Übernachten bei Freunden - ab welchem Alter?

  • Hallo,

    mich würde mal interessieren, wie ihr das handhabt/seht. Töchterchen ist jetzt 4,5 Jahre und im Kindergarten fängt es an, dass mal die eine bei der anderen übernachtet und die andere bei der einen und so weiter.

    Gut, manche sind außerhalb schlafen gewohnt, weil sie schon oft bei der Oma oder dergleichen übernachtet haben. Andere nicht, so z.B. wir. Es gab eine Kindergarten-Übernachtung vor zwei Monaten, die lief super. Und 2x hat Töchterchen bei ihrer Tante genächtigt, auch noch nicht so lange her. Hat auch gut geklappt. Insgesamt haben wir aber erst mit über 4 Jahren damit angefangen und es ist bisher eine große Sache. Dazu kommt, dass sie bisher auch noch gar nicht allein bei ihren Freundinnen geblieben ist, sondern ich immer dabei war und wir Mamas haben halt dann geratscht. Natürlich haben die Kleinen allein gespielt, aber ich war halt dabei. Umgekehrt war es bisher auch so. Noch keine davon war mal einen Nachmittag allein hier. Ich würde erstmal das machen, bevor ich ans Übernachten denke.

    Ich finde das Übernachten bei Freunden auch mit 4,5 ein bisschen früh. Ich kann mich erinnern, dass ich mal mit 6 bei einer Freundin übernachtet habe, vorher nicht. Aber das ist ja auch eine andere Zeit gewesen. Trotzdem. Wie seht ihr das denn? Und wie lange sollte man die andere Familie kennen, bevor man sein Kind dorthin zum schlafen lässt?

  • Meine Tochter hat mit ca. 8 das erste Mal sehr spontan bei einer Freundin übernachtet. Vorher hat sie nur einmal mit dem Bruder zusamm bei der Oma übernachtet.

    Mein Sohn mit 6 Jahren hat noch nirgends übernachtet.

    Ich schreibe immer vom Handy, darum leider nur meistens kurz und knapp. :)

  • meine Kinder mit ca. 4 Jahren

    Aber "selbstbestimmt" : ich schlaf heute bei xy!! Hat jedesmal geklappt.

    Unsere kinder kennen aber auch mit uns "woanders schlafen" seit Geburt...

    Ich würd es einfach auspeobieren und zur Not abholen

  • Unsere Kinder hatten da schon recht früh Spass dran. Leider waren ihre Freunde häufig nicht so weit ;-)

    Die Große hat mit 3 bei einem Freund geschlafen und war mit dieser Nacht auch direkt schnullerentwöhnt. Die Jungs haben später begonnen, der Midi mag seit einiger Zeit gar nicht mehr von uns weg sein, aber das liegt an etwas familiärem und der Mini wäre seit dem er 5 ist am Liebsten gar nicht mehr zu Hause.Er hätte auch sehr gerne bei seinem Kindergartenfreund die gesamte Kindergartenzeit lang übernachtet, aber dieser schlief noch bei seinen Eltern und da ging das nicht. Das fand er sehr schade.

    Viele Grüsse,
    Rocio mit Oktober07-Mädel, Oktober09-Bub und April11-Knaben

  • hier auch je nach Kinderwunsch. Der Große mit 3,5, der Mittlere später, so mit 5. Der Kleine schläft nur bei uns, noch. Er hat zumindest dem Opa schon angekündigt, dass er auch mal bei ihm schlafen will😉

  • Hier auch sehr früh.

    Angefangen hat es quasi als Notfall. Muks Papa und ich sehr krank Muk 6 Monate alt, meine Eltern 200km entfernt und konnten nicht mehrere Tage komplett frei machen, also haben sie den Muk mehrere Tage zu sich geholt. Es hat super geklappt!

    Und von da an haben wir das regelmäßig gemacht.

    Und jetzt ist es normal, bei Oma und Opa (die derweil nur noch 20 km entfernt wohnen) zu nächtigen.

