Das Kinderzimmer ist unbeliebt

  • Ihr Lieben,


    Ich brauche mal Hilfe beim Denken..


    Meine Bohne hat ein eigenes Zimmer. Anfangs mit Hochbett, das sie nach 8 Monaten nicht mehr wollte. Auf eigenen Wunsch hat sie ein anderes Bett bekommen, weigert sich aber, darin zu schlafen.


    Sie hat ständig so ein Chaos und so eine Unordnung in ihrem Zimmer, dass sie neuerdings nicht nur nicht mehr dort schlafen, sondern sich überhaupt nicht mehr in ihrem Zimmer aufhalten will.


    Ich Räume es ihr regelmäßig gründlich auf, obwohl sie komplett verweigert, mir zu helfen. Mir fällt das aufräumen körperlich wahnsinnig schwer, ich brauche meist 3 bis 4 Stunden und habe dabei starke Schmerzen.


    Nach dem Aufräumen dauert es höchstens 2 Tage, bis das Zimmer wieder genauso schlimm aussieht.

    Dabei hat sie schon nur noch sehr wenig Spielzeug. Eigentlich nur ihre Puppen mit Zubehör, 2 oder 3 Barbies, Stofftiere... Das wars eigentlich schon.


    Sie besitzt viele Bastel Sachen, und dadurch ist immer alles voll mit Glitzer, Sternen, Perlen, Loom ändern, Papier, Farben usw.


    Ich habe schon mehrfach mit ihr den Schreibtisch aufgeräumt, habe ihr einen Rollcontainer mit Schubladen gekauft und den mit ihr eingeräumt... Sie nutzt nichts davon. Alles landet auf dem Boden. Und dann will sie nicht mehr rein ist das Zimmer, weil sie sich nicht wohl fühlt.


    Ich brauche unbedingt Ideen, wie ich ihr Zimmer für sie schöner machen kann, wie ich Ordnung reinbekomme und wie ich sie dazu kriege, nicht alles auf Boden und Bett zu verteilen.


    Könnt ihr mir helfen????

  • Mir fällt da nur ein: jeden Abend aufräumen.

    Dann ist es nicht so viel auf einmal und das Kind gewöhnt sich an ein aufgeräumtes Zimmer als Standard.


    Bei meiner Tochter ist es nur mit dem Schreibtisch so: wenn der voll ist mit Zeug, dann bastelt und malt sie halt einfach am Esstisch. Wenn ich sie da wegschicke, weil den auch noch andere Familienmitglieder brauchen, dann malt und bastelt sie halt einfach nicht mehr. Seit der Schreibtisch jeden Abend aufgeräumt wird sitzt sie wieder jeden Tag dran und werkelt.

  • Und dann würde ich mir noch grundsätzlich anschauen ob es bei euch vielleicht auch daran liegen kann, dass sie gar kein eigenes Zimmer haben möchte/braucht. Sie ist ja auch noch jung.

  • Die Bastelsachen zentral bei dir oder im Wohnzimmer lagern und nur noch auf Nachfrage einen Teil davon aushändigen? Danach aufräumen, zB weil der Esstisch sonst nicht benutzt werden kann?

  • Jeden Abend aufräumen, mit dir zusammen. Als festes Ritual. Es kann ja nicht sein, dass sie das Zimmer verwüstet und du dann unter Schmerzen stundenlang aufräumst, damit das Spiel von vorne losgeht.

  • Könnte es vielleicht helfen, mit ihr das Aufräumen zu üben bzw sie dabei zu begleiten? Ich (Adhs) hatte als Kind ständig Ärger wegen meines Zimmers, war aber vom Aufräumen einfach überfordert. Ich brauche für größere Haushaltsprojekte, aber teilweise auch ganz einfache Sachen, bis heute detaillierte Checklisten, damit ich nicht zwischendurch frustriert aufgebe oder mich einfach völlig verzettele.

