Er muss aus dem Bett raus...aber wie??

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  • Kannst du das nächtliche trocken werden angehen?

    Meine Tochter hat auch sehr lange nachts Windeln getragen.

    Mit 6 hat uns dann der Arzt geholfen. Sie wollte das allerdings auch selbst nicht mehr.

    Er hat uns eine von diesen Klingelwindeln verschrieben, und tatsächlich hat das keine Woche gedauert, und das Thema war erledigt.


    Was das nicht diskutieren angeht: Zum einen: Zurücktragen, oder eben selbst in ein anderes Zimmer umziehen, und da zur Not ne Tür abschließen.

    Zum anderen Ursachenforschung: Warum kann das Kind Nachts nicht alleine schlafen? Warum zieht es im Schlaf die Windeln aus?

    Ist da irgendetwas?

    Gibt es irgendwo anders Probleme, hat sie vor etwas Angst? Verträgt sie das Windematerial nicht?

    Wir hatten am Ende so Höschenwindeln. Die sind mehr wie Unterhosen, vielleicht ist das besser?


    Unser Sohn hat in der Grundschulzeit angefangen Dinge zu zerstören. Einfach so, ohne Grund nahm er eine Schere und zerschnitt unsere Fußmatten und so was.

    WIr haben ihm sehr klar gesagt, dass das nicht geht. Und dann habe ich ihn, völlig unabhängig davon, gefragt, ob er ein Problem hat.

    Da hat er mir von einem großen Jungen in der Schule erzählt, der ihn drangsaliert.

    Ich habe mit seiner Lehrerin gesprochen, und die hat sich da drum gekümmert.

    Und die Zerstörungen hörten auf.


    Den Zusammenhang hat mein Sohn nicht gesehen.


    Also, eventuell liegt die Ursache irgendwo ganz anders.


    Edit: Von Einfach habe ich nichts geschrieben.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

  • Kannst du - um den noch frischen Umzug abzufedern - mit Ankündigung mit den Töchtern das Hochbett erstmal „einwohnen“? Also dich dazuquetschen, bis sie schlafen. Auch das Sandmännchen dort angucken. Evtl. so lange die Matratze an der Wand hochkant stellen. Jetzt ignorieren, dass das Kind Schwierigkeiten mit dem Alleinschlafen hat, und den Fokus darauf legen, dass gerade alles neu ist und ihr gemeinsam das Hochbett zu eurem Nest macht.

  • Das Problem mit der Windel ist ja, dass sie sie im Schlaf auszieht. Könnt ihr schauen, ob es Windeln gibt, die sie akzeptiert, die sie nicht stören? Warum verweigert sie das Pinkeln auf dem Klo - merkt sie vielleicht nicht, dass sie eigentlich müsste? Wie klappt es tagsüber?

    Ich würde glaube ich an dem Punkt zunächst ansetzen, denn es ist ja auch doof, wenn ihr eigenes Bett vollgepinkelt ist und du es nachts frisch beziehen musst.


    Du hast es bestimmt schon ausprobiert, aber klappt das Einschlafen, wenn du neben ihr in ihrem Bett liegst? Ich weiß, da ist noch die kleine Schwester- schläft sie schneller ein? Könntest du also erst sie ins Bett bringen und dich dann noch zur Großen reinlegen, bis sie schläft?


    Edit: Ich wurde beim Schreiben unterbrochen, ähnliche Punkte kamen in der Zwischenzeit bereits :)

  • Würde gegen das Windel ausziehen ein Body helfen? Die gibt es ja auch in größer. Oder so ein Ballettanzug.

    ****Glitzer mit der schnecke (05/06), dem bär (11/08 ), dem hulk (06/13) und findus (04/17) #love ****

  • Würde gegen das Windel ausziehen ein Body helfen? Die gibt es ja auch in größer. Oder so ein Ballettanzug.

    ****Glitzer mit der schnecke (05/06), dem bär (11/08 ), dem hulk (06/13) und findus (04/17) #love ****

  • Liebe luxa-rosenburg,


    wir hatten (und haben) lange ähnliche Bedingungen.

