1. Klasse - Lehrerin schwanger...jemand Erfahrung?

  • Es müsste halt mehr männliche Grundschullehrer geben. Dann würd‘s nicht so ins Gewicht fallen. Aber das bleibt wohl Wunschdenken.

    Auch die können dann aber in Elternzeit gehen.


    Ansonsten würde ich die Planung der Schulbehörde überlassen, die sind iA recht geübt im Umgang damit.

  • Das stimmt. Aber die Realität sieht sowieso anders aus. Leider.


    Aber rumspinnen darf ich doch, Corvidae, oder? Lass mir doch ein bisschen Wunschdenken!


    Und Nein, ich werde die Planung nicht übernehmen. #fingerWie sollte ich auch?

  • Ich wurde nur von diesem "ständig schwanger" sehr angepieckst. Tut mir leid, dass ich da direkt drauf ein steigen musste.

    Ich war ja "ständig schwanger".


    In 11 Jahren 5x.

    Die Eltern haben mir das z.T. sehr offensiv verübelt.


    Ich war dennoch nicht bereit, meine Familienplanung den Elternwünschen unterzuordnen. ;-)


    Mein Mann ging übrigens auch 3x in Elternzeit.

    In einer Schwangerschaft fehlte ich nur 3 Wochen vor (ich ging freiwillig länger, passt zu den Ferien) und 8 Wochen nach der Geburt.

    Da gab es Gemaule.

    Meinem Mann wurde gratuliert, dass er so ein moderner Vater sei, der auch mal 1,5 Jahre beim Nachwuchs bliebe.


    Aber das ist mein persönliches, frustiges Off Topic.

  • Es müsste halt mehr männliche Grundschullehrer geben. Dann würd‘s nicht so ins Gewicht fallen. Aber das bleibt wohl Wunschdenken.

    Unsere Schulleiterin sagte irgendwann (leider nur halb) im Scherz, man dürfe eigentlich keine jungen Lehrerinnen mehr einstellen. Zu dem Zeitpunkt waren 2 oder 3 schwanger bzw. in Elternzeit. Dass aber auch zwei Lehrer für jeweils ein Jahr in Elternzeit waren, konnte sie offensichtlich sehr gut verdrängen... #hammer

  • Ja, Narzisse. Natürlich ist es aus der Perspektive auch vollkommen nachvollziehbar. Aber halt genauso aus der anderen. Es betrifft Dein Leben. Und das der Schulklasse. Jeder muss schauen, wie er damit klar kommt. Und am Ende ist es für alle kein Weltuntergang.


    Mir gings ja letztendlich vor allem um die Kommunikation zwischen Schule/Lehrerin/Eltern.

  • Narzisse , tut mir leid, dass du blöde Kommentare bekommen hast. Mich piekst das Thema auch an - ich bin zwar keine Lehrerin, war aber auch schon mal beruflich "ungünstig" schwanger. So ist das eben manchmal als Frau, und aufs Arbeitsleben gerechnet fallen die paar Monate / Jahre nicht sehr ins Gewicht. Natürlich kann das für die Kinder doof sein, aber Lehrer können aus den unterschiedlichsten Gründen von einen auf den anderen Tag ausfallen.

  • Ich habe das Thema auch von Mutterseite durch, und natürlich war ich ärgerlich, dass das Ministerium es nicht hinbekommen hat, einen dauerhaften Ersatz zu stellen.
    Mein Kind hatte alle 4 Wochen eine neue Situation.


    Aber das lastete ich nicht der Lehrerin persönlich an, da sind andere Stellen verantwortlich.



    Die Kommunikation ist übrigens immer so gut wie die Schulleitung.

    Mal läuft es, mal nicht.

    An der Grundschule meiner Kinder lief es gar nicht.

    Da war nur eines Tages eine Lehrerin weg, und als das Kind da war, gab es die erste offizielle Stellungnahme der Schulleitung dazu samt der Mitteilung, dass die Frau schwanger war.


    Aber daran ändert ein guter Elternbeirat leider gar nichts (ich war seinerzeit drin).

    Und ein schlechter Elternbeirat macht die Kommunikation zu den Eltern nicht besser oder schlechter bzgl. Schulleitung.

    Wenn die Leitung kommunizieren will, tut sie es. Will sie es nicht, tut sie es nicht.


    Ich wünsche euch, dass sie gut kommuniziert.

    Es ist - unabhängig vom Thema - das angenehmere Leben für euch als Eltern.