    Und seit Wochen will er bei seinem besten Freund schlafen aber er ist da auch alleine zum Spielen normalerweise. Das haben wir aber auch bewusst entschieden, da wir uns dann mit den Familien gegenseitig auch im Notfall Unterstützung geben können, wenn was ist.

    Ich habe festgestellt, wie wertvoll es ist, wenn sich mehrere Menschen auch allein um den Muk kümmern können und da meine Eltern noch arbeiten ist das ziemlich toll, ein Netzwerk aus Kindergartenfreunden zu bauen und bewusst auch dahin zu "trainieren", dass die Kinder gern allein beieinander sind. Also ohne die eigenen Eltern.

    Haben das allerseits schon nutzen müssen.

    Und natürlich kam der Wunsch nach "wir schlafen beieinander" immer mal auf und seit einer Woche sehr vehement.

    Und wir wollen das jetzt testen. Der eine der Jungs schläft immer allein und sehr sicher auch woanders, der übernachtet jetzt mal bei uns. Notfalls ruft man eben an, wenn es nicht geht.

    Und dann wird der Muk sicher auch wollen, sieht dann, wie das von statten geht und wird das auch schaffen.

    Füt mich wichtig ist: Dass angerufen werden kann und die Kinder wissen, egal was ist, notfalls können sie heim.


    Ich finde 4 also defintiv nicht "zu früh". Was heißt auch "zu früh"? Entweder die Kinder wollen das, oder auch nicht, und wenn sie es wollen ist es der richtige Zeitpunkt.

    und diese Dinge ein bisschen bewusst anzubieten ist im Alltag eine große Hilfe. Wir sind 3 Familien, die daran arbeiten..naja, eigentlich 4 Familien aber die eine ist mit uns nicht so vernetzt und das ist sehr großartig. Richtige enge Kindergartenfreundschaften.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Hier mit etwa 3,5 das erste Mal bei einer Freundin. Allerdings durften die beiden Mädels (gleich alt) mit ins Bett der Mutter als sie nachts wach wurden.

    Bei 3 Freundinnen bleibt sie bis jetzt (wird bald 6 Jahre) hin u wieder schlafen. Diese 3 auch hier.


    Bei Opa, Oma bleibt sie regelmäßig schlafen auf Grund meiner Arbeitszeiten oder wenn ich dann mal etwas unternehmen möchte.


    Abgeholt habe ich bisher 1x.

    Ich würde schon gerne die Eltern etwas besser kennen eh ich mein Kind dort schlafen lasse. Vor allem in dem jungen Alter. Nicht nur kennen vom kurz 'Hallo' sagen im Kiga.


    Übertags bei Freundinnen spielen ist hier fast wöchentlich der Fall. Aber wir leben in einem kleinen Städtchen, wo man die Eltern der meisten Kinder noch von eigenen Schul- oder Partyzeiten 'kennt'.

    Weiß nicht ob ich das so locker handhaben würde in einer Großstadt wo man sich total unbekannt ist.

  • Ich würde da erst daran denken, wenn das Kind den Wunsch äußert. Meine Kinder waren gar nicht so wild darauf, woanders zu übernachten. Und oft ist es ja auch so, dass die Kinder am nächsten Tag total fertig sind, weil sie ewig lange wach bleiben. Bei kleinen Kindern finde ich das schon mega anstrengend, die schlechte Laune bleibt ja am nächsten Tag bei den Eltern hängen.

    Kurz gesagt, ich fand es ganz gut, dass meine selten irgendwo übernachten wollten und habe das auch nicht forciert. Jetzt mit 10 und 13 habe ich da auch keinen Stress mehr - die schlafen dann tagsüber freiwillig anstatt übermüdet aufzudrehen.


    Zur Frage, wie lange man die Familie kennen muss: Kann ich nicht an der Zeit festmachen, das Vertrauen muss halt da sein.

