• Diese ganzen Grabenkämpfe lenken ab vom Wesentlichen:


    Wir haben einen von den Menschen induzierten Klimawandel, der die Ökosysteme schädigt, der schnell starke Veränderungen herbeiführt mit den ganzen Folgen usw.


    Wir haben JETZT noch die Möglichkeit, das ein wenig, aber im Ergebnis durchaus signifikant, einzuschränken.


    Aber das passiert nicht.


    Stattdessen streitet man über ein Mädchen, dass dem Thema Öffentlichkeit gibt, über seinen Rhetorik und über "Schwänzen oder Streiken".


    Nebenbei wandelt sich das Klima so vor sich hin und nichts passiert.

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

  • Wie müsste denn eine Rede sein, die dich zutiefst berührt und verändert - und zwar dauerhaft?

    Ich glaub das gäbs garnicht... was mich berührt und verändert sind Texte mit Fakten und Links die ich nachverfolgen und verstehen kann (so a la Klimalounge von Stefan Ramstorf).

    Aufgrund meiner Einstellung zum Leben sehe ich keinen Grund, mich meines Alters entsprechend zu verhalten!

  • Und es wird doch offen gesagt das Straftaten durchaus eine Option sind?

    Verlinke doch mal bitte, wo Greta oder irgendein FFF-Aktivist offen zu Straftaten aufruft.

    Die Straftaten, zu denen Extinction Rebellion aufruft, sind ausdrücklich keine Gewalttaten.

    (Jedenfalls keine, die nach dem gesunden Menschenverstand als Gewalttaten bezeichnet werden würden.)


    Was eine Straftat ist und was nicht, wird ja von Menschen festgelegt.


    Es ist in Deutschland keine Straftat, mit einem Zweieinhalb-Tonnen-Auto mit 160 Stundenkilometer über die Autobahn zu rasen - und selbst wenn dabei was passiert, ist die Masse des Autos dabei nicht strafverschärfend.

    Es ist keine Straftat, den Hambacher Forst zu roden und die Braunkohle darunter zu verheizen, obwohl wir alle wissen, dass wir die fossilen Energieträger im Boden lassen sollten, und zwar jetzt.

    Es ist keine Straftat, eine Internetseite zu betreiben, die die Leute vor „Infraschall“ durch Windkraftanlagen „warnt“.


    Aber es ist natürlich eine Straftat, sich vor einen SUV zu setzen und diesen am Weiterfahren zu hindern.


    Ich finde das Konzept von Extiction Rebellion durchaus ziemlich überzeugend. Das ist aber ein anderes Thema.

    Im Übrigen müssen wir die fossilen Energieträger im Boden lassen.



    Xenia mit Te (Herbst 04) und Ka (Herbst 07) und Ha (Feb 12)

  • Tisi


    Ich denke, so viel Zeit hatte Greta Thunberg auch nicht, und die Fakten liegen doch mittlerweile auf dem Tisch und scheinen nicht ausreichend zu berühren.


    Da darf man auch mal emotional sein. Eigentlich hat sie ja nur gesagt, dass die jetzige Generation, die Einfluss hat, nichts tut, obwohl sie es weiß, dass sie nichts tut. Und dass sie das schlimm findet. Und ich finde, DAS muss auch mal ausgesprochen werden. Dass es SCHLIMM ist, was wir mit der Welt unserer Kinder und Kinderskinder usw. machen.


    Und DA sitzen halt die Menschen, die mehr machen können als ich in meiner kleinen Wohnung in der Großstadt. Obwohl ich mich echt bemühe, aber ich habe den Eindruck, die, die was machen könnten, bemühen sich nicht so, wie sie es könnten, wenn sie wollten. Sie tun sich nicht zusammen.

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

  • Extinction Rebellion ruft zu zivilem Ungehorsam auf, nicht FfF. Wobei der zivile Ungehorsam dann eben auch eine Straftat sein kann.

    Es ist zwar OT aber: Schule schwänzen ist auch schon ziviler Ungehorsam, dazu ruft FfF ja durchaus auf.

    Das stimmt, ist bei mir nur nicht als Straftat verankert.

    Sicher könnte man im Wiederholungsfall eine draus machen.

    ER ruft ja zu Blockaden etc. auf, die wirklich unangenehme Folgen haben können.

    Da muss jeder abwägen.

    Und ich finde das dennoch nicht uninterressant.

  • Also bevor ich hier noch weniger verstanden werde:


    XR und FfF basieren beide auf zivilem Ungehorsam. Erste ruft mit mehr und verschiedenen Aktionen dazu auf, letztere nur damit, Freitags die Schule zu schwänzen (die Aufforderung steht übrigens bereits im Namen). Wenn es bei FfF nicht um den zivilen Ungehorsam ginge, dann könnte man auch samstags oder Sonntags oder am Freitagabend demonstrieren. Dadurch, dass die Schüler aber fehlen bekommt das ganze nochmal mehr Gewicht, man demonstriert nicht nur mit seiner An- sondern auch mit seiner Abwesenheit.


