Kleinkind abfüttern durch die Schwiegermutter

  • ich brauch mal eure Raben-Meinung. #rabe


    Unser Sohn ist 2 Jahre alt und ist ein bisschen wählerisch beim Essen. Ist ja auch normal, denke ich. Er hat oft keinen Hunger oder isst auch normal nur eine Komponente beim Essen etc. Wir haben ihm da immer alle Freiheiten gelassen, von Anfang an BLW gemacht, er wollte auch immer selbstständig essen, wir haben ihn nie gefüttert.


    Momentan ist meine Schwiegermutter für eine längere Zeit zur Unterstützung da, die macht natürlich einiges anders als wir.

    Bei Ihr macht er auch viele Dinge, zu denen wir Ihn nicht überzeugen können, ist vermutlich auch normal.


    Jedenfalls gibt es beim Essen oft die Situation, ich habe etwas gekocht, was er theoretisch mag. Er mag es nicht essen und will aufstehen. Ich würde ihn dann lassen und davon ausgehen, dass er keinen Hunger hat. Sie schafft es dann immer noch ihn zu "überreden" indem sie ihn auf den Schoß nimmt und ihm irgendwas erzählt und mit ihm spielt und nebenher Löffelweise das essen reinschiebt. Er lässt das zu und es scheint ihn nicht zu stören.


    Mir widerstrebt das total, ich platze innerlich, weil ich dieses gegen seinen Willen füttern irgendwie so schrecklich finde. Andererseits sag ich dann nichts, weil es ja tatsächlich funktioniert und er isst dann wenigstens was (gesundes/sättigendes) und hat nicht 3 Stunden später plötzlich Heißhunger, wenn ich grad nix gekochtes da stehen habe und er dann nur ein Brötchen isst oder so.


    Ich bin so total hin und hergerissen, irgendwie ist das komplett gegen meine Prinzipien, aber dann denke ich wieder, er isst wenigstens was und es stört ihn offensichtlich auch nicht sondern er nimmt es anstandslos hin. Ich weiß auch nicht, warum mich das so aufregt. Ich will einfach gerne, dass er selber entscheidet, ob er was essen will. Oder ist das zu viel verlangt von einem Kind in dem Alter? Wie würdet ihr das sehen??

  • Da hatte ich letztens ein Erlebnis in einer Gaststätte mit einem Pärchen mit Kind in ähnlichem Alter. Die haben dem Kind das Handy hingestellt und Filmchen abgespielt, damit es abgelenkt war und ihm immer wieder Essen in den Mund gestopft, auch wenn das Kind eigentlich schon deutlich gezeigt hat, dass es nicht mehr will. Ging es bei dem Einen nicht mehr, hat das andere Elternteil das Spielchen übernommen.

    Da musste ich mich auch sehr zusammenreißen, wegzuschauen #kreischen.


    Wenn die Schwiegermutter jetzt länger da ist, würde ich das Thema ansprechen und erklären, warum ich das nicht gut finde.

    Wir haben das auch immer vermieden, auch wenn unsere Kinder Leichtgewichte waren.

  • Ich kann dein Dilemma absolut verstehen. Und auch, dass dir das irgendwie widerstrebt.#knuddel


    Was ich erzählen kann:

    Ich habe meine Haltung dahin gehend tatsächlich etwas geändert:

    Zu Beginn habe ich immer hingestellt und angeboten. Selbstverständlich mehrmals. Die Kleine war nie eine grosse Esserin. Und so hat sie dann ein paar Löffel gegessen und ist dann abgedüst. Für mich war das ok. Ich fand Programm beim Essen doof, weil ich nicht Essen nebenher machen wollte.

    Da habe ich viel gestillt. Und es war ok.


    Jetzt kam die Veränderung: Die Stimmung der Kleinen kippt absolut, wenn sie Hunger hat. Und da reicht Stillen nicht mehr. ABER Essen ist ihr zu langweilig. Und so isst sie tatsächlich zu wenig. Einfach weil sie keine Lust hat. Und sie merkt es nicht. Wirklich. Ich biete Essen an. Auch zwischen den Mahlzeiten. Sie will nichts. Ist aber total weinerlich und schlecht gelaunt. Echt übel.

    Und dann, wenn ich sie beim Essen habe. Dann haut sie richtig rein. Und isst eine richtig grosse Portion. Aber eben nur, wenn Programm am Tisch ist. Wenn ich mit Handpuppen Theater spiele oder ein Buch vorlese oder ...

    Und trotzdem hört sie auf, wenn sie satt ist. Es ist also nicht so, dass das Sättigungsgefühl ausgehebelt wird.


    Langer Rede kurzer Sinn:

    Zeigt er der Oma, wenn er satt ist? Will sie ihn dann gegen seinen Willen noch zu einem Löffel überreden (das würde ich unterbinden versuchen). Wenn nicht, würde ich mir das mal anschauen. Vielleicht hilft ein bisschen Unterhaltung beim Essen.