    Jella

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  • Hier war es auch im Kiga-Alter, der kleine früher als der große. Wir beide Familien kennen uns lange, alle vier Jungs sind quasi ab Geburt bzw von Kindesbeinen an oft zusammen, ist heute noch so.


    bei meiner mutter und meiner Schwester hat der große auch als Baby ohne uns übernachtet, der kleine ab 3 ebenfalls.


    Kommt halt aufs Kind und Familie an. Zu früh/zu spät gibt es da meiner Meinung nach nicht.

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • Meine große Tochter war auch 4 Jahre. Sie hatte vorher noch nirgends ohne uns übernachtet. Sie hatte eine beste Freundin, mit der sie sich sehr oft traf, anfangs mit Eltern, dann auch ohne. Dann äußerte sie den Übernachtungswunsch. Das klappte super. Die Freundin traute sich aber erst viel später.

  • Meine wollen bisher nicht. Es geht im Notfall natürlich. Sie fühlen aber die Erwartungshaltung der Klassenkameraden in der Grundschule sehr deutlich.

    We know our children best, when we know ourselves best;

    they chose the most authentic version of who we are.

    ~a.joy~

  • Ich finde das ist auch kindabhängig und hängt davon ab wie gut man die andere familie kennt.


    meine tochter hat schon früh bei allen möglichen leuten übernachtet (sie wollte das so, und die waren auch alle okay für uns).


    mein sohn das pure Gegenteil. mit 4 hat er noch geheult als er mit cousin zusammen bei schwiegermutter übernachtet hat und wir mussten ihn wieder abholen.

    bei kollegen übernachten ab Schulzeit? nie und nimmer. war die mutter des freundes ihm nicht sympathisch...no way...er hat nicht mal bei freunden gegessen. so ab 10 gings dann. jetzt sind auch lager, etc. kein problem mehr. und freundes übernachtungen gehen auch, aber sind sehr selten. auch hier kommen selten kollegen von ihm zu schlafen. bei Tochter ständig...sie schläft auswärts und freundinnen schlafen hier, gerne auch mehrere.

    so sind sie verschieden.


    auf jeden fall: kein stress mit allem...

    sonja mit Eisprincess (03) + kleinronaldo (06)

  • Hier ging das auch im Kiga los. Aber immer mit Abholoption!

    Meine Tochter brauchte das nie, aber andersherum hatte sie Freundinnen-Besuch, wo die Versuche so endeten, dass die Mädchen dann doch jeweils abgeholt werden wollten.

    Also ohne Drama, aber es wurde von allen Seiten klar kommuniziert, dass Abholen jederzeit eine Möglichkeit ist. Ohne dass das betreffende Kind dumm dasteht.


    Meine Tochter hat also eher mal woanders übernachtet als umgekehrt. War aber ok für sie.

  • Hm, dann fängt das wohl doch schon früher an als ich dachte.

    Habe für mich beschlossen, dass ich das jetzt noch nicht möchte. Fühle mich nicht wohl damit. Töchterchen meldet zwar hin und wieder Interesse an, so richtig wichtig scheint es aber noch nicht zu sein. Wenn sie es dann dringend haben muss, würde ich vielleicht erstmal eine Freundin hier übernachten lassen, als umgekehrt. Es eilt ja alles nicht...

  • Mali : Was ist denn "zu früh"? Inwiefern zu früh?

    Hier haben die Kinder das ganz klar kommuniziert, wann sie wie bei wem schlafen wollen. Und dann haben sie das durchgezogen.

    Meine Vorbedingung war, dass sie schonmal zum Spielen da waren, das läuft hier aber eh oft ohne mich ab.

    Und Abholen war immer eine Option, ohne das Kind dabei zu beschämen. Musste ich aber nur einmal, als das Kind dann noch in der Nacht krank wurde.


    Was sind denn Deine Bedenken? Hast Du Angst, dass sie sich übefordert damit?

    Ich habe immer ganz klar gesagt, dass es kein Zeichen von Schwäche ist, dann zurückzuwollen. Sondern umgekehrt sehr mutig und genau richtig, der Freundin oder den Eltern dann zu sagen, dass man nach Hause möchte.


