• Ich glaube viele AfD Wähler informieren sich nicht wirklich richtig. Ich hatte mal einem Bekannten der AfD gewählt hat...der hatte keinen Plan. Auch als ich ihm Sachen aufgezeigt habe die unter der AfD für ihn blöd gewesen wären war er nicht einsichtig....

    Sich für das individuell wahrgenommene kleinste Übel zu entscheiden, ist sehr verbreitet und plausibel. Mir fiele auch keine Partei ein, in deren Programm sich keine politischen Ziele fänden, die ich nicht unterstütze. Speziell von AfD-WählerInnen zu vermuten, sie informierten sich zu wenig, finde ich seltsam. Es gibt sowohl sehr gut als auch sehr schlecht informierte WählerInnen in der Wählerschaft aller Parteien. Nicht wenige Menschen treffen Wahlentscheidungen aus dem Bauch heraus, wählen die Partei, die sie schon immer wählten, schließen sich ihrem sozialen Umfeld an usw.

  • Hallo,


    Na ja, wenn ich mich z.B. mit Leuten mit Kindern unterhalte, die im Gespräch eigentlich eine relativ vernünftige Sicht auf eine moderne Bildung vertreten und sich da ganz viel Veränderung wünschen und dann offen für eine Partei stehen, deren Bildungspolitik so ziemlich die grottigste und rückständigste ist, dann frage ich mich tatsächlich, wie man das zusammenbekomt.


    Zu glauben, daß man als Familie mit Kindern, als Eltern, denen eigentlich eine moderne Schulgestaltung wichtig scheint nun ausgerechnet die Thematik Bildung und Schule als "kleines und daher gut wählbares Übel" zu sehen würde mir schwer fallen, bleibt also nur die Vermutung "nicht wissen... "

  • ich bin sehr entsetzt.


    und langsam kriege ich es auch mit der angst zu tun. bis jetzt dachte ich halt, es sind ein paar zerquetschte, die


    a) dumm bis zum geistigen totalausfall sind (nur "uninformiert" erklärt derartiges selbst- und fremdschädigendes wahlverhalten nicht, da muss kognitiv wirklich NICHTS zu holen sein) oder


    b) böse gesellschaftliche schadkräfte mit extremem hasspotenzial gegenüber frauen, ausländischstämmigen menschen, homosexuellen etc.


    sein. beides eigentlich für eine gesunde gesellschaft bedrohlich, aber in geringem maß vielleicht in schach zu halten.



    aber DIESE dichte lässt mir das blut in den adern gefrieren. und es gibt irgendwie keinen aufschrei, kein raustreiben, nichts, auch das netz ist so verhalten und zuckt irgendwie mit den achseln. ich habe richtig weltuntergangsstimmung.

  • Ich vermute, es gibt keinen Aufschrei, da das Abschneiden der AfD nicht überraschend war, sondern zu erwarten.

  • Weil es niemand ernst nimmt.

    Würden wir davon ausgehen, dass all diese AFD Wähler Rassisten und rechtsradikal sind, gäbe es einen Aufschrei.

    Um das nicht wahrhaben zu wollen, ist es leichter, ihnen Uninformiertheit zu unterstellen.


    Mir macht das auch Angst.

    98, 00, 05, 06, 11, Enkelchen 2016 und

  • Die afd-Wähler die ich kenne sind alle gut gebildet und vor allen Dingen gut verdienend oder anders reich.

    Die möchten ihren Status erhalten (weil sie irrer Weise glauben, dass sie das so verdient haben) und sind gegen Sozialstaat und alle die ihnen was wegnehmen könnten.

    Das sind wohlüberlegte Wahlentscheidungen.

  • Genau das #crying

  • Die afd-Wähler die ich kenne sind alle gut gebildet und vor allen Dingen gut verdienend oder anders reich.

    Die möchten ihren Status erhalten (weil sie irrer Weise glauben, dass sie das so verdient haben) und sind gegen Sozialstaat und alle die ihnen was wegnehmen könnten.

    Das sind wohlüberlegte Wahlentscheidungen.

    Ich kenne nur einen bekennende AfD-Wähler.

    Jemand, dessen persönliche Situation komfortabel ist. Nicht so reich, dass er nicht mehr arbeiten muss.


