Mittagsschlaf ohne Einschlafstillen

  • Hallo zusammen,


    ich weiß nicht, ob meine Frage eher zum schlafen oder zum stillen gehört, aber ich hätte gerne mal eure Ideen / Erfahrungen / Meinungen: Mein Sohn ist 14 Monate alt, isst bereits seit einigen Monaten normal vom Tisch mit, wird allerdings noch in den Schlaf gestillt und auch nachts in den Schlaf zurück gestillt. Da er nicht zu den Kuschelkindern gehört, genieße ich diese Nähe auch sehr.

    Der Mittagsschlaf gestaltet sich nun so, dass er entweder im Kinderwagen schläft und ich 2 Stunden marschiere oder er auch hier in den Schlaf gestillt wird. Allerdings hat er tagsüber einen so leichten Schlaf, dass ich neben ihm liegen bleiben muss und er immer wieder andockt. Im Gegensatz zur Nacht ist an Ablegen nicht zu denken (nachts stille ich in unserem Bett und lege ihn schlafend problemlos in seins).

    Da ich aber weder Eltern noch Schwiegereltern in greifbarer Nähe habe, bin ich nicht nur mit Kind, sondern auch mit Haus und Garten unter der Woche komplett auf mich gestellt. Daher wäre es großartig, wenn ich meinem Sohn tagsüber das Einschlafen im eigenen Bett beibringen könnte, so dass ich 1-2 Stunden am Tag auch mal etwas anderes schaffen könnte. Lege ich ihn hin, steht er allerdings sofort wieder auf und rennt im Bett herum. Lege ich ihn immer wieder hin, fängt er irgendwann an zu weinen. Lasse ich ihn laufen, läuft er 2 Stunden später allerdings immer noch also fällt der Mittagsschlaf komplett ins Wasser und ab dem späten Nachmittag bekomme ich dafür die Quittung...#haare

    Gibt es hier Tipps und Tricks, wie ich vorgehen könnte? Oder ist das ganze Unterfangen unsinnig weil er nicht einmal mit Brust und einmal ohne einschlafen kann? Erwarte ich hier für ihn unmögliches oder habt ihr einen Rat?

    Vielen Dank und freundliche Grüße

    Stephie

  • Nachtrag: Schnuller haben wir in allen möglichen Farben, Formen und Materialien ausprobiert. Er kaut darauf herum, pfeffert sie durch den Raum und fordert das Original. ???‍♀️

  • Hier waren auch Tuch und Trage die Lösung.

    Aber echt auf dem Rücken.

    Wir haben Mittagsschlaf sonst fast nur im Auto oder eben auch stillend/spazierengehend/tragend gemacht.

    Der Mittagsschlaf fiel früh weg hier.

  • Nochmal hier Tuch oder Trage auf dem Rücken. Manchmal klappt es drinnen, manchmal muss ich raus. Wenn er eingeschlafen ist, lässt er sich dann auch ablegen.


    Hat bei meiner grossen allerdings nur selten funktioniert. Dafür könnte ich bei ihr manchmal den Kinderwagen auf den Balkon stellen, wenn sie eingeschlafen war.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Dankeschön für eure Rückmeldungen. ?

    Die Trage wäre allerdings in der Tat noch eine Idee. Ich weiß allerdings nicht, ob das noch klappt. Früher hatte ich ihn viel in der Trage aber er hat beim Wachstum den Turbo drin und ist inzwischen so groß wie ein Zweijähriger und wiegt 15 kg. ? Geht das dann überhaupt noch mit nem Bondolino oder brauche ich da etwas anderes? Weiß das zufälligerweise jemand von euch?

  • Ich würde es einfach ausprobieren. Wenn es gut klappt, dann kannst du über ein größeres Modell nachdenken (dürfte für euch beide dann bequemer sein), wenn nicht, hast du kein Geld rausgeworfen.

