Beobachtungen im Universum - Wie stelle ich mir das bezüglich der Zeitpunkte vor?

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  • https://www.tagesschau.de/ausland/milchstrasse-loch-101.html


    Im oben verlinkten Text wird davon gesprochen, dass 2014 ein Objekt dem Schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße sehr nahe gekommen sei. Bedeutet das, dass das OBjekt tatsächlich in 2014 dem Schwarzen Loch nahegekommen ist, oder bedeutet das, dass man 2014 beobachtet hat, wie vor rund 26.000 Lichtjahren (Wieviele Erdenjahre sind das eigentlich?) das Objekt dem Schwarzen Loch nahegekommen ist (bzw. dass es 2014 rund 26.000 Lichtjahre her war, dass das Objekt dem Schwarzen Loch nahegekommen ist)?

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


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    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.


  • Ein Lichtjahr ist ein Erdenjahr. "Lichtjahr" ist eine Bezeichnung für eine Entfernung. Etwas, das mit Lichtgeschwindigkeit reist, bewegt sich in einem Jahr ein Lichtjahr weit.


    Die Ereignisse, von denen im Artikel berichtet wird, haben vor 26.000 Jahren stattgefunden. Man hat sie aber erst jetzt gesehen.

  • Nigiri #stirnStimmt. Jetzt hab ich's wieder. Ich hatte den totalen Knoten im Kopf. Danke. 9,5 Bio km im Jahr.


    Und wie ist das jetzt mit der Bezeichnung der Zeitpunkte?

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  • Genau, Lichtjahr ist keine Zeit- sondern eine entfernungseinheit. Ich bin leider kein Physik-Profi, aber ich denke all diese Beobachtungen von weit entfernten Galaxien liegen weit in der Vergangenheit. Wir können nur in die Vergangenheit schauen, da das Licht eben eine gewisse Zeit braucht um bei uns zu sein. Selbst das Sonnenlicht ist bereits 8 Minuten alt, wenn es auf unsere Erde trifft. Ich finde das total faszinierend, dass wir Sterne beobachten können, die es schon lange nicht mehr gibt.


    Edit: hab deine Antwort erst jetzt gesehen. Ich denke man hat beobachtet, dass vor 26.000 Jahren ein Objekt dem schwarzen Loch näher kam. Das Licht von 2014 müsste ja noch unterwegs zu uns sein.0

    mit der Großen (06/2012), der Mittleren (10/2014) und der Kleinen (09/2018) #herz

    Einmal editiert, zuletzt von Karantez ()

  • Hm. Schade, dass das nicht deutlich gemacht wird. Wenn da steht:


    Zitat


    Es [das Objekt] kam 2014 dem Schwarzen Loch nahe und könnte dabei seine äußere Hülle verloren haben, argumentieren die Astronomen.

    wundere ich mich nämlich, woher die das wissen. Oder ich frage mich, ob das eine Prognose ist aus den Daten. Oder sowas. Also als wir hier 2014 hätte, müsste das und das passiert sein, zu sehen in der nächsten Folgen in 26.000 Jahren.


    Oder wirft die Frage auf, ob die Zeit so an das, was "ich sehe" geknüpft ist, dass "jetzt" von dem bestimmt wird, was ich zu diesem Zeitpunkt mit den Augen wahrnehme.

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    Einmal editiert, zuletzt von Fiawin ()

  • Kann auch eine Vereinfachung sein, um es für Laien spannender zu machen. "2014 kam es nahe, 2018 ist es ins schwarze Loch gefallen " klingt relevanter, als "vor 26.005 Jahren kam es in die Nähe des schwarzen Lochs und vor 26.001 Jahren ist es rein gefallen". Da denkt man "was interessiert mich, was vor vielen tausend Jahren war".

  • Hmpf. Ja, möglich.#freu

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  • Wenn ich mich nicht irre, müsste huehnchen69 auch was dazu wissen!

    Das stimmt. Aber ihr habt doch alles schon bestens geklärt :). Oder ist noch was offen?

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Oder ist noch was offen?

    Nur das Schwarze Loch. Das mir da niemand reinfällt.#finger Sonst sind wir 26.000 Jahre am Rumsuchen.

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  • Ich finde dasmegaspannend, also die Tatsache, dass wir das Universum niemals im "jetzt" beobachten können. Noch viel spannender ist ja die Tatsache, dass die Zeiträume, von denen wir hier auf der Erde reden, im Universum verschwindenD klein sind

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • Oder ist noch was offen?

    Nur das Schwarze Loch. Das mir da niemand reinfällt.#finger Sonst sind wir 26.000 Jahre am Rumsuchen.

    nicht lachen - die Angst vor schwarzen Löchern war wohl der Beginn meiner Studienmotivation.

    Ich fand das als kleines Kind schon recht suspekt, dass man die nicht sieht, aber sie alles einsaugen, was in ihre Nähe kommt.


    Die einen hatten Angst vor dem schwarzen Mann, ich eher vor schwarzen Löchern.

  • Leslie Winkle nicht nur das Universum. Auch wenn im Alltag, wenn es auch meist nicht auffällt.

    In den bergen erlebt man schön, dass schall langsamer ist als Licht. Du siehst weit entfernt einen Fels fallen, kurz danach hörst du das rumpeln. Bei jedem Gewitter, ...

  • nicht lachen - die Angst vor schwarzen Löchern war wohl der Beginn meiner Studienmotivation.

    Ich fand das als kleines Kind schon recht suspekt, dass man die nicht sieht, aber sie alles einsaugen, was in ihre Nähe kommt.


    Die einen hatten Angst vor dem schwarzen Mann, ich eher vor schwarzen Löchern.

    Das ist ja eine geniale Motivation :D Du bist ja ne coole Socke. Hast Du dann Physik studiert?

  • regenbogenstraße Das find ich ja genial :) Ich find das echt spannend wenn Physiker nicht einen der Standardwege zum Fach gefunden haben. (Zum Beispiel kenne ich einen, der aus einer Künstler/Schauspielerfamilie kommt die in der Anti-AKW Bewegung sehr aktiv waren und er wollte das dann einfach besser verstehen. Fand ich total cool.)


    Ich kann mich schon auch daran erinnern, dass mir Schwarze Löcher Angst gemacht hat. Und ich finde Science Fiction Serien/Filme helfen ja auch nicht wirklich das ganze in Perspektive zu rücken. Wenn ich fragen darf, hast Du dann auch Astrophysik oder Allg. Relativitätstheorie gemacht? Oder haben Dich dann doch andere Themen mehr interessiert?