    Dieser will im Prinzip eine Gesellschaft wie in den USA in den 50er Jahren. Er sieht sich davon über fordert, dass es heute in vielerlei Hinsicht kein "richtig und falsch" gibt, sondern verschiedene Lebensentwürfe. Menschen aus anderen Ländern machen diese Landschaft natürlich eher noch bunter als schwarz-weiß. Frustriert ist er aus nachvollziehbaren, persönlichen Gründen. Ursprünglich kommt er aus der FDP-Ecke und gebildet ist er auch.


    Ich glaube, dass das ein Typ AfD-Wähler ist, daneben gibt es sicher auch die, die es "denen da oben" mal richtig zeigen wollen, die mit der Angst um den Arbeitsplatz im Braunkohleabbau, die Strunzdoofen, die rechtsradikalen, die die immer schon mal auf jemanden rum trampeln wollten und und und...

  • Rassistische Ideen als das geringste Übel zu sehen, Schockiert mich! Und kein Mensch, der ein humanistisches Weltbild lebt, das geprägt ist, von Respekt, Toleranz und Akzeptanz allen Menschen gegenüber, nimmt Rassismus als Preis für Wohlstand in Kauf.


    Und das muss ernst genommen werden.


    Aber stimmen, die das aussprechen, was ich da geschrieben habe, werden genauso nicht ernstgenommen.

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • Das was FrauMahlzahn schreibt. Ich kenne zwei AfD Wähler. Beide gehören gewiss nicht zu den Abgehängten und uninformiert sind die auch nicht. Der eine ist sogar pensionierter Lehrer, hat früher am Gymnasium die Fächer Deutsch, Psychologie und Philosophie unterrichtet. Ja, eine Gesellschaft wie in den 50er Jahren in den USA. Das ist exakt das, was diese Typen sich wünschen.


    Allerdings lebe ich im Westen und die beschriebenen AfD Wähler sind Westdeutsche. Die sind nicht repräsentativ für Sachsen und Brandenburg. Aber solche Leute gibt es dort bestimmt auch.

    Liebe Grüße von Spinosa


    "Selbst der Kleinste vermag den Lauf des Schicksals zu verändern." (Galadriel in Der Herr der Ringe)

  • Man muss aber auch überlegen, was die Alternativen sind.

    SPD: Tolle Ideen vor der Wahl, die nach der Wahl wieder in der Schublade verschwinden oder bis zum Geht-nicht-mehr verwässert werden. Ansonsten eigentlich eine weitere CDU.

    FDP: Sozialstaat verweichlicht die Menschen.

    Grüne: Umweltschutz, aber vom restlichen Programm her mittlerweile recht nah an der CDU (Unterstützung von Kriegen, sozialpolitisch).

    Linke: Gute Ideen, aber einerseits in zwei Lager zerstritten, andererseits werden in einer Koalition auch schon mal Dinge zum Gesetz, bei denen man sich an den Kopf packt und an CDU denkt.

    CDU: Hat unser Land zu dem gemacht, wie es heute ist: ein in Arm und Reich getrenntes Land, in dem durch Lohndumping die Wirtschaft am laufen gehalten wird und damit gleich noch andere Länder in die Tiefe reißt. Jegliche Verbesserung für Geringverdiener wird als Zumutung für den Haushalt abgelehnt, während Steuern für Unternehmer gerne mal gesenkt werden sollen, damit 'die Wirtschaft weiter läuft'.


    Außenpolitik lasse ich mal außen vor, da ist die afd vielleicht auch noch attraktiv, wenn sie gegen die EU ist, die ja von vielen auch nicht geliebt wird, besonders seit sie sich in den neoliberalen Moloch verwandelt hat.

    In der Sozialpolitik jedenfalls sind die anderen großen Parteien nicht besonders einfallsreich. Die afd bietet immerhin den Deutschen durch ihre Bevorzugung das Gefühl, es könnte für sie gut bleiben. (Das ich das doof finde und deutlich zu kurz gedacht, muss ich wohl hoffentlich nicht dazuschreiben...) Überhaupt, gut bleiben, wer nicht an den Klimawandel glaubt, wird da auch keine neuen Steuern erfinden, die einfach nur noch mehr schröpfen, statt eine Lenkungswirkung zu entfalten ...


    Insgesamt finde ich, da müssten die Politiker ansetzen. Obwohl ich befürchte, dass das die das nicht verstehen wollen.


