mal wieder das Thema Schulwechsel Gym - IGS

  • Ich glaube auch nicht, dass die IGS automatisch weniger Druck bedeutet.


    Wenn er seine Hobbys liebt und in der Schule zurechtkommt, mit den Leuten und mit dem Stoff (und 3 bis 5 heißt eigentlich, dass er zurecht kommt), dann würde ich nicht wechseln.

    Ansetzen würde ich beim Druck, den er empfindet, und beim Unterstützungsaufwand, der für Dich zu hoch ist (so lese ich Dich, wenn ich mich irre, dann korrigier mich): Habt Ihr schon über Nachhilfe nachgedacht? Das machen hier überraschend viele, regelmäßig und lange bevor es um die Versetzung geht, und das scheint gut zu funktionieren.

    Wir haben hier feste Lernzeit (noch mal am Abend), da geht es nicht um HA, sondern um Vokabeln, Texte lesen, ein Fach noch mal lernen und evtl etwas recherchieren...

    Vielleicht klappt das ja bei Euch?

  • Danke für eure Meinungen, das hilft mir beim Sortieren.

    Ja wir hören uns das morgen mal an und ich werde auch noch ein Gespräch am Gymnasium führen. Sind halt jetzt neue Lehrer, die haben vermutlich noch kein so klares Bild von ihm, mal sehen.

    Ich werde auch nochmal mit ihm im Anschluss reden, was er will.


    Ja warum ist es auf der IGS leichter und man kann aber den gleichen Schulabschluss machen... Das fragt er mich auch. Gute Frage, kann ich nicht genau sagen, ich kenne die Schulform zu wenig, aber ich denke mal, zumindest in der Mittelstufe hat man halt mehr Puffer nach unten, wenn es mal nicht so läuft und hat nicht gleich die Angst sitzenzubleiben.... Später dann Richtung Oberstufe muss man natürlich trotzdem leisten, das ist klar.

    Und ich verstehe es mal so, dass dort mehr im Team und im eigenen Tempo und Umfang anhand von Plänen gearbeitet wird, wo jeder auf seinem Niveau dranbleiben kann. Am Gymnasium ist halt friss oder stirb angesagt und alle müssen zum gleichen Zeitpunkt dasselbe Level halten können... Ich kann mich aber auch täuschen, wer hier Erfahrung mit der IGS hat in diesem System, darf sehr gern seine Erfahrungen teilen.

    LG Andy mit den beiden Jungs (Mai2004 und Februar2007)

  • Ja über Nachhilfe haben wir auch schon nachgedacht, aber das wäre halt nochmal ein zusätzlicher Termin.... Vielleicht können wir den jetzt aber am freien Mittwoch unterbringen... Fragt sich nur wofür genau, denn er bräuchte es eigentlich mal zumindest in Mathe UND Deutsch....

    LG Andy mit den beiden Jungs (Mai2004 und Februar2007)

  • Deutsch und Mathe steht er auf vier, da war die 3+ ein positiver Ausreißer. Da besteht bei beidem immer das Risiko, dass auch mal ne 5 oder sogar 6 kommt, je nach Thema. Die Sprachen kann er besser, da ist es eher eine 3. Und bei den Nebenfächern ist von 1 (Sport, Musik) bis 4 alles dabei. Also Zeugnisnoten meine ich. Schriftlich kommt auch oft mal ne 5 oder 6, weil er sich nicht exakt genug ausdrückt oder nicht gut genug verstanden oder gelernt hat. Er kann das aber durchs mündliche bisher gut ausgleichen, sodass die Gesamtnote dann maximal eine 4 war.

    LG Andy mit den beiden Jungs (Mai2004 und Februar2007)

  • und woran liegt das?

    Am zu wenig lernen? Ehrlich gesagt würden 2 Vierer in Hauptfächern mit Tendenz nach unten mich auch nervös machen.


    Sport / Musik profitiert er von seinen Hobbies.... wie schaut es in den anderen Fächern aus?


    Das sind aber alles Dinge, die kann man lernen. Aber man muss halt dranbleiben....

    Ganz ehrlich hier laufen die wenigsten Kinder alleine .... wenn man die Unterstützung nicht leisten mag (und ich denke nie wird so viel gelogen wie bei schulischen Angelegenheiten zwischen den Eltern) ist die Frage schon da, ob sie in einer Schule, die mehr Struktur und der Möglichkeit weniger zu leisten, gibt besser aufgehoben sind.

    Ich meine aber auch, dass dann die Gefahr besteht, dass man sich halt bequem zurücklehnt und sich mit "weniger" zufrieden gibt.