    Auch ich esse lieber, wenn ich mich unterhalten oder Zeitung lesen kann.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • weil es sich überschnitten hat mit Freda


    Ich würde ganz klar auf die Zeichen des Kindes achten und die Oma auch in die Richtung instruieren. Denn klar, die müssen geachtet werden. Die Situation, wie du sie beschreibst, @ Freda ist ja echt gruselig.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Mich würde es auch sehr stören, weil mir beim Thema Essen unglaublich wichtig ist, das natürliche Sättigungsgefühl nicht zu verlieren. Ich bin bei allen möglichen Essensfragen ziemlich locker (bestimmt lockerer wie so manch andere hier #pfeif): meine Kinder dürfen daheim naschen, sie dürfen bei der Oma/der erweiterten Familie/den Freunden naschen, sie dürfen ins McDonalds, sie dürfen Nutella essen, etc. Aber noch heute sage ich ihnen immer mal wieder (wenn es die Situation erfordert), dass sie aufhören sollen, wenn sie satt sind. Sie dürfen auch gerne dann das betreffende Essen aufheben und später auffuttern, egal, auch wenn es dann Kuchen zum Abendessen gibt, Hauptsache, sie stopfen nichts in sich rein, wenn sie satt sind. Von daher würde ich an deiner Stelle mal mit deiner Schwiegermutter darüber reden und erklären, warum du es nicht willst - kann man ja nett machen und vielleicht gleichzeitig noch erwähnen, dass du es klasse findest, dass sie sein Lieblingsessen kocht :). Wie verstehst du dich denn generell so mit ihr?

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.

  • hmm, macht er denn deutlich, wenn er satt ist und sie stoppt das Füttern dann? Oder geht das so bis die Portion auf dem Teller leer ist?

    Überreden zum Essen fänd ich persönlich im ersten Fall nicht so schlimm, unsere Kleine spielt auch lieber und isst erst bei Heißhunger, was natürlich schlecht mit warmem Essen zusammenpasst. Ich versuch sie auch zum Sitzen zu bewegen und, wenn sie es zulässt fütter ich sie auch mal auf dem Schoß, wenn die Alternative ihr Rumkaspern am Tisch ist. Wenn das alles nicht klappt darf sie aufstehen und spielen und später essen, sie ist ja noch klein. Bei unseren älteren Kindern gilt, das Kinder auf Kinder warten beim Essen.

  • ich finde, es kommt auf die Feinheiten an.

    Wenn er bald nach dem Essen wieder Hunger hat, war es vielleicht doch nicht genug, was er alleine isst.

    Wenn dich das nicht stört, aber das Ungesunde an “deiner brötchenlösung“, dann heb doch einen Rest vom Mittag auf, den er dann Essen kann.

    Ich verstehe nicht ganz: du schreibst “gegen seinen Willen“ und “es scheint ihn nicht zu stören“?

    Gegen seinen Willen würde ich unterbinden, egal wie kurz oder lange sie da ist.

    Ihn auf den Schoß nehmen in einer freundlichen Atmosphäre, erzählen, lachen, Essen anbieten (Löffel hochhalten, nicht reinschieben) unihn füttern sehe ich nicht als zwang an.

  • Sie schafft es dann immer noch ihn zu "überreden" indem sie ihn auf den Schoß nimmt und ihm irgendwas erzählt und mit ihm spielt und nebenher Löffelweise das essen reinschiebt. Er lässt das zu und es scheint ihn nicht zu stören.

    Ich würde halt die Kombination was Interessantes machen/erzählen und gleichzeitig nebenher ein Löffelchen nach dem anderen reinschieben wirklich nicht gut finden. Edit: Auch wenn es ihn nicht zu stören scheint, heißt das ja nicht, dass er wirklich noch Hunger hat. Essen sollte meiner Meinung nach eine bewusste Handlung sein. Ich lese z.B. gern die Zeitung beim Frühstück, esse dann aber tatsächlich mehr als ohne Lesen und zwar nicht, weil ich noch Hunger hab, sondern weil es gut schmeckt und ich abgelenkt bin.

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.

  • Ich bin da auch Zwiegespalten - mein Sohn hat oft irgendwann keine Zeit mehr für Essen. Heißt er isst den aller gröbsten Hunger weg und dann keinen Kopf mehr um weiter zu essen. Das führt dann zu einem Nachts aufwachendem Kind oder (noch schlimmer) einem Kind das frühs super, super hungrig aufwacht und vor Hunger heult bis er die ersten paar Bissen im Magen hat. Das ist für uns alle kein Zustand. Deswegen darf er aufstehen wenn er nicht mehr mag aber ich biete (!) Häppchenweise Essen an während er noch durchs Wohnzimmer hüpft oder spielt.

