Gibt es eine Lösung für das „Zuviel haben“?

  • Du bist dem "Krempel" doch nicht ausgeliefert. #knuddel


    Hier wird mit den Kindern ausgemistet, der Ältere ist ein Jahr jünger als deine Tochter.


    Ich finde nicht, dass die Familie alles vollrümpeln kann so dass sich die anderen Familienmitglieder nicht mehr wohlfühlen.

  • Mir fallen da auch immer wieder die funktionierenden grünen und rosa Badezimmer ein, die wir bei der Mietsuche letzthin betrachteten, da wurde uns immer versprochen, dass das rausgerissen wuerde und modernisiert werden wuerde. Dabei haette mich das ueberhaupt nicht gestoert... Das Geld haette ich anderweitig anlegen koennen.

    wir haben ein großes grünes Bad aus den 70er.... das bleibt so solange alles funktioniert. Die Fliesen sind alle heil - der Boden sehr dankbar beim wischen. Alt- aber man kann sich gut dran gewöhnen :-).


    Vielleicht hat es früher zeitlich besser gepasst mit dem Erben? Großeltern starben früher und konnten den fast erwachsenen Enkeln damit ermöglichen auszuziehen?

    Jetzt sind ja die Enkel auch schon fertig mit dem eigenen Hausstand, wenn die Großeltern mit 90 Jahren sterben.

    Ja genau so ist es halt.

    bei uns passte es mit der Heirat in der Zeit in der die Oma ins Altenheim zog. Wir haben viele Messer, Töpfe (so orange mit Blumenmuster ;-) ) etc. von ihr übernommen. Sie hat sich gefreut, dass die Sachen weiterbenutzt werden. Das war sehr praktisch und auch schön so als Erinnerung.


    Die alte 70er Jahre Küche (orange) haben wir auf Ebaykleinanzeigen verschenkt. Die hat ein Sammler abgeholt der alles im 70er Jahre Stil hat...


    Vieles geht dann aber auch in den Müll...#hmpf

    xy

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  • Nestle ist ein gutes Beispiel für Ungerechtigkeit, man sollte aufhören die Produkte zu kaufen bzw. boykottieren (vor allem das Wasser)

    Unglaublich was die tun..

    ich finde eben gerade nicht, dass das in der Verantwortung der Verbraucher liegen sollte. Ich finde Produkte von Unternehmen, die grundlegende Menschenrechte missachten sollten nicht verkauft werden dürfen. Solche Geschäftspraktiken sind dich gerade mitverantwortlich für die Ungleichverteilung auf der Welt.


    Es kann doch nicht allen Ernstes Aufgabe der Verbraucher sein, für jedes Produkt die gesamte Lieferkette, Rohstoffe, Herstellung, etc. nachzuverfolgen um zu entscheiden, ob es ethisch verwerflich ist, dieses Produkt zu kaufen. Das ist Aufgabe der Politik, derartige Produkte zu verbieten.

    #herzKleiner Zwerg 07/14

    #herzMinizwerg 06/17

    ticker?TT=bdy&TT1=bdy&CL=&CT=&CG=F&O=m_chick&T=t_b14&D=2017-06-07&M1=&D1=&T2=&T1=Minizwerg&T3=&CC=0&CO=FFFFFF&CO2=&W=&TS=&R=A&SC=green

  • wir haben ein großes grünes Bad aus den 70er.... das bleibt so solange alles funktioniert. Die Fliesen sind alle heil - der Boden sehr dankbar beim wischen. Alt- aber man kann sich gut dran gewöhnen :-).

    Eben - nur irgendwie werden sie halt dennoch zu Haus rausgerissen und modernisiert, der Vermieter kriegt ja mehr Miete, wenn er renoviert drauf schreiben kann.

    We know our children best, when we know ourselves best;

    they chose the most authentic version of who we are.

