Total sinnloses posting Auskotzposting - über die Grundschule

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  • ...wobei ich am Gymnasium noch nie so sinnfreie Tests oder Klassenarbeiten gesehen habe wie in der GS. Seitenweise kleinste Details aus dem Lebenslauf eines Komponisten auswändig lernen, halte ich für recht sinnfrei (hatten wir hier auch).

    Genau das (also seitenweise Lebenslauf eines Komponisten auswendig lernen) hatten wir am Gymnasium, 5. Klasse (musisches Gymnasium). In der Grundschule jedoch nicht (unsere Grundschule hat aber ein ganz besonderes Verhältnis zu Musik, wir haben eine Kooperation mit einem deutschlandweit bekannten Orchester, da läuft vieles etwas anders in Musik ;)

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • claraluna

    Und an der weiterführenden Schule werden Projekte nichtbernst genommen, weils eh keine Noten gibt. Wozu anstrengen...


    Ich freu mich schon aufs Schuljahresende. Da wird dann wieder gemeckert, dass die letzten Wochen keinen Sinn haben.

  • Muss ja auch nicht sein, dass Ihr großartig was anderes gemacht habt und vielleicht bist Du ja auch intelligenter als Deine Cousinen. Ich finde auch, dass innerhalb derselben Stadt die Unterschiede zwischen zwei Schulen frappant sein können. In unserer Stadt sind alle, denen auf unserem Gymnasium das Aus drohte, auf das andere Gymnasium gegangen und plötzlich war die Fünf in Latein eine Zwei.

    Es ging aber jetzt konkret um die (angeblich) höheren Ansprüche in Bayern und B-W im Vergleich zu anderen Bundesländern.

    Das hat ja nichts mit meiner Intelligenz zu tun.

    NRW ist ein Land ohne Zentralabi und ich stelle mir das so vor, dass das Niveau der Schulen und das Niveau des Abiturs unterschiedlich ist. Von sehr hoch bis niedrig. Ich würde also niemals sagen, aha, Abi aus NRW, das muss ja easy gewesen sein.

    Intelligenz hab ich nur erwähnt, weil ich dachte, dass du dich mit deinen Cousinen vergleichst.

    Nein, ich vergleiche mich nicht. Jeder Mensch ist anders.

    Es ging darum, dass öfter zu hören ist: Ach Abi in NRW, das kann ja jeder und ich habe nur geschrieben, dass ich nicht das Gefühl hatte, dass meine Cousine so andere Themen hatte bzw. das so viel anspruchsvoller war, als bei uns.

    Apropos Unterschiede zwischen den Bundesländern:

    Dazu gibt es durchaus Studien. Und die besagen, dass die Unterschiede INNERHALB der Bundesländer größer sind als zwischen den Bundesländern. Sprich ein Schüler, der von einer "guten" Schule an NRW an eine "schlechte" in Bayern wechselt, wird keine Schwierigkeiten haben. Und vermutlich auch von einer "guten" an NRW an eine "gute" in Bayern.

    Das würde ich schon eher so unterschreiben.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Sarsaparille ja eben... weil die Kinder schon entsprechend konditioniert sind....

    Du würdest Dich doch auch maximieren oder?


    Mal ehrlich, wen interessieren Zeugnisnoten? Nicht falsch verstehen ich finde feed-back und gerne auch in Noten wichtig. Aber es sollte einfach eine gewisse Balance da sein wie bei den meisten Dingen im Leben.

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

    Einmal editiert, zuletzt von claraluna ()

  • claraluna ja, ich finde es gut, dass Kinder Urkunden in Sport bekommen.

    Ebenso wie beim Lesewettbewerb, Mathewettbewerb, Musikwettbewerb usw.

    Warum auch nicht?


    Ehrlich natürlich ist es toll, wenn man für eine besondere Leistung eine besondere Anerkennung bekommt.


    Es ist ja meistens so, dass sich über Sport aufgeregt wird.

    Selten habe ich gehört: Lasst uns den Mathewettbewerb abschaffen oder gar Jugend forscht oder Jugend musiziert.


    Warum ist das so?