  • Ich finde den Gedanken, ein 15kg Kind auf dem Rücken in den Schlaf zu tragen auch mehr als anstrengend und mein Sohn wurde in dem Alter in der Trage auch gar nicht mehr schläfrig sondern ist gerne rumgehüpft und hat mir an den Haaren gezogen #hammer


    ich denke in dem Alter könnte es für ihn gut sein, zu lernen, wie er selbst zur Ruhe kommt. Ein Baby kann das noch nicht, aber im Kleinkind-Alter ist das ja ein ganz wichtiger Schritt. Damit meine ich nicht ins Bett legen, Tür zu und weinen lassen, sondern ihm ruhig und liebevoll zu erklären, dass jetzt Schlafenszeit ist und Mama da ist, wenn er was braucht, neben ihn legen oder vielleicht sogar rausgehen, in der anderen Ecke was lesen, je nach Gefühl. Ob das für euch funktioniert müsst ihr sehen, bei uns hat es auch echt lange gedauert, aber es ging nicht mehr anders, weil unser altes Einschlafritual (Hand halten) ihn gar nicht mehr zum Schlafen gebracht hat. Einschlafstillen war hier schon früher abgemeldet, das wollte er nur noch beim Aufwachen, da war er immer kuschelbedürftig.

  • Hallo,


    Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern. Hab ich was im Haushalt gemacht, hatte ich ein schlechtes GEwissen dem Kind gegenüber, weil ich nicht mit ihm spielte und bastelte... beschäftigte ich mich mit dem Kind, hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich die unfähigste Hausfrau aller Zeiten war...


    Ich glaube, da gibt es kein Allheilmittel. Bei mir war es bei jedem Kind anders - und jedes Kind hatte wieder ganz verschiedene Phasen. Was beim einen klappte, konnte beim anderen schief gehen, was vorige Woche noch nicht ging, konnte diese Woche klappen.


    Eins war aber immer so: Wenn ich ganz ganz dringend wollte, daß etwas soundso lief, hat es NICHT geklappt. Leider.

    Hatte ich mich damit abgefunden (also wirklich, nicht nur zähneknirschend scheinbar) und versucht, andere Lösungen zu finden, dann konnte es sein, daß die Enspannung sich auch aufs Kind ausgewirkt hat. Nicht sofort, aber irgendwann.


    Darum würde ich zuerst mal schauen, wie du die "Haus und Garten"-Situation ohne eine ensprechende Mittagsschlafsituation enspannen kannst.


    Wo kannst du dein Kind mitarbeiten oder etwas nebenher tun lassen? Die Montessoripädagogik bietet da einige schöne Ideen, finde ich. Auch wenn es damit doppelt so lange dauert, schafft man doch mehr als wenn man auf die im Grunde nie kommende "freie Zeit" wartet.

    Es kann nämlich auch sein, daß du jetzt tatsächlich eine tolle Lösung für den Mittagsschlaf findest und dann schafft dein Kind bald den Mittagsschlaf ganz ab. Oder es gewöhnt sich so dran, daß es ihn dann noch 2 Jahre lang genau so braucht - und du in der Zeit über Mittag regelrecht festgetackert bist.


    Ich fand es sehr entlastend, nicht mehr zwischen "Zeit fürs Kind" und "Zeit für den Haushalt" trennen zu müssen, sondern mir klar zu machen, daß das gemeinsame Alltags-Tun Zeit fürs Kind IST. Und mindestens genau so wichtig wie spielen, vorlesen usw. ... Also weniger das Augenmerk drauf setzen, wie ich das Kind "weg" bekomme, sondern schauen, was man tun kann, wenn das Kind mitwuselt, Wäsche wieder rausräumt, die ich grad reingestopft habe, mir jedes Teil aus der Spülmaschine einzeln zureicht, glücklich in einer Schüssel mit (wenig) Wasser "abwäscht" wärend ich etwas anderes mache (und danach den Boden fürs wischen gar nicht erst anfeuchten musste...) ,


    Ich schließe mich den anderen an - das, was hier tatsächlich fast immer geholfen hat war tragen. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie ich die Zeit anders überstanden hätte, schließlich gab es irgendwann noch Geschwisterkinder, die auch noch klein waren und Mama brauchten ... (Haushalt hatte da lange Zeit die allerletzte Priorität... aber es ist aufs Ganze gesehen doch eine recht kurze Phase, auch wenn es sich mittendrin anders anfühlt. )


    Bei den beiden Großen hatte ich das Tragetuch, bei den beiden Kleineren zusätzlich einen Carrier. Ich habe zwischen verschiedenden Trageweisen abgewechselt, Rucksacktrage im Tuch, im Ergo, die "afrikanische" Trageweise... Das ging ganz gut. Vielleicht lohnt es sich, von einer Trageberatung oder jemand anderem mit Erfahrung eine gute Bindeweise zeigen zu lassen oder verschiedene Komporttragen zu testen (manche Trageberatungen bieten die auch gegen eine kleine Gebühr zum Ausprobieren an)

    Manchmal ging es, das Kind abzulegen, manchmal nicht... Dann war es eben so.


