUrin zu tun hatte, was meine Gyn aber nie so ernst genommen hat. Naja, wir werden sehen, wie es weitergeht.


    Ich hoffe noch darauf, dass die Kleine so lang drin bleibt, dass es keine Frühgeburt wird. Ein paar Wochen fehlen noch, ich bin heute 32+1. Wenn doch, kann ich mir grad tatsächlich das Vivantes vorstellen, einfach weil ich dann ja doch länger bleiben müsste und dann mein 2-Jähriger Sohn zumindest in der Nähe wäre. Bei einer ambulanten Spontangeburt wär die Entfernung mir wahrscheinlich weniger wichtig, aber wenn ich nun vielleicht länger bleiben muss...#hmpf

  • Könnt ihr mir das bitte wirklich mal erklären? Ich war in einer Uniklinik da habe ich nur Hebammen gesehen. Arzt kam wenn gerufen bzw. um Kind anzuschauen


    In einem Hebammengeführten Kreißsaal kommt man - wenn alles gut läuft- gar nicht mit den Ärzten in Kontakt.


    Bei meiner ersten Entbindung wurden wir schon bei der Aufnahme in den Kreißsaal auch gleich noch von einer Ärztin untersucht (kurzer US und Test auf Fruchtwasser, da ich mit vorzeitigem Blasensprung kam).


    Bei meinem Sohn hat die Hebamme mich kurz untersucht und uns dann einem Kreißsaal zugewiesen.

    Die U1 machte in dem Fall auch die Hebamme.


    Von Krankenhäusern ohne Hebammengeführtem Kreißsaal kenne ich es so, dass der Arzt standardmäßig zumindest zum Ende der Geburt dabei ist.

  • hei, dann wünsch ich dir erstmal alles Gute! Wollen die wirklich in der 33. Woche noch eine Cerclage machen???

    Maria H. (ich meinte H.avelhöhe oben) ist echt auch ne gute Klinik, und wenn ea nur 15 Minuten für dich sind, klingt das doch optimal!

  • Das mit der Cerclage ist wohl tatsächlich der Plan aber ich warte erst mal ab, was morgen rauskommt. Ich hab grad das Gefühl, wenn ich nach Hause komme und es schaffe, mich wirklich zu schonen, dann wird das schon. Die Kleine macht ja noch nicht so viele Anstalten, zu kommen.


    ja, ich hab H.avelhöhe auch so verstanden aber hatte nicht drauf geantwortet weil das für mich noch weiter ist und ich eh glaub ich dort zu spät für die Anmeldung war und so. Und ob das hebammengeleitet ist, keine Ahnung... Ich weiß nur von St.J. nd ich glaube W.esten.d (aber mit letzterem hab ich mich nicht beschäftigt, weiß es daher nicht so genau).


    Ja, ich hoffe einfach mal, dass die kleine noch mind. 4 Wochen drin bleibt und ich dann in die Maria H kann.

    Danke :)