Röntgen oder nicht Röntgen - auskenner hier?

  • Der Herr Winkle hatte letzte Woche eine beängstigende Geschichte erlebt.

    Er ist in der Stadt fast umgekippt. Er hat wohl gemerkt, dass was nicht stimmt, hat komische blitzbilder gesehen, auf dem Rücken hat er im Bereich der Brustwirbelsäule wohl schon ne Wochen länger ein Kribbeln.


    Er ist dann gleich zum Arzt, weil er dUrchblutungsstörungen vermutete (Schlaganfall, Diabetes, Bluthochdruck - alles in der Familie vertreten)

    Der Arzt maß Blutdruck und Puls, alles gut. Schmerzen hat Herr winkle nicht. Arzt ordnete ein MRT des Schädels an (Termin ist erst Mitte September) und Röntgenbild der Brustwirbelsäule.


    Herr winkle hat seit Februar mehr als 30 Kilo abgenommen, ist aber nach wie vor adipös. Der Arzt weiß davon.

    Es ist aktuell heiß hier, und der Gatte hat ordentlich zu tun, um ausreichend zu trinken.


    Jedenfalls war Herr winkle beim Radiologen, der aufgrund der verdachtsdiagnose ein Röntgenbild nicht machen wollte, die Aussage war, dass es nichts bringen würde.

    Herr winkle ging wieder zum Hausarzt der ihm nochmal zu einem anderen Radiologen schickte, auch dieser weigerte sich, mit der Aussage, Herr winkle sei zu jung (40 Jahre)


    Herr winkle ist genervt, die vielen arztbesuche kosten ihm Zeit (er ist selbstständig) und er will natürlich geklärt haben, was da ist, gleichzeitig hat er Angst, dass er wirklich irgendwo zusammenklappt.


    Ich vermute, dass ein Röntgenbild der Brustwirbelsäule hohe Strahlenbelastung mit sich bringt, und die Verhältnismäßigkeit in frage gestellt wird, von den Radiologen. So ging es mir vor einiger Zeit, als ich mir meine Rippen geprellt habe. Da würdeochwürde nicht geröntgt, obwohl ein Bruch nicht ganz ausgeschlossen werden konnte, das hätte nur ein Röntgenbild machen können, meine Ärztin fand das Strahlenrisiko im Vergleich zu maximal ein Haarriss zu hoch.


    Also ihr auskenner.

    Kein Röntgenbild, wegen der Strahlenbelastung?


    Was könnte Herr winkle mal noch den Arzt fragen, was getan werden könnte?


    BLutbild wurde gemacht - ich frage noch mal, ich glaube es war unauffällig.


    Was ist mit diabetestest, kann Herr winkle mal anregen, das zu machen? Immerhin hat er einige Risikofaktoren

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • Theoretisch könnte doch auch ein MRT der HWS/BWS mitgemacht werden? Ein EKG (am Besten Langzeit) wäre sicherlich auch nicht verkehrt. Die Gewichtsabnahme war aber "absichtlich herbeigeführt" oder?


    Generell finde ich es schon sehr merkwürdig, dass sich Radiologen weigern, eine verordnete Untersuchung zu machen...

  • Äh, wenn Verdacht auf Schlagabfall besteht ist das ein Notfall und gehört ins KH!!!

    Liebe Grüße
    Silke mit dem Großen 06/2006 und der Kleinen 06/2009

  • Nein,Schlaganfall ist nicht die verdachtsdiagnose.

    Verdacht ist Durchblutungsstörungen


    Gewichtsabnahme ist absichtlich herbeigeführt

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • Ich bin keine Ärztin, aber für mich wäre wohl hauptsächlich ausschlaggebend, was mit so einem Röntgenbild gefunden/ausgeschlossen werden soll, und wie die Behandlung dann ggf. aussehen würde.


    Das war mE bei deinem Rippenbruch der Grund, nicht zu röntgen: Selbst wenn eine Rippe gebrochen ist, wird ja nicht wirklich etwas gemacht, außer Schmerzmittel geben (mag bei stark verschobenen Rippen, Mehrfachbruch o.ä. anders sein).


    Welche Krankheit könnte denn hinter einem "Kribbeln" stecken? Hat der (Haus-)Arzt dazu was gesagt? Oder der Radiologe? Ist das Kribbeln sowas wie ein Taubheitsgefühl, und es geht um irgendwelche eingeklemmten Nerven? Bei so etwas gehe ich zum Osteopathen meines Vertrauens - Röntgenbilder oder auch Messungen von Leitfähigkeiten beim Neurologen bringen mir da wenig. Oder geht es um was ganz anderes?


    Herzinfarkt ist jenseits von Blutdruck und Puls abgeklärt worden?


    Ich drücke deinem Mann die Daumen, dass er herausfindet, was es ist, und dass es bald weggeht bzw. nicht wiederkommt.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Die Frage ist wirklich, was will der Arzt mit dem Röntgen ausschließen.


    Ich habe in einem anderen Zusammenhanfg schon das Röntgen Throrax verweigert, weil man die Vermutung damit in keinster Weise ausschließen konnte sondern nur durch ein Echo (Herzultraschall).