    Jetzt mag es in den Bundesländern leicht anders aussehen als im Bund, aber meist hängt es ja doch zusammen.

    Gruß,
    Chrisss *pling*


    Hier werden nur Zähne geputzt, keine Fenster ... #zaehne

  • Ich hoffe - aus der Aussensicht aus einem Land in dem eine rechte Partei schon seit Jahrzehnten mit hoher Beteiligung mitregiert (und gerade mal wieder mit einem Motiv aus dem Stürmer wirbt) - dass die anderen Parteien ihre Chance nutzen und mehr zusammen arbeiten, dass es den Bürger*innen besser geht.

    Wann ist die AfD augetaucht? Seitdem sage ich genau das.

    Was ist passiert?

    Nichts.

    Ich bin schockiert darüber, dass die anderen Parteien es nicht schaffen sich zusammen zu setzen und endlich mal ordentliche Politik zu machen.


    Die SPD hat die Antwort darauf bekommen, was der Wähler davon hält, wenn gesagt wird: Wir gehen nicht in die große Koalition. und sie dann doch lieber diesen Stillstand mitmachen.


    Mir tut es wirklich weh, was aus dieser Partei geworden ist.


    Aber ich finde es gut, dass es nicht mehr zwei große Parteien gibt, die abwechseln ihr Ding drehen.


    Die Landschaft wird bunter und die Politik damit hoffentlich auch.

    Nur brauchen da einige viel zu lange, um das zu akzeptieren und Kompromisse einzugehen und neue Koalitionen zu leben.


    Das alles stärkt die AfD immer mehr.

    Und deren Wähler sind nicht uninformiert, nicht dumm, nicht rechtsradikal, rassistisch usw. Sie sind überall unter uns.

    Und ja ich bin mir sicher, dass jeder von uns AfD-Wähler kennt und vielleicht auch reichlich schockiert wäre, wer so AfD wählt.

    Aber das ist doch genau das Problem.


    Ich verstehe die anderen Parteien einfach nicht.

  • @Leslie Und wieviele Menschen leben ein humanistisches Weltbild?

    Ich behaupte es sind nicht so viele wie man es sich wünscht. Hör mal den CSU-Granden zu, Teilen der CDU oder der FDP. Da fehlt mor ganz oft der Humanismus. Da gibt es das Recht des Stärkeren, das Mia San mia und im Zweifel den Rückgriff auf irgendein komisches jüdisch-christliches Erbe oder Leitkultur.


    Da ist dann der Weg zu "naja, das mit der Ausländerfeindlichkeit ist halt das übel, was ich eingehen muss" nicht mehr weit.

  • Sehr gute Zusammenfassung Pling !


    Uninformiert.... Ich habe zwei Kollegen, die offen darüber sprechen, dass sie AfD wählen. Im Gespräch kam heraus, dass sie selbstverständlich annehmen, ich würde das auch tun. Als ich verneinte wurde ich nach dem Grund gefragt und ich antwortete, dass mir deren Wahlprogramm in Bezug auf Frauen nicht passt. Sie waren erstaunt und gaben zu, dass sie das Wahlprogramm gar nicht kannten. Sie wählen AfD wegen der Flüchtlinge.

    Das IST uninformiert! Schlimmer finde ich allerdings, dass sie bis heute nicht bereit sind, diese Bildungslücke zu schließen.

    Und da bin ich dann ganz nah bei den drastischen Aussagen von patrick*star ...

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

  • Ich habe schon vor mehreren Wochen gewählt, weil ich gestern unterwegs war.

    Mich überrascht das Ergebnis nicht. Es spiegelt halt die Unzufriedenheit mit dem Postengeschacher und Küngeleien der "etablierten Parteien" wider (ich sage nur von der Leyen und Krampp-Karrenbauer zuletzt oder der "Kampf" um die SPD-Parteispitze). Sie machen sich unglaubwürdig im Anspruch thematisch das Beste für die Bürger zu wollen. Das überschattet leider oft die positiven Impulse.

    Und ja AfD-Wähler sind nicht unbedingt dumm und uninformiert. Die Stärke der AfD beruht auf der Schwäche der Anderen, nicht auf dem Parteiprogramm der AfD.Die AfD ist leider die Partei, die finanziell, medial und evtl. auch intellektuell die stärkste "Alternative" derzeit bietet und das wird von den Wählern angenommen.


