Was macht ein Zehnjähriger, wenn ihm langweilig ist?

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  • Mein Jüngster ist 11 und spielt noch viel. Lego steht noch immer hoch im Kurs, Gesellschaftsspiele auch, etc. Er verabredet sich aber auch oft und gerne und sie gehen auch bei schlechtem Wetter oft raus. Staksen mit ihren Wathosen im Dorftümpel herum, fahren Roller oder Schlauchboot, gehen auf den kleinen Dorfspielplatz... Oder fahren Hoverboard, backen Kekse, machen Nerf-Schlachten...

    Ich muss allerdings zugeben, daß wir sehr viel Platz haben, aber bei seinem Freund mit kleiner Wohnung sieht es ähnlich aus.

    LG, LilliMarleen


    *`74 + Mädchen*7/03 + Junge*5/06 + Junge *5/08

  • Mein Sohn hat in dem Alter:

    Lego, Lego und nochmal Lego gespielt. Auch noch einige Jahre länger. Lego Elektronik und Mindstorms.

    Ab und zu noch kunstvolle Bauwerke mit der Kugelbahn von HABA.

    Dann war Fingerboarding total im Trend, tagelang hat er bestimmte Tricks geübt und auch einige Hindernisse selbst gebaut.

    Gebastelt und gewerkelt.

    Bücher verschlungen.

    Gesellschaftsspiele, besonders gerne Strategiespiele.

    Gezeichnet und gemalt, eine Weile lang Mangas.

    Experimente gemacht.

    Steine und Mineralien gesammelt und bestimmt.

    Dann war er viel im Freien unterwegs, gerne im Wald oder mit dem Skateboard.

    Und Sport natürlich - Tischtennis, Tennis und Volleyball.

  • Hier wurde bis 11 Lego gespielt und gelesen, danach nur noch gemalt und dabei Hörspiele oder Musik gehört, seit 12 nur noch Musik hören und wann immer es geht und er es darf: Handy/Tablet, xbox. Nicht mal mehr Filme mag er mit uns gucken.

    Verwandtschaft besuchen ging immer, aber das macht man ja auch nicht jeden Tag.

    Also insgesamt schwierig. Sobald kein Handy oder so in der Hand ist: "mir ist langweilig". Echt nervig und ich erlaube schon recht viel Bildschirmzeiten.

  • Ich kann eigentlich nicht so richtig antworten, obwohl ich ja auch zwei Jungs in dem Alter hab. Aber: Langeweile haben sie eigentlich nie, der eine (11 J) wirft stundenlang Bälle gegen die Wand oder quatscht mit Kumpels, der andere (Anfang 20 10 J) malt, bastelt, spielt Lego. Beide lesen außerdem Mangas wie Dragonball oder Naruto und hören exzessiv Hörspiele. Daddelzeit gibt es zum Ärger der beiden nur am Wochenende, dann steht auch Brawl Stars hoch im Kurs.

    Trillian grüßt






    “Isn't it enough to see that a garden is beautiful without having to believe that there are fairies at the bottom of it too?“ (Douglas Adams)

  • Also insgesamt schwierig. Sobald kein Handy oder so in der Hand ist: "mir ist langweilig". Echt nervig und ich erlaube schon recht viel Bildschirmzeiten.

    das ist echt krass...ist aber bei allen so. vorgestern war ein tenniskollege meines sohnes bei uns, der hatte schon richtige Entzugserscheinungen ohne handy und alles. die wissen echt nichts mehr mit sich anzufangen ohne Medien.

    sonja mit Eisprincess (03) + kleinronaldo (06)

  • Nee, ist eben nicht bei allen so. #zwinker

    Trillian grüßt






    “Isn't it enough to see that a garden is beautiful without having to believe that there are fairies at the bottom of it too?“ (Douglas Adams)

  • mein noch 9jähriger spielt viel auf seinem Keyboard, programmiert, dreht Videos, lernt englisch.

    Zocken tut er im Moment eher, wenn jemand da ist, nicht allein. Das ändert sich aber immer wieder.


    Er spielt schon seit 2 bis 3 Jahren nicht mehr mit lego und so. Er ist aber auch etwas abseits der Norm.