    Manchmal füttere ich auch davor noch am Schoss oder am Platz.


    Er formuliert aber beim Häppchenessen oder beim Füttern deutlich wenn er dann wieder nicht mehr mag.


    Wenn wir z.B. nicht weggehen oder es ins Bett geht oder es Essen ist was man gut mitnehmen kann, stelle ich es dann auch in Kinderhöhe in die Küche und da bedient er sich zwischendurch dann. Er hat einfach keine Zeit für lange Essen. Ich war genauso als Kind :D.

    “Stelle Dich an den Abgrund der Hölle
    Und tanze zur Musik der Sterne!”
    (Walter Moers)


    Du darfst sein, wer du bist, du darfst dich äußern und wir nehmen das ernst. Da ist immer beides: Wurzeln und Flügel, Bindung und Freiheit.

    (Herbert Renz-Polster)

  • genauso wie rhcp.


    Unsere Kinder haben noch ihr Sättigungsgefühl, das bei den meisten Erwachsenen nicht mehr funktioniert.

    DAs ist mir so wichtig, dass sie hier auch den kleinsten Happen liegenlassen dürfen.


    Und es funktioniert.


    Bei uns gibt es auch nicht dieses bescheuerte Du kriegst erst Nachtisch wenn Du aufgegessen hast....

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Bei uns gibt es auch nicht dieses bescheuerte Du kriegst erst Nachtisch wenn Du aufgegessen hast....

    Oh ja. Das gibt es bei uns auch nicht. Furchtbar das! (Sorry. OT)

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Hmmm ich verstehe die Bedenken. Nur kenn ich auch unseren Kobold, der nie Zeit zum Essen hat, heut auch nicht wirklich.


    also wir haben ihn als Kleinkind tatsächlich zum Essen überredet, meine mutter und Schwiegermutter haben ihn auch mal gefuttert, aber sie sahen sich selten daher fiel es nicht so ins Gewicht. Das wichtigste: das Kind hat kein bisschen mehr gegessen, wenn es satt war und/oder keine Lust mehr hatte. Da hat ihn auch niemand gezwungen.


    Wenn dein Kind das auch deutlich macht und die Schwiegermutter drauf achtet, könntest du dann damit leben? Hast du mit ihr drüber gesprochen?

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • Unabhängig von der Schwiegermutter würde ich herausfinden wollen, ob er wirklich keinen Hunger hat oder einfach schon etwas Hunger hätte, aber spielen gerade doch interessanter ist. Vielleicht dadurch, dass er einfach eine kurze Zeit mit am Tisch sitzen soll, auch wenn er sagt, dass er nichts essen will. Also wirklich nur kurz, aber für diese Zeit ist dann klar, dass die Wahl zwischen essen und nicht essen ist und nicht zwischen spielen und essen.

  • Aaaaalso.


    Ja, es gibt auch die Situation, dass er absolut nicht will, dann macht er den Mund nicht auf und dreht sich weg, dann akzeptiert sie es.

    Wenn sie das nicht akzeptieren würde, hätte ich natürlich eingegriffen...


    Mein Zwiespalt ist genau der, den rhcp schreibt. Es geht mir darum, dass er nebenher das Essen reingeschoben bekommt, was er vorher abgelehnt hat und abgelenkt ist. Er ist dadurch nicht bewusst.


    Meine Schwierigkeit ist einfach: ich weiß tatsächlich nicht, ob er dann wirklich hunger hat. Ich denke, er ist nicht pappsatt (denn das letzte Essen ist ja schon etwas her) aber wirklich Hunger scheint er ja auch nicht zu haben, wenn er es nicht essen will.


    Ich hab auch mit ihr drüber gesprochen. Sie ist der Meinung, zum Essen zwingen würde sie auch nie, aber das Kind muss ja was essen fürs Wachstum und so, und wenn es das nicht von alleine tut, muss man halt Tricks anwenden.


    Ein Unterschied zwischen uns ist aber zum Beispiel auch, dass sie nie (oder nur ganz kurz) gestillt hat und daher ihre Kinder anders satt kriegen musste. Wenn man Fläschchen gibt oder Brei, dann überlegt man sich vielleicht aktiver, wieviel das Kind essen sollte. Da ich immer noch stille, hab ich mich nie so getresst, weil ich immer dachte, das allernötigste bekommt das Kind schon und es ist ja nicht so, dass es gar nichts festes isst. Daher hab ich weniger so diesen festen Plan, mein Kind muss zu der und der Mahlzeit, so und soviel essen, damit es satt wird, sondern das hab ich halt immer eher locker gesehen.


    Aber man muss natürlich auch sagen, wenn er sich immer aussuchen darf, was er isst, dann nimmt er natürlich lieber das Marmeladenbrot als was herzhaftes. Also so ganz freie Hand darf man ihm ja dann doch vielleicht nicht lassen.