    Wenn da tatsächlich Gerinnungsstörung auf der Überweisung steht, kann ich den Radiologen nur zustimmen. Da gibt es effektivere und schonendere Verfahren.

  • auf der Überweisung steht neu aufgetretenEr Schwindel und Parathesien Körperstamm unklarer Genese, kreislaufparameter unauffällig keine Myalgien



    EKG wurde wohl nicht gemacht.

    Morgen ist der Gatte beim doc zum besprechen, der Radiologe hat ihm einen Brief geschrieben, warum er kein Röntgenbild anfertigen will

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • Ach, das ist ja schräg... Sowas habe ich noch nie gehört und kann es mir nur im Zusammenhang mit den Fallpauschalen erklären.

    Die Strahlenbelastung beim Knochenröntgen ist aus meiner Sicht nicht so hoch.

  • Radiologen dürfen und müssen für sich selber handeln, auch weil der Hausarzt in der Regel gar keine entsprechende aktuelle Fachkunde hat. Und selbst wenn er sie hätte, müsste dennoch der Radiologe die Verantwortung tragen, weil er röntgt.

    Der Hausarzt kann also eher ein Röntgenbild empfehlen, aber der Radiologe muss sich dann davon überzeugen, dass ein Röntgenbild auch wirklich gerechtfertigt ist. Würde dein Mann sich später beklagen, weil er einen Strahlenschaden erlitten hätte und würde das auf ein unnötiges Röntgenbild zurückführen, würde man den Radiologen verklagen, nicht aber den Hausarzt.


    So wie du die Sachlage hier schilderst, kommt mir ein Röntgenbild nicht sinnvoll vor. Entweder der Hausarzt will die großen Blutgefäße untersuchen, dann braucht man eine Computertomographie mit Kontrastmittel. Oder er will die Bandscheiben untersuchen, dann braucht es eher ein MRT.

    Wenn er nur die Wirbel sehen will (also z.B. einen Bruch dort vermutet) genügt ein Röntgen u.U. erstmal. Aber das steht da ja nicht auf der Überweisung.Der Radiologe wird für seinen Brief vermutlich kein Geld bekommen. Für das RöBild hätte er sicher was gekriegt.


    Mir tut es leid für deinen Mann, wenn er so unnötig durch die Gegend gejagt wird. Allerdings finde ich es richtig, wenn die Radiologen an der Stelle streng sind, auch wenn die Belastung nur gering ist. Es wird viel zu viel geröntgt. Daher sollte immer eindeutig sein, warum man das will. Und das wird aus der Überweisung eben nicht deutlich. Der Hausarzt hätte auch einfach mal mit dem Radiologen telefonieren können, anstatt es einfach mal woanders zu probieren.

    LG Miriam mit 2 Jungs (2004 und 2006)

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  • Ich würde ein EKG , evt Langzeit, anstreben.

    Ausserdem schauen, ob der Langzeitblutzuckerwert i.O. ist oder diesen Bestimmen lassen (HbA1).

    Damit hat man zwei schwerwiegende Gründe fast sicher abgeklärt.


    Bzgl. der Abnahme : die Gefahr bei starker /schneller Abnahme ist, dass die Muskeln mit abbauen. Das kann zu fehlhaltungen führen oder begünstigen.

    Hier muss auf ausreichend (!) Eiweiß geachtet und Muskelaufbau betrieben werden.

    Liebe Grüße
    Martina


    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

  • Gehört nicht in dem Falle auch immer eine MS ausgeschlossen? Halte ich für nicht sehr wahrscheinlich, aber hier wird das eigentlich immer gemacht nachdem die einschlägigen Werte angeschaut wurden (von meinen Vorschreiberinnen ja schon genannt).

  • Bzgl. Wirbelsäule würd ich zum Orthopäden gehen. Der kann auch röntgen. Find ich schon wichtig, könnte ein eingeklemmter Nerv sein der je lönger der Druck drauf besteht umso mehr dauerhaft geschädigt werden kann.


    Ausserdem würd ich EKG und Herz-Ultraschall sinnvoll finden (Internist).

    Jetzt konkret wegen dem Kribbeln um festzustellen ob es evtl. vom Herz kommt.


    Die Sache mit den Lichtblitzen könnte auch einfach Kreislauf durch Hitze und Flüssigkeitsmangel sein. So das nicht nochmal auftritt, keine weiteren Sachen auffällig Richtung Gehirn sind und sowohl Wirbelsäule als auch Herz ok sind würd ich mir da jetzt erstmal keine weiteren Sorgen machen.



    Diabetes soll er bei der nächsten Blutentnahme einfach drum bitten, dass der HbA1c mit abgenommen wird. Am Besten macht er (wenn seine Krankenkasse das zahlt, unsre machts, aber wohl nicht jede) gleich den Check-up-35 (alle zwei Jahre), da ist Zucker, Herz, Ultraschall von den Gefässen, Ekg usw. alles dabei


    Die Strahlenbelastung vom Bruströntgen ist zu vernachlässigen. Jeder Flug hat mehr Strahlenbelastung. Beim Schädel schaut das schon anders aus.

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.



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