    ~a.joy~

  • Nestle ist ein gutes Beispiel für Ungerechtigkeit, man sollte aufhören die Produkte zu kaufen bzw. boykottieren (vor allem das Wasser)

    Unglaublich was die tun..

    ich finde eben gerade nicht, dass das in der Verantwortung der Verbraucher liegen sollte. Ich finde Produkte von Unternehmen, die grundlegende Menschenrechte missachten sollten nicht verkauft werden dürfen. Solche Geschäftspraktiken sind dich gerade mitverantwortlich für die Ungleichverteilung auf der Welt.


    Es kann doch nicht allen Ernstes Aufgabe der Verbraucher sein, für jedes Produkt die gesamte Lieferkette, Rohstoffe, Herstellung, etc. nachzuverfolgen um zu entscheiden, ob es ethisch verwerflich ist, dieses Produkt zu kaufen. Das ist Aufgabe der Politik, derartige Produkte zu verbieten.

    Danke iwie habt ihr Beide recht. Es sollte wieder mehr Politik geben. Doch die meisten wollen nicht mehr Politik und meinen „Die machen doch eh was sie wollen.“ das es eben nicht möglich ist. Ach es ist so kompliziert was kann man und was kann man nicht.

    Das das Kaufen von billigmode höchst politisch ist ... Tand auch...

  • Hier wird mit den Kindern ausgemistet, der Ältere ist ein Jahr jünger als deine Tochter.

    geschieht hier z.z., unter nicht allzu großen begeisterung, gerade habe ich die nächste kommode mit bastelkram und längst vergessenen und vermissten stiften, mäppchen...auf dem boden entleert....

    mir wird klar, dass ich und die verwandten viel gekauft und investiert haben an überlegung, was sinnvoll und gewünscht wurde, nicht alles liess sich aufbrauchen, etc....

    schnecke 2004 und schneckchen 08/2008

  • Naja, es dürfen ja zb in der EU keine Kosmetika verkauft werden, die an Tieren getestet wurden. Glaube nicht, dass sich da jemand ernsthaft beschwert, dass es "zu viel Politik" wäre.


    Aber Produkte, die durch menschenverachtende Arbeitsverhältnisse, Ausbeutung und Raubbau entstehen, das ist voll okay? Ich finde das inkonsequent. Wenn in Fabriken, die zb IPhones herstellen, menschenunwürdige Bedingungen herrschen, dann ist das ein guter Grund, die Teile hier nicht verkaufen zu dürfen oder sind diese Menschen auf einen anderen Kontinent weniger Wert als Tiere in Europa?

    #herzKleiner Zwerg 07/14

    #herzMinizwerg 06/17

    ticker?TT=bdy&TT1=bdy&CL=&CT=&CG=F&O=m_chick&T=t_b14&D=2017-06-07&M1=&D1=&T2=&T1=Minizwerg&T3=&CC=0&CO=FFFFFF&CO2=&W=&TS=&R=A&SC=green

  • Zitat

    ich finde eben gerade nicht, dass das in der Verantwortung der Verbraucher liegen sollte. Ich finde Produkte von Unternehmen, die grundlegende Menschenrechte missachten sollten nicht verkauft werden dürfen. Solche Geschäftspraktiken sind dich gerade mitverantwortlich für die Ungleichverteilung auf der Welt.


    Es kann doch nicht allen Ernstes Aufgabe der Verbraucher sein, für jedes Produkt die gesamte Lieferkette, Rohstoffe, Herstellung, etc. nachzuverfolgen um zu entscheiden, ob es ethisch verwerflich ist, dieses Produkt zu kaufen. Das ist Aufgabe der Politik, derartige Produkte zu verbieten.

    sehe ich auch so.

    "Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

    Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.

    Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.

    Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“


    Pfarrer Martin Niemöller

  • Es kann doch nicht allen Ernstes Aufgabe der Verbraucher sein, für jedes Produkt die gesamte Lieferkette, Rohstoffe, Herstellung, etc. nachzuverfolgen um zu entscheiden, ob es ethisch verwerflich ist, dieses Produkt zu kaufen. Das ist Aufgabe der Politik, derartige Produkte zu verbieten.

    unterschreib!