    Alleine Schlafen geht immer noch nicht zuverlässig, sondern nur mal einzelne Nächte.


    Ich habe da jetzt raus gelesen, dass du generell zu wenig Zeit für dich und zu wenig Privatsphäre hast.
    Vielleicht lässt sich da tagsüber was dran drehen, damit du dann in Ruhe und mit genug Kraft cashew s Vorschläge umsetzten kannst?


    Ginge es sonst, dass du dich mit zu ihr ins Bett legst, bis sie schläft?
    Aber wenn sie nachts doch rüber kommt, hast du wieder das Pinkel Problem. #haare

    (Dafür hatten wir phasenweise ein dickes Handtuch in der Pinkelzone. Das konnte man dann nachts einfach aus dem Bett befördern.)

    Klingelhose könnte tatsächlich auch eine Option sein. Bei uns hätte es allerdings nicht funktioniert, weil es immer nur in extremem Tiefschlaf passiert ist.


    Solidarische Grüße
    Brina

  • Ja, so ganz generell hab ich grad zu viel um die Ohren, und das schon zu lang. Trennung, Umzug, neuer Job, ... Und natürlich spiegeln die Kinder das, und natürlich vor allem in den schwachen Situationen wie nachts. Das Problem daran ist, dass mich das echt völlig fertig macht inzwischen. Meine Große ist schon immer so, die hatte schon pränatal kein Blut in den Adern sondern Pattex. Es dreht sich bei uns sehr, sehr viel um sie und ihre Bedürfnisse, in allem was ich, mein Ex und ihre Schwester so tun und lassen. Und ich brauche Schlaf, und dabei auch "meins". Ich hasse angegrabbelt werden im Schlaf. Ich hasse ihre stundenlangen (und das ist nicht übertrieben) Phasen, in denen sie nicht richtig wach ist, nicht ansprechbar, aber jammert und wimmert. Auch wenn sie in meinem Arm liegt. Ihr tut nichts weh. Es gibt keine körperlichen Ursachen für dieses Verhalten, wir haben sie als Baby und Kleinkind echt auf den Kopf gestellt für das Thema. Ich hab sie noch nie irgendwo ausgesetzt, vergessen, verlassen oder auch nur im Supermarkt auf dem Boden sitzen lassen. Ich pulver echt Massen an Energie, Reflexion, Liebe in das Kind. Ich hab so viel gelesen, mich weitergebildet, informiert... ich bin nicht mehr bereit, das nachts fortzuführen.

    (Sorry. Musste raus)


    Also: Ihr Bett einwohnen ist eine gute Idee. Ich weiß noch nicht wie ich den Absprung dann wieder schaffe, das Kind lässt nämlich jeden Gewerkschaftssekretär vor Neid erblassen, wenn es um das schrittweise Ausdehnen von Entgegenkommen und Ausnahmen geht. Aber es ist ein Versuch. Hörspiel klappt leider nicht, da bleibt sie stundenlang wach und hört gemütlich zu. Musik findet sie langweilig.


    Zwang im Sinne von Tür abschließen haben wir übrigens auch hinter uns. Dann rastet sie aus, ist nicht mehr ansprechbar (auch wenn ich direkt hinter der Tür bin und ruhig mit ihr spreche) und verzweifelt total. Sie kann ja auch nix dafür dass sie so ist. Sie ist nicht zu zwingen, ohne sie zu brechen, keine Chance.


    Ich will eure Gedanken übrigens nicht abbügeln!! Wir haben nur schon seeeeehr viel durch... #yoga aber alleine antworten und ein bisschen mitleiden hilft schon #zwinker

  • Ich kann das sooooo sooooo nachfühlen! Bei uns wars keine Aggressivität, sondern nur unermessliches Leid im Kind. Habt Ihr die Bilder von dem Fünfkampfpferd gesehen? Genauso panisch und aufgelöst hat mein Kind bis zum Ende der Grundschulzeit abends/nachts reagiert, und ich kann mir vorstellen, dass es bei luxa-rosenburg ganz ähnlich aussieht.


