Beschäftigungsverbot

  • Ich arbeite in der Beratung für Menschen mit Behinderung, ich fahre regelmäßig in Hausbesuche muss in Kliniken und ggf. auch in Kitas hospitieren...


    zu mir kann jeder kommen mit egal welcher Erkrankung oder Behinderung


    Grad frag ich mich ob das alles noch zulässig ist...meine Chefin sagt noch zwei wochen Warten bis och die Personalabteilung informieren soll...

    Inne Kita will ich grad nicht freiwillig mehrere Stunden hocken und inne Klinik auch nicht... aber vielleicht übertreib ich ja..hier im Osten herscht eh unter den Kollegen die Einstellung das früher auch nicht so ein gewese gemacht wurde...bin verunsichert...Wer mich gut informiert uns ob meine Arbeit so überhaupt zu schaffen ist...stressfaktor kommt auch noch dazu...Wer weiss da mehr?

    LG Momo mit 06.06 & 08.08
    Ein Kind kann einem Erwachsenen immer drei Dinge lehren: grundlos fröhlich zu sein, immer mit irgend etwas beschäftigt zu sein und nachdrücklich das zu fordern, was es will.
    - Paulo Coelho, Der Fünfte Berg

  • Du bist schwanger?


    Wo bist du denn angestellt?


    Hier werden die Antikörper bestimmt und dann wird man je nach Ergebnis von bestimmten Arbeiten befreit.

    Und macht dann eben etwas anderes.


    Ein vollständiges Beschäftigungsverbot gibt es hier eher selten.


    Da kann dich der Frauenarzt aber auch beraten.

  • Ich finde ja schon alleine die Aussage der Chefin, dass Du noch 2 Wochen mit der Info warten sollst, grenzwertig. Ich würde die Personalabteilung informieren, die schicken Dich zum Betriebsarzt und dann wird entschieden, wie es weiter geht. Das rauszuzögern nutzt doch nix.

    großer Sohn (1/08) und kleiner Sohn (6/15)

  • hm, dass du keine Klinik mehr betreten musst kann ich mir nicht vorstellen, dafür kenne ich zu viele Krankenschwestern die bis zum Ende arbeiten "dürfen" .

    Wenn sie geistig behindert sind kannst du vielleicht über den Weg ein Beschäftigungsverbot bekommen.

  • Ich verstehe gerade nicht ganz, worum es geht?

    Hast Du Angst wegen Ansteckungsgefah wegen fehlendemTiter/Impfschutz? Bist Du/die Schwangerschaft bei Deiner Arbeit gefährdet? Hast Du Beschwerden, die beim Arbeiten schlimmer werden? Wenn so etwas zutrifft, dann sprich mit Deiner Ärztin und lass Dich entsprechend krankschreiben/freistellen.


    Wenn nicht, muss ich zugeben, geht es mir ähnlich wie Deinen Kolleg*innen: mit etwas Anpassung können sehr viele Berufe auch schwanger ausgeübt werden.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Hallo,


    Wann du deinem AG deine Schwangerschaft mitteilst, ist deine Entscheidung. Da hat deine Chefin nicht mitzureden. Besser gesagt andersrum - in dem Moment, wo sie es offiziell und nicht nur als "Bekannte" weiß, HAST die es dem AG mitgeteilt und er (der AG bzw. Träger) ist in der Fürsorgepflicht.


    Da gibt es recht klare allgemeine Regelungen, was geht und was nicht und zusätzlich individuelle, die dich als Person (Titer, körperliche Verfassung...) und dein konkretes Arbeitsumfeld betreffen. Dann muss der AG dir einen passenden Arbeitsplatz und eine zumutbare Arbeit zur Verfügung stellen und wenn das nicht geht, muss er dich dich ganz oder eben teilweise freistellen.


    Besprich das am besten mit den Personen, die deine Schwangerschaft begleiten (Ärztin, Hebamme...), ich denke die können dir am besten sagen, was geht und was nicht und welche Wege für dich die richtigen sind.


    Alles Gute!

  • ich kann nur für die Kita sprechen. Bei mir wars vor zwei Jahren so, dass die Antikörper für CMV, Ringelröteln, Windpocken und Röteln stimmen mussten. War der Fall also habe ich bis zum Mutterschutz im Kiga-Bereich gearbeitet. Ich durfte nicht mehr in der Krippe arbeiten und auch nicht allein in die Turnhalle gehen. Als wir Scharlach hatten, war ich freigestellt.