    Der Lehrer oder die LehrerInnen bei euch an der Schule scheinen nach deinen Schilderungen ziemlich schlecht zu sein.

    Das könnte an der Nachbarschule auch ganz anders laufen.


    Noten laut vorlesen finde ich auch nicht okay. Aber hier wird nichtmal aufgeschrieben wieviele 1er, 2er, 3er usw. es bei einer Arbeit gibt.


    Also es geht auch anders.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Sarsaparille: Du darfst Dich auch auskotzen :-) - ich kann mir gut vorstellen, dass Eltern auch nicht gerade einfach sind.


    Mondschein, ich mag hier jetzt nicht anfangen über intrinsische und extrinsische Motivation......


    Warum findest Du es gut, dass die Kinder Urkunden bekommen? Warum kann man nicht einfach etwas aus Freude am Tun machen?

    Und natürlich ist es schön, wenn Kind entsprechendes Feedback bekommt.

    Wenn das gleichmäßig an alle Kinder gehen würde, wäre das ja prima. Dass die Kinder so gesehen werden wie sie sind.


    Und ich sags mal ganz platt.... auch A* aus Syrien.... hat ganz sicher irgendwo ein Talent und nein - der Stand bei solchen Wettbewerben noch nie oben auf dem Podest.


    Da wird den Kindern einfach schon ganz früh beigebracht wie unsere Leistungsgesellschaft funktioniert. Nach dem Motto, mein Haus, mein Boot und was war das noch.... ist das hier... meine Urkunde hier, meine Urkunde da...

    Grüße von Claraluna


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  • claraluna

    Mich nervt das auch mit den Urkunden. Für jeden Mist eine Urkunde und ein Wettbewerb. Was soll das?


    Selbst die Kinder interessieren Urkunden nicht. Die fliegen irgendwo rum.


    Sie kriegen sogar Urkunden, wer auf Klassenfahrt das ordentlichste Zimmer hat. Geht's eigentlich noch?

    Wen interessiert so was?


    Kommt mir vor die Bürokratie im Amt: Alle möglichen Stempelhefte, Urkunden, Teilnahmeurkunden etc. Das müssen die Lehrer doch Alles noch zusätzlich machen den ganzen Papierkram. Wofür?


    Ich hoffe, wenigstens das ist mit der Grundschule vorbei.

  • Und ich darf dann mit Lehrern diskutieren, weil ich nicht Viertklässler zwinge, 10 min täglich zu lesen und das täglich unterschreibe. Warum nicht?

    Weil ich das bekloppt finde. Lesen sollte Spass machen und nicht täglich abgehakt werden.

  • lach... ich muss nicht erwähnen, dass das hier auch stattfand... jetzt zumindest nicht mehr... aber hey.. natürlich gibts Urkunden für Antolin und die besten 3 kriegen ein Buch - wo ist der haut sich an den Kopf smiley...


    das ist z.B. ein super Beispiel - da könnte man einfach auch allen Kindern ein Buch schenken weil sie so toll lesen

    Grüße von Claraluna


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  • Bei der Klassenfahrt war ich echt sauer. Ich hätte mir ein gemeinsames Foto gewünscht oder irgendeine schöne gemeinsame Erinnerung an die Grundschulzeit und dann kommt....

    ... die Urkunde mit dem x. Platz im Wettbewerb um das ordentlichste Zimmer... da zweifel ich wirklich an meinem Verstand.

  • claraluna mich überzeugt es leider nicht nur auf intrinsische Motivation zu setzen.


    Warum steht bei euch A. aus Syrien nicht auf dem Treppchen?


    Hier steht das schnellste Kind auf dem Treppchen. Das kann A. aus Syrien sein oder B. aus Deutschland.

    Das kann ein Junge sein oder ein Mädchen, ein großes Kind oder ein kleines usw.


    Wie gesagt, ich habe noch nie jmd. sagen hören: Schafft bitte Jugend forscht ab. Was sollen die Ehrungen und Urkunden?


    Und gerade bei diesen Wettbewerben gewinnen eben nicht zwingend die notenmäßig besten Schüler.