    Alles Gute!

  • Dankeschön euch beiden.

    Esther : Wenn ich wüsste, WIE er lernen kann, selbst zur Ruhe zu kommen, wäre meine Frage beantwortet. Genau das ist mein Problem. Wach ablegen bedeutet hier, Kind beruhigt sich eben nicht, sondern dreht erst so richtig auf. Ich bin da etwas ratlos weil mir ein funktionierender Plan fehlt, WIE er sich selbst beruhigen lernt. Oder vielleicht hast Du Recht und ich muss es viel öfter probieren und er lernt es irgendwann...#weissnicht


    Trin : Das kreisende schlechte Gewissen trifft es wirklich. Vielleicht muss ich noch mehr Gelassenheit in Punkto Haushalt an den Tag legen aber das ist schwer wenn man sich manchmal in seinem Chaos so gar nicht mehr wohl fühlt... Den Montessori Ansatz finde ich auch ganz toll, ich kannte bisher nur immer Tipps für Kinder ab 2 wie Tisch decken oder Kleinigkeiten auffegen oder sowas. Das ist motorisch halt noch ganz weit weg. Aber den Geschirrspüler findet er tatsächlich interessant, vielleicht fangen wir damit doch schonmal an. Nicht unbedingt mit Omas bestem Porzellan...?Nur: Festgetackert zum Mittagsschlaf bin ich jetzt auch schon. Das ist auch ein Teil, der mich an der Situation stört. Aber wahrscheinlich stehe ich mir mit meiner Ungeduld tatsächlich mal wieder selbst im Weg... ? Denn das stimmt absolut: Wenn es unbedingt klappen soll, geht gar nichts! Ich atme ein, ich atme aus.... #rolleyes

  • Bei Kind 1 hat hier immer die gleiche Musik CD anmachen geholfen und zusammen auf eine Matratze im Kinderzimmer kuscheln - dann konnte ich mich wegschleichen.

    Kind zwei ist prima im Kinderwagen eingeschlafen, also stand der im Arbeitszimmer während des Mittagsschlafs und würde zum (wieder)einschlafen geschuckelt (der Mann musste nämlich in der Zeit Home Office machen). Wäre das sonst ein Ansatz für euch wenn er prinzipiell im kiwa schläft?

    An meinen freien Tagen hab ich mich allerdings mit hingelegt und bin beim stillen mit eingeschlafen, das war mein Highlight zweimal die Woche:D


    Ansonsten zum selber einschlafen lernen: haben wir bei Kind 1 sehr unterstützt. Immer wieder gestreichelt, erklärt, reingegangen, Kuscheltier\schnuller angereicht - dazwischen aber immer wieder rausgegangen und wurschteln lassen (und ja, das dauert am Anfang eeewig).

  • Huch, 15 kg hatte unsere Tochter nicht mal zum Schuleintritt :) Ist mit Herumtragen sicher nicht mehr lustig.


    Ist er dein einziges Kind? Dann würde ich die Zeit als quality time nutzen und mich mit hinlegen. Das Zwischendurchandocken vielleicht, wenn möglich, unterbinden. Der Haushalt kann warten :)

  • Hier auch oft Trage, aber 15 kg haben wir neulich, mit gut 4 gehabt und der Muk ist defintiv RIESIG, der ist bald 1,20m groß.

    Und ich hatte ihn neulich in der Trage, das ist nicht mehr lustig, das stimmt.


    Dieses Festgetackert sein hat mit mir auch immer was gemacht. Ich hasse normalerweise am Tag hinlegen, das widerspricht meinem persönlichen Rhythmus total, und zudem macht es mit Rückenschmerzen, da ich da belastet bin.

    Ich hab es auch nie geschafft mich da innerlich runterzuholen und "drauf einzulassen", wie man das so schön sagt. Ein energielegadener Körper, der zur Ruhe gezwungen wird, so fühlte sich das an.