  • Da Giftes auch stimmen was interessieren mich die Tiere Hauptsache billig und sieht gut aus..

    Ja diegibt es

    Ist aber ein tolles Beispiel um zu zeigen wie die Politik der Lobbys funktioniert.

    Pharmasparte haben künstliche Haut etc. entwickelt mit hohen Kosten und ein bisschen Idealismus. Jetzt wollen sie auch das das benutzt wird nur sind Tiere billiger. Also müssen sie Politik und Massen auf Tierrechte ansetzen. Schwups gibt es das Gesetz.

    Nur sehr langsam wenn überhaupt kommt das Thema Billigmode, Billigfleisch in den Fokus. Klimawandel wird auch langsam Thema mitunter aber auch damit Menschen Energieffziente Geräte neu Kaufen.

    Naja viel ist streben nach Gewinn aber ein bisschen Ideologie ist Vlt auch dabei.

  • Es kann doch nicht allen Ernstes Aufgabe der Verbraucher sein, für jedes Produkt die gesamte Lieferkette, Rohstoffe, Herstellung, etc. nachzuverfolgen um zu entscheiden, ob es ethisch verwerflich ist, dieses Produkt zu kaufen. Das ist Aufgabe der Politik, derartige Produkte zu verbieten.

    unterschreib!

    ich überhaupt nicht. Da macht ihr es euch ziemlich einfach.


    Ihr könnt euch zwar nicht über die Details informieren, aber es ist sehr leicht rauszufinden, wer wo produziert, gerade auch bei Kinderspielzeug.


    Und der gesunde Menschenverstand sagt einem auch, dass ein 5 EUR T-Shirt bei... jetzt dürft ihr da die dafür bekannten Läden einsetzen... nicht fair produziert sein können.


    gleiches für Lebensmittel.


    Hätte der geiz ist geil Konsument nur ein bißchen mehr Bewusstsein dafür, würde sich da schon sehr viel ändern.


    Ach ja und by the way.. gerade im handybereich ist es schwierig, das ist mir klar... aber wer braucht schon jedes Jahr ein neues Handy?


    Nö... das ist wiederum die bequeme Alternative des finger pointing... ich würde ja gerne...

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Ich habe beruflich mit nachhaltigem Rohstoffeinkauf zu tun. Um eine erste Einschätzung zu der Lieferkette zu erhalten, können Verbraucher sich anhand von Nachhaltigkeitssiegeln wie Fairtrade, Rainforest Alliance/UTZ usw. einen ersten Eindruck verschaffen. Bei allen Schwächen auch dieser Siegel kann man sich hier auf einen Mindeststandard bei der Rohstoffherstellung verlassen. Es gibt auch firmeninterne Standards, die in Ordnung sind. Firmen, die ernsthaft zu Nachhaltigkeit arbeiten, publizieren dies auch auf ihrer Homepage.


    Ich rate davon ab, generelles Company-Bashing à la Nestlé ist böse zu betreiben, da dies riesige Konzerne mit unterschiedlichsten Produkten und unterschiedlichen Strategien für die Lieferketten (auch: unterschiedliche Herausforderungen wegen unterschiedlicher Commodities und Ursprünge!!!) sind (zumal man immer prüfen muss, aus welcher Ecke Vorwürfe stammen). Es sind genau diese Konzerne, die uns Konsumenten qualitativ hochwertige und vor allem günstige Produkte wegen der Größenvorteile dieser Unternehmen anzubieten, die von der Mehrheit der Konsumenten nun mal nachgefragt wird. Ich glaube hier schon an die Macht der Konsumenten- kaufe ich die günstige Eigenmarke oder gebe ich mehr für zertizifierte Produkte aus? Zahle ich 7 EUR für 500 g Kaffee, der Fairtrade zertifiziert und Bio ist oder 4 EUR für die Eigenmarke? Diese Entscheidungen sind natürlich umso einfacher, je weniger verarbeitet ein Produkt ist.