    Mein Ärztin hat mir damals geraten, sofort den Arbeitgeber zu informieren, obwohl ich erst 6. Woche oder so war, weil der Arbeitgeber den Antikörpertest bezahlen muss.

  • Genau so: wenn Deine Arbeit eine potentielle Gefahr fürs Ungeborene/Deine Gesundheit während der Schwangerschaft darstellt, dann sofort informieren, zumindest die direkten Vorgesetzten. Ansonsten halt im normalen Rahmen, wenn es der Rest der Welt auch erfahren darf/soll. ;)


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Danke für die vielen Antworten....


    Meine Kollegin musste irgendwann ins Beschäftigungsverbot und eine andere darf nicht mehr Zu Hausbesuchen...


    Ich bin verunsichert vermutlich deswegen...der AG müsste ja ein Gefährdungsprotokoll erstellen und dann mit mir sprechen... meine Chefin will das glaub ich hinauszögern...


    Ich wäre nicht unglücklich über eine Pause..die Arbeit ist anstrengend...mental...sozialmedizinischer Dienst beim Gesundheitsamt... ich kenn meine Titer nicht...heisst ja ich könnte das testen lassen um zu wissen ob ich gerade gefährdet bin noch z.b. mit Kinderkrankheiten anzustecken in einer Kita...

    Es ist meine dritte Schwangerschaft...bin jetzt in der 10.SSW .... war bei den anderen beiden auch immer bis zum Ende Arbeiten beim ersten sogar bis zum Tag vor der Geburt...weil Studentin und jung und wild... aber diesmal fühlt es sich anders an..bin alt und müde ...lach... ich schüttel erstmal keine Hände mehr ...


    ich denke ich brauchte Input um zu sortieren und zu überlegen welche Pflichten nun auch mein Arbeitgeber hat... ich denke titer bestimmen klingt für mich nach dem nächsten Schritt...dann fühl ich mich sicher auch sicher wenn ich weiss es kann nix passieren...


    und meiner Chefin sagen das ich die Personalabteilung informieren...


    LG Momo

    LG Momo mit 06.06 & 08.08
    Ein Kind kann einem Erwachsenen immer drei Dinge lehren: grundlos fröhlich zu sein, immer mit irgend etwas beschäftigt zu sein und nachdrücklich das zu fordern, was es will.
    - Paulo Coelho, Der Fünfte Berg

  • Hallo,


    ich denke ich brauchte Input um zu sortieren und zu überlegen welche Pflichten nun auch mein Arbeitgeber hat... ich denke titer bestimmen klingt für mich nach dem nächsten Schritt...dann fühl ich mich sicher auch sicher wenn ich weiss es kann nix passieren...


    Wird das nicht mehr automatisch gemacht? Meine letzte Schwangerschaft ist ja nun schon lange her, aber damals wurde, so lange man sich nicht dagegen ausgesprochen hat, vom Arzt (ich glaube, es konnte auch die Hebamme anfordern?) automatisch eine Titerbestimmung einiger grundlegender Dinge gemacht, ich glaube, bei mir kam berufsbedingt sogar noch was dazu.


    Wenn deine Chefin es offiziell weiß, ist sie mMn sogar verpflichtet, das weiterzuleiten, zumindest kenne ich es so (und auch einige Leute, die es daher absichtlich lange nicht gesagt haben, weil sie ihre Nachtzuschläge noch eine Weile behalten wollten... Na ja, muss man selber wissen... )

  • monschy81 teile es dem Personalamt mit.

    Die verlangen dann normalerweise eine Kopie des Impfpasses und bestimmen weitere Titer, falls nötig.


    Solltest du andere Probleme mit dem Job haben, warum auch immer, dann geh zu deinem Frauenarzt.

    Der kann dich krank schreiben usw.


    Ich hab ja auch in der Beratung gearbeitet. Da gab es für mich (mit entsprechendem Titer), nichts was ich nicht machen konnte.


    Mein direkter Chef hat mich manchmal raus genommen. Das war aber seine persönliche Sache und wäre nicht nötig gewesen.