    Nun ging bei uns Tragen noch lange, aber wirklich wirklich gut war dass der Muk kurz vor dem 2. Geburtstag das MIttags schlafen von einem Tag auf den anderen eingestellt hat! Das passt viel besser in unseren Rhythmus!

    Von mir also keine Ideen nur ein solidarisches Durchhalten! Es wird besser!

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Ich habe dieselbe Situation hier. Ich nehme aber mein Handy mit ins Bett und höre dann mit Kopfhörern ein Hörbuch oder gucke Serien beim Stillen. So habe ich dann mittags eine schöne Auszeit (abends geht das nämlich auch nicht, weil das Kleinchen alle 15 Minuten wieder wach wird, wenn niemand daneben liegt). Und der Haushalt sieht echt nicht schön aus, aber dafür das Kind #super

    Und ich finde, Trin hat es schön zusammen gefasst: akzeptieren, weniger Stress, bessere Laune.

    Das müsste ich mir vielleicht groß an eine Wand schreiben, denn man vergisst es immer so schnell wieder.

  • Hallo,


    Trin : Das kreisende schlechte Gewissen trifft es wirklich. Vielleicht muss ich noch mehr Gelassenheit in Punkto Haushalt an den Tag legen aber das ist schwer wenn man sich manchmal in seinem Chaos so gar nicht mehr wohl fühlt...


    Ja, ich glaube, der Kompromiss zwischen: "Ich stresse mich damit nicht" und "ich fühle mich selber nicht mehr wohl" ist schwierig.... wo setze ich die Prioritäten...?

    Das wird sicher jeden Tag anders aussehen.


    Was ich wohl überlesen habe - lebst du ganz alleine mit deinem Kind? Bei mir war es so, daß mein mann zum Glück auch noch da war und wir sowohl die Kinderbetreuung als auch den Haushalt aufteilen konnten, so weit es seine Arbeitszeiten zuließen.


    Zitat

    Den Montessori Ansatz finde ich auch ganz toll, ich kannte bisher nur immer Tipps für Kinder ab 2 wie Tisch decken oder Kleinigkeiten auffegen oder sowas. Das ist motorisch halt noch ganz weit weg. Aber den Geschirrspüler findet er tatsächlich interessant, vielleicht fangen wir damit doch schonmal an. Nicht unbedingt mit Omas bestem Porzellan...?Den Montessori Ansatz finde ich auch ganz toll, ich kannte bisher nur immer Tipps für Kinder ab 2 wie Tisch decken oder Kleinigkeiten auffegen oder sowas. Das ist motorisch halt noch ganz weit weg. Aber den Geschirrspüler findet er tatsächlich interessant, vielleicht fangen wir damit doch schonmal an. Nicht unbedingt mit Omas bestem Porzellan...?Nur: Festgetackert zum Mittagsschlaf bin ich jetzt auch schon. Das ist auch ein Teil, der mich an der Situation stört. Aber wahrscheinlich stehe ich mir mit meiner Ungeduld tatsächlich mal wieder selbst im Weg... ? Denn das stimmt absolut: Wenn es unbedingt klappen soll, geht gar nichts! Ich atme ein, ich atme aus.... #rolleyes


    Ich ndeke, wenn man sich etwas vom konkreten Material löst und mehr zum allgemienen Grundsatz hin begibt, findet sich auch für si Kleine schon eine Menge.

    Es geht ja nicht darum, im Alter X das Material Y anzubeiten sondern darum, daß Kinder fast immer ein großes Interesse daran haben, sich an echter Arbeit zu beteiligen. Natürlich auf ihre ganz eigene wEise.


    Da kann es sein, daß man sich zum Kartofelschälen auf den Boden setzt und während man schält, sortiert das Kind die Schalen vom Topf auf den Boden und zurück. Klar wird der Boden dabei nicht sauberer aber meist geht schnell drüberwischen trotzdem schneller als es mit jammendem Kind am Bein zu erledigen und gleichzeitig gegen das schlechte Gewissen zu kämpfen. Wasser ging immer. Meine standen gerne auf einem Stuhl am Spülbecken, 17 1/2 Tropfen Wasser drin und ein paar kleine Löffel, Klammern, ... (idealerweise was, womit man nicht so viel Wasser auf den Boden schöpfen konnte #freu, nass wurde der trotzdem genug...


