Nachahmung - normal bei knapp Vierjähriger?

  • Meine Große ist jetzt dreidreiviertel. Und ahmt extrem andere Leute nach. Wenn sie mit ihrem lispelnden Freund gespielt hat, lispelt sie selbst einen halben Tag lang. Heute hat sie zwei Folgen Bobo Siebenschläfer geschaut und spricht nur noch in Zweiwortsätzen :wacko:

    Ist das normal??

    ~~ Luxa


    Sometimes something will change and that change

    Will change you


    Strong people stand up for themselves.
    Stronger people stand up for others.


  • Normal kann ja sehr weitgefächert sein. Aber es gibt so Kinder. Gut ist, dass das lispeln nach einem halben Tag wieder weg ist.


    Ich kann verstehen wie nervig das ist, aber ob man da viel machen kann?

    We know our children best, when we know ourselves best;

    they chose the most authentic version of who we are.

    ~a.joy~

  • Oh ja.

    Der 4-jährige hat jetzt Bobo Verbot weil mich das ewige "Mama da. Mama hunger. Mama Schuhe." Total aufgefegt hat auf dauer. Normalerweise kann das Kind nämlich schon sehr gut sprechen.


    #knuddel

    Lg

    Annanita


    "...baaald seid iiihr groooß, und könnt aaa-lles a-llein,

    aaaber biiis daaann schlaaaft ihr hiiier bei miiiir eiiiin."

    *träller*


  • Ich kenne das nicht so. Als ich schwanger war, hat meine Große angefangen, "Babysprache" zu sprechen. Und die Kleine spricht zu Hause wie ein Kleinkind, weil sie die Rolle "Nesthäkchen" spielt. Ich wundere mich über den Persönlichkeitswechsel, sobald Spielkameraden kommen.

    Aber inspiriert von allem möglichem sind sie schon, wenn sie was sehen.

    Liebe Grüße von Alusra
    #rose


    Manchmal braucht man keine Tipps. Manchmal braucht man nur einen
    Zuhörer, der an den richtigen stellen "Hmmm" sagt und auch alles blöd
    findet.


  • Wenn sie mit ihrem lispelnden Freund gespielt hat, lispelt sie selbst einen halben Tag lang.

    Ich kann nur aus meiner Kindheit erzählen. Eine meiner Freundinnen (Grundschule) sprach Hochdeutsch (nicht Dialekt wie so ziemlich alle anderen). Meine Eltern haben es immer deutlich gehört, wenn ich bei ihr zum Spielen war. Und auch heute kann ich an mir beobachten, dass die Sprache meiner Mitmenschen meine eigene beeinflusst.

    Ansonsten - "Babysprache" sprechen meine Kinderauch ohne Anlass gern und ab und an braucht es die Ansage, dass wir Erwachsenen nicht in Babysprache angesprochen werden wollen...

    Yeza


    ... Ein Strom der sich alles einverleibt,

    taumeln, stürzen, in der Leere schweben...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Yeza ()

  • Ich hatte mir in dem Alter mal Gedanken gemacht, weil meine Tochter plötzlich Sprachfehler zeigte, obwohl sie diese Laute eigentlich immer schon fehlerfrei sprechen konnte. Irgendwann hab ich dann beim Abholen in der Garderobe des Kindergarten die Lösung gefunden: ein neues Kind, welches exakt so sprach. Könnte also schon eine sensible Phase für so was sein.

  • Ich kenne es von mir selbst.

    Als Kind waren wir 2 bis 3x im Jahr Freunde in Sachsen besuchen und da habe ich schlagartig perfekt gesächselt. Auch als Teenager noch. Meine Familie fand das urkomisch, ich selbst habe es erst bemerkt, nachdem sie mich drauf hingewiesen haben. #angst


    Von daher denke ich auch, es ist eine Phase :)

    Hast Du denn gar keine Angst?

    Würde das helfen?

    Nein.

    #sonneSiehste! #sonne



    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von campari ()

  • Ich übernehme bis heute schnell Dialektelemente in mein eigenes Sprechen, ist also auch teilweise Veranlagung. Geht aber zuverlässig wieder vorbei, wenn sich die Sprachumgebung wieder ändert.