  • Trin


    bei mir ist das letzte mal auch 11 Jahre her..lach..ich kenn dich auch noch von damals...schön das du immer noch hier bist

    Vermutlich sind das die Untersuchungen die die Frauenärztin eh macht und die im Mutterpass kleben.?..extra war jetzt toxoplasmose und irgendwas neues...


    ok und meinen Impfpass muss ich suchen..der liegt irgendwo im Büro 😅


    also habt nochmal lieben Dank

    LG Momo mit 06.06 & 08.08
    Ein Kind kann einem Erwachsenen immer drei Dinge lehren: grundlos fröhlich zu sein, immer mit irgend etwas beschäftigt zu sein und nachdrücklich das zu fordern, was es will.
    - Paulo Coelho, Der Fünfte Berg

  • Wie die anderen schon geschrieben haben: deine Chefin ist in der Pflicht, tätig zu werden: sie informiert den Betriebsarzt. Der Betriebsarzt entscheidet, welche Gefahren bestehen (Röten, Zytomegalie, etc.) und macht ggf. eine Blutuntersuchung. M. W. ist der Impfpass nicht relevant, da du auch zu den Impfversagern gehören könntest. Mit den Informationen des Betriebsarztes wird dann von der Chefin eine Entscheidung getroffen.

  • Ich finde ja schon alleine die Aussage der Chefin, dass Du noch 2 Wochen mit der Info warten sollst, grenzwertig.


    Wenn die Gefahr besteht sich mit etwas anzustecken ja.


    Wenn sehr frisch schwangere sich bei uns im Personalbüro melden, dann ist das schon manchmal auch nicht ganz einfach (da man die Schwangerschaft für alle Kollegen "sichtbar macht" sobald man die Frau von ihrem Arbeitsplatz wegnimmt) und wir fragen mitunter nach ob es vielleicht Beschwerden gibt wegen denen der Arzt sie vielleicht erstmal krankschreiben möchte...

  • Hallo,


    Ich finde ja schon alleine die Aussage der Chefin, dass Du noch 2 Wochen mit der Info warten sollst, grenzwertig.


    Wenn die Gefahr besteht sich mit etwas anzustecken ja.


    Wenn sehr frisch schwangere sich bei uns im Personalbüro melden, dann ist das schon manchmal auch nicht ganz einfach (da man die Schwangerschaft für alle Kollegen "sichtbar macht" sobald man die Frau von ihrem Arbeitsplatz wegnimmt) und wir fragen mitunter nach ob es vielleicht Beschwerden gibt wegen denen der Arzt sie vielleicht erstmal krankschreiben möchte...


    Wenn die Frau entschieden hat, es dem AG mitzuteilen, dann ist das mMn keine Frage mehr, die überhaupt im Raum stehen darf. Dann IST der Arbeitgeber in der Pflicht. Entweder es besteht keine Gefahr für Mutter und Kind, dann ist alles OK und man muss nichts weiter tun - oder es besteht Gefahr in irgend einer Form, dann sind die beiden sind zu schützen. Sofort. #weissnicht


    Ich hätte es komisch bis schlimm gefunden, wenn der AG mir vorgeschlagen hätte, doch erst mal abzuwarten. Vermutlich hätte ich mich vor Schreck aber nicht getraut, etwas dagegen zu sagen. Für mich hätte sich das aber, egal wie nett es gesagt wird, nach "unter Druck setzen" angefühlt.

    Und - wenn in der "Ach warten wir´s doch erst mal ab" - Zeit etwas passiert, gibt keiner der Mutter bzw. dem Kind die Gesundheit (oder das Kind...) zurück.


    monschy81


    Impfpass ist nicht so wichtig, der kann maximal "Ideengeber" sein. Nur aktuelle bzw. "nicht zu alte" Testergebnisse zählen. Man kann Kranheiten inzwischen unbemerkt gehabt haben (manche haben allgemeine "Grippesymptome" oder verlaufen schwach, es gibt aber auch Fälle, wo ein früher ausreichender Titer einige Jahre später eben nicht mehr gegeben ist.)


    Alles Gute!

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  • Hallo,


    Wenn die Frau entschieden hat, es dem AG mitzuteilen, dann ist das mMn keine Frage mehr, die überhaupt im Raum stehen darf. Dann IST der Arbeitgeber in der Pflicht. Entweder es besteht keine Gefahr für Mutter und Kind, dann ist alles OK und man muss nichts weiter tun - oder es besteht Gefahr in irgend einer Form, dann sind die beiden sind zu schützen. Sofort. #weissnicht


    Das wir uns nicht falsch verstehen, ich bitte die Frauen nicht darum einfach weiterzuarbeiten wenn eine Gefährdung vorliegt. Wenn eine Frau in der 6. Woche mit Attest vor dir steht, dann weiß man aber wie hoch das Risiko ist das noch etwas passiert.