    Und das ritualisierte Aufräumen, das von den Vorschreiberinnen kam, kann ich auch definitiv empfehlen :)

  • Ja, jeden Abend als Ritual aufräumen war auch meine Idee. Aber sie verweigert. Sagt, sie macht es nicht und basta. Auch nicht mit mir zusammen, auch nicht spielerisch. Also entweder mache ich es jeden Abend alleine für sie oder es passiert gar nicht.


    Aber ehrlich gesagt ist mir das einfach zuviel. Das auch noch jeden Abend zu machen. Danach muss ich sie ja neuerdings wieder einschlafbegleitet. Nachdem sie 8 Monate völlig ohne Probleme alleine in ihrem Zimmer in ihrem Bett geschlafen hat....


    Am Esstisch basteln geht nicht. Zum einen, weil wir nur den einen Tisch haben und den natürlich alle nutzen. Zum anderen, weil der Tisch im Wohnzimmer steht. Meine Freundin möchte nicht, dass sich die ganzen Bastel Sachen auch noch im Wohnzimmer verteilen.

    Und sie möchte auch nach der Arbeit ihre Ruhe haben und auch mal Fernsehen, ohne dass die Bohne dabei ist.


    Oft lasse ich die Bohne auch oben in unserem Schlafzimmer basteln (an meinem Schreibtisch), aber dann sieht es da nach spätestens 2 Tagen genauso aus wie in ihrem Zimmer. Und das will ich auch nicht.

  • Zu viel oder nicht, an deiner Stelle würde ich abends den Schreibtisch aufräumen. Ohne Vorwürfe warum keiner hilft - einfach so.


    Denn du möchtest dass sie in ihrem Zimmer bleibt. Wenn mir das so wichtig wäre, würde ich alles tun, dass sie auch gerne dort bleibt.


    Ich finde das Verhalten übrigens völlig normal für das Alter.

  • Ich würde unter den Bedingungen die Bastelsachen einkassieren#angst


    Und nur in Teilen rausrücken, bis das mit dem (zusammen) aufräumen klappt.


    Hab ich mit den blöden pokemon\fussball\nexo Knights Sammelkarten so gemacht unter Androhung auf Entsorgung weil es mich soo genervt hat. Alles in eine Tüte und raus aus dem Zimmer.


    Und jetzt die Tupperdosen#tuppern

  • Zu viel oder nicht, an deiner Stelle würde ich abends den Schreibtisch aufräumen. Ohne Vorwürfe warum keiner hilft - einfach so.


    Denn du möchtest dass sie in ihrem Zimmer bleibt. Wenn mir das so wichtig wäre, würde ich alles tun, dass sie auch gerne dort bleibt.


    Ich finde das Verhalten übrigens völlig normal für das Alter.

    Okay, also auch, wenn die Bohne sich weigert zu helfen?


    Meine Freundin ist der Meinung, sie sei alt genug, das jeden Abend selber zu machen. Oder dass ich sie zumindest zwingen soll, mitzuhelfen. Damit sie es lernt. Aber wie soll ich das machen?



    Bei meiner Großen ist auch Chaos, aber alle paar Monate kriegt sie einen Rappel und räumt auf.


    Der Mittlere hat eigentlich nie wirklich Unordnung, höchstens mal leere Flaschen, Bonbonpapierchen und Klamotten. Wenn er aufräumt, braucht er höchstens 5 Minuten....



    Meine Freundin ist mittlerweile von Bohne Chaos und der Tatsache, dass sie nicht mehr in ihr Zimmer will, so genervt, dass sie ihr gedroht hat, ihr das Zimmer leer zu räumen, damit sie keine Unordnung mehr machen kann. Aber das will ich nicht.


    Ich würde ihr halt gerne ein Zimmer machen, indem sie sich wohlfühlt.

  • Ja, ich würde das auch machen wenn sie sich weigert zu helfen.

    Für mich hört sich das so an, als wolle Dein Kind sich eigentlich lieber bei euch aufhalten als alleine bei sich im eigenen Zimmer. Warum sollte sie dann bei sich aufräumen?


    Die Strategie deiner Freundin wird dazu führen, dass Dein Kind sich gar nicht mehr in ihrem Zimmer aufhalten möchte.

  • Ja, ich würde das auch machen wenn sie sich weigert zu helfen.

