Mit Kindern meditieren

  • Wie wäre es, wenn du dich mal im Foyer vorstellst?

  • Na super, jetzt trau ich mich nicht meine Empfehlungen zu verlinken ^^


    direkt Meditationscds sind meine Empfehlungen nicht, aber führen sozusagen mental nach Innen, in Richtung Besinnung. auf beiden CDs ist jeweils 1 Meditation drauf und auf der Luftmusik& Feuerfarbe zusätzlich mehrere Stücke, die einfach beruhigende Wirkung haben und damit einen Raum öffnen, in dem das "innehalten", die innere Stille möglich wird. zwischendrin lebendigeres.


    Luftmusik und Feuerfarbe vom Ökotopiaverlag, Elementelieder. Seeeehr erdig und macht viel Freude auch mir als ausgewachsenem Menschen.

    Mai Cocopelli hat eine KinderyogaliederCD gemacht. Da sind wirklich herzallerliebste Lieder und Geschichten drauf, mindestens 1 Meditation, ein paar Lieder sind so ruhige, dass es eher einer dynamischen Meditation gleicht.


    Die o.g. CDs finde ich für kleine Wusels viel geeigneter als extra MeditationsCDs, die irgendwann langweilig werden. Mein Kind hört die CDs mal so, nutzt diese CDs aber auch gezielt zur Entspannung. Der ruhige Wechsel zwischen belebt-erdend, belebt-besinnlich und meditativ kommt hier viel besser an als die konkret auf Meditationsunterricht ausgerichteten MeditationsCDs.

    Und es hilft tatsächlich bei Zentrierung, Entspannung, diese selbstdingse eben.


    Krafttierreisen für Kinder ohne dass hernach für den Fall, dass die Kids tatsächlich in die Anderwelt gereist sind statt in ihr Inneres und evtl Probleme im Gepäck haben, eine schamanisch kompetente Person als AnsprechpartnerIn zur Verfügung steht, halte ich persönlich nicht für angebracht.

  • Ich bleib jetzt streng sachlich.


    In meiner Yogalehrerausbildung habe ich gelernt, dass im klassischen Indien vier Lebensstadien unterschieden werden, die sog. vier Asramas .

    In ersten, dem Brahma-carya, als der Zeit, in der ein junger Mensch in das weltliche und spirituelle Wissen hineinwächst (bis etwa 20, 25 Jahre), heißt es in meinem Ausbildungshandbuch:

    Zitat

    "Wichtigste spirituelle Praktiken: mantra-s, Rezitation, Rituale, āsana-s, prāṇāyāma (als Vorbereitung für spätere Meditation). Meditation ist weniger wichtig, da der Geist [in diesem jungen Alter] meist noch Schwierigkeiten hat, sich auf einen Punkt zu Konzentrieren. [...]" (Quelle: Berufsverband der Yoga Vidya Yogalehrer/innen e.V. [Hrsg.]: Yogalehrer/innenhandbuch. Bad Meinberg 2018, 17. Auflage, S.29).


    Insofern ist es vielleicht gar nicht dramatisch, dass es kaum gelingt, Kinder an Meditation mehr als heranzuführen.


    (Und warum zwei Begriffe jetzt hartnäckig im Fettdruck bleiben, ist mir schleierhaft - ich habe mir mit den Längenzeichen einen abgebrochen, weil ich korrekt zitieren wollte, diese Hervorhebung ist nicht im Original, ich krieg sie aber nicht weg. Sorry!)

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    ...wer schön sein will, muss lachen...


    (#maleSchnupp ist 17, #maleSchnüppchen 12)



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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Aoide ()

  • Heißt Mediation denn automatisch indisch-yogischer Ursprung? Das überrascht mich jetzt ein wenig.

    We know our children best, when we know ourselves best;

    they chose the most authentic version of who we are.

    ~a.joy~

  • Aoide, das Zitat deckt sich in etwa mit meiner Einstellung. Die oben empfohlenen CDs passen in dem Sinne ziemlich gut für Kinder. Öffnen Raum, führen zu sich selbst und zeigen Grundelemente ohne das Schild "Meditation" sonderlich hochzuhalten.


    Ich halte es für sehr wichtig, Kindern / Jugendlichen den Raum dafür zu öffnen, in meditative Versenkung kommen zu können, das aber nicht von ihnen zu erwarten. Achtsamkeit etc pp.

    Mein Kind kann das wenn es will- das freut mich. Aber ich forciere das nicht, öffne nur den Raum dafür. Spirituelle Entwicklung darf hier ausdrücklich da sein- wenn es vom Kind gewollt wird.

    Grundsätzlich finde ich, dass es für Kinder / Jugendliche wichtiger ist erstmal in der materiellen Welt anzukommen und ein brauchbares Ego zu entwickeln, bevor es ans spirituelle geht (also was mehr als Basics mit Festen, Ritualen und Liedern sind) und das sage ich sowohl meinem Kind als auch dem etwas abgehobenen Typen Eso. Dass es da Freaks wie meine Kleine gibt, die seit Jahren phasenweise mehrfach pro Woche meditiert (und dann wieder 1 Jahr garnicht), ist wohl eher die Ausnahme.


    Natur oder Mantren/ Lieder als Ausgangspunkt finde ich für ein Kind leichter. Stilles sitzen im Wald oder am Fluss z.B. mit rauschen, plätschern und zwitschern führt hier (und auch bei manchen anderen Erdzwergen) zu einer tieferen Versenkung als jede noch so tolle geführte Meditationsgeschichte.

    Oder ins Feuer schauen.

    Meditation ist sooo verschieden, das muss nicht nur still sitzen/ liegen sein. eintönige Arbeiten, Mantren, und das vielgeliebte Lagerfeuerstarren sind ebenfalls meditativ. also ich meine auch: kein Stress, wenns beim Kind nicht klappt mit der geführten Meditation. Vielleicht ist es einfach noch nicht "drann".


    Was hier ebenfalls gut funktioniert hat war: mit Kind/ Kindern im Wald sein, Kinder toben lassen, dann die Kinder sich einen Platz am Baum suchen lassen, lauschen lassen, in die Stille führen. Bei meinem führt das idR zu meditativer Versenkung, bei manchen nie, bei manchen manchmal.

    irgendeine Art von Konzentrationspunkt liefern, an dem ein Teil des Kindes festbeissen kann (Blätterrauschen...), während der Rest in die Stille kommt. Und dann sind am Anfang kurze Zeitspannen schon sehr viel. Wenn das gelingt ist das echt viel, wie ich persönlich finde.

    oder Achtsamkeitsschulung mit Übungen aus der Wildnispädagogik als einstieg ins achtsam und still werden können. Wenn das eine Weile gemacht wurde, ist in den Kindern eine Art raum für Meditationserfahrungen angewachsen.


    Wegen dem Gong: wenn die Kinder oft genug selbst gegongt haben, lassen sie sich vielleicht auch auf das ruhigwerden ein. Eventuell möchten sie zunächst ein bisschen gongen für den Teddy oder die Barbie, damit die in Ruhe meditieren kann.