Kennt ihr die (heimischen) Giftpflanzen?

  • Knollenblätterpilze sollen sogar sehr lecker schmecken.

    ...Tollkirsche angeblich auch. Aber das sind wirklich Ausnahmen.


    Ich denke, dass ich mich recht gut auskenne. Meine Kinder kennen sich auch relativ gut mit Giftpflanzen aus und pflücken sich von essbaren Pflanzen auch gerne Blätter und Früchte im Freien ab.


    Ich habe ein dickes Lexikon der essbaren Wildpflanzen hier. Die allermeisten Sachen sind irgendwie essbar, aber nicht unbedingt lecker.


    Als wir hier einzogen, hatten wir - in einer Ecke - sogar einen blauen Eisenhut im Garten. Ich habe ihn als Anschauungsobjekt stehen gelassen. Die Kinder hatten einen Heidenrespekt davor und im nächsten Jahr kam er nicht mehr.


    Fingerhut habe ich aber selber angesiedelt - den finde ich einfach zu schön!

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  • Belladonna IST lecker und man kann irre Sachen damit anstellen, auch mit Fingerhut. Die Dosis macht das Gift und manches kann giftig sein UND ein Heilkraut.

  • Möwe die Frucht der Eibe ist nicht giftig, sondern sehr sehr süß, der Kern ist giftig und sehr eklig, aber da die Frucht so glitschig ist, rutscht der natürlich schnell versehentlich mit runter, nix für Kleine.

  • Der Kern in dener Eibenfrüchten ist auch nur giftig wenn er zerkaut wird. Darauf verlassen würde ich mich aber nicht ;)

    Aus den Früchten kann man wohier auch gut Marmelade machen.

    DAnke dass die Zaunrübe erwähnt wurde. Die wuchert auch bei uns im Garten.

    "Mit einer Kindheit voller Liebe kann man ein halbes Leben hindurch die kalte Welt aushalten." Jean Paul


    Töchterchen (2006) und Klein-Töchterchen (2011)




  • Das mit den Eibenfrüchten finde ich echt interessant, das wusste ich gar nicht, dass die nicht komplett giftig sind. Wenn ich nochmal bei meiner Mutter bin, muss ich glatt mal eine probieren.

    Was mir noch einfällt, ist, dass ich mit meinen Eltern früher öfter im Wald Pilze sammeln war. Dabei kenne ich jetz tnicht sehr viele Pilze, aber Wiesenchampignons kann ich gut unterscheiden. (Die wuchsen mit Vorliebe genau in Kuhfladen, oder aber die Kühe haben die Fladen mit Vorliebe genau auf die Champignons fallen lassen.)

  • Wiesenchampignons kann ich gut unterscheiden

    Auch von giftigen Champignons? (ich hatte gerade einen Vergiftungsfall von einem Ehepaar, das auch gut Champignons erkannt hat - das reicht, um tödliche Verwechslungen zu vermeiden, bewahrt einen aber im Zweifelsfall nicht vor Brechdurchfall...)

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Huch, ich wusste überhaupt nicht, dass es au h giftige Champignons gibt, ohweia. Also die normalen Wiesenchampignons habe ich immer daran erkannt, dass die Lamellen je nach Grösse und Öffnungsstadium hellrosabraun bis kräftig braun sind und der Pilz auch je nach Alter deutlich anisartig gerochen hat. Sind giftige Champignons genauso, oder noch anders?

  • Hier gab es erst gestern wiesenchampignons. Die wachsen sogar bei uns auf der Wiese.

    Meinen Kindern habe ich auch beigebracht erst fragen dann essen.

    Hier wächst das Schöllkraut, da komme ich kaum hinterher das zu entfernen, ist ja auch für unsere Schafe giftig.


    Der Doppelgänger vom Champignon riecht nach Anis, wenn ich da nix verwechsle. Mein Mann kennt sich besser aus.

    Edit: okay, wiesenchampignon riecht nach anis

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  • Eva , Anisgeruch ist gut :). Der Karbolegerling riecht nach Karbol/Krankenhaus, was aber nicht jeder wahrnimmt. Meine SchwieMu findet, der riecht lecker nach Pilz, selbst wenn er so schlimm stinkt, dass ich ihn rausstellen muss. Auch T, der sonst eine sehr sensible Nase hat, nimmt den Geruch nicht wahr. Aber wenn du Anis riechst, und es ein Champignon ist (rosafarbene bzw. braune Lamellen, Ring usw.), dann ist es auch kein giftiger Champignon. Ein weiteres Merkmal ist die Knolle (also das untere Stielende). Wenn man dort kratzt/anschneidet, und es sich gelb färbt, hat man einen der giftigen Champignons. Am Hut, Stielaußenseite usw. gelb färben tun viele, sowohl essbare als auch giftige.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Ich glaube, ich muss demnächst mal wieder schauen, ob ich heutzutage nochmal den ein oder anderen Champignon ausserhalb des Supermarktes finden kann, das ist wirklich spannend. Das mit der gelben Verfärbung wusste ich auch noch nicht. Karbolgeruch würde ich wohl wahrnehmen, denke ich, ich habe eine relativ empfindliche Nase.


    Der Anisgeruch von Champignons hat bei mir nebenbei dazu geführt, dass ich in der Weihnachtszeit keine Anisplätzchen essen kann, gar nicht, weil ich Anis nicht mag, aber der Geruch ist in meinem Gehirn seit meiner Kinderzeit fest mit der Vorstellung von einem herzhaften Pilzgericht mit Ei, Kräutern, Speck etc. verdrahtet. Anis als Süssigkeit fühlt sich für mich seitdem total befremdlich an, wie die Kombination "Schokolade mit Senf" oder Bratwurst mit Schokosauce.

    Liebe Grüsse, Eva