    (Edit: Die Antwort ging an ich )

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Narzisse ()

  • Jeder (nicht nur Lehrer) kann aus den unterschiedlichsten Gründen jeden Tag ausfallen. Beim einen ist es für die Schüler ungünstig. Beim anderen für die Kollegen, die Mehrarbeit machen müssen. Oder für den Vorgesetzten, der sich halt um Vertretung kümmern muss. So ist das Leben.


    Ich find‘s unschön, wenn sich der Thread in die Richtung „Wir Lehrer können‘s niemandem recht machen“ Richtung entwickelt. Ich habe größten Respekt vor dem Beruf, würde mit keinem tauschen wollen, finde unsere Lehrer fast alle ganz wunderbar. Und wollte hier einfach nur wissen, wie solche Situationen in der Regel gehandelt werden. Niemanden angreifen o.ä.

  • Ich habe das von deiner Seite auch nicht als Angriff gelesen auf die Lehrerin.


    Eine allgemeine Handhabung kenne ich nicht.

    Da wird von Schule zu Schule anders agiert.


    Wie schon geschrieben: Ich wünsche euch eine transparente Kommunikation.

    Das macht das Leben leichter.

  • ich sehe es nicht ganz so hoffnungslos. Sie ist lange Jahre an der Schule und sehr bemüht um das Wohl der Klasse. Warum sollte sie sich nicht bei der Schulleitung dafür stark machen, dass eine gute, stabile Lösung gefunden wird?! Und das hat aus meiner Sicht nichts mit unter Druck setzen zu tun, wenn der Elternbeirat einfach ein Geapräch sucht. Klar, können wir alle schicksalsergeben warten, was passiert. Aber darüber reden, welche Optionen und Handlungsspielraum man hat, finde ich nicht verkehrt.

    Darüber stolpere ich nun schon zum zweiten Mal hier im thread. Warum sollte sich die Lehrerin überhaupt bei der Schulleitung stark machen müssen für eine gute und stabile Lösung? Das impliziert doch arg, dass eine Schulleitung das ohne explizite Aufforderung nicht interessiert.

    Ähm, das habe ich bislang anders erlebt. Klar gibt es seltsame Schulleitungen, aber davon kann man doch nicht ausgehen? Eine Schulleitung weiß, was zu tun ist, wenn eine Lehrerin ausfällt, aus welchen Gründen auch immer. Und sie weiß auch, was dann zu tun ist. Und wird das dann bestimmt auch tun.

    Nur sind der Schulleitung die Hände schon etwas gebunden, wenn seitens des Kultusministeriums einfach niemand bereit gestellt wird. Ich finde ehrlich gesagt schon, dass hier versucht wird, Druck auszuüben. Auf die Lehrerin die frisch schwanger ist und auch auf die Schulleitung. Denn hinter den "Optionen" und dem "Handlungsspielraum" steckt doch ganz klar eine Erwartungshaltung.

    Und die finde ich zum jetzigen Zeitpunkt einfach fehl am Platz.


    Wir hatten letztes Jahr einen etwas anderen Fall aber mit ähnlichen Auswirkungen. 3 Lehrkräfte gingen in Rente, 2 verliessen die Schule. Bei einer Schule mit 100 Schülern ist das schon ganz schön viel. Ausserdem gab es im neuen Schuljahr eine Klasse mehr als die Jahre vorher, da fehlte also noch zusätzlich eine Lehrkraft. Niemand, auch der Rektor nicht, konnte bis in den August hinein sagen, wie es denn im nächsten Schuljahr weiter geht. Da auch der Rektor in Rente ging wusste auch niemand, wer die Schule überhaupt übernehmen wird als Schulleitung.

    Erst zu Schuljahresbeginn war klar, dass für jede Klasse eine Lehrkraft zur Verfügung stehen wird. Und das, obwohl schon ganz lange klar war, wieviel Lehrkräfte benötigt werden. Das Ganze war aber nicht Verzögerungstaktik der Schulleitung, so arbeitet das Kultusministerium. Warum, keine Ahnung. Gut ist das definitiv nicht. Aber da hat die Schulleitung keinen Einfluss drauf.

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Ok, dann bin ich froh, Narzisse.


    Ja, wenn ich von der bisherigen Kommunikationsberitschaft unserer Schulleitung ausgehe, sind meine Erwartungen = 0. 🙈 Daher baue ich tatsächlich auf einen charmanten Elternbeirat, der damit umzugehen weiß. :D

  • Ok, dann bin ich froh, Narzisse.


