LRS- Testung am Gymnasium - üblich?

  • das systematische Testen im ersten Halbjahr der 2. Klasse ist in Sachsen Standard. Das finde ich total gut. Kinder, die im Screening der Klassenleiterin auffällig sind, werden mit Zustimmung der Eltern zu einer ausführlichen Testung geschickt.


    Etwas, das ich im sächsischen Schulsystem ganz gut finde.

  • das systematische Testen im ersten Halbjahr der 2. Klasse ist in Sachsen Standard. Das finde ich total gut. Kinder, die im Screening der Klassenleiterin auffällig sind, werden mit Zustimmung der Eltern zu einer ausführlichen Testung geschickt.


    Etwas, das ich im sächsischen Schulsystem ganz gut finde.

    Wie gesagt mein Sohn hat den Test 2 Mal bestanden (musste die 2. Klasse wiederholen) und in der 5 kam raus er hat doch eine starke LRS. Aber deshalb wird zum Glück auch in der 5. Nochmal gezestet. Achso ich komme auch aus Sachsen

    Liebe Grüße Genmaicha
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    Hat der Schüler schlechte Noten, hat der Lehrer versagt!

  • hier (Gym) werden die Kinder in der 5. Klasse auf Rechtschreibprobleme getestet.

    Pro Jahrgang (6 Parallelklassen, ca. 180 SuS) gibt es ca. 20 Förderplätze, d.h. jede Klassenleitung bekommt 3 Plätze zugewiesen und schickt die 3 auffälligsten. #flop

    Nachteilsausgleich aufgrund der Schultests gibt es nicht, dafür braucht man die Diagnose eines KJP oder einer anerkannten Institution und das Goodwill der Klassenkonferenz.


    Die Förderung geht über 2 Jahre und entweder es gibt eine signifikante Verbesserung, die Eltern organisieren privat eine Förderung und weisen es der Schule nach oder das Kind ist verpflichtet (!) die 2 Jahre abzusitzen.


    Es gibt 2 Lehrkräfte, d.h. 2 Kurse mit je 20 Kindern. Die Kinder arbeiten stur Hefte durch.


    Eine der 2 Lehrkräfte ist der Meinung "dass das ja sowieso alles kalter Kaffee aus der Grundschule ist und die Kinder damals nur zu faul waren, gescheit mitzuarbeiten". Deshalb beantwortet sie auch keine Fragen zu den Übungen "steht doch alles da und ist bekanntes Zeug".

    Meine Mittlere war in dem Kurs (und meine Zitate sind nicht Hörensagen sondern Original...).

    Eine (erneute) Testung bei der KJP Mitte 6. Klasse (wir waren uns mit Kind und KL einig, dass ein Nachteilsausgleich sinnvoll wäre) ergab eine LRS - nämlich eine signifikante Lesestörung.


    Mit meinem heutigen Wissen würde ich kein Kind mehr an der Förderung in dieser Schule teilnehmen lassen.

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

  • Berlin: von solchen Testungen in der Schule habe ich noch nie gehört. Das Thema an sich spielt hier (soweit ich davon weiß) nur in der Grundschule eine Rolle und dann auch nur individuell, nicht flächendeckend.

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

  • hier wird auch im gyn in der 5. getestet. LrsLee bekommen Förderung und Ausgleich, normal schlechte Kinder einen Kurs.

  • Hier wurde gerade zu Anfang der 4. getestet, alle bei denen jetzt der Verdacht auf LRS besteht, müssen Freitags eine Stunde früher zum Unterricht erscheinen zum speziellen Training, es gab wohl auch Tränen bei einigen Kindern deshalb.

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    Hüpfgeheuer O.-Ton: Ich bin ganz fleißig, ich mache ganz viel Arbeit! #hammer
    Ich bin soooo anstrengend, ich schwitze schon!


    „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“


    Sören Aabye Kierkegaard

  • Genmaicha : Das ist ja wirklich blöd, dass er zweimal durchgerutscht ist. Ich denke aber schon, dass ein guter Prozentsatz durch die Testung gefunden wird und stimme Jazi zu, dass das eine gute Sache ist.

    In der 5. Klasse habe ich bei meinen beiden Großen nichts mitbekommen von einer nochmaligen Testung. Bei meinem Sohn gab es in der 5. Klasse ein Förderangebot Deutsch, was aber nach kurzer Zeit wegen Personalmangels gestrichen wurde.

  • Hier wurde.in der 5. und 6. halbjährlich getestet, aber nur

    mit der HSP.

    Ob jetzt in der 7. auch getestet wird, werde ich erleben.

  • Hallo,


    Ja, hier (Sachen) in der 2. Klasse, aber später an den weiterführenden Schulen zumindest bei Auffälligkeiten noch mal. Ob inzwischen alle, weiß ich nicht, da kann ich aber mal rumfragen.

    Der (relativ späte) zweite Zeitpunkt bei euch kommt sicher daher, daß der Übertritt erst zur 7. Klasse erfolgt und nicht wie sonst meist zur 5. Klasse. Vermutlich wird davon ausgegangen, daß die Grundschule einen Blick drauf hat...


    EIGENTLICH ist so ein Test gerade dafür da, zu unterscheiden, ob es "nur" schlechte Rechtschreibung (warum auch immer) ist, die mit etwas mehr Unterstützung und üben verbessert werden kann oder eben eine sich auf die Rechtschreibung auswirkende Teilleistungsstörung (gibt ja nicht nur LRS), bei der gezielte Therapie und Nachteilsausgleich usw. angesagt ist.


    Schade, daß das offenbar vielerorts nicht so läuft bzw. auch die Verteilung der Hilfe nach Zahlen oder gar nicht und nicht nach echtem Bedarf erfolgt... #hmpf

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  • Genmaicha : Das ist ja wirklich blöd, dass er zweimal durchgerutscht ist. Ich denke aber schon, dass ein guter Prozentsatz durch die Testung gefunden wird und stimme Jazi zu, dass das eine gute Sache ist.

    In der 5. Klasse habe ich bei meinen beiden Großen nichts mitbekommen von einer nochmaligen Testung. Bei meinem Sohn gab es in der 5. Klasse ein Förderangebot Deutsch, was aber nach kurzer Zeit wegen Personalmangels gestrichen wurde.

    Ja, das stimmt. Die Testung läuft nur über einen direkten Wunsch an die Schule.


    Ich habe mich ja lange und mit der BBildungsagentur auseinander gesetzt. Alle Kinder werden in der 2. Klasse getestet. So wie ich rausgehört habe nimmt die Auswertung, welche Fehler sind üblich, die Schule selbst vor. Hätte ich damals die Lehrer auf einen Verdacht angesprochen, hätten sie genauer geschaut und es weiter gegeben. Wo ich mich Frage wofür der Test dann da ist.

    Sollte ein Lehrer im Laufe der Grundschulzeit einen Verdacht haben, kann die Beratungslehrerin, Deutschlehrerin oder Klassenlehrerin einen Antrag auf Testung stellen. Das war bei uns leider alles die gleiche Lehrerin, welche jedoch alles von dich wies.

    In der 5. gibt es dann noch einmal einen offiziellen Termin für alle Kinder, bei denen ein Verdacht da ist.

    Liebe Grüße Genmaicha
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    Hat der Schüler schlechte Noten, hat der Lehrer versagt!

  • Genmaicha : Bei uns an der Schule gibt es da direkt eine dafür ausgebildete Lehrperson, die die Auswertung vornimmt.

    Auf die Verdachtsfälle wird dann speziell von Fachkräften an den Schulen mit LRS-Klassen draufgeschaut (siehe Link).