    Wenn jetzt bei euch A. aus Syrien ausgeschlossen wird oder ähnliches, dann ist das ein Problem in eurer Schule. Ein schlimmes Problem.


    Aber doch kein Grund die Sachen abzuschaffen.


    Hier wurde doch neulich noch diskutiert, dass Musik, Kunst usw. so wenig zählen.


    Da habe ich gesagt, dass ich es wichtiger finde, dass meine Kinder Mathe, Deutsch und Fremdsprachen lernen, Physik, Chemie usw.


    Ich Kunst und Musik nicht so wichtig finde. Bezogen auf den Unterricht.


    Aber so bekommt doch genau das Kind, was in Mathe vielleicht nicht so gut ist eine Anerkennung.


    Und ich glaube das Kinder durchaus auch extrinsische Motivation brauchen um bestimmte Dinge zu lernen.

    Erwachsene auch. Ich zumindest brauche die, um bestimmte Dinge zu erfüllen....

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

    Einmal editiert, zuletzt von Mondschein ()

  • ... Ich finde es oft wirklich schwer, meine Kinder entsprechend der Schule zu behandeln und meine Meinung für mich zu behalten. Es ist mir nicht immer gelungen ruhig zu bleiben...


    ...denn eigentlich schätze ich die Belohnungs- und Bestrafungssysteme unserer Schule nicht und halte sie für sinnlose Massnahmen, die Lehrer auf Distanz halten, so dass sie sich nicht wirklich mit den einzelnen Kindern auseinandersetzen können/müssen.

  • denn Bewertungen und Vergleiche bringen keine Lösung und keine Besserung sondern kosten viel Zeit und Energie.


    So sichert man sich ab, wenn man Angst hat, Fehler zu machen.

  • Mondschein, weil es immer die gleichen Kinder sind......


    vielleicht mal mit der einen oder anderen Ausnahme. Aber die Kinder die vom System abghängt werden, haben auch da keine Chacne.


    Es sind die Kinder, die daheim gefördert werden, die privat teure Kurse finanziert kriegen, die im Leichtahtletikverein sind oder einem anderen Sport nachgehen, deren Eltern die Präsentationen machen, ständig in der Schule aufschlagen und präsent sind


    Ich beobachte das jetzt seit 6 Jahren (und nein ich leite damit keine Allgemeingültigkeit ab), es sind eben nicht die Kinder aus sozial schwachen Familien oder Kinder mit Migrationshintergrund.....die sind bei sowas nie dabei.


    Und ich meine das macht etwas mit allen Kindern. Egal ob Du der Glückliche bist der ständig ausgezeichnet wird (dann hängt dein Selbstbild am Erfolg) noch den Kindern, die sich da einen dicken Panzer zulegen müssen.

    Vermutlich war es bei mir in der Grundschule ähnlich (ich war nämlich Lehrers Liebling) - aber da gab es keinen Urkundenhype, keinen Wettbewerb für jeden Scheiß und es war auch ziemlich egal auf welche Schule man im Endeffekt ging. Im Gegenteil... Gymnasium war eher... ach die arroganten die....

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • und das Schlimme ist.... die Kinder verinnerlichen das so.... dass Du als Elternhaus fast nicht mehr dagegen steuern kannst.


    Weil die Stenrchen - Punkte und sonstige Systeme funktionieren ja

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Ich würde wetten, dass man beim ersten Elternabend im 1. Schuljahr mit 85% Genauigkeit sagen kann, wessen Kind 4 Jahre später aufs Gymnasium geht.

    Ohne die Kinder der Eltern zu kennen.


    Das sagt doch eigentlich Alles.

  • Bewertungen und Vergleiche bringen keine Lösung und keine Besserung sondern kosten viel Zeit und Energie.

    Ich denke, es kommt eben stark auf die Haltung an.


    Bei unseren Schulgesprächen ab der 7. KLasse präsentieren die Lehrer sehr ausführliche Notenskalen. Sie können die also sagen, dass das Kind in Geschichte etwas harzig gestartet ist, sich im Laufe des Semesters sehr verbessert hat und dir die entsprechenden Kurven vorlegen.


