ALG 2 in der Elternzeit bei bestehendem Arbeitsverhältnis

  • Ihr lieben Raben,


    ich hoffe auf Schwarmwissen, nachdem mich das allwissende Internet ratlos zurücklässt:


    Prinz Kalaf hat 6 Wochen vor Termin am 7.6. das Licht der Welt erblickt. Geplant war ursprünglich der Krippenstart mit einem Jahr (errechneter Termin war Ende Juli), in den ersten 4 Krippenmonaten nutzen mein Mann und ich den Partnerschaftsbonus (jeder max. 30 Stunden/Woche). Nun haben wir noch auf der Frühchenstation entschieden, dass ich den Kleinen so lange zuhause lasse, bis er auch „wirklich“ 1 Jahr alt ist, der Krippenstart wäre weiterhin zum 1.8.2020, Kind ist dann nur fast 14 Monate alt.


    Ich müsste demnach 2 Monate der Elternzeit von den Ersparnissen bestreiten, denn Basiselterngeldbezug endet schon am 6.6.2020, Partnerschaftsbonus beginnt erst am 7.8.2020. Nicht schön, weil nicht ganz billig, aber soweit okay.


    Nun meinte eine Arbeitskollegin, ich solle doch mal versuchen, ALG 2 für die beiden Monate zu beantragen, damit was zum Leben da ist. Es klingt für mich nicht ganz nachvollziehbar, wieso das gehen soll, mein Arbeitsverhältnis ruht ja nur, ausgesteuert bin ich auch nicht. #confused Der Mann geht weiterhin seinem Dienst nach, ist aber im 13. Lebensmonat von Prinz Kalaf auch in Elternzeit mit Elterngeldbezug. Weniger Geld ist also definitiv da.


    Langer Rede kurzer Sinn: Ich finde nirgendwo zu dieser Fragestellung eine Antwort. Es dürfte ja viele Frühcheneltern betreffen, ebenso diejenigen, die mit termingeborenem Kind länger unentgeltlich in Elternzeit bleiben wollen/müssen. Hat irgendwer davon schon mal gehört oder es gar genutzt?


    Lieben Gruß

    Libretto

  • Ja, lass dann auf jeden Fall euren Anspruch prüfen. Ich arbeite im JC in der Berechnung und aktuell sind wir durch ungeplante Umstände selbst im Leistungsbezug. ( Hier auch ein Frühchen und Elternzeit)


    Sollte kein Anspruch auf ALG II bestehen kannst du auch Wohngeld prüfen lassen.

    Man sieht nur mit dem Herzen gut. Die wesentlichen Dinge sind unsichtbar. #rose#love

  • Hallo,

    doch das geht, abhängig vom Familieneinkommen halt, und wenn kein ALG2, dann ggf Wohngeld.

    Man darf natürlich keine großen Ersparnisse haben.

    Ich habe auch vier Monate ALG bezogen, nach Elterngeld während Elternzeit.

    Gut, da ich durch Teilzeit Freiberuflichkeit was verdient habe, habe ich kein Geld bekommen, aber zumindest Kiga war kostenlos.

    LG Seda

  • Entschuldige wenn das eine doofe Frage ist, aber warum fangt ihr denn die Bonusmonate nicht direkt im Anschluss na das Basis Elterngeld an? Oder bringt das finanziell nichts?

  • Bina : Die Frage ist doch nicht doof, genau die ist der Kern des Problems. Dass wir die zwei Gratismonate brauchen, hängt damit zusammen, dass wir für die Bonusmonate beide gleichzeitig erwerbstätig sein müssen, jeder 25 bis 30 Wochenstunden. Und das geht ja nur mit Krippenplatz, den wir ja dann schon ab Juni 2020 haben müssten - wenn das Kind rechnerisch ein Jahr ist, aber von der Entwicklung her eben erst 10 Monate. Und das war eben das, was wir unserem Frühstarter „ersparen“ wollten. Der hat bis zum Krippenstart ein paar Baustellen abzuarbeiten.


    Sedativa und MiJo2010 : Danke für die Rückmeldung! Ich bin schlauer geworden und berichte vom Ausgang des Gesprächs mit den Ämtern.

  • Ah, ok. Wir haben die Bonusmonate genau genutzt, damit wir den Zwerg länger zu Hause lassen können. Also beide 25 Stunden gearbeitet, aber so aufgeteilt, dass immer jemand zu Hause war (konkret jeder drei Tage, davon einer überlappend - an dem Tag kam den halben Tag eine Babysitterin). Teile der Stunden würden im Home Office abgearbeitet (all das müssen Job und Arbeitgeber natürlich hergeben). Ich habe ja ein Januar Kind und das kam dann mit 1 3\4 in die Kita - Elterngeld haben wir durch Elterngeld plus und die Bonusmonate fast bis Kita start bekommen.


    Nochmal sorry wenn das für euch nicht passt und alles Gute:)