    Erfahrungsgemäß ist es nicht für alle Frauen unproblematisch, wenn man sie - für alle sichtbar - einige Wochen lang auf einem anderen Arbeitsplatz einsetzt und sie dann plötzlich an den alten Platz zurück müssen.

    Die meisten Ärzte haben kein Problem damit der werdenden Mutter nochmal für 1-2 Wochen eine Krankmeldung mitzugeben.


    Auslöser war mal eine Mitarbeiterin mit relativ komplizierter KiWu-Behandlung, die ganz massive psychische Probleme bekommen hat. Ihrer Ausssage nach war die Kombination der vielen erfolglosen Versuche in Kombination mit "alle wissen es" für sie extrem schlimm.

  • Also, meine Chefin wusste, dass ich wieder schwanger werden will und hat mir immer wieder gesagt, dass ich sofort sagen soll, wenn ich vermute schwanger zu sein, weil ich dann so lange freigestellt werde, bis ich bei der Betriebsärztin war. Also war meine Chefin die erste nach meinem Mann, die von der Schwangerschaft erfahren hat. Ein paar Tage später war ich bei der Betriebsärztin und als das Ergebnis der Blutuntersuchung da war, hab ich ein Beschäftigungsverbot wg fehlenden Cytomegalie-Antikörpern bekommen.

    Meine Chefin und der Vorstand der KiTa (=Arbeitgeber, da Elterninitiative) wollen da kein Risiko eingehen.

  • Hallo,


    Das wir uns nicht falsch verstehen, ich bitte die Frauen nicht darum einfach weiterzuarbeiten wenn eine Gefährdung vorliegt. Wenn eine Frau in der 6. Woche mit Attest vor dir steht, dann weiß man aber wie hoch das Risiko ist das noch etwas passiert.

    Erfahrungsgemäß ist es nicht für alle Frauen unproblematisch, wenn man sie - für alle sichtbar - einige Wochen lang auf einem anderen Arbeitsplatz einsetzt und sie dann plötzlich an den alten Platz zurück müssen.

    Die meisten Ärzte haben kein Problem damit der werdenden Mutter nochmal für 1-2 Wochen eine Krankmeldung mitzugeben.


    Wie gesagt, in dem Moment, wo die Schwangerschaft offiziell bekannt ist, sehe ich keinen Spielraum. Kein Risiko - alles geht weiter, Nach Gesetz oder individueller Situation Schutz angezeigt, dann werden Mutter und Kind geschützt.


    Wie, ob er BV oder per Krankschreibung, ist zwar für die Situation an sich nicht so relevant (nur bei der Frage, wer zahlt...), aber das ist Entscheidung der Frau, da hat der AG meiner Meinung nach auch nichts "vorzuschlagen".

    Bei mir würde es (ohne dir persönlich das unterstellen zu wollen!!!) als "Der AG will, daß lieber die KK noch ein paar Wochen zahlt" ankommen...


    Zitat

    Auslöser war mal eine Mitarbeiterin mit relativ komplizierter KiWu-Behandlung, die ganz massive psychische Probleme bekommen hat. Ihrer Ausssage nach war die Kombination der vielen erfolglosen Versuche in Kombination mit "alle wissen es" für sie extrem schlimm.


    Dann ist aber allein ihre Entscheidung (und die private Entscheidung aller nach ihr Schwangeren), wann sie es dem AG mitteilt, oder ob sie sich lieber krankschreiben lässt.

    Einmal mitgeteilt, IST der AG in der Verantwortung, egal ob er oder die Schwangere selber das so wollen (es darf auch keine Frau weiter in einem Gefahrenbereich arbeiten oder untersagte körperliche Arbeiten durchführen, Nachtdienste machen..., selbst wenn sie selber es sich zutraut.)


    Entscheidet sie selber, daß sie, aus welchem Grund auch immer, eine Krankschreibung braucht und der Arzt/die Ärztin sieht es genau so, dann ist es so. Als aktiven Vorschlag vom AG finde ich es aber... schwierig.

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  • Das finde ich eine gute Lösung.


    Und da hat ja jeder Entscheidugsspielraum.


    Das war bei mir ähnlich, wenn auch aus anderen Gründen.

    Mein Chef wusste Bescheid und wir haben gemeinsam beschlossen, dass wir es dem Personalamt erst später weiter geben.

    Das ging super, weil ich erstmal Urlaub hatte.