Historisches: Babyfläschchen vor 3000 Jahren

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  • Und im letzten Satz noch schnell Genderkacke platziert #rolleyes


    Zitat

    Wir interessieren uns dafür, kulturelle Praktiken der Mutterschaft zu erforschen

    Es ist ja auch nur die Mutter in der Lage, das Baby mit einer Milchflasche zu füttern.

  • Und im letzten Satz noch schnell Genderkacke platziert #rolleyes


    Zitat

    Wir interessieren uns dafür, kulturelle Praktiken der Mutterschaft zu erforschen

    Es ist ja auch nur die Mutter in der Lage, das Baby mit einer Milchflasche zu füttern.

    ich sehe darin jetzt nicht so sehr Genderkacke....


    Ich gehe mal stark daVon aus, dass kulturanthropologen, die sich mit der Jungsteinzeit beschäftigen ein Bild von frauen, Männer und Kinder Das ganz anders ist, als das aller folgenden Kulturen.

    Es gibt ja bereits Erkenntnisse, dass nicht jede Mutter jederzeit ihre eigenen Kinder gestillt haben, dass auch die jungsteinzeitmenschen Alternativen gesucht und gefunden haben.

    Und das Aufzucht der Kinder nicht an der leiblichen Mutter allein hing, Diese Erkenntnisse gibt es dOch auch schon länger

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • Ich kenne eine Autorin der Studie und muss korrigieren, ihre Forschung zu Mutterschaft ist nicht Genderkacke, sondern Sichtbarmachung von etwas, was bisher kaum erforscht wurde. Und sie ist auch fähig, Mutterschaft nicht nur rein biologisch zu definieren (etwas, was sowieso ziemlich neu ist).


    Nur noch eine kleine Korrektur, wir reden von der Bronzezeit (Korrektur: Eisenzeit sogar) Diese Fläschchen standen schon lange im Verdacht, Fütterhilfen zu sein. Das Team konnte jetzt erstmals den Milchfettnachweis erbringen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Man kann wenn man sich aufregen will in alles Genderkacke mit viel Phantasie reininterpretieren. Man kann es, wenn einem an der Sensibilisierung zu dem Thema gelegen aber auch lassen.

    Sonst verliert das Thema nämlich an Glaubwürdigkeit sondern führt eher zu Augenrollen und weghören.


    Natürlich gehts hier um Mutterschaft. Es geht konkret um Stillen. Und das können nunmal nur Mütter (auch Ammen sind Mütter, nur halt nicht die leiblichen)

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Kein Problem, ich wollte es nur ergänzen. Wir haben keine Nachweise, ob und wie Tiermilch in der Jungsteinzeit an Kinder gefüttert wurde. In der Eisenzeit gibt es aber viele Hinweise für eine Intensivierung der Milchviehnutzung, wozu es gut passen würde, bei Notwendigkeit mit Tiermilch zu füttern.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Natürlich gehts hier um Mutterschaft. Es geht konkret um Stillen. Und das können nunmal nur Mütter (auch Ammen sind Mütter, nur halt nicht die leiblichen)

    Ich dachte es ging um Ziegenmilch im Fläschchen?!

    Wozu braucht die fütternde Person denn dabei Brüste? Der Vater/Onkel/Opa/große Bruder/anderes Mitglied der sozialen Gruppe kann genauso gut die Ziege melken und dem Baby das Fläschchen geben.

    Das Füttern mit einem Ziegenmilch-Fläschchen kann nicht nur die Mutter oder die Amme übernehmen.


    Woher soll man denn wissen, ob dieses Fläschchen nicht von einem alleinerziehenden Vater benutzt wurde? Aber auf solche Ideen kommt man nicht, wenn man "Mutterschaft" erforscht.

  • Ich finde es echt klasse, dass das erforscht wird und sehr faszinierend.

    Danke fürs teilen.


    Cool, dass Mütter früher schon Fläschchen genutzt haben.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Sag mal Nigiri, hast Du ausser dem Satz in der Zeit irgendetwas von den zwei Forscherinnen gelesen? Ehrlich, diesem Team Genderkacke vorzuwerfen ist ziemlich albern.


    Zur Erforschung der Mutterschaft gehört unter anderem auch die Sterblichkeitsrate von Müttern - und wie in der Gesellschaft damit umgegangen wird. Und im Forschungsprojekt wird ganz klar ein weiter Begriff von Mutterschaft angewandt, sozial aber auch biologisch (was übrigens extrem spannend ist gerade, weil neue Untersuchungsnethoden viel genauere Einblicke ins individuelle Leben ermöglichen).


    Jetzt ist erstmal der Nachweis von Tiermilch im Fläschchen erbracht. Weitere Forschung wird zeigen, ob sich da Muster erkennen lassen (früheres Abstillen, Umgang mit verwaisten Kindern/Säuglingen...).


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Cool, davon habe ich gestern auch gelesen! Finde ich immer total interessant, wie unsere Vorfahren gelebt haben. :)

  • Nur noch eine kleine Korrektur, wir reden von der Bronzezeit (Korrektur: Eisenzeit sogar) Diese Fläschchen standen schon lange im Verdacht, Fütterhilfen zu sein.

    Danke! Ich hatte mich schon gewundert, weil das für "meine Region" Eisenzeit ist. Allerdings kannte ich diese Brustfläschchen als Grabbeigabe für Babies/Kleinkinder und dachte, dass deshalb die Funktion unumstritten wäre.

  • Nur noch eine kleine Korrektur, wir reden von der Bronzezeit (Korrektur: Eisenzeit sogar) Diese Fläschchen standen schon lange im Verdacht, Fütterhilfen zu sein.

    Danke! Ich hatte mich schon gewundert, weil das für "meine Region" Eisenzeit ist. Allerdings kannte ich diese Brustfläschchen als Grabbeigabe für Babies/Kleinkinder und dachte, dass deshalb die Funktion unumstritten wäre.

    Plausibel vermutet - aber jetzt eben erstmals auch chemisch erhärtet.


    Liebe Grüsse


    Talpa