    #confused#confused#confused

  • Salino

    das hat sich jetzt überschnitten. Genau, das ist irgendwie mein Problem.

    Also es ist nicht so, dass er lieber spielen möchte. Das dürfte er auch am Tisch, bzw macht er bei uns auch manchmal, wenn er schon satt ist aber wir noch essen wollen.

    Ich hab eher das Gefühl, dass er an dem Tag grad nicht so Lust auf Nudeln hat (als Beispiel) und die anderen Sachen die zur Verfügung stehen auch nicht will und dann ist er lieber nix und der Hunger ist auch nicht so groß, dass er sich überwinden würde es trotzdem zu essen.

    Es sind wirklich immer Sachen, die er grundsätzlich isst. Aber er mag grad nicht essen (weil er entweder keinen Appetit drauf hat oder keinen Hunger)

  • Froschkind isst auch oft Sachen nicht, die er grundsätzlich isst. Das ändert sich immer mal wieder phasenweise.

    Meine Einstellung ist, ein hungriges Kind wird schon essen, einzige Regel ist, nach einer Hauptmahlzeit gibt es eine Stunde nichts anderes. Damit nicht zugunsten etwas vielleicht leckererem die Mahlzeit ausgelassen wird.

    Bei der Schwiegermutter rege ich mich über das reinschieben auch auf, leider tut er ihr inzwischen manchmal den Gefallen, ich bringe ihn dort nur noch ausgehungert hin...#pfeif

  • Ich auch.


    Ein Ansatzpunkt: ist die Schwiegermutter evt eine der vielen Frauen, die mit ihren eigenen Gewicht hadert?

    Dann würde ich sie da packen: wer das Essen nach Hunger verlernt, hat eine grössere Chance übergewichtig zu werden.


    Ich habe hier auch ein Kind, dem Essen gerne mal zu spät einfällt. Aber wir fahren wirklich sehr gut damit, auf die regelmässigen Mahlzeiten zu achten, aber ihr allein die Mengenregulierung zu überlassen.

    Da ich selbst genügend Notvorräte angefuttert habe, ist mir das wichtig, dass meine Kinder nie mehr essen müssen, als sie wollen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich finde das jetzt nicht so schlimm, auch wenn ich es so nicht machen würde. Weil es für eine begrenzte Zeit ist. Und weil er ja, wenn er wirklich nicht will, sich auch weigert zu essen und die Schwiegermutter das offenbar auch akzeptiert. Das finde ich wichtig. Könnte es auch sein, dass er die Aufmerksamkeit (auf dem Schoß sitzen, Geschichten) genießt?

  • Hätte ich nur den großen, hätte auch ich gesagt, das Kind würd essen, wenn es Hunger hat. Dem kleinen ist essen schlicht nicht wichtig. Klar würde er nicht verhungern aber spielen ist viel viel wichtiger, so dass essen an dreizwölfigster stelle dran ist.


    Wenn es kurz nach dem Essen doch Hunger meldet, dann hat er nicht genug gegessen, sonst würd er ja nicht Hunger melden oder?

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • Hätte ich nur den großen, hätte auch ich gesagt, das Kind würd essen, wenn es Hunger hat. Dem kleinen ist essen schlicht nicht wichtig. Klar würde er nicht verhungern aber spielen ist viel viel wichtiger, so dass essen an dreizwölfigster stelle dran ist.

    Ich hab auch so Kinder, denen Essen nicht so wichtig ist (oder war, besser gesagt, der Teenie hat gefühlt gerade immer Hunger #freu), aber trotzdem finde ich die Kombination "ablenken und nebenbei in den Mund schieben" nicht gut. Verhungern tut ein gesundes Kind nicht, auch wenn es manchmal vor lauter Spielen das Essen vergisst, aber das "Nebenbei"-Essen hat mir (und vielen, die ich kenne) das Sättigungsgefühl abtrainiert und zumindest bei mir damit echt Schaden angerichtet. Mag sein, dass ich deshalb da so pingelig bin, aber mir ist es echt super wichtig, dass meine Kinder 1. ganz bewusst und mit Genuss essen (durchaus auch mal ungesunde Sachen, das finde ich nicht schlimm), aber 2. aufhören, wenn sie satt sind, egal, wie gut es schmeckt. Ich kann das nicht, weil ich es einfach nicht gelernt bzw. durch solche Methoden, mögen sie noch so lieb und gut gemeint sein, total verlernt habe. Es spricht ja nichts dagegen, dem Kind Essen immer wieder anzubieten oder es auf kindgerechte Höhe hinzustellen, damit es sich selbst bedienen kann - aber dieses "nebenher in den Mund schieben" geht für mich gar nicht.

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.