    Nicht vergessen sollte man allerdings 34 % Nichtwähler und mehr als 70 % der Sachsen/Brandenburger, die NICHT AfD gewählt haben. Ich hasse es, wenn Sachsen/der Osten als rechts(radikal) dargestellt wird. Ein Großteil der Menschen hier wählt anders (oder leider gar nicht). Und ja, auch mir ist die Entscheidung nicht leicht gefallen, an welcher Stelle ich mein Kreuzchen machen soll. Der Wahl-o-Mat hat mir diesmal mit 66% maximaler Übereinstimmung auch deutlich gezeigt, dass es hier in Sachsen nicht "die Partei" gibt, die meine Überzeugungen umfassend vertritt. Es verwäscht immer mehr. Es ist wirklich schade, dass es keine demokratische "Alternative" schafft, sich in der Parteienlandschaft nachhaltig zu etablieren.


    Was mich allerdings schon schockiert hat, ist, dass die AfD die stärkste Wählerschaft unter den 30-50-jährigen hat. Also gerade in dem Altersbereich, wo Familie und Kinder im Mittelpunkt stehen sollten. Ich denke, da müssen die anderen Parteien ansetzen, für diese Altersgruppe überzeugende Konzepte zu bieten.


    Ein Beispiel, das ich mir vorstellen kann:

    In Sachsen gibt es "schon immer" also seit der Wende ein 2-gliedriges Schulsystem, in dem auch bis vor kurzem eine Bildungsempfehlung galt. Sachsen hat immer Bestnoten in den Bildungsmonitoren. Viele Bürgen (ich übrigens auch) sind froh darum, dass im Bildungssystem keine Experimente gemacht werden. Da ist es nicht unbedingt hilfreich, mit Änderungen im Bildungssystem Wahlkampf zu machen, wo erstmal viel dringendere Probleme, wie Personalnot im Bildungswesen bekämpft werden müssten.

    Die AfD hat damit geworben, die Bildungsempfehlung wieder einzuführen. Das finden viele Menschen gut, weil der Elternwille halt oft auch nicht unbedingt im Interesse des Kindes ist.

    Freda mit dem Jan-Feb-Mär-Trio (01/05 + 02/08 + 03/12) #love


    Ich kaufe und verkaufe im Rabenflohmarkt

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  • Rassistische Ideen als das geringste Übel zu sehen, Schockiert mich! Und kein Mensch, der ein humanistisches Weltbild lebt, das geprägt ist, von Respekt, Toleranz und Akzeptanz allen Menschen gegenüber, nimmt Rassismus als Preis für Wohlstand in Kauf.


    Und das muss ernst genommen werden.


    Aber stimmen, die das aussprechen, was ich da geschrieben habe, werden genauso nicht ernstgenommen.

    Ich fürchte, ein auf Respekt, Toleranz und Akzeptanz fußendes Weltbild ist weniger verbreitet als wir hoffen. Wenn ich daran denke, welche Ausmaße z. B. an Sexismus in Kauf genommen werden, um Männern Wohlstand und Bequemlichkeit zu ermöglichen, wird mir genauso übel wie bei Gedanken an den verbreiteten Rassismus.

  • Sehr gute Zusammenfassung Pling !


    Uninformiert.... Ich habe zwei Kollegen, die offen darüber sprechen, dass sie AfD wählen. Im Gespräch kam heraus, dass sie selbstverständlich annehmen, ich würde das auch tun. Als ich verneinte wurde ich nach dem Grund gefragt und ich antwortete, dass mir deren Wahlprogramm in Bezug auf Frauen nicht passt. Sie waren erstaunt und gaben zu, dass sie das Wahlprogramm gar nicht kannten. Sie wählen AfD wegen der Flüchtlinge.

    Das IST uninformiert! Schlimmer finde ich allerdings, dass sie bis heute nicht bereit sind, diese Bildungslücke zu schließen.

    Und da bin ich dann ganz nah bei den drastischen Aussagen von patrick*star ...

    Ich glaube die wenigsten Wähler kennen das komplette Wahlprogramm der von ihnen gewählten Partei.