    Ich finde es im übrigen sehr irritierend, dass Du schreibst Gymnasium / Abitur wäre ein Statussymbol.


    In BW heißt GFS - ganze Familie schafft... und mit gutem Grund.

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Also vielleicht ist Statussymbol auch der falsche Ausdruck. Ich erlebe immer wieder, dass es für viele Eltern keine Alternative zum Gymnasium gibt, als wäre es "unter ihrer Würde", wenn das Kind halt auf die IGS oder Realschule geht. Daher wird "auf Teufel komm raus" gemeinsam gelernt und geübt, damit das Kind es halt packt. Ich bin der Meinung, man kann (und bei vielen muss man das auch) in den unten Jahrgängen unterstützen, aber ab einem gewissen Zeitpunkt (ich sag jetzt mal so ab 7./8. Klasse) muss das Kind das allein auf die Kette kriegen, sonst läuft was verkehrt. Manche Eltern hier lernen noch in der 10. oder höher mit ihren Kindern, weil sie es sonst nicht packen würden oder es nie gelernt haben allein zu lernen....das kann es doch nicht sein. Da würde ich dann eher sagen, das Kind geht halt auf eine Schule, wo es seinem Können nach auch allein klar kommt. Aber das wird ja oft wie ein Versagen gesehen, lieber wird dann auf einem anderen Gymnasium ein Jahr wiederholt.

    Ja er tut sich schwer mit dem Lernen, dem Dranbleiben, dem Selbst Einsehen, dass mal ein paar Minuten drüberschauen nicht reichen wird, dem "ich muss jetzt halt was für die Schule tun, auch wenn ich viel lieber Playstation spielen würde". Das muss ich noch sehr stark vorgeben, ständig kontrollieren und reglementieren. Vielleicht ist das auch normal in dem Alter. Bei meinem Großen brauchte ich das nicht, der ist aber auch kein normaler Fall, bei dem reichte tatsächlich mal schnell drüberschauen....

    Es geht auch nicht darum, dass ich das nicht leisten mag zu helfen, aber ist das die Erwartung vom Gymnasium? Dass es ohne die Elternhilfe und Organisation nicht zu machen ist?

    Ja Musik und Sport fällt ihm leicht wegen seiner Hobbies. Der Rest, hm so 3-4 meistens, manchmal auch ne 2, kommt darauf an, wieviel bei ihm durch den Unterricht auch schon hängengeblieben ist, ob ihn das Thema interessiert und wie so die Erwartung des Lehrers jeweils ist. Ich würde sagen, über alle Nebenfächer hinweg im Schnitt eine 3.

    LG Andy mit den beiden Jungs (Mai2004 und Februar2007)

  • Also der Klassenlehrer meines Mittleren hat uns Eltern am 1. Elternabend gleich mal gebeten die Kinder bis (wenn nötig) einschließlich 8. Klasse zu unterstützen und zu kontrollieren.

    Egal ob Hausi, Lernen oder Ranzen packen. Und besonders Jungs bräuchten da häufig etwas länger bis es läuft.

    Hier im Umfeld habe ich das auch beobachtet.

    Die Eltern haben sich das Gym ihrer Kinder zum Projekt gemacht, schreiben Wochenpläne, lernen und üben mit, fragen vorm Schlafengehn noch schnell Englisch und Latein ab und bibbern bei jedem Test...

    Mein Sohn hat das komplett verweigert und meine Nerven lagen blank, weil ich das nicht stemmen konnte...

    An deiner Stelle würde ich mir die IGS anschauen und fragen ob dein Sohn da hospitieren kann, falls er das möchte.

    Aber ehrlich gesagt finde ich die Noten noch ganz ok.

    So würde er doch noch ganz gut durch kommen.

    Du könntest ihn ja auch weiterhin in deinem dir möglichen Rahmen unterstützen und irgendwann klickt es ganz laut und er macht es selbst.

    Wenn er die Hobbies so sehr mag und davon profitiert würde ich ihm das lassen - ausser er möchte selbst etwas streichen.

    Wenn du nach dem Menschen suchst, der dein Leben verändert,
    Dann schaue in den Spiegel.

  • andy3112 ich kontrolliere auch nahezu garnichts mehr.

    So mitte der 6. Klasse ist das ausgeschlichen.


    Ich sehe das nicht als meine Aufgabe an.


    Ich frage nach Elternbriefen und Klassenarbeiten.

    Ich helfe bei Fragen und frage Vokabeln ab.