    Und mit der Müdigkeit: Äh, ja, klar gehen sie dann später ins Bett als sonst. Wo ist denn sonst das Abenteuer daran? Aber da haben in dem Alter doch echt noch die Eltern die Hand drüber, ob das so spät wird, dass sie dann am nächsten Tag unausstehlich sind oder nicht. Das ist hier nie passiert. Etwas überdreht, ja, aber nicht völlig übermüdet.

    Und das fand ich sehr schön für sie.

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  • Hier find das auch schon früh an und ging vom Sohn aus - so mit 4 Jahren wollte er unbedingt. Seitdem hat er unzählige Male bei seinen Freunden übernachtet und liebt es total.
    Wären mir die Familien irgendwie unsympathisch gewesen, hätten wir das nicht erlaubt - aber die ticken alle so auf unserer Wellenlänge und ich wäre mir sicher gewesen, dass ich angerufen werden wenn er Heimweh bekommen hätte.

    Zu dem Zeitpunkt hat er übrigens noch zu 100% im Familienbett geschlafen und auch sonst keine großartige Erfahrung im Übernachten bei Großeltern gehabt.

  • Was ist denn Deine Sorge?

    Ich meine solange sie so zufrieden ist, ist ja alles schick, aber ich hab hier 2 4jährige die das wirklich als Herzenswunsch haben und das ging echt schnell vom Gedanken "ich könnte das mal" bishin zu Herzenswunsch. Innerhalb nur weniger Wochen war es eben nicht mehr ok, das nur aufgrund von "irgendwie will ich das noch nicht" Gefühlen nicht zu erlauben, weil es wirklich ein Einschnitt in ihre tiefsten Wünsche gewesen wäre.


    Zur Frage wie lange ich die Eltern kenne: Egal. Hauptsache Sympathie und Wellenlänge istgegeben. DAs mache ich nciht an einer Zeitspanne fest, sondern an dem, was mein Bauch sagt. Und der sagt: "Bock dazu hab ich auch nicht...2 Kinder beherbergen finde ich anstrengend! Aber die Eltern sind toll und sie werden den Muk auch mal nehmen":.. und somit machen wirs eben.

    Irgendwie muss ich da eben aus meiner Komfortzone raus um den Kindern die gewünschte Eigenständigkeit zu ermöglichen.


    Ansonsten ist der Muk auch noch im Familien bett aber das ist nciht vergleichbar.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Ich möchte noch anmerken, dass es hier gerade die KiGa-Zeit war, wo Übernachtungen ein großes Thema waren. In der GS weniger, jetzt tatsächlich kaum noch. Das Bewusstsein für die eigene Privatsphäre ist VIIIIIIEL größer geworden.

  • Meine Tochter hat schon als Baby ab und an bei den Großeltern geschlafen, das war nie ein Problem.

    Andere Übernachtungen gingen sehr früh los, noch vor dem Kiga, also so mit 2 1/2, aber anfänglich nur bei der allerbesten Freundin, die auch sehr häufig hier übernachtet hat. Die Eltern kannten wir sehr gut.

    Im Laufe der Kiga-Zeit und dann auch noch in der Grundschule würde das mit den Übernachtungen immer mehr, meist auch mit mehreren Freund*innen, flachte dann wieder ab.


    Warum findest du es für dein KInd denn noch zu früh? Was befürchtest du?

    Wichtig war immer, dass es die Option gab, jederzeit abgeholt zu werden. Brauchten wir nie, aber Freundinnen wurden hier schon abgeholt oder wir haben sie mitten in der Nacht nach Hause gebracht.

  • Tochter war ca 4,5 als sie beim Besuch von Freunden meinte, sie wolle heute da übernachten. Kam irgendwie überraschend, aber sie ist dann geblieben und ich habe - unnötigerweise :) - mit Telefon neben dem Bett geschlafen. Die Freunde kennen wir schon ewig, der jüngste Sohn (von 4 Kindern) ist im Alter unserer Tochter.