    Ich zähle mich dazu. Ich wähle die Parteien, die ich wähle weil mir ein Großteil ihres Progamms zusagt. Bzw weil wie die Stimme für die Themen erheben, die mir wirklich wichtig sind.

    Das mag uninformiert sein, ich denke aber, so wählt der Durchschnitt.

    Die AFD wegen der Flüchtlinge zu wählen empfinde ich nicht primär als uninformiert sondern primär als rassistisch und menschenfeindlich.

    98, 00, 05, 06, 11, Enkelchen 2016 und

  • Ich fürchte, zu dieser Erkenntnis word die deutsche "Öffentlichkeit" noch kommen müssen.


    In der Schweiz ist die SVP ja schon jahrzehntelang stark - das hat den grossen Vorteil, dass wir hier schon sehr lange wissen, wieviele Menschen sich ein rechts-bürgerliches 50er Jahre-Idyll wünschen (und anderes...).

    Ich fürchte, in Deutschland war dieses Weltbild einfach zu lange in vermeintlich harmloseren Parteien versteckt - und die Wahlergebnisse jetzt ein bitterböses Erwachen...


    Es geht nicht nur darum, solche Parteien loszuwerden, sondern um die Frage, wie gehen wir mit diesem Teil der Bevölkerung (inkl. Sympathisanten rechne ich mit einem Viertel bis zu einem Drittel) um. Die WOLLEN kein offenes, tolerantes, gleichberechtigtes Land. Und sie sind, entgegen aller noch so grosser Beschwichtigungsversuche oft xenophob und meist auch homophob sowie sexistisch. Aber sie sind nunmal auch Teil unserer Länder...


    Ich wünsche der deutschen Politiklandschaft viel Glück mit dieser Herausforderung.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • kaonashi : eine Partei zu wählen, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft in unterschiedliche Klassen einteilt und dann tatsächlich zu glauben, beim Geschlecht stehe sie für Gleichwertigkeit nenne ich nicht uninformiert, sondern schlicht dumm... #angst


    Aber eben: ich halte den allergrössten Teil der AfD-Wähler nicht für fehlgeleitete Dummchen. Sondern für Menschen, die ihre Werte und Wünsche dort repräsentiert sehen und bewusst wählen.


    Eine unangenehme Entdeckung für Deutschland gerade, zugegeben. Aber leider die Realität, wie ich vermute.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Die AFD wegen der Flüchtlinge zu wählen empfinde ich nicht primär als uninformiert sondern primär als rassistisch und menschenfeindlich.

    Auch hierzu fällt mir ein Beispiel aus der Bildungspolitik ein:


    Die AfD hat in ihrem Wahlprogramm, dass Flüchtlingskinder in separaten Klassen unterrichtet werden sollen, keine Inklusion stattfinden sollte und Förderschulen gestärkt werden sollen.

    Ja, das ist wohl rassistisch und menschenfeindlich.

    Aber: So wie Inklusion bei uns im Moment gelebt wird, geht sie auf Kosten aller Kinder. Klassen mit 28 oder mehr Kindern, in denen mehrere kein Deutsch verstehen und nochmal eine handvoll verhaltensauffällige Kinder Stimmung macht, vor denen ein Lehrer steht, der mit dieser Situation völlig überfordert ist und nicht in der Lage, den Kindern die Grundlagen beizubringen, bzw. dazu gar keine Zeit hat, weil er sich um soziale Dinge kümmern muss, sind nicht selten. Die Eltern sind frustriert, wenn IHRE Kinder deswegen keine Chance haben, guten Unterricht zu bekommen. Nicht selten hört man da ja auch hier im Forum Klagen.

    Ja, da wünschen sich viele Eltern, dass die Klassen "aufgeräumt" werden, damit IHRE Kinder in Ruhe lernen können.

    Die "hohen" Ansprüche rühren u.a. auch daher, dass es hier durch den in der Vergangenheit eher kleinen Anteil ausländischer Schüler, das Problem viel weniger gab, als in den Bundesländern, die schon lange sehr durchmischte Klassen haben.


    Inklusion ist wichtig und richtig. Aber dazu braucht es Personal, viel mehr Personal. Kleinere Klassen, individualisierte Angebote, 2 Lehrkräfte in den Klassen, Schulbegleiter, Schulsozialarbeit ... Und solange es das nicht gibt, ist natürlich die AfD-Lösung einfacher umzusetzen.