    Ich wünsch Dir heimliche Kraftpakete, die Dich durch diese Zeit tragen und immer wieder Millimeter der Besserung (mehr wird es ja leider realistisch in kurzer Zeit nicht sein...).

  • Ich würde aber auf jeden Fall noch Mal das Thema mit der Nachtwindel angehen,


    Und zwar mit ihr klar besprechen, in der Nacht wird eine Windel angezogen, und sie zu Not zusätzlich festkleben- enger kleben, dass sie nicht so leicht ausgezogen werden kann. (Natürlich nicht auf die Haut, aber eben die Windel).


    Und dann würde ich es echt probieren mit ihr im Hochbett einzuschlafen.


    Aber ich gestehen auch ,dass meine Kinder in diesem Punkt nicht so anhänglich sind.

    Mein mittlere Sohn schläft seit ein paar Wochen plötzlich freiwillig im Geschwister Bett, die ganze Nacht, manchmal ruft er noch aber nicht immer.

  • Es klingt sehr belastend und schon weit über deiner Grenze.


    Aber ich überlege, ob ein Schritt zurück machbar wäre? Und zwar in Verbindung mit der Windel.

    Also sagen: du darfst in meinem Bett schlafen, wenn du die Windel trägst und nicht ausziehst (oder alternativ auf Toi gehst). Und erst wenn das klappt, den nächsten Schritt angehen?

    Nachtwindeln mit Pferdchen? Zur Not einen ganz banalen Belohnungsplan mit kleinen Aufklebern für jede Nacht, die sie die Windel anzieht und anlässt?



    Und zum Schlafen: merkt sie, wenn sie statt an dir, an einem großen dicken Kissen liegt? Von irgendwas umrandet wird? Also im Zweifel zwei Stillkissen besorgen (gibts meist recht preiswert über EKA) und die um sie drumlegen? Oder so ganz fest und schwer gestopfte Sofakissen/Umrandungen?

    Hast du die Möglichkeit, eine Gewichtsdecke auszuprobieren?

    Liebe Grüße
    Martina


    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

  • Wäre es eine Möglichkeit, ihre Matratze direkt neben Deine zu legen? Das war der Kompromiss, den ich mit meiner Jüngsten geschlossen hatte, weil sie mir zu unruhig bei uns im Bett schlief und mich das wahnsinnig gemacht hat.


    Ich habe schon verstanden, dass ihr sowieso im gleichen Zimmer seid, aber vielleicht macht das ja für den Anfang einen Unterschied?


    Ansonsten einfach mal eine Runde Mitgefühl, das klingt schrecklich anstrengend!

  • Ganz ehrlich? Bei uns haben/hätten diese Vorschläge alle nicht funktioniert (bis auf die Sache mit der Windel, das war zum Glück absolut unproblematisch).

    Mein Kind brauchte maximalen Körperkontakt. Locker im Arm liegen reichte nicht, wie gesagt, bis Ende der Grundschule!

    Mein Kind wachte ausschließlich panisch schreiend auf - immer! Auch wenn sie nachts an mir klebte, mehrfach jede Nacht.

    Ich kann mir vorstellen, dass es bei Luxa eine ähnliche Qualität hat.

  • Wenn ihr da alle so über eure Grenzen geht, ist vielleicht auch professionelle psychologische Hilfe sinnvoll, auch für das Kind?!


    Ich habe auch ein Kind mit Einnäss-Problematik. Wir waren bei vielen Ärzten und sind nun bei der Kinderurologie einer Uni-Klinik angebunden und neben organischen Folgen eines (selbst) antrainierten Verhaltens, das medikamentös unterstützend behandelt wird, spielen auch Belohnungssysteme eine Rolle.


    Ich hatte zeitweise drei Kinder im Bett und war völlig am Ende. Das waren dann einige sehr harte Nächte mit zurückbringen von Kind(ern), aber dann war irgendwann Ruhe. Heute freue ich mich, wenn mal wieder jemand kommt. Ich wünsche dir viel Kraft!

  • Ich würde sie vor die Wahl stellen, entweder mit Windel in mein Bett (falls du dir das irgendwie vorstellen kannst) oder ohne Windel in ihr Bett.