    Ja, wenn ich von der bisherigen Kommunikationsberitschaft unserer Schulleitung ausgehe, sind meine Erwartungen = 0. 🙈 Daher baue ich tatsächlich auf einen charmanten Elternbeirat, der damit umzugehen weiß. :D

    Gute Nerven wünsche ich dir!


    Und dran denken: Ich 10 Jahren hat das Thema keine Bedeutung mehr... ;-)

  • Ich sage nicht, dass es so sein muss, ich weiß ja nicht, wie sensibel euer Elternbeirat da ist, aber so ein Szenario kann für die Lehrerin auch echt blöd sein. Die Frau ist frisch schwanger und soll Fragen klären, die sie größtenteils selbst noch nicht weiß (Verlauf der Schwangerschaft z.B.) bzw. Einfluss auf eine gute Lösung für die Klasse nehmen, obwohl sie darauf doch nicht wirklich Einfluss nehmen kann (das wird doch hauptsächlich an ganz anderer Stelle entschieden)? Ich verstehe euch Eltern, wirklich, aber auf viele Fragen kann die Lehrerin doch einfach noch keine Antwort geben?

    Ich finde das echt krass, was für eine Erwartungshaltung gegenüber dieser Lehrerin zu Tage kommt.

    Ich erinnere mich zwar gut, wie gestresst ich als Zum-Ersten-Mal-Erste-Klasse-Mutter war, als die Klassenlehrerin nach 8 Wochen wegen Burnout krank geschrieben wurde und dann Wiedereingliederung hatte. Die Vertretung war strenger und bei den Kindern nicht so beliebt. Ich wäre aber nie auf die Idee gekommen, dass man da eine "Elternfront" aufmachen muss und auf sofortige Klärung pochen muss.

    Erst recht nicht bei relativ frischer Feststellung einer Schwangerschaft.

  • Gwynifer : Ich stolpere auch über Deine Wahrnehmung. Ich jedenfalls will keinen Druck ausüben. Und gehe davon aus, dass es der Elternbeirat auch nicht tut.


    Was die politischen Gegebenheiten angeht...noch wissen wir ja überhaupt nichts. Dass man sich im Zweifel (sollte sich einfach nichts tun) an’s KuMi wendet, damit hat unser SEB (zu anderen Themen) genug Erfahrung. Keine Sorge, damit wird weder die Lehrerin, noch die Schulleitung belastet.


    Es geht einfach nur um ein Gespräch mit der Lehrerin. Mehr nicht. Vielleicht ist es auch sinnlos. Dann ist es halt so.

  • Ansonsten keine weiteren Infos. Wie lange sie noch bleibt, wann sie vorhat, wieder zu kommen.

    entschuldige bitte das "krass". ich bin halt echt verwundert, dass sie sie sich schon so früh "erklären" soll. Das weiß sie doch alles noch gar nicht. ich wäre mehr als irritiert, wenn man mich so "befragen" würde und würde ansonsten auf die Schulleitung verweisen.


    Kornblume: Krasse Erwarungshaltung“ sieht für mich anders aus. Tut mir leid. Wenn Du „Elternbeirat“ als „Elternfront“ siehst. Aber ich wiederhole mich.

  • Echt? Das KuMi wäre dann zuständig? Nicht das örtliche Schulamt?


    Sohn hatte in den ersten 3 Grundschuljahren 3 Klassenlehrerinnen,

    2 schwanger, eine hatte dann doppelte Klassenführung.

    In Klasse 4 hat dann elne Referendarin übernommen die glücklicherweise ihr Examen bestanden hat.


    Dazwischen waren wochenlange Phasen mit „Unterricht“ durch UPlus-Kräfte (Hessen, ganz toll...). Es war eine Katastrophe.


    Ich wäre sehr für Teamteaching. Auch wegen Binnendifferenzierung...

    es grüßt rosarot mit himmelblau (* april 09) und kunterbunt (*märz 11)

  • Dass nichts in Stein gemeißelt ist, ist ja allen Beteiligten klar. Aber (nur als Beispiel) zu sagen: „ich möchte Euch sehr gerne noch bis Weihnachten unterrichten und hoffe sehr, dass ich bis dahin fit genug bleibe, kann aber leider nichts versprechen“ finde ich jetzt nicht sooooo abwegig und übertriebene Erwartunghaltung. Habe ich so auch schon durchaus von anderen Lehrerinnen erlebt.