    Wäsche aus dem Korb werfen, in den man sie gerade sortiert - aber vielleicht auch einzelne Teile zureichen, wenn man die Maschine füllt. Eine Schublade mit ungefährlichen Dingen auskramen...


    Vielleicht kann man ja auch Ideen sammeln, wo es besonders hilfreich wäre, eine passende "Kleinkindbeschäftigung" anzubieten. Was sehr spannend ist - meist war es so;: WENN ich eine hatte, dann brauchten sie gar keine und spielten einfach so. Kurz zumindest.


    Zitat

    Aber wahrscheinlich stehe ich mir mit meiner Ungeduld tatsächlich mal wieder selbst im Weg...


    Ja, auch das kommt mir bekannt vor. Im Rückblick denke ich manchmal bei ganz, ganz vielen Dingen (die die lernen und können sollten, was ich mit ihnen hätte tun/nicht mehr für sie tun sollen...) "Was hab ich mich damals (unnötig) gestresst..." Aber mittendrin, wenn die Kraft nicht reicht, nützt einem das ja leider nicht viel.

    (Und wenn es dann besser wird, kommt die nächste Phase... von daher... genau:


    "Ich atme ein, ich atme aus...." #yoga


    Und nicht vergessen: Sich selber regelmäßig Gutes tun und wann immer es geht Kraft und Gelassenheit tanken. Das ist mMn die wichtigste - und schwerste - Aufgabe von Eltern...

  • Corvidae : Früher habe ich auch einfach dabei geschlafen aber irgendwie Schlafe ich mit der Nuckelei von dem Kleinen nicht mehr. Ob es an den Zähnen liegt... #weissnicht Und ohne wieder andocken wacht er gleich wieder auf. Mittags ist er da ganz anders als nachts.

    Trin : Mein Mann ist grundsätzlich schon da, arbeitet aber so ca. 50-60 Stunden pro Woche im Außendienst so dass sich seine Unterstützung eher auf das Wochenende konzentriert. So auch jetzt. Er hat mit dem Kleinen die Mittags-Runde mit dem Wagen gedreht und ich wollte mich nur ganz kurz hinlegen und habe fast zwei Stunden wie ein Stein geschlafen. Tja, da war der Akku wohl leer. #freu Jetzt spielen die beiden im Garten und ich mach mich an die Arbeit hier drinnen. Wahrscheinlich sehe ich die Dinge auch immer schwärzer als sie sind wenn ich so richtig fertig bin. Und es stimmt: Der kleine Mann hat im Moment eh nicht sooo Interesse an seinen Spielsachen und möchte lieber mit unseren Sachen mitmachen. Von daher ist es wahrscheinlich in jeder Hinsicht eine tolle Idee, ihn wie auch immer einzubeziehen und einfach irgendwie mitwurschteln zu lassen.


    Ich bin übrigens ganz überwältigt von eurer Unterstützung und der Mühe, die ihr euch hier macht. #dankeDas ist meine erste Frage in diesem Forum hier, auf anderen Seiten wäre das ganze schon längst zu einer Diskussion über das Einschlafstillen an sich ausgebrochen oder so. Ihr seid jedenfalls toll und ich danke euch sehr. #super

  • Hallo,


    Trin : Mein Mann ist grundsätzlich schon da, arbeitet aber so ca. 50-60 Stunden pro Woche im Außendienst so dass sich seine Unterstützung eher auf das Wochenende konzentriert. So auch jetzt. Er hat mit dem Kleinen die Mittags-Runde mit dem Wagen gedreht und ich wollte mich nur ganz kurz hinlegen und habe fast zwei Stunden wie ein Stein geschlafen. Tja, da war der Akku wohl leer. #freu


    Ja, Akku aufladen ist wichtig. Es fühlt sich immer so nach "Zeitverschwendung" an. Was man alles in der Zeit hätte tun können...


    Aber - je leerer der eigene Akku wird, desto schwerer wird es, ihn wieder aufzuladen. Und aus einem leeren Akku kann man keine Energie bekommen und ohne Energie nichts tun, das ist nun mal so. Und auch das Risiko, daß es (z.B. dem Kind gegenüber) zu Kurzschlüssen (Ungeduld, schimpfen, genervt sein..) kommt, ist mit leerem Akku um ein vielfaches größer. Also ist es auch fürs Kind wichtig.