    Und dann würde ich sie immer wieder rüberbringen, erst mit Erklärung, dann später kommentarlos. Einfach hoch und ins Bett legen. Sicher wird sie ausflippen und hundertmal aufstehen, aber ich würde das dennoch machen und durchziehen und wenn es zwei Wochen dauert. Du hast ein Recht auf ein unbepinkeltes Bett. Und bevor jetzt wieder kommt: du sagst immer so und so, als wenn das so geht und wie gut das deine Kinder funktionieren.... Ich habe hier Kind 6 was meine Grenzen extremst niedergetrampelt hat und zwar 4 Jahre lang, nun nicht mehr und wir sind genau so unter anderem da rausgekommen und er ist nun bedeutend in sich ruhender, glücklicher und unsere Beziehung ist um Klassen besser.

  • Wutanfälle hatten wir hier ja auch und auch gerne mal ne Stunde lang durch schreien, treten, werfen mit allem was ihr in die Finger kam.


    Ich habe das sehr sachlich gehandhabt. Ruhig, gelassen, aber ihr dann auch nicht gegeben, was ich nicht auch ohne Wutanfall gegeben hätte. Eher weniger, weil ich es nicht mag angeschrien zu werden.

    Bei Wutanfällen raste ich aber auch innerlich igendwie ein. Dann will ich nicht mehr.

    Wenn das Kind dann wieder ruhig mit mir redet, dann können wir über alles mögliche reden.

    Mit freundlichem Bitten bekommen meine Kinder sehr viel von mir.


    Wenn das Kind ausrastet, würde ich es also erst recht nicht in mein Bett lassen.


    Wenn ich die Erfahrung mache, dass Ausnahmen ständig ausgedehnt werden, würde ich mit der Begründung, dass es dann ja immer zu Diskussionen kommt, keine Ausnahmen mehr machen und die Grenzen etwas enger stecken.


    Ich habe meinen Kindern auch schon mal den Zusammenhang zwischen Schlafmangel bei Eltern und Kindesmisshandlung erklärt. Das hat einiges gebracht.

    Eventuell ist das für ein fünfjähriges Kind zu abstrakt. Hast du mal geschrien und geheult, weil sie schon wieder Nachts in dein Bett pinkelt und dich nicht in Ruhe schlafen läßt?


    Auf der anderen Seite gehört da natürlich auch zu, sich mit den Kindern zu überlegen, wie man ihre Bedürfnisse nach nächtlicher Nähe erfüllen kann.


    Eventuell können die Kinder ab einer bestimmten Zeit zu dir rüber kommen?

    Oder ihr macht eine Nacht in der Woche aus, in der sie bei dir übernachten können, zumindest wenn du in den anderen Nächten deine Ruhe und schlafen kannst?



    Und eben, wir oben schon steht: Immer wieder zurück bringen und die Windel wieder anziehen.

    Das eine fünfjähige Nachts noch nicht trocken ist, ist ja ganz normal, nur trägt sie dann eben eine Windel.


    Edit: Und das würde ich auch sonst so handhaben. Also nicht nur wenn es ums Schlafen geht.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

  • Hörspiel klappt leider nicht, da bleibt sie stundenlang wach und hört gemütlich zu. Musik findet sie langweilig

    In der ARD Audiothek gibt es jeden Abend eine Folge "Einschlafen mit der Maus". Am Anfang Geschichten (also nicht langweilig) und immer wieder Musik dabei und gegen Ende dann ruhig. Wenn Du sie damit bei Dir ins Bett legst und sie damit einschläft?

    Und vielleicht kann sie sich selber Windeln aussuchen, die dann natürlich an bleiben müssen (ich habe meinen Kindern angedroht, dass sie sonst morgen das Bettzeug waschen müssen, das wollten sie lieber nicht).

    Ansonsten habe ich oft bei der Einschlafbegleitung selbst Hörbuch gehört mit Kopfhörern (dann hört man selber auch nicht mehr jedes Gejammer). Und nachts bin ich dann in ein freies Bett gezogen. Zumindest ein paar Stunden mehr Schlaf/Ruhe habe ich dann bekommen.