    LG
    Meaow Duck

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Meaow Duck ()

  • Ach ja und by the way.. gerade im handybereich ist es schwierig, das ist mir klar... aber wer braucht schon jedes Jahr ein neues Handy?

    In Bezug auf Handys wird das einem echt nicht leicht gemacht. Ich nutze nur abgelegte Smartphones, mein aktuelles ist bald 10 Jahre alt.

    Zum Glück nutze ich kaum Apps, denn die (wie auch die Software) werden irgendwann einfach nicht mehr aktualisiert. So bin ich zB aus Whatsapp geflogen (verschmerzbar), ein paar Apps, die ich gerne nutzen würde, laufen nicht mit meinem Betriebssystem. Durch die fehlenden Updates des Betriebssystems wird alles immer langsamer, viele Oberflächen funktionieren garnicht mehr, sodass ich es nun austauschen muss, obwohl es noch funktioniert.

    Und die meisten anderen hätten es wohl schon viel früher getan.

    Oder die Geschwindigkeit wird absichtlich gedrosselt (Apple), damit alle regelmäßig neue Geräte kaufen.

    (jedes Jahr ein Neues bzw jedes neue Modell mitnehmen ist natürlich nochmal eine ganz andere Kategorie)

    There is a crack in everything. That's how the light gets in.
    - Leonard Cohen

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von jascha ()

  • ich finde eben gerade nicht, dass das in der Verantwortung der Verbraucher liegen sollte. Ich finde Produkte von Unternehmen, die grundlegende Menschenrechte missachten sollten nicht verkauft werden dürfen.

    Ich stimme zu insofern, als das nicht ALLEIN in der Verantwortung der Konsumenten liegen sollte. Also nicht in dem Sinne in der Verantwortung der Konsumenten liegen sollte, als sie allein prüfen und entscheiden und sonst passiert gar nix. DASS die Politik hier in vielen Bereichen leider so unendlich träge reagiert, hat viel mit internationalen Abkommen und Verflechtungen zu tun, die einen langen Atem brauchen - ich hab lange genug da dringesteckt, um nicht mehr pauschal Politikerbashing zu betreiben und auch um zu wissen, dass mir dieser lange Atem und die Diplomatiefähigkeit, Minischritte zu erreichen, persönlich fehlen würden, also mach ich hauptamtlich was anderes - aber wir Konsumenten können schon eine Menge erreichen. Wenn nämlich der Politikerin XY klar ist, dass sie wegen klimaschützender, marktpolitischer, umweltbewusster...whatever...Maßnahmen wahrscheinlich abgewählt wird, wird sie die nicht durchdrücken. Ist ihr bewusst, dass sie im Gegenteil abgewählt wird, wenn sie diese Maßnahmen NICHT ergreift, dann... Also haben wir Konsument*innen als Wähler*innen und als Demonstrant*innen und als die Abgeordneten Ansprechenden, als Multipikator*innen u.s.w. eine ganze Menge Macht. Mehr, als ein "Boykott" einer Firma brächte. Mund aufmachen hilft! :D (Deshalb schreib ich das hier.)

    Da bin ich ganz bei dir, claraluna , aber das ist, glaub ich, ein etwas anderer Teilbereich des oben Diskutierten. Das eine tun und das andere nicht lassen, würde ich sagen. Auch hier: Reden hilft, Informationen verbreiten, teilen auf Neudeutsch, die Blase meiner Umgebung damit einfärben, damit die Haltung sich ändern kann. Damit sich dann der Einfluss auf die Politik ändern kann. Damit die Politik handlungsfähiger wird.