    Oder sie können sagen, dass das Kind in Musik gut mitmacht, immer im oberen Mittelfeld die Leistung erbringt, nur den einzelnen Test über die Cousinen des gesuchten Komponisten furios in den Sand gesetzt hat und so den Durchnschitt etwas gesenkt.


    Sie können die aufzeigen, dass das Kind in Französisch nur eine 4,5 hat (Schweizer Notensystem), aber damit noch im Klassenranking zu besten 7 SchülerInnen gehört.

    Sie können dir auch aufzeigen, dass das Kind in Hauswirtschaft eine tolle 5 hat (also eine Deutsche 2) aber tatsächlich auf dem letzten Platz im Klassenranking steht, da dort alle sehr gute Noten haben.


    Bei uns gibt es auch kantonsübergreifende Vergleichtests, die nicht vorbereitet werden können und nach einem einheitlichen System benotet werden. Das ist interessant. Weil dann doch relativ aussagekräftig.


    Es ist eine Tatsache, dass nicht alle Kinder bildungsmässig gleiches erreichen können. Das ist hart. Aber ich denke, es bringt dich auch nichts, auszublenden, dass man auch beim besten Unterricht nicht alle Kinder auf Abiturniveau bringen kann.

    Was nützt es meinem Kind, wenn es immer denkt, es sei der absolute Hirsch in Französisch, wenn es eigentlich nicht mal das Lernziel erreicht Ende Schuljahr.


    Aber ich denke, das Problem ist eigentlich nicht das Notensystem. Ich denke, das Problem ist Deutschland ist, dass das Bildungssystem kaputt gespart wird.


    Was ich hier teilweise lese ist hart. Ich denke, gute Lehrpersonen findet man auch eher mit guten Löhnen und guten Arbeitsbedingungen, sprich auch angemessene Klassengrössen, angemessene Ausstattung, usw.


    Aber wenn viele Lehrkräfte quasi nur in einem "Überlebensmodus" arbeiten, dann kommt auch nichts schlaues heraus. Ganz egal ob mit oder ohne Noten.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Ich habe gerade einen großen Stapel „Urkunden“ von meiner Tochter aus der 4. Klasse im Altpapier entsorgt (Das erste Mal Gedicht aufsagen - Das zweite Mal Gedicht aufsagen - 7 Punkte bei Antolin - etc... da gab‘s immer Urkunden für alle ?)


    Mondschein : hast du irgendwie Erfahrung mit Jugend forscht oder Jugend musiziert? Ich wundere mich, dass du diese Wettbewerbe aufführst, die normalerweise überhaupt nicht in den Schulalltag überschwappen. Das sind ja komplett andere Systeme und Organisationen. (Und auch die können extrem demotivierend sein, wenn Kind Pech hat. Aber das passt nicht zur Grundschul-Diskussion hier.)

  • Bei uns gibt es auch kantonsübergreifende Vergleichtests, die nicht vorbereitet werden können und nach einem einheitlichen System benotet werden. Das ist interessant. Weil dann doch relativ aussagekräftig.

    Ich nehme an, du meinst die Klassen-Cockpits. Die werden bei uns auch geschrieben. Mein Sohn hat den letzten Deutsch-Test mit null Fehlern absolviert - der interkantonale Durchschnitt liegt bei knapp über 50% der Punktzahl. Im Zeugnis gab es dann doch "nur" eine 5 (= 2 nach deutschen Massstäben) in Deutsch. Begründung Lehrer "Das ist nur ein kleine Momentaufnahme und nicht aussagekräftig". Warum macht man es dann überhaupt? Da das Drittklass-Zeugnis keinen je mehr interessiert, habe ich es bei der Aussage bewenden lassen, obwohl ich sie eigentlich eine Frechheit finde. Aus meiner SIcht sind Noten einfach nicht aussagekräftig. Dass sie in der Schweiz einen so grossen Einfluss auf die weitere Laufbahn haben, ist tragisch. Ob man mit einer 5 oder eine 5.5 als Vornote an die Gymiprüfung geht, kommt dann halt schon drauf an....

    nicht links - nicht rechts - selber denken