    Mit mir schaut er gerne big bang oder young Sheldon . Der ist auch abseits der Norm #freu

  • Ach Ihr Lieben, das ist total schön, hier zu lesen. Ich werde den Thread mit meinem Sohn zusammen durchlesen, da ist total viel inspirierendes dabei. Erstmal nehme ich mir mit: Wir werden in den Ferien das Zimmer verändern. Das muss sein, er ist da einfach unglücklich drin. Dann werden wir Outdoor-Aktivitäten raussuchen. Angeln finde ich super, Geocachen...

    Danke, danke, danke!!

  • Nee, ist eben nicht bei allen so. #zwinker

    Das hat bei uns auch erst mit 12 angefangen. Vorher ist er raus, hat Fußball gespielt, zur Not mit sich alleine (aufs Tor gebolzt oder Tricks geübt). Oder er hat wirklich stundenlang Lego gespielt, gemalt, etc.

    Er konnte sich schon als kleines Kind sehr gut stundenlang alleine beschäftigen. Irgendwann war es plötzlich vorbei. Fußball interessiert ihn maximal noch die Bundesliga. Lego liegt in der Ecke und er mag es nicht mal zum verkaufen aufbauen.

    Letztes Jahr gab es einen Multifunktionstisch (Billiard, etc) zu Weihnachten. Am Anfang viel bespielt, jetzt ohne Beachtung.


    Ich weiß nicht was den Knick gemacht hat und kann es mir nur mit den Hormonen erklären.

    LG lucky

    Einmal editiert, zuletzt von lucky ()

  • Zu dem genannten fällt mir noch ein Handlettering, Modellbau, Musikinstrument spielen, kochen/backen, Indoor-Sportgerät (z.B. Boxsack, Spinningrad).

  • Stimmt, meine Tochter backt auch gerne mal für uns alle :-)

    Ich finde auch nich so stop-Motion-Filme selber machen gut, mit Lego oder Playmobil

  • Meinem 10 jährigen ist auch ständig langweilig. Meistens möchte er dann etwas mit seinen Eltern gemeinsam machen. Also ist er ständig beim einkaufen dabei, mit im Garten oder werkelt in der Küche rum. Kuchen und Kekse backen geht fast immer. Er ist da komplett anders als seine Brüder, die auch wunderbar alleine Lego spielen konnten.


    Alleine heute habe ich mit Kind3 das Frühstück vorbereitet, Küche aufgeräumt und draußen ein Beet beackert... Hauptsache dabei sein ;) jetzt spielt er tatsächlich mal mit seinem Bruder.

    Aus dem tieferen Sinn des Labenz:


    Eisenzicken, die (Pl.)

    Die hartgekochten, widerwärtigen Stücke, die man vom Geschirr kratzen muss, nachdem man es aus der Spülmaschine gezogen hat.

  • Ihr Lieben, Ihr habt so toll mitgedacht, da will ich Euch mal auf dem Laufenden halten, was hier so die Stimmung ist.

    Also: Mein Sohn hat das Lesen für sich entdeckt. Und er hat sich hier eingelebt, ganz wichtig. Wir haben uns beide schwergetan, zu akzeptieren, dass das jetzt unser Leben ist. Und manchmal haben wir diese Momente noch. Mein Sohn ist mir sehr nah, wie eigentlich alle meine Kinder. Er spürt meine Unsicherheit und spiegelt mir diese zurück. Jetzt, wo ich hier Wände gestrichen und Bilder aufgehängt habe, fühlt auch er sich viel wohler.

    Wir haben neulich sein Zimmer umgeräumt und eine Wand gestrichen. Ich habe ein Regal umgebaut und nun sieht das Zimmer viel, viel wohnlicher aus und er hält sich gern darin auf. Neuerdings macht er seine Hausaufgaben nicht mehr am Küchentisch, sondern in seinem Zimmer.

    Beschäftigung haben wir - bis aufs Lesen - immer noch keine richtige gefunden. Aber wir kuscheln viel und rangeln auf meinem Bett, das liebt er. Und wir gehen raus, spazieren mit dem Hund.

    Tja. So sieht es bei uns aus. :)

  • mein „immeristmirlangweiligzehnjähriger“ hat nun eine Gitarre, und nimmt die immer mal wieder in die Hand wenn ihm langweilig ist. Aber wenn ihm so richtig, richtig langweilig ist hilft gar nichts...mal vom tablet abgesehen #nein

    Aus dem tieferen Sinn des Labenz:


    Eisenzicken, die (Pl.)

    Die hartgekochten, widerwärtigen Stücke, die man vom Geschirr kratzen muss, nachdem man es aus der Spülmaschine gezogen hat.