    Für mich hört sich das so an, als wolle Dein Kind sich eigentlich lieber bei euch aufhalten als alleine bei sich im eigenen Zimmer. Warum sollte sie dann bei sich aufräumen?


    Die Strategie deiner Freundin wird dazu führen, dass Dein Kind sich gar nicht mehr in ihrem Zimmer aufhalten möchte.

    Naja, eigentlich ist sie oft und gerne in ihrem Zimmer (gewesen). Gerade nach der Schule zieht sie sich am liebsten in ihr Zimmer zurück und bastelt stundenlang. Auch unabhängig davon, dass sie seit Wochen wieder bei uns schlafen will.

  • Kannst du deinen Schreibtisch in ihr Zimmer stellen und ihr haltet euch dort gemeinsam auf? Dann hat deine Freundin Ruhe in der Zeit und die Bohne ist in deiner Nähe.

    Ich bin zur Zeit sehr selten an meinem Schreibtisch. Eigentlich nur, wenn ich bewusst etwas mit ihr basteln oder malen gehe. Alleine bin ich zur Zeit eher unkreativ und spiele mehr Ukulele oder lese.

    Und wenn ich oben bin, darf sie immer mit mir hoch. Sie soll nur nicht unser Schlafzimmer zu ihrem machen und genauso vollmüllen wie ihr Zimmer. Und dazu hat sie leider gerade die Tendenz...


    Edit: Frau_Schröder : Sie ist im März 6 Jahre alt geworden.

  • Nirgends spielt es sich so schoen, als im frisch aufgeräumten Zimmer mit frisch aufgeräumten Sachen. Taeglich aufräumen kann helfen. Gemeinsam als Ritual am besten. Aber an manchen Tagen ist die Kraft halt raus (bei dir oder ihr, euch euch beiden). manchmal helfen da auch Belohnungssysteme, oder auch nur das darauf hinweisen, wie toll aufgeräumt es ist, und sie drauf aufmerksam machen, wie wohl sie sich da fühlt etc.

    Ich würde ihr halt gerne ein Zimmer machen, indem sie sich wohlfühlt.

    Verstehe ich, aber sie scheint da gerade noch etwas Hilfe zu brauchen.


    Im Kindergarten/Schule laeuft das Aufräumen in dem Alter auch ritualisiert, alle zusammen, zur festen Zeit/Moment im Tagesablauf, gerne auch mit Aufraeum-Musik.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Ist sie denn dann grad eingeschult worden?


    Solche einschneidenden Schritte haben meine immer in allem wieder zurück geworfen. Auf einmal konnten sie nicht mehr alleine einschlafen, bzw. überhaupt nicht mehr alleine schlafen, solche Sachen wie aufräumen klappte noch weniger als sonst, meistens wurde bei uns gespielt etc.


    Kann es irgendwie auch grad so eine Phase sein?


    Da half bei uns leider immer nur abwarten und das Zeitfenster anpassen in dem man wieder nen Schritt nach vorne gehen konnte.

  • Ja, sie ist gerade eingeschult worden. Ich denke, dass sie deswegen auch wieder bei mir schläft. Aber zu ihrem Zimmer und dem Chaos hab ich den Zusammenhang nicht gesehen. Dank für diesen Gedanken!

  • Nirgends spielt es sich so schoen, als im frisch aufgeräumten Zimmer mit frisch aufgeräumten Sachen.

    Ich würde ihr halt gerne ein Zimmer machen, indem sie sich wohlfühlt.


    Unsere unendlich geduldige Tagesmutter hatte damals einen Spruch, an den ich mich auch bei den heutigen Grundschüler-Zimmern noch gern erinnere.

    Sie sagte immer, ganz ehrlich erfreut:

    „so Kinder, ich räum das jetzt mal ein, damit ihr nachher auch wieder was zum ausräumen habt.“


    Ich hab das Konzept immer bewundert, weil es irgendwie so einfach und so gemütlich ist :D

    mx21.gif

    2 Mal editiert, zuletzt von Rabara () aus folgendem Grund: Zitat einfügen