    Um eine erste Einschätzung zu der Lieferkette zu erhalten, können Verbraucher sich anhand von Nachhaltigkeitssiegeln wie Fairtrade, Rainforest Alliance/UTZ usw. einen ersten Eindruck verschaffen. Bei allen Schwächen auch dieser Siegel kann man sich hier auf einen Mindeststandard bei der Rohstoffherstellung verlassen. Es gibt auch firmeninterne Standards, die in Ordnung sind. Firmen, die ernsthaft zu Nachhaltigkeit arbeiten, publizieren dies auch auf ihrer Homepage.

    Und genau so geht's. Danke, liebe Meaow Duck für die Darstellung deines Insidereinblicks.

    Ich rate davon ab, generelles Company-Bashing à la Nestlé ist böse zu betreiben, da dies riesige Konzerne mit unterschiedlichsten Produkten und unterschiedlichen Strategien für die Lieferketten (auch: unterschiedliche Herausforderungen wegen unterschiedlicher Commodities und Ursprünge!!!) sind (zumal man immer prüfen muss, aus welcher Ecke Vorwürfe stammen).

    Auch das ist ja Ergebnis z.B. der Rabenblase: ich bin sicher, dass viele Nestlé-Produkte verwenden, ohne es zu wissen oder mit schlechtem Gewissen, weil es hier unschick ist, Nestlé zu konsumieren. Und dass 90% derjenigen, die Nestlé-bashing betreiben (nur so als Beispiel) keine Ahnung haben, warum sie das tun, außer, dass es immer heißt, die sind böse.

    Ich glaube hier schon an die Macht der Konsumenten- kaufe ich die günstige Eigenmarke oder gebe ich mehr für zertizifierte Produkte aus? Zahle ich 7 EUR für 500 g Kaffee, der Fairtrade zertifiziert und Bio ist oder 4 EUR für die Eigenmarke? Diese Entscheidungen sind natürlich umso einfacher, je weniger verarbeitet ein Produkt ist.

    Da kommt dann immer der Einwand, das muss man sich auch erstmal leisten können. Und das ist natürlich auch wahr und nicht von der Hand zu weisen.


    Mir kommt da noch ein Punkt zu - ich kann mir finanziell leisten, ausschließlich bio und fairtrade etc. zu kaufen - seit wir vegetarisch leben, ist das umso leichter und die Infrastruktur hab ich auch. Was mir fehlt, hier und überall, ist die Zeit zur Recherche im Einzelnen. Und auch da, denke ich, bin ich nicht allein. Und so kommt es zu einfachen Lösungen, die eben auch oft verkürzen. Dann plappere ich nach, dass die und die Konzerne BÖSE sind und meide die. Punkt. Und mein Gewissen ist ruhig. Und ich denke, in gewissem Maße ist auch das legitim.


    Es IST aber auch kompliziert.


    edit: jascha Wir haben hier mit 4 Leuten 4 Handys, alles Gebrauchte, auf denen so grade noch WA und Co. läuft. Noch älter wäre zumindest meinen Kindern nicht mehr vermittelbar. Aber das bringt doch schonmal was. (und weil ich jedes Jahr 4000 Euro für neue Handys weniger ausgebe, hab ich wieder mehr Geld übrig, bio und fairtrade zu kaufen ^^ )

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    ...wer schön sein will, muss lachen...


    (#maleSchnupp ist 17, #maleSchnüppchen 12)



    :arrow:zu meinem Blog

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  • Ich schaue immer gerne alte Filme oder auch Filme über historische Ereignisse.

    Da wird einem klar, wie viel wir besitzen.

    Nur z.B.


    Vorratskammer 20er Jahre: Mehl, Zucker, Salz, Wurst, Gurken etc. Ganz normal auch in gut situierten Familen, dass Abendbrot jeden Abend Butterbrot mit Wurst oder Käse und evtl. Radieschen ist.

    Heute überlegen wir lange, was kochen, haben Riesenauswahl, unsere Ansprüche sind extrem gestiegen.