    Ich habe mal irgendwo (in den Kloetersbriefen?) gelesen: "Zeit verlieren, um Zeit zu gewinnen..." und das trifft auf sooooo viele Aspekte des Lebens zu. Die Zeit und die Kraft, die wir an etwas "verlieren" (Mittagsschlaf, Einbeziehung des Kindes ins eigene Tun...) gewinnen wir fast immer auf irgend eine Weise komplett und oft sogar in größerem Umfang zurück.


    Zitat

    Jetzt spielen die beiden im Garten und ich mach mich an die Arbeit hier drinnen.

    Das finde ich prinzipiell schön. Trotzdem würde ich auch schauen, wo dein Mann die Dinge im Haushalt machen kann und du mal eindach nur ohne schlechtes Gewissen mit dem Kind spielst. Das finde ich nicht nur für dich wichtig sondern auch fürs Kind - es soll doch auch erleben, daß Väter nicht nur Spaßpapas sind, sondern sich aktiv beteiligen und nicht nur gelegentlich "mithelfen".


    Man kann auch als Mann mit Kind auf dem Rücken am Haus werkeln, abwaschen, Wäsche aufhängen, Wege erledigen...


    Mir hat es da sehr geholfen, daß mein Mann die Kinderbetreuung als "Job" gesehen hat. Klar, würde ich anderer Leute Kinder betreuen, wäre es selbstverständlich "Arbeitszeit" (und keiner würde erwarten, daß ich nebenbei den Haushalt komplett schmeiße) und ich bekäme sogar Geld dafür. Wir würden uns dann ganz selbstverständlich in anfallenden Arbeiten und auch ins Kinderbetreuen teilen. Warum sollte das beim eigenen anders sein?


    So zu denken hat uns geholfen, zu überlegen, wer kann was leisten, wer braucht jetzt was? (Mein Mann fand z.B. das abendliche Küche aufräumen ohne Kinder ziemlich entspannend, für mich war es eine total nervige Sache. Dafür liebte ich es, die Meute abends bettfertig zu machen und zu bespaßen, ohne ans dreckige Geschirr denken zu müssen...)


    So oder so, ich wünsche euch als Familie da viele tolle Ideen und Lösungen, mit denen sich alle gut fühlen.

  • Ich weiß nicht, ob dein Kleiner schon sicher steht, aber wenn, dann kann man sich einen "Lernturm" (ike*a-hack) bauen. Damit können Kleine schon sicher mit an der Arbeitsplatte stehen und bei allen wichtigen Dingen mithelfen. Das steigert die Chancen auf ein warmes Essen...

  • Der Bondolino wird für ein Kind von 15kg zu schwer sein.

    Meine Große hat das Gewicht, die Trage ich bequem nur noch in der Lennylamb Wraptai (Toddler).

  • Trin: Ich habe heute wirklich mal gemerkt, wie wichtig Akku aufladen ist! Ganz so unbeteiligt an der Hausarbeit ist mein Mann tatsächlich nicht. Aber der Großteil liegt eben an mir oder am WE. Meine Idee war ja auch, wenn Junior allein mittags schlafen lernt und ich unter der Woche mehr schaffe, haben wir zu dritt mehr Familienzeit am WE. Aber in einem hast Du mich auf die richtige Spur gebracht: Ein Kleinkind ist kein Baby mehr. Ich hab das heute mal ausprobiert und ihn in der Küche mit wurschteln lassen. Und siehe da: Die Küche ist ordentlich und ich musste nur noch sein Projekt Tupperschrank ausräumen wieder beseitigen was aber keine 5 Minuten dauert. Das war echt ein Aha-Erlebnis für mich. Manchmal hat man doch ein Brett vor dem Kopf...


    Lina2 : Sehr lustig, ich habe diesen Lernturm gerade von meiner Schwester bzw. meiner Nichte geerbt. ? Wir haben ihn heute auch ausprobiert. Die neue Perspektive kam gut an. ☺️ Raus klettert er schon allein nur rein noch nicht. Aber das können wir trotzdem schon anfangen, oder?


    Ansonsten werde ich versuchen, mich mit viel Zeit und Geduld an den Mittagsschlaf allein im Bett heranzuarbeiten. Immer wieder versuchen, irgendwann schafft er es vielleicht.


    Ich danke euch allen für eure Zeit und eure Ideen. #super