    Und das Freitags nicht Leselernbeispiel habe ich nur genannt, weil der Krankenwagen, der nicht durch kommt, immer genannt wird, wenn es um Strassenblockaden geht und ich diese Argumentation genauso schwierig finde. Aber ich merke schon, ich drücke mich mal wieder zu kompliziert aus.


    Und ich finde je nach Ziel zivilen Ungehorsam (und ja auch das mit den SuV) ein sehr probates Mittel, solange dabei niemand zu Schaden kommt.

  • Und: ich finde, Greta hat alles Recht der Welt, von WE zu sprechen. Millionen Menschen in D und weltweit stehen hinter ihr.


    Tja, und wer YOU ist, ist ja auch mal klar.

  • Mata non grata Jo, ich wusste doch, dass ich irgendwie auf dem Schlauch stehe.#freu


    Allerdings ruft FfF meines Wissens nicht dazu auf, die Schule zu schwänzen.

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


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  • Mata non grata

    Ich bin echt schlecht im Sarkasmus rauslesen, sorry.

    Aus dem tieferen Sinn des Labenz:


    Eisenzicken, die (Pl.)

    Die hartgekochten, widerwärtigen Stücke, die man vom Geschirr kratzen muss, nachdem man es aus der Spülmaschine gezogen hat.

  • Hallo,


    Wie müsste denn eine Rede sein, die dich zutiefst berührt und verändert - und zwar dauerhaft?

    Ich glaub das gäbs garnicht... was mich berührt und verändert sind Texte mit Fakten und Links die ich nachverfolgen und verstehen kann (so a la Klimalounge von Stefan Ramstorf).


    Hm, aber die Fakten sind ja da, zum Teil seit mehreren jahrzehnten (Die Sache mit dem Kraftstoffverbrauch im Verhältnis zur Geschwindigkeit hab ich z.B. schon als Kind gelernt, allerdings damals mehr in Bezug auf die Kosten, und nur am Rande auf die Umwelt bezogen). Die werden nicht anders, wenn man sie emotionslos wiederholt.


    Und bisher scheinen sie bei vielen eben nicht besonders viel bewirkt zu haben. Ich kann verstehen, daß man dann irgendwann auch emotionaler wird...

  • Amen

  • Mata non grata Jo, ich wusste doch, dass ich irgendwie auf dem Schlauch stehe.#freu


    Allerdings ruft FfF meines Wissens nicht dazu auf, die Schule zu schwänzen.

    Das bleibt ja am Freitagvormittag leider nicht aus.

    Wobei am letzten Freitag etliche Demos erst spät starteten, so dass kein oder kaum Schulstoff verpasst werden musste.

  • Mir geht das hier im Moment zu schnell (Erkältungsrückschlag lässt grüßen), deshalb bin ich erst mal raus.


    Aber ich freu mich riesig über viele kluge und inspirierende Beiträge. Und auch über den Einblick in andere Sichtweisen.

  • Ich weiß nicht, ob sie das mit Worten irgendwo tun aber die Demos richten sich an Schüler und finden bewusst zu Unterrichtszeiten statt, also ja ich empfinde das deutlich als Aufruf.


    Oder geht es jetzt um das Wort schwänzen? Aber eigentlich auch egal.


    Edit: Maja. war schneller.

  • Ja, es geht um das Wort Schwänzen. Und das ist nicht egal. Es ist ein Streik. Schwänzen ist was anderes. Ich finde das in diesem Zusammenhang enorm wichtig. Aus diversen Gründen. Ich bin müde, mag das jetzt nicht aufdröseln, aber in den entsprechenden Threads hier im Forum gibt es genug dazu. Oder andere mögen es vielleicht noch mal aufdröseln, wenn sie wollen.

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

  • Ich hab eben noch mal nachgedacht, was Greta Thunbergs Rede, also ihre Anwesenheit da überhaupt für eine Funktion hatte. Ich glaube, es tritt ein bisschen in den Hintergrund, was und wie sie es gesagt hat, wenn man bedenkt, WO sie es gesagt hat. Vielleicht ist die Tatsache, dass sie und andere dort gewesen sind, allein schon ausreichend genug, ein Symbol sozusagen. Sie war ja nicht geladen als Referentin in Sachen Klimawandel.

    Sie hat das Thema, zusammen mit anderen, weit getragen.

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


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  • Eigentlich widerspricht Greta Thunberg in ihrer Rede ja ihrer Ikonisierung und legt die Verantwortung dahin, wo sie gehört.

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