    Sonst ist das komplett Sache des Kindes und der Lehrer.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • siehste und genau das meine ich.....Mondschein ohne Dir jetzt zu nahe treten zu wollen...


    ich erlebe hier so viele Eltern die sagen, das ist Sache des Kindes, ich mach da gar nichts mehr

    und dann sitzte daheim und fragst Dich was Du falsch machst... weil Du mit deinem Kind ja.....


    um dann in Nebensätzen oder von den Kindern ! (das ist immer sehr witzig) gesagt zu kriegen, meine Mutter lernt Vokabeln mit mir...


    Weißt Du... Mondschein ich nehme dich jetzt einfach mal ja.... Du strukturierst das Kind, indem Du nach Klassenarbeiten fragst, indem Du für Fragen ansprechbar bist etc... und das ist m.M. nach nicht alleine laufen.


    Jetzt bin ich ja aber auch diejenige, die das für wichtig und normal erachtet und für völlig in Ordnung. Und ich gehe davon aus, dass Du das dann in einigen Jahren auch nicht mehr tun wirst.


    So ist das zumindest hier... das Kind lernt mit der Zeit immer mehr vollständig alleine zu tun.


    Aber: Ich denke erstens ist jedes Kind anders, zweitens sind Eltern anders...


    und nur für Dich und Deinen Sohn muss es passen @andy

    Ich persönlich finde, dass Du da eine sehr rigide Meinung hast. Du könntest ja auch tatsächlich mal ausprobieren Deinen Sohn alleine machen zu lassen. Entweder er packts dann, er bittet um Deine Hilfe... oder er wechselt dann eben.


    Ich habe da auch nicht die perfekte Antwort drauf und kotz ja immer wieder ab wieviel die Grundschule hier von den Eltern erwartet.


    Meinen Kindern sage ich immer wieder... helfen tue ich gerne.. .wollen müssen sie alleine.

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • claraluna: ja du hast recht, das wäre vermutlich besser, die Zügel da mal länger zu lassen und darauf zu vertrauen. Das fällt mir nur wirklich schwer leider...das liegt vielleicht auch ein bisschen in meiner Natur, ich bin so ein Kontrolltyp. Wobei ich jetzt gar nicht diejenige bin, die da ständig im Hausaufgabenheft schaut oder Hausaufgaben kontrolliert. Das eigentlich nicht. Ich denke es liegt einfach darin, dass ich es ihm nicht zutraue das komplett alleine zu machen. Ich kann mich da natürlich auch täuschen und vielleicht müsste man dann erstmal durch ein gewisses Tal gehen, ist nur die Frage wie tief ist das Tal und bricht dass ihm dann das Genick fürs Gymnasium oder nicht...wir haben gerade heute beim Mittagessen noch mal darüber gesprochen und er sagt selbst, er glaubt schon dass er es schaffen kann, aber er ist sich nicht sicher ob er den Druck auf die Dauer aushalten kann und möchte und ob er Opfer bringen will wie die Hobbys aufgeben. Und er ist sich schon bewusst, dass er sich gerne und zu leicht vom Handy und Playstation ablenken lässt, da haben wir jetzt noch mal vereinbart, dass er, wenn er heim kommt, das Handy erstmal im Rucksack lässt, bis er seinen Schulkram erledigt hat. Mal schauen, wie lange das anhält. Das ist es was ich meine, er ist schon willig, aber das Durchhalten fällt ihm schwer. Aber da sind wir Erwachsene ja auch oft nicht besser, diese Medien sind ja auch einfach zu verführerisch....und ich habe ihm noch mal erklärt, dass wir auf jeden Fall auch noch am Gymnasium Gespräche führen werden und wir uns morgen einfach mal einen Eindruck holen, gerade von der Art wie dort gearbeitet wird, sofern man das bei so einem Kennenlerngespräch schon heraushören kann und fragen, ob er mal hospitieren kann, und dann sehen wir weiter. Ich bin sehr gespannt, was für einen Eindruck wir von morgen mitnehmen. Das Gespräch ist mit den didaktischen Leiter, insofern hoffe ich jetzt schon, dass er Auskunft geben kann worauf sie Wert legen und wie sie arbeiten und differenzieren.

    LG Andy mit den beiden Jungs (Mai2004 und Februar2007)

  • handy unten auf den Tisch, wenn Hausaufgaben oben im Zimmer gemacht werden. Und das würde ICH kontrollieren.. und ihm dadurch helfen.



    Weißt Du mein beeindruckendstes Erlebnis war eine Chefin, die ganz selbstverständlich an mich geglaubt hat. Das hatte ich so noch nie und danach auch nie wieder im Leben.