  • Mir kommt da noch ein Punkt zu - ich kann mir finanziell leisten, ausschließlich bio und fairtrade etc. zu kaufen - seit wir vegetarisch leben, ist das umso leichter und die Infrastruktur hab ich auch. Was mir fehlt, hier und überall, ist die Zeit zur Recherche im Einzelnen. Und auch da, denke ich, bin ich nicht allein. Und so kommt es zu einfachen Lösungen, die eben auch oft verkürzen. Dann plappere ich nach, dass die und die Konzerne BÖSE sind und meide die. Punkt. Und mein Gewissen ist ruhig. Und ich denke, in gewissem Maße ist auch das legitim.

    Das stimmt auf jeden Fall, es ist eine Frage der Finanzen, aber auch der individuellen Präferenzen. Da ich im Vergleich zu früher weniger Fleischprodukte, weniger importiertes Obst/Gemüse und weniger verarbeitete Produkte kaufe, merke ich den Unterschied finanziell kaum. Aber wie gesagt, das muss jeder selbst wissen- ich rette die Welt nicht durch Bio-Fairtrade-Kaffee, da gibt es andere Stellschrauben, mit denen man mehr erreicht, bspw. insgesamt weniger konsumieren, Haus energetisch sanieren usw.

  • Aoide , kann ich verstehen, das Telefon vom Kind ist hier zumindest etwas neuer (aber auch gebraucht) - was ich aber sagen wollte, selbst wenn man es noch länger nutzen möchte, geht es nicht, da die Technik das nicht hergibt, zumindest nicht, wenn man sein Smartphone nicht ausschließlich zum Telefonieren nutzen will (dann wäre auch das Smartphone nicht nötig ;-) )

    There is a crack in everything. That's how the light gets in.
    - Leonard Cohen

  • Die beste Möglichkeit minimalistisch zu leben ist mangelnder Platz und mangende finanzielle Möglichkeiten.


    Hier gab es fast ausschließlich gebrauchte Dinge, Möbel haben wir, nachdem wir vieles in neu und billig hatten nach und nach ersetzt in alt und hochwertig, vieles geschenkt aus wohnungsauflösungen.


    Erst letze Woche sah ich auf Arbeit das in der Nebenwohnung ausgeräumt wurde wg Umzug ins Altenheim, als ein Bügelbrett in den Container wanderte sagte ich noch zu meiner Klientin „wenn ich mich nicht schämen würde würde ich fragen ob ich das haben kann „

    Sie meinte sie fragt nach , bis sie bei der Tür war war es kaputt, da Metall und Holz getrennt wurde.

    Ich hab seit 8 Jahren keins mehr und wollte mir keins kaufen, weil geht ja so.


    Es waren soviele Dinge im Container wo mich wunderte das nicht vorher eine zu verschenken-Anzeige aufgegeben wurde.

    Allerdings hab ich auch schon vieles als zu verschenken auf KA gestellt aber keine Resonanz, bzw ließen sich die Leute noch helfen, bzw standen daneben „weil ich hab Rücken „ da vergeht es mir die Sachen zu verschenken.

  • ich bin mir sicher, dass zumindest hier im forum jede, die sich mit dem thema nachhaltigkeit beschäftigt, hier mitdiskutiert und die politik gern deutlich stärker in der verantwortung hätte, nicht alles andere, was ihren privaten konsum anbelangt, externalisiert oder ignoriert.


    finde ich geradezu absurd, das gleich mitzuunterstellen, wenn man politische lösungen fordert, wie gerade geschehen.


    ich persönlich sehe eher die umgekehrte tendenz. nämlich, dass viele glauben, es würde „von oben" eh nichts passieren und sie somit in alleiniger verantwortung als konsumenten seien.


    man kann schon von der politik auch was fordern. wenn man das konsequent macht, passiert auch etwas. und ja, das ist deren job.

    "Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

    Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.

    Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.

    Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“


    Pfarrer Martin Niemöller

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