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

  • Ich denke, dass es eine absolut natürliche Entwicklung ist, dass Menschen sich an Anderen, mit denen sie viel Kontakt haben bzw. Personen die sie mögen in Verhalten und auch Sprache orientieren.

    Kleinkinder orientieren sich hauptsächlich an den Eltern, je mehr Kontakte und Beziehungen sie aufbauen, desto meh kommen auch andere (ggf. "falsche") Einflüsse, die sie imitieren. Weil sie es toll finden oder auch, um zu testen, wie das restliche Umfeld reagiert.


    Kannst extrem finde ich das gerade auch bei meinem Teenie-Sohn, der sprachlich im Moment mega-nervig ist, weil er seinen Peergroup/Youtuber-Slang auch zu Hause voll auslebt. Und sich eher freut, wenn wir auf die Palme gehen.

  • Okay dann bin ich ja schon mal beruhigt. Oder auch nicht, nachdem sie mir vorhin ein herzhaftes "Leck mich am Arsch schmeckt das gut" zum Mittagessen zuwarf #yoga

    Ich gebe zu ich musste total lachen, und das war natürlich die völlig falsche Reaktion. Aber die Kita hat noch zwei Wochen zu, ich hoffe bis dahin vergisst sie das wieder. Im Fernsehen gibt es ab sofort nur noch Ranga Yogeshwar und Aufzeichnungen von Roger Willemsen :D

    ~~ Luxa


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  • :D

    Unsere macht das auch. Wenn sie viel in der Kita ist spricht sie zum Beispiel plötzlich l start r, obwohl sie es eigentlich kann. Viele Kinder in dem Alter allerdings noch nicht. So richtig aufgefallen ist es mir, als sie mal sagte: "los fahren! Äh, nein los fah-len" sie hat sich selbst "korrigiert".

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Hallo,


    Ja, ich finde das normal. Und so lange sie es auch anders kann, würde ich mir keine Sorgen machen. Wenn es zu sehr nervt (z.b. bei unerträglichen Tonlagen) würde ich was sagen, ansonsten die Sache ignorieren (nicht das Kind natürlich) .


    Ich erinnere mich an Phasen in denen in den Klassen meine Grundschulkinder(!) Babysprache oder später dann "Yodasprache" in war... #angst

    So wie es kam, ging es auch wieder... irgendwann... (und zwar erst dann, als keiner der Großen mehr drauf ansprang...)


    Ein Klassenkamerad von mit wurde dem Orthopäden vorgestellt, weil er einen leicht eigenartigen Gang hatte, es wurde vermutet, daß er ein familiär gehäuft auftretendes Problem geerbt hat. Aber er hat nur unbewusst das entsprechende Familienmitglied nachgeahmt. Nicht absichtlich, sondern wirklich unbewusst.


    Und ich rutsche bis heute in Sprachmuster und -klänge rein, letztens habe ich mit einer Bekannten aus Dresden unterhalten - und promt hatte ich einen halben Tag lang die entsprechende Sprachmelodie und bestimmte Worte drin.


    Also ja, "normal" aus meiner Sicht.

  • Jedes Jahr zwei Wochen Schulzeltlager zusammen mit vielen weit weit angereisten Kindern aus Karl -Marx-Stadt und ich habe noch Wochen sächsisch gesprochen 🙈 meine Mutter war not amused.

    Ich passe mich heute noch sofort der Umgebungssprache an und rede wie alle anderen. Da kann ich nix dafür, geht automatisch.

    Finde es daher unbedenklich.

    Gruß omega.

  • Huhu

    Ja, mein sohn gehört auch zu den nachahmekindern.

    Aktuell redet er "erbsisch" wenn er etwas möchte. Also aaada dada gaaanää. Hm hm quiiiieeeek. Mamama pa!! Nam nam gägägä doooo ba!!

    So wird schlagartig alles was bei der erbse irgendwie niedlich ist total nervig.

    Und er redet gern "englisch"

    Matschego tschaga bu gä dingdong ogper


    Vielleicht sollte man mal ein paar solcher kinder zusammen einsperren und gucken, ob danach entweder alle komplett verrückt sind oder wieder normal... 🙈

  • Gummibärchen, ich lach mich weg. Ich habe mir das gerade laut vorgesprochen.

    Du bist bestimmt schwerst genervt davon, aber es klingt super.

    Das mit dem Zusammensperren bitte unbedingt testen!