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • also ich kontrolliere auch nichts. Bin aber natürlich im Gespräch mit meinen Kindern und ja, sie wissen auf Nachfrage gibt's jede erdenkliche Hilfe. (Das ist ja mit meinem Mann nichts anderes, da unterstütze ich auch bei Schriftstücken oder lese Korrektur oder oder & erwarte auch genau dies von meiner Famile)


    Ich kommentiere ggf auch, ab 4 im Vokabeltest ist eben reine Faulheit. Das würde doch auch an einer anderen schulform nicht wegfallen. Und ja bei 5/6 fragt man auch mal ob es am grundsätzlichen Verständnis liegt oder einfach daneben gelegen.


    Sobald das probejahr geschafft ist, ist man doch save. Ich sehe den Druck nicht.

    Life is a mountain - ride it like a wave

    Einmal editiert, zuletzt von Pony Hütchen () aus folgendem Grund: Edit Medien begrenzen wir allerings recht restriktiv. Nach Hause kommen und daddeln, ist hier keine Option.

  • claraluna ich glaube das hast du falsch verstanden.

    Ich frage, ob sie nicht mal eine Arbeit geschrieben haben und wie die Note war.


    Ich kann mir ja ungefähr ausrechnen, wann die Arbeiten so geschrieben werden.


    Und ja ich interessiere mich schon für die Noten.

    Es ist auch irgendwie netter, wenn ich beim Elternsprechtag weiß wovon die Lehrerin spricht.

    War aber auch schon anders, also dass ich es nicht wusste, weil das Kind es nicht gesagt hat.


    Ich frage Vokabeln ab, wenn ich darum gebeten werde.

    Das kommt so 2-3 Mal pro Halbjahr vor.

    Gleiches bei der Hilfe bei Fragen.

    Kommt auch so 2-3 Mal pro Halbjahr vor.

    Ziemlich genau dann, wenn es aufs Zeugnis zugeht und die Lehrer gesagt haben, dass die Note auf der Kippe steht.


    Und das würde ich für jeden machen. Das ist alleine laufen lassen.


    Hausaufgaben werden zu 90% nicht gemacht.

    Das erfahre ich immer, wenn die Briefe aus der Schule kommen.

    Die sind ja Pflicht mit Paragraphen usw.

    Mit den LehrerInnen habe ich besprochen, dass ich nichts machen kann.


    Und nur damit es nicht falsch rüber kommt.

    Die Noten sind nicht besonders toll und mein Kind ist nicht besonders strukturiert und es ist mir nicht völlig egal.

    Im Gegenteil, es bringt mich zur Verzweiflung.

    Aber noch viel verzweifelter waren wir, als ich versucht habe mit ihm zu arbeiten und da Struktur rein zu bringen.


    Da musste ich meine Einstellung radikal ändern.


    Ich würde dir auch gerne ein Foto seiner Schulsachen schicken, die in einem Haufen komplett durcheinander (leere Mappen und lose zum Teil kaputter Blätter dazwischen) im Zimmer liegen.

    Aber das ist nicht mein Haufen...


    Warum denkst du, dass du etwas falsch machst nur weil du es anders machst?


    Ich persönlich würde die Sachen einfach komplett ans Kind übergeben.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • ja ok...


    ich sag ja - es muss für die Familie passen... und denke da ist einfach auch ausprobieren gefragt.....


    ich hatte nur so ausführlich geschrieben, weil hier oft Eltern erzählen, dass das Kind das ja alles so toll alleine macht und die Kinder erzählen dann ganz anders.

    wie gesagt letztendlich auch egal wie es bei anderen läuft.....

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Ich kann aus zwei Perspektiven berichten.


    Meine Eltern haben nicht mit mir gelernt, mein Vater hat selbst nur kurz die Schule besucht (und nie eine deutsche) und hätte mir nicht helfen können. Meine Mutter war mit meiner Schwester (1 Jahr jünger) ausreichend beschäftigt (bei ihr war trotz ständigen lernens die Versetzung häufiger gefährdet).


    Damals fand ich es gut es so bequem zu haben (gelernt habe ich unregelmäßig Vokabeln, Hausaufgaben schon in der Grundschule immer abgeschrieben), ich kam so auf einen Durchschnitt zwischen 2 und 3, allerdings in der Realschule.

    Nach der 10. Klasse entschied ich mich für eine Berufsausbildung, auf noch mehr Schule hatte ich keine Lust.


    Heute nehme ich es meiner Mutter heute manchmal übel, dass ich so unter er den Tisch gefallen bin. Die Eltern meiner Freunde haben i.d.R. mit ihren Kindern gelernt, kontrolliert ob Hausaufgaben gemacht wurden, wussten ob Arbeiten anstanden. Natürlich sind nicht alle von denen sind mit einem Abi von der Schule abgegangen.


    Das Prinzip für etwas zu lernen habe ich nie richtig gelernt (ich habe später nochmal eine Aufstiegsfortbildung gemacht, auch da konnte ich mich überhaupt nicht zum lernen bewegen - nicht nur die fehlende Motivation sondern ich könnte gar nicht sagen welche Lernmethoden mir liegen) und gefühlt wäre für mich mehr drin gewesen wenn ich mehr Unterstützung gehabt hätte.


    Konfirmandenunterricht wird er ja nicht ewig haben. Ich würde an deiner Stelle vielleicht einen Zwischenschritt gehen und für Problemfächer professionell Nachhilfe nehmen? Ich kenne es eigentlich von anderen so, dass ab Klasse 7 auch mit Mitschülern in der Gruppe gelernt wurde.


    In meinem Betrieb betreue ich auch Auszubildende. Wir haben Azubis die nach dem Abitur anfangen und andere die nach der 10. Klasse zu uns kommen.


    Gute Noten können beide gleichermaßen haben. Den Azubis die nach dem Abi kommen fällt es aber deutlich leichter sich den Arbeitstag zu strukturieren und etwas selbst zu erarbeiten. Auch das Thema eigene Nachkontrolle der erstellten Arbeiten brauche ich da i.d.R. nicht anschneiden, da sie dies offenbar aus ihrem früheren Lernalltag mitbringen.

  • ...

    In der IGS wäre weniger Druck, aber er könnte den selben Schulabschluss machen, richtig?

    ...

    wie kommt es denn dazu? Es wird das Gleiche gelernt, das Kind muss den Stoff irgendwie packen, wie kann es da weniger Druck geben?

    Oder ist die ausgesuchte IGS eine die nach ganz anderen Methoden unterrichtet die besser zu Kind passen?

    Hm, vielleicht habe ich da vorschnell von Hamburg auf andere Bundesländer übertragen:

    Hier ist es im Gymnasium G8 und auf der Stadtteilschule (so heißen hier die Gesamtschulen) G9.

    Ich habe auf jeder Schulform ein Kind und der Druck auf der Gesamtschule ist um Längen (!!!) niedriger.

    Im Leben erreichen die in 13 Schuljahren nicht das Niveau des Gymnasiums. Was mir bei vielen Fächern sch... egal ist, in den Sprachen allerdings ist es goßer Mist. Hat eben alles zwei Seiten.


    Wenn das bei euch allerdings kein großer Unterschied von Druck ist, ist meine Aussage natürlich Blödsinn.

  • beide Kinder haben dann Abitur?


    Und dann möchte noch jemand aufs Gymnasium?


    irgendwie verrückt wie unterschiedlich das in den Bundesländern ist....


    was hier noch gute Alternativen sind... es gibt Gymnasien mit bestimmter Ausrichtung, die dann erst ab der 8. Klasse oder so starten

    Da geht man dann auch in 9 Jahren zum Abitur... (und hat manchmal schon einen Berufsabschluss)...

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Hier wird die IGS in RLP erläutert.


    Im Vergleich zum Gymnasium lese ich daraus folgende Unterschiede:

    - Klassenverband über alle Schulformen bis einschließlich Klasse 6

    - ab Klasse 7 äußere Differenzierung in den Fächern Mathematik und 1. Fremdsprache

    - weitere Fächer mit äußerer Differenzierung in späteren Jahrgängen in Deutsch und Naturwissenschaften

    - eine 2. Fremdsprache ist nicht verpflichtend


    --> das kann schon "weniger Druck" im Vergleich zum Gymnasium bedeuten.


    G8 gibt es in RLP m. W. nur in Verbindung mit verpflichtendem Ganztag.

  • Und dann möchte noch jemand aufs Gymnasium?

    Wegen des Milieus?

    Sorry, wenn das jetzt nicht PC ist, aber ich glaube, sehr viele Schulentscheidungen werden vor diesem Hintergrund getroffen.

    Tatsächlich ist es hier so, dass 95% der Inklusion außerhalb der Gymnasien stattfindet. Und da das alles möglichst wenig kosten darf, funktioniert die Inklusion so unterschiedlicher Kinder bzw Bedürfnisse nicht.

    Nach den Erfahrungen mit Kind1 auf der Gesamtschule haben wir für Kind 2 das Gymnasium gewählt.

    Für meine Kinder ,normalbegabt mit begrenzter Aufmerksamkeitsspanne,